Fall 2013, Fazit nach 3 Episoden und dumme Kommentare eines Animesüchtigen, der irgendwie auf die Idee gekommen ist, nach sich jeweils nach der 3. Folge dumme Kommentare aufzuschreiben! (Weil es ja eh nicht lang dauert, nach einer 20 Minuten Folge noch einmal zu reflektieren und 30 Sekunden etwas aufzuschreiben) Zuletzt gesehen hier in der
Sommersaison.
Wie immer geordnet nach meiner Wertung, bestes oben, schlechtestes unten.
Kyousougiga: Ja, ich bin einer der Kyousougiga Hipster, die diesen Anime für den besten des Jahres halten. Nein, ich lasse mir in diese Meinung nicht dreinreden.

Ich stehe einfach auf tolle, abgefahrene Optik, und Kyousougiga ist ein einziger LSD Trip. Die Art des Storytellings ist passend dazu nicht unbedingt linear und hat WIRKUNG – besonders in dem Moment, wenn man versteht, was passiert. Außerdem Alice im Wunderland! Ist immer gut. Was Neues, was Innovatives, was zum Mitdenken, jeder, den das nicht abschreckt, sollte sich sofort Kyousougiga reinziehen. JETZT.
Kill la Kill: VOLLKOMMEN überdreht, Unmengen an Fanservice, aber einfach nur genial. Hirn aus und einfach nur noch so dasitzen:
Genialer Anime. Gurren Lagann in (noch) besser. Und abgedrehter. Dass es abgedrehter ist, liegt aber in erster Linie an der anderen Vorlage. Hier wird wie auch schon bei Gurren Lagann eine Rekonstruktion des Genres vorgenommen, bei Gurren Lagann die Mechas, da braucht es das große Böse und danach ein noch größeres Böses und übertriebene Ernsthaftigkeit, die deshalb eigentlich keine mehr ist, bei Kill la Kill … wird abgedrehtes Magical Girl nach Cutie Honey rekonstruiert, „berichtigt“ und dabei natürlich maßlos übertrieben. Bullshit überall, aber die Epicness ist dieselbe wie in Gurren Lagann.
Non Non Biyori: Entspannender geht kaum. Healing! Niedliche Mädchen machen niedliche Dinge in absolutem Scenery Porn auf dem Land in einem der kleinsten Käffer Japans. Ich fühle nach nur 2 Minuten von diesem Zeug, wie sämtliche Sorgen und jeder Stress einfach von mir abfallen. Guten Humor hat es auch noch, teils ziemlich random. (Sind wir wirklich auf dem Land, wenn wir auf dem Land sind?) Zusammen mit Kiniro Mosaic nicht nur einer der besten 2 Slice of Life Titel des Jahres, sondern auch aller Zeiten. Spricht mich einfach an.
Samurai Flamenco: Oder auch Kickass in gut. Extrem fabulös! Räumt rundherum mit Klischees auf, ist extrem lustig und einfach generell nur
gut. Sehr toller Anime, wäre einer der Favoriten der Saison, gäbe es nicht so viele andere geniale Animes. So reicht es gerade so für die Top5. Fast schon schade.
Yozakura Quartet: Auch Action Hirn aus, gefällt mir eigentlich auch sehr gut, ist aber natürlich längst nicht so überdreht wie Kill la Kill, aber doch noch deutlich abgedrehter als die meisten anderen Animes. Abgesehen von einer ungemein süßen Canon Yuribeziehung und ziemlich guten Animationen ist er aber relativ normal. Popcornkino ohne allzu viel Hintergedanken, Fans von Animes wie Index, Railgun, Shana … kommen auf ihre Kosten.
