News SystemXVI: Neuer Servicemanager als Alternative zu Systemd

Im Bild ist "SystemXVI" zu sehen. Im Artikel heißt es aber überall "SystemXIV". Das stimmt nicht so ganz mit der Abkürzung S16 überein. ;)
 
betonscheibe schrieb:
Im Bild ist "SystemXVI" zu sehen. Im Artikel heißt es aber überall "SystemXIV". Das stimmt nicht so ganz mit der Abkürzung S16 überein. ;)

Danke, Du hast natürlich völlig recht.
Ergänzung ()

Nerdovic schrieb:
Was genau ist jetzt schlimm an der "Nähe zu 4chan"?

​Vieleicht dass dort, wie auch oft auf Reddit eine Kultur des Schlechtmachens herrscht.
 
fethomm schrieb:
​Vieleicht dass dort, wie auch oft auf Reddit eine Kultur des Schlechtmachens herrscht.
Kindergarten ist aber auch der Gesamten Unix Community so überhaupt nicht fremd :D (weil wahrscheinlich fast die selben Leute auf beiden Seiten sitzen)

Ich hoffe ja das man ein systemd "drop in" alternative macht, würde der Verbreitung sehr sehr gut tuen !
 
Nerdovic schrieb:
Was genau ist jetzt schlimm an der "Nähe zu 4chan"?

Realistisch gesehen: Dass bis auf wenige Ausnahmen nie irgendwas auch nur ansatzweise fertig wird. Viel Gerede, viel Drama, wenig Code.

Und dass manche Leute bei raueren Umgangsformen offenbar schweres Internet-PTSD kriegen, oder so. Gerade bei Open Source aber ein ziemlicher Witz, die meisten FOSS Projekte mit „unfreundlichem Klima“ schaffen das ganz ohne irgendwelche Imageboards, ganz vorne dabei natürlich Linus, wenn er mal wieder jemandem sagt, er solle sich nachträglich abtreiben lassen.
 
Enigma schrieb:
Ich muss grad an folgendes denken: xkcd: Standards
Ja, wobei die Sache für Linux-User IMHO durch ist. Alle großen Distributionen verwenden Systemd und daran wird sich IMHO auch nichts mehr ändern (IMHO gut so), selbst wenn es ein paar mehr oder weniger gute Alternativen gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich nicht verstehe, warum sie immer nur das init system ersetzen wollen. Das Toolset "Systemd" ist so viel mehr,
ein zentrales log(journald), ein login system (logind), und noch viele mehr, die alle eben genau so gebaut sind, dass sie 1a ineinander passen ohne zangsläufig voneinander abhänig zu sein und vorallem aber anderen die Arbeit leichter machen (nicht umsonst verwenden quasi alle Großen DE logind).
 
Zuviel Herum-Philosophiererei kann einem praktischen Schaffen auch im Wege stehen. Wenn zwei Systeme, die jeweils eine andere Philosophie verfolgen, exisitieren, müssen sie sich an ihrer Funktionalität und Stabilität messen. So einfach ist das. Forks oder Neuentwicklungen müssen dann eben auch diese "Prüfung" bestehen.
 
Enigma schrieb:
Ich muss grad an folgendes denken: xkcd: Standards
Das schöne an Unix ist ja viel mehr, dass es noch so viele konkurrierende Komponenten geben kann. Am Ende entscheiden die Distributionen wie sie aufgebaut sind.
Dass SystemD mittlerweile in so vielen Distributionen steckt hat sicher seine Gründe, heißt aber nicht dass es sich auch "schnell" wieder ändern kann.
 
@neo-logism: Genau das wird ja an systemd kritisiert. Der kritische Masterprozess "init" ist in ein riesiges Framework eingebunden und somit deutlich anfälliger für Fehler als ein Tool, was für exakt einen Einsatz-Zweck entwickelt und auf Sicherheit abgeklopft werden kann als die systemd-"Bloatware".
Man holt sich mit systemd eine komplexe Middleware ins Haus, die man außerhalb von RedHat - wo systemd "geschmiedet wird" - kaum noch steuern kann. Ist diese Middleware einmal vollständig als Standard implementiert, dauert es Jahre, um auf Alternativen umzuschwenken. Man sieht das ja gerade beim Weggang von X.org zum Beispiel auf Mir bei Ubuntu oder Wayland beim "Rest der Welt". Haben sich die systemd-Paradigmen einmal in der breiten Software-Basis durchgesetzt und sind nicht mehr optional, weil die Entwickler "keinen Bock haben, mehrere Schnittstellen zu pflegen" (bei Nutzung der *d-Komponenten), dann sitzt man auf Jahre fest. Darum dreht sich letztlich jede Diskussion bezüglich systemd. Nicht zu vergessen die Tatsache, dass man systemd bei weitem nicht mehr so granular steuern kann wie ein sysv-init (Thema automatisierte mounts und ähnliches).

