Kapazitätsausbau: Intel-Fabrikentscheidung in Europa „binnen Tagen“

Update 2 Volker Rißka
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Kapazitätsausbau: Intel-Fabrikentscheidung in Europa „binnen Tagen“
Bild: Intel

Viel Zeit für eine Entscheidung ist im Jahr 2021 nicht mehr, dem selbstgesteckten Ziel von Intel. Die Fabrik-Entscheidung soll nun binnen Tagen präsentiert werden, erklärte EU-Kommissar Thierry Breton. Intel wird die gleiche Förderung bekommen wie etwa in den USA oder Japan, heißt es erstmals zum Umfang der Subventionen.

Zuletzt wurde bekannt, dass 70 potenzielle Standorte auf der Liste seien, die aus rund zehn Ländern als Vorschläge eingereicht wurden. Nur Großbritannien wurde bereits ausgeschlossen, nach dem Brexit sei das Land keine Option mehr, hieß es vor einigen Wochen. Intel soll laut letzten Informationen mindestens zwei große Fabriken planen. Weitere Details wird jedoch erst die offizielle Präsentation bringen.

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In einem Gespräch mit Intel am Vormittag zu der Thematik, was an den neuen Gerüchten dran sei, erklärte der Hersteller, dass es sich seitens Bloomberg um einen Übersetzungsfehler handelt. Demnach habe nicht der EU-Kommissar diese Aussage getätigt, sondern sie sei aus Kreisen der EU gekommen, schreibt das belgische Blatt De Tjid als Urheber. Damit wird die Aussage doch deutlich abgeschwächt, hier können aus einigen Tagen auch schnell wieder noch Wochen werden. Wie die finale Entscheidung letztlich lautet, wird also vermutlich doch nicht so früh bekannt werden.

In den Kommentaren zur Meldung der Redaktion haben Community-Mitglieder darüber hinaus interessante Informationen zusammengetragen. Landsberg am Lech in Bayern und sein ehemaliger Fliegerhorst wurde bereits im Sommer das erste Mal als möglicher Standort genannt, er soll auch weiterhin im Rennen sein, heißt es hierzu. Der dort tätige Landrat hat dazu passend erst gestern ein YouTube-Video veröffentlicht, in dem er zu dem Thema und einigen Fragen der Bevölkerung Stellung bezog. Darin enthalten ist aber keine Aussage über eine mögliche finale Entscheidung seitens Intel.

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Laut der französischen Zeitung Le Figaro sei die Wahl für die Intel-Fabrik auf Deutschland gefallen, dabei vermutlich eher „Silicon Saxony“ in Dresden als der Raum München. Frankreich und Italien mussten demnach gegen das Gesamtpaket Deutschland zurückstecken, sollen möglicherweise aber Forschungsmöglichkeiten und Packaging-Einrichtungen erhalten. Die offizielle Entscheidung soll, wie bereits berichtet, in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.