Arpeggio of Blue Steel: Die Optik ist wegen 100% CGI Gewöhnungsbedürftig, es ist aber toller Waffenporn mit guter Action und einer sehr interessanten Welt. Extrem viel Technobabbel, Fokus auf Militär und guter Strategie. Eine Gruppe charakterstarker Leutchen auf hoher See auf einem lebenden Uboot im Kampf gegen andere lebende Kriegsschiffe und Uboote. Ja, ein weiterer Anime in der Reihe süße Mädchen + Waffe xy, aber ähnlich bzw. sogar noch viel mehr als wie bei Girls und Panzer liegt hier der Fokus mehr auf der Waffe als auf den Mädchen. Das hier ist kein Schul-shit Slice of Life a la Upotte, das hier ist srsfcknbiz!
Galilei Donna: 3 Schwestern, 2 davon nutzlos, aber eine kann wenigstens viel Alkohol vertragen. Politischer Anime mit im weiteren Verlauf vermutlich deutlichem moralischen Zeigefinger über Wissenschaft und Waffen in einer Steampunk Welt. Hey, es hat eine geniale kleine Erfinderin, die in einem überdimensionalen und schwer bewaffneten Goldfisch durch die Lüfte fliegt, wenn das nicht Grund genug ist, es anzuschauen …
NouCome: Durchgeknallter als ein gesprengter Minenschacht. Auch ziemlich hyperaktiv. Es lohnt sich definitiv, reinzuschauen, wem der Humor zusagt (mir gefällt er sehr), der kommt aus dem Lachen nicht mehr raus. Warnung: Der Humor ist nicht der niveauvollste.

Protagonist wird durch Plotdevice dazu gezwungen, sich zwischen zwei meist absolut saudummen Dingen zu entscheiden, und das sieht dann zum Beispiel
so aus. Wenn nicht gerade wieder Gott am Handy anruft. Kann ja immer mal passieren.
Outbreak Company: Sehr schöner Comedyanime mit vielen guten Anspielungen im Hintergrund und auch im Vordergrund. Und das Beste: Der Animegeschmack bei diesen Anspielungen ist sogar teils ziemlich gut. Und verdammt aktuell. Man muss also kein Animeveteran mit 20 Jahren Dienst sein, um das meiste zu verstehen, es reicht, wenn man die letzten 3-4 Jahre gut aufgepasst hat.
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Auch Shingeki Fans kommen auf ihre Kosten:
http://i.imgur.com/L13TDRr.jpg (Sehr gut parodiert

)
Log Horizon: Gemütlicher Spaß gefangen in einem MMO. Keine Teenie Angst, kein Haremmist, keine riesigen klaffenden Logiklücken, einfach nur eine normale Story, so normal sie halt sein kann, wenn Leute in einem MMO gefangen sind, mit sehr sympathischen Charakteren. Und der Autor ist toll. :>
Gingitsune: Entspannender Feel-good Anime mit einem Mädchen an einem Schrein. Wer Entspannung sucht, ist hier richtig. Wer Slice of Life will, ist auch richtig. Wer ernstes Drama und Handlung will vermutlich weniger. Hat aber dennoch erstaunlich viel echten Tiefgang.
Unbreakable Machine-Doll: Erstaunlich spaßig. Einfache Formel, nicht vollkommen hirntote Protagonisten, blah blah verstecktes Potential, ein großes Böses denken wir uns gar nicht erst aus, reicht ja auch so. Ja, tut es. Diese simple Formel funktioniert erstaunlich gut und deshalb macht Machine Doll auch Spaß, auch wenn es optisch und in der Inszenierung ziemlicher Kot ist. Die generelle Story ist zwar bisher absolut generisch, das Setting bietet aber immerhin Ansätze von Tiefgang (wenn auch das normalste überhaupt – ist die Doll nun menschlich oder nicht, ja ja) die Subplots sind aber gut umgesetzt und interessant. Nichts besonderes, aber sehr unterhaltsam.