Regards, Bigfoot29
 
Zuletzt bearbeitet: (Edith rief zu Typo-Korrekturen...)
exoterrist schrieb:
Alle großen Distributionen verwenden Systemd und daran wird sich IMHO auch nichts mehr ändern

Das bezweifle ich. Langsam setzt sich sogar bei den traditionell eher behäbigen Linuxern die Ansicht durch, dass systemd die Welt eher verschlechtert als verbessert.

Und Slackware ist nun wirklich keine Untergrund-Distribution.

neo-logism schrieb:
Was ich nicht verstehe, warum sie immer nur das init system ersetzen wollen. Das Toolset "Systemd" ist so viel mehr

Das Initsystem zu ersetzen ist eine per se hervorragende Idee, schon für eine bessere Parallelisierung. Das "so viel mehr" aber zu ersetzen erzeugt einen unnötigen SPoF, zumal die vorhandenen "Toolsets" eher mehr als weniger Vorteile gegenüber dem systemd-Klotz am Bein bieten.

Gegen systemd als Initsystem habe nicht mal ich was.
 
Tuxman schrieb:
Das bezweifle ich. Langsam setzt sich sogar bei den traditionell eher behäbigen Linuxern die Ansicht durch, dass systemd die Welt eher verschlechtert als verbessert.
Und Slackware ist nun wirklich keine Untergrund-Distribution.
Kann ich aus meinem sehr gemischten Umfeld (User, Maintainer, Entwickler, Admins und SysOps) so nicht bestätigen. Die Lager bleiben eher gleich, wer anfangs dagegen war, wechselt eher selten das Lager vice versa.

Uns Slackware zähle ich schon zum Untergrund. Das ist nicht abwertend gemeint, aber die von mir vermuteten Userzahlen reihen Slackware eher nicht bei den Großen ein.
 
Die Benutzerzahlen von Slackware sind seit systemd durchaus gestiegen, gerade von Arch wechseln viele.
 
Tuxman schrieb:
Die Benutzerzahlen von Slackware sind seit systemd durchaus gestiegen, gerade von Arch wechseln viele.

Wenn man sich das durchdenkt, ist das nicht völlig bekloppt ?

Das erinnert mich gewaltig an
"My new computer came with Windows 7. Windows 7 is much more user-friendly than Windows Vista. I don't like that."
 
Ich weiß nicht, ob das Teil in seinem derzeitigen Zustand schon eine News als "systemd Konkurrenz" wert ist. Das flog vor ein paar Tagen auf HN vorbei und da war es schon ein wenig merkwürdig, dass es so viel Aufmerksamkeit bekommen hat (vermutlich weil es auch dort ein wenig als systemd Alternative gepitcht wurde und die Leute auf solche Sachen stehen). Momentan ist das noch sehr früh in der Entwicklung und nicht viel mehr als ein kleines Pet-Project des Entwicklers (er ist fast der einzige Commiter), wo durchaus einige gute Konzepte zu finden sind. Über Code-Qualität kann man sich bekanntlich streiten, aber momentan wird das Teil wahrscheinlich aus Desinteresse irgendwann sterben, wenn es keine weiteren Entwickler anzieht und danach sieht es momentan wirklich nicht aus - trotz des Hypes. Aus Unterhaltungsgründen noch einmal ein kleines IRC Transkript mit dem Entwickler: https://pste.pw/v/9hljjmJedxNGA/raw Da kann sich dann Jeder selber eine Meinung bilden :)

Kleiner Vorgeschmack:
1:32:08 zx9p i've begun making my commit messages more professional because this is starting to form a shape and no longer a few files with a little code in them
01:32:08 zx9p but what do I expect from a /g/ person
01:32:09 zx9p you probably think you're a programming god for writing fizzbuzz 100 times
01:32:10 zx9p and sure, you know your language, but you know fuck-all about architecture, and even less about the nature of late capitalism
01:32:10 zx9p you're a fool and your input is about as relevant as a Nazi's is on Jews
01:32:26 +yossarian >godwin's law
 
Zurück
Oben