NUC 11 Extreme: Neues Compute Element mit 8-Kern-CPU Tiger Lake-H45

Volker Rißka
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NUC 11 Extreme: Neues Compute Element mit 8-Kern-CPU Tiger Lake-H45

Intels High-End-NUC 9 Extreme Ghost Canyon wird über das neue Compute Element „Driver Bay“ mit Tiger Lake-H45 und dessen 8 Kernen sowie 16 Threads aufgewertet. Die neuen CPUs sollen zum Sommer als Core i-11000H erscheinen, das Flaggschiff wird wahrscheinlich der Core i9-11980HK – das zumindest deutet eine Präsentationsfolie an.

Die Indizien sind dabei mehr als eindeutig, denn etwas anderes als Tiger Lake-H bieten die besagten Ausstattungsmerkmale im mobilen Bereich nicht. Dazu gehören neben einer PCI-Express-SSD nach neuem PCIe-4.0-Standard zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse. Die Einstufung der CPUs in die 45-Watt-Klasse deutet auf die für den Sommer erwarteten schnellsten Lösungen der Notebook-CPU-Familie hin, die unter dem Codenamen Tiger Lake-H45 laufen. Sie werden nicht nur bis zu 8 Kerne und 16 Threads bieten, sondern auch insgesamt 20 PCIe-4.0-Lanes bereitstellen. Mit 16 dieser Lanes dürfte eine diskrete Grafikkarte angetrieben werden.

NUC11 Extreme Compute Element
NUC11 Extreme Compute Element (Bild: Chiphell)

Das mit dem NUC 9 Extreme „Ghost Canyon“ (Test) erstmals eingeführte Format der Computer Elements gleicht äußerlich einer Grafikkarte, doch unter der Abdeckung stecken die CPU sowie diverse weitere Bauteile. Die Steckkarte benötigt ein passendes Gegenstück in Form eines Mainboards. Dort war zuletzt nicht nur Platz für das steckbare Compute Element, sondern auch weiteren Massenspeicher und ganz wichtig: eine Grafikkarte. Das Board dürfte in dem Zusammenhang vermutlich aber ebenfalls aktualisiert werden, damit zumindest der neue PCI-Express-Standard unterstützt wird.

Intel West Cove
Intel West Cove (Bild: Intel)

Am Ende dürfte die Frage des Preises erneut im Raum stehen. Schon der Vorgänger war ein teurer Spaß. Dass es wirklich günstiger wird, ist nicht zu erwarten. Die größte Hürde aktuell dürfte sogar sein, eine passende Grafikkarte für das System zu bekommen, denn der Markt ist quasi leergefegt. Den PC als Barebone ohne Grafikkarte zu kaufen und dann selbst zu bestücken, ist auch nach dem Start der Radeon RX 6700 XT am gestrigen Tag und einem Ausverkauf binnen Minuten oder völlig überzogenen Preisen keine Alternative.