Kyoukai no Kanata: KyoAni kann Moe. KyoAni kann Slice of Life. KyoAni kann generell ziemlich gut animieren, aber was sie nicht können, ist inszenieren, und das beißt ihnen bei Kyoukai no Kanata ziemlich in den Hintern. Ja, die Action ist perfekt animiert und sieht genial aus, aber die Inszenierung ist nicht auf demselben Niveau und oft einfach nur langweilig. Die Handlung ist auch relativ generisch, deshalb lässt sich dieser Anime am besten als normaler KyoAni Moeblob genießen. Was er im Wesentlichen auch ist. Man sollte sich ganz besonders nicht an dem aufgezwungenen und teils sehr unpassenden Moe (hirntote, tollpatschige Hauptcharakterin im einen Moment, kann aber plötzlich übermenschlich gut kämpfen im nächsten) nicht stören, sonst ist das ein schneller Drop. Außerdem ist es verdammt … edgy. Emo Teenie Angst Moeblob … ZEUG. Seltsame Mischung, aber wenn man nicht zu sehr darüber nachdenkt und sich nicht an irgendetwas stört, funktioniert die eigentlich auch ganz passabel.
Nagi no Asukara: Oh Mann. Genauso wie ich vor Gurren Lagann nicht wusste, dass man so viel Epicness in einen Anime packen kann, wusste ich vor dem hier nicht, dass man so viel Drama an den Haaren herbeiziehen kann. Wie man das auch noch irgendwie ernst nehmen soll, ist mir ein Rätsel, aber ganz offensichtlich ist das ernst gemeint. Ich finde es mittlerweile einfach nur noch witzig, und hoffe, dass am Ende irgendjemand einen kompletten Chart macht.
Der hier ist ja nur von Folge 1. ^^ Folge 3 war … extrem. Wenn die in dem Tempo weitermachen, kommt in der letzten Folge raus, dass die Unterseemenschen für den Holocaust verantwortlich sind oder so ein Schwachsinn.
Coppelion: Enttäuscht stark, wenn man es ernst nimmt. Es ist nicht die Ausführung, die ist gut. Die Geschichte selbst ist einfach scheiße und stinkt von hinten bis vorne vor Lücken und Logikfehlern. Ich wüsste nicht, wie man die besser umsetzen könnte, ohne große Teile umzuschreiben. Wirkt wie die Geschichte eines Zwölfjährigen, der zwar ganz nette Ideen hat, aber die mit schlechter Tropebefüllung und vor allem einer Menge Logikfehlern, weil er die Handlung nicht durchdenkt oder es gar nicht kann, da er keine Ahnung/kindliche Vorstellungen von Militär & co (WAFFEN? Habe ich nicht viel Ahnung von, aber auch mir ist klar, dass man Granaten nicht aus einem … <.22 Kaliber schießt) hat, vollkommen verwurstet wird.
Dennoch, als niederes emotionales Junkfood taugt es. Man darf es sich nur nicht versauen, indem man zu viel bzw. falsches von dem Anime erwartet, er will nicht ernst sein und eine gute Handlung erzählen, er will Junkfood sein. Junkfood mit extrem gut gezeichneten Hintergründen.
Miss Monochrome: Gut random am Anfang, Folge 2 ist lahm, Folge 3 wieder herrlich sinnlos. Kann man sich geben, dauert ja eh nur 4 Minuten.
Tokyo Ravens: Billig produziert, schrecklich aussehendes CGI, verschiedene Grade nerviger Charaktere – muss nicht geschaut werden. Hat aber tolle Bullshit Wendungen in der Handlung und eine böse badass Loli gesprochen von Ayane Sakura, das ist für mich Grund genug, es anzuschauen. ^^ Die meisten anderen sind von solchen Charakteren aber meist nur angenervt, die sollten lieber einen großen Bogen um diesen Anime machen.
Golden Time: RomCom, ganz nett und ganz witzig. K-O Argument für mich ist jedoch: Die Charaktere. Während die beiden Mädchen sehr sympathisch (oder eben gerade nicht

) sind und vor allem
Charakter haben, fehlt den Kerlen genau das. Der Charme von Toradora wird deshalb laaange nicht erreicht. 4 Folgen habe ich mir angeschaut, aber mehr werde ich mir nicht antun. Gibt einfach zu viel Interessanteres.