News Adobe-Konkurrent: Canva übernimmt Affinity-Suite-Entwickler Serif Labs

Zanza schrieb:
Die meisten würden Adobe benutzen, aber nein, hier muss man monatlich Geld bezahlen. Mitte für Wohnung zahlt man auch Monatlich aber ist nicht das Thema.

der unterschied ist, dass du deine sachen aus der wohnung mitnehmen kannst, wenn du ausziehst. das ist bei einem softwareabo nicht so. du hast ja ohne das abo keinen zugriff mehr auf deine dateien.
 
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Der Rest des Artikels liest sich beschwichtigend. Aber mal schauen, ob das auch wirklich so bleibt. Bin nach über 20 Jahren, in denen ich professionell mit Corel gearbeitet habe erst letztes Jahr auf die Affinity Suite gewechselt und bereue den Umstieg nicht. Nicht alles konnte ich ersetzen, ich brauchte beispielsweise noch einen Font-Manager (Nutze derzeit FontBase) und für schnelle Vektorisierungen habe ich InkScape installiert. Aber die Programm-Stabilität und Funktionen sind Corel definitiv voraus und es ist einfach angenehm damit zu arbeiten.

Ich habe so gar keinen Lust, wieder auf ein Abo-Modell umzusteigen, sollte es wirklich so kommen. :stock:
 
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duskstalker schrieb:
auf der anderen seite geht die entwicklung sehr zäh voran. ich weiß nicht obs am geld oder am willen fehlt.

Ich kriege hier ständig Updates rein, erst kürzlich gab es einen ganzen Batzen großer Neuerungen. Was erwartest Du denn, was nicht vorhanden ist?

Zanza schrieb:
Mitte für Wohnung zahlt man auch Monatlich aber ist nicht das Thema.

Daher habe ich auch keine Wohnung gemietet, sondern ein abbezahltes Eigenheim. :D
 
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ich bin auch bereit mehr für die software zu zahlen. so um die 200 euro. ein abomodell lohnt sich für mich nicht, da ich die software sehr unregelmäßig nutze. 1x kaufen und fertig ist mir am liebsten.
 
MaverickM schrieb:
Was erwartest Du denn, was nicht vorhanden ist?

CMYK wird über sRGB angezeigt, d.h. die farben stimmen nicht. cyan ist nicht cyan sondern himmelblau. softproof am bildschirm ist daher nur eingeschränkt möglich. generell gibts keinen richtigen softproof.

der pdf export für drucke funktioniert immer wieder nicht richtig, pfade und umrandungen werden teilweise nicht richtig exportiert. ohne acrobat pro zum gegenprüfen kann man sich nie sicher sein, dass eine PDF richtig exportiert wurde.

es gibt keine richtigen vectorbrushes, keine mesh-gradients, transparenzen mit vektoren sind ein riesen problem.

das platzieren von grafiken macht immer probleme, wenn das nicht wirklich sehr simple grafiken sind.

das anlegen und verwalten von sonderfarben ist ein absoluter krampf.

es gibt kein automatisches vektorisierungstool für rastergrafiken.

das ist mir jetzt spontan eingefallen. die affinity suite ist gut, aber gerade richtung printproduktion und vektoren fehlt noch ne ganze ecke zu adobe.
 
@duskstalker
Hmmm, hatte bislang noch keine Probleme mit dem PDF-Export. Aber ich überprüfe ohnehin immer den Export nochmal. Auch beim Soft-Proofing hatte ich bisher noch keine Probleme. Was genau ist das Problem beim Platzieren von Grafiken? Da wäre mir bisher auch nichts aufgefallen, habe ich aber noch nicht soooo oft benutzt, da ich vorwiegend mit Vektorgrafiken arbeite.

Die fehlende automatische Vektorisierungsfunktion habe ich ja oben bereits erwähnt. Dafür verwende ich als Zwischenlösung Inkscape. Ist nicht ganz so gut wie Corel Trace, aber funktioniert für meinen Workflow. Zum Rest kann ich nichts sagen.
 
Simon#G schrieb:
Ich finde das JetBrains Modell relativ gut vertretbar. Man zahlt per Abo für Updates, darf aber nach der Kündigung die letzte bezahlte Verison unbegrenzt weiter nutzen.
Die Variante empfinde ich auch als ziemlich fair. Das wäre auch so ungefähr die einzige Option, bei der ich weiter Affinity-Software nutzen würde, wenn sie ein Abo einführen.
Denn wie schon jemand anders sagte: beim Standard-Abo-Modell gibt's eigentlich wenig gründe, dann nicht wieder rüber zu Adobe zu schlappen.
 
mischaef schrieb:
Hätten die etwas vergleichbares zu Camera-RAW - ich wäre schon längst umgestiegen. RAW-Bearbeitung ist bei denen jedoch immer noch ein Krampf...

DMHas schrieb:
Ich hoffe es bleibt beim jetzigen Preismodell und keinem Abo. Aber das muss sich zeigen.
Das Adobe-Abo kostet lächerlich wenig und am Black Friday erst noch die Hälfte. Wer über dieses Abo meckert, kann / muss mit der Software entweder kein Geld verdienen – oder er ist einfach ein Prinzipienreiter.

