News AlmaLinux OS 8.3: Das kostenlose Enterprise-Linux auf Basis von RHEL

SV3N

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Teralios

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Die Idee ist durchaus toll, aber leider merkt man an solchen Sachen immer weider, dass in der OpenSource-Community als auch allgemein immer zwei Sachen eim Support miteinander vermischt werden. Gerade in Deutschland ist das dann noch ausgeprägter.

Es geht bei RedHat nicht darum, dass man das "Linux" kauft und dann für x-Jahre "support" bekommt - also das Linux für x-Jahre mit Patches versorgt wird. Man entscheidet sich für RedHat, weil man am anderen Ende einen Asprechpartner hat, der einem - je nach Vertrag - wirklich SUPPORT zu Verfügung stelt und der im Zweifel auch für mich greifbar ist, wenn es zu Problemen kommt und man Hilfe braucht.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Entwicklung eines Betriebssystems, von Datenbanken, von Storage-Software usw. ist zwar nicht günstig und kostet Zeit, aber wirklich Support - also nicht nur die Softwarepflege - frisst mit den größten Zeitblock.

Hier wird also nur auf der einen Seite der versprochene "Support" geben, die andere Seite des Supports wird es aber nicht geben. Damit toll für die, die den Support nicht brauchen und eine tolle Ergänzung, aber nicht voll umfänglich eine Alternative.
 

Yumix

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naja, mal schauen wie gut das angenommen wird....RHEL ist in der Basis ja jetzt auch kostenlos. Zwar nur bis 16 Systeme, aber das dürfte den meisten CentOS usern reichen. Wer deutlich mehr braucht, wird auch eher am Support interessiert sein....
 

dcz01

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Ich habe nun schon länger nach Verkündigung des EOS/EOL von CentOS Linux 8 auf Nachfolger gewartet.
Ohne Support reicht diese Version vollkommend und kostet nix.
Für optionalen Support kann ich auch zu Oracle Linux gehen, diese geben auch für CentOS u.a. dann Support, wo Red Hat nur für RHEL Support gibt.
 

Snowi

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Ohne Support reicht diese Version vollkommend und kostet nix.
Für optionalen Support kann ich auch zu Oracle Linux gehen, diese geben auch für CentOS u.a. dann Support, wo Red Hat nur für RHEL Support gibt.

Als Privatperson kann man auch direkt RHEL nehmen - RedHat hat die Lizenzbedingungen etwas angepasst seit der Einstellung von CentOS.
Und bei Oracle wäre ich direkt vorsichtig, dann würde ich vermutlich eher SLES nehmen wenn ich ehrlich bin. Hatte vor meinem aktuellen Job keinen Berührungspunkt mit SLES, insgesamt ist es aber auch nicht verkehrt, und den Support kriegt man hier auch.

Zum Thema CentOS: Ich finds richtig traurig, dass sich das Projekt einfach "hat schlucken lassen", und jetzt wieder geforked werden muss. Ich sehe das nicht als Problem von Open Source als solchem - das Projekt hätte ja weiter existieren können. Nur RedHat hat es eingestellt. Sehr schade. Aber immerhin gibt es jetzt einen Nachfolger, incl. Entscheidungsträgern die sich auskennen und einer guten Basisfinanzierung. Bin mal gespannt wie gut es läuft.
 

andy_m4

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dass in der OpenSource-Community als auch allgemein immer zwei Sachen eim Support miteinander vermischt werden.
Na vermischt keiner was. Support heißt hier eben nicht "Ansprechpartner", sondern das es Patches gibt.
Das Redhat eine ganz andere Art von "Support" bietet ist auch klar.
Insofern verstehe ich nicht das 'Problem' was Du hier zu konstruieren versuchst.
 

andy_m4

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Zum Thema CentOS: Ich finds richtig traurig, dass sich das Projekt einfach "hat schlucken lassen", und jetzt wieder geforked werden muss.
Naja. Ersten gibt es Geld und zweitens war es ja auch ursprünglich so angedacht, das CentOS und RHEL zusammenarbeiten. Direkt mit dem Upstream zu kooperieren ist ja erst mal attraktiv.
Das es dann anders kommt. Gut. Man hätte es ahnen können. Aber man glaubt ja immer bis zum Schluss an das Gute.
 

artcap

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Der Name AlmaLinux klingt komisch würde eher RockyLinux nehmen :D ausserdem steht hinter AlmaLinux wieder ne Firma dahinter was wiederum ein Geschmäckle veruhrsacht^^

Centos Petitition
 
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Teralios

Commander
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Na vermischt keiner was. Support heißt hier eben nicht "Ansprechpartner", sondern das es Patches gibt.
Das Redhat eine ganz andere Art von "Support" bietet ist auch klar.
Insofern verstehe ich nicht das 'Problem' was Du hier zu konstruieren versuchst.
Ich versuche hier gar nichts zu konstruieren, sondern berichte aus meinen persönlichen Erfahrungen und wie gerne "Support" und "Support" mit einander vermischt werden.

Ich hänge nun lang genug in verschiedenen Software-Communities rum, genau so in Hardware-Foren und bekomme mit, wie Menschen immer wieder die Pflege von Software mit der Hilfeleistung zur Software verwechseln und welche Diskussionen da auf kommen und das sowohl in Deutschland - wie gesagt noch ausgerprägter, weil hier noch eine Sprachbarriere vorhanden ist - als auch international.

Ich habe schon zu oft gelesen, dass man ja doch auf - gerade auch bei Linux - die Alternative X umsteigen kann weil der "Support" genau so gut ist und man da doch alles ohne "kosten" bekommt. Bis man dann den Leuten verklickert hat, dass man bei der Firma nicht wegen des "Sotwaresupports" ist, sondern wegen des "Costumer-Supports" fließen oft sehr viele Liter den Rhein herunter.

Gleiches Spiel bei Datenbanksystemen in meinem Bereich: Klar haben wir viele gleichwertige auch "OpenSource"-Alternativen mit toller "Softwarepflege", nur fehlen ständig dann entsprechende "Angebote". Und Diskussionen mit Kunden hatte ich da auch schon oft genug: "Ja, warum soll ich für "Support" Zahlen, wenn es die Software gratis bekomme." Bis sie dann Hilfe brauchen und erwarten, dass man die ja auch kostenfrei bekommen soll.

Und genau bei solchen Sachen kommt dann auch gerne wieder jemand: Ja warum verwendet ihr RedHat gibt doch AlmaLinux, das ist kostenfrei. Viele verstehen nämlich nicht, dass man als Organisation als auch professioneller Anwender manchmal etwas andere Ansprüche hat.
 

andy_m4

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Ich versuche hier gar nichts zu konstruieren, sondern berichte aus meinen persönlichen Erfahrungen und wie gerne "Support" und "Support" mit einander vermischt werden.
Dann solltest Du das gleich klar kommunizieren und das nicht einfach so als Posting unter einer News zu
AlmaLinux drunterschreiben.
Denn inhaltlich ist Dir ja sonst nicht viel vorzuwerfen. Nur der Context war halt nicht ganz klar.
 

Lord_X

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Es steht doch ganz klar in den FAQs! CloudLinux wird Support bieten für AlmaLinux, genau wie RH oder Oracle das macht.

Weiter steuert CloudLinux jährlich 1 Million Dollar für die Entwicklung an die "AlmaLinux OS Foundation", eine Non-Profit-Organisation.

Weiter ist das halt immer noch ein abgehangenes RH Linux, welches ohne EPEL Repos (kein Support, wenn ich mich nicht irre) ziemlich blass daher kommt.
 

zambolic

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@Teralios
Was ich so mitbekommen habe, ist der Sprachgebrauch oft so, dass hier unterschieden wird zwischen Wartungsvertrag (Updates) und Servicevertrag (Supportline oder Ticket) / SLA.
 

Teralios

Commander
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Was ich so mitbekommen habe, ist der Sprachgebrauch oft so, dass hier unterschieden wird zwischen Wartungsvertrag (Updates) und Servicevertrag (Supportline oder Ticket) / SLA.
Prinzipiell ja, aber nicht im "Volksmund". Das ist immer da etwas das Problem.

So, ich muss mal jetzt doch fragen @SV3N : Du Krapfen, wo bleibt deine versproche Linux-Vorstellung für Einsteiger? WO! Ich will nicht nur Linux-Updates, ich will die versprochene Einführung von dir! Jetzt warte ich so lange und du lieferst nicht. Schande über dein Haupt! ;)

-- Für alle anderen: DAS war ein Scherz! Und Krapfen schmecken geil, also ist das auch keine Beleidigung. Mhhhh, ob die beim Bäcker mich verstehen, wenn ich Krapfen bestelle, oder sollte ich lieber Pfannkuchen sagen? Im Übrigen @CB Redaktion: Ich seh euch! Arbeite gerade nur 1 Straße entfernt.
 
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