Doch es ist immer wieder interessant zu sehen, wie viele Verrenkungen einige Leute in Kauf nehmen, nur damit die bösen Adobe-Fuzzis nicht entlöhnt werden müssen. Dann spielt es auch keine Rolle, wenn man sich mit dieser Haltung ins eigene Knie schiesst.
 
Fliegenschiss schrieb:
Das Adobe-Abo kostet lächerlich wenig und am Black Friday erst noch die Hälfte.

die lizenz, die am black friday auf amazon so billig verkauft wird, ist die studenten/lehrerversion. die ist für den kommerziellen einsatz nicht freigegeben. die "reguläre" version kostet pro jahr 797,40€. wenn ich jetzt von mir ausgehe und ich noch bis zur rente in dem beruf weiter arbeite, zahle ich >25.000€ an adobe.

auch die reguläre version gibts im angebot, derzeit für 440€ - sind immernoch 14.000€. nur ist man dann darauf angewiesen, dass jedes jahr das ding pünktlich im angebot ist, sonst steht man ohne lizenz da.

das geht aber auch in die andere richtung. was ist wenn adobe auf einmal die preise anzieht? es gibt ja keine garantie auf eine preisstabilität. die jahreslizenz, die es dieses jahr für 440€ auf amazon im angebot gibt, kann in 3 jahren auf einmal 2000€ kosten.

da könnte man sagen - ja gut, das fließt in einem gewerbe halt in betriebskosten rein. das problem ist aber, dass man mit dem abo komplett von adobe abhängig ist. man kann ohne aktives abonnement seine eigenen dateien nicht öffnen und eine besonders gute versorgungssicherheit hat man auch nicht. erst letztin hat sich adobe mit pantone verstritten und kurzerhand alle pantone paletten aus der creative suite entfernt.

die grafiker, die an projekten mit pantone farben gearbeitet haben, hat adobe hier einfach voll ins offene messer laufen lassen. das stellt man sich bei so einem dauerzahl-modell auch anders vor.
 
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Diese "Gnadenlosigkeit" des Adobe-Abosystems gab bei mir den Ausschlag, warum ich es grundsätzlich ablehn(t)e.

Keinerlei Read-only Modus (!), keinerlei gestaffelter "Treuebonus" oder zunehmende "Karenzzeit" bei Lizenzablauf. Bei mir kam noch dazu, dass ich ausschließlich an Lightroom interessiert war.

Zum Glück bin ich nur Hobbyist.
 
Lord Gammlig schrieb:
BlackMagicDesign ... Damit hätten sie auch ihr Konkurrenz-Portfolio zu Adobe noch erweitern können.
Die Berührungspunkte zwischen Layout/Raster/Vektor-Software zu Blackmagics Hardware/Software, sehe ich zu gering, als dass das Sinn ergeben würde. Klar kann man immer in eine neue Branche einsteigen und so das Unternehmen erweitern, aber das passiert bei so "kleinen" Firmen eher selten. Ich hätte eher gedacht, die würden z.B. von Apple aufgekauft, so wie Emagic, aber gefeiert hätte ich das auch nicht.
 
Man sieht bei Adobe halt gut, wo zu viel Marktmacht hinführt: sie können es sich halt leisten einen Großteil der Kunden zu "verprellen" weil sie wissen, dass es ohnehin keine Alternative aus dem Ökosystem gibt.

Von daher bin ich in diesem Fall hier mit der Übernahme gar nicht sicher, ob sich Affinity leisten kann auf ein Abo umzustellen? Dafür sind sie aus meiner Sicht nicht groß genug bzw. als eins der Alleinstellungsmerkmal das "kein Abo" zu verlieren wäre wahrscheinlich finanziell nicht zwangsläufig besser, da man dann psychologisch gesehen auch zur Konkurrenz gehen könnte.
 
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DonDonat schrieb:
Von daher bin ich in diesem Fall hier mit der Übernahme gar nicht sicher, ob sich Affinity leisten kann auf ein Abo umzustellen? Dafür sind sie aus meiner Sicht nicht groß genug bzw. als eins der Alleinstellungsmerkmal das "kein Abo" zu verlieren wäre wahrscheinlich finanziell nicht zwangsläufig besser, da man dann psychologisch gesehen auch zur Konkurrenz gehen könnte.

Canva ist groß genug... die haben Subscription auf ihrer Fahne stehen und die werden genug Kunden für ein Abo-Affinity ranholen können.
 
Interessant, ich nutze seit längerem die Affinity Programme, habe bisher aber noch gewartet die neue Version zu kaufen, weil ich noch keinen wirklichen Mehrwert für mein Anwendungsgebiet gesehen habe. Mit einer (Teil)Implementierung von Canva Funktionen kann da durchaus was cooles entstehen.
 
E1M1:Hangar schrieb:
Canva ist groß genug... die haben Subscription auf ihrer Fahne stehen und die werden genug Kunden für ein Abo-Affinity ranholen können.
Glaubst du? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass jemand der tatsächlich Geld mit der Verwendung von Bild-Bearbeitungs-Software macht statt Adobe-Abo ein Affinity-Abo nutzen würde, gerade weil Adobe einfacher zu nutzen, besser integriert und besser für Kommunikation mit Kunden ist.
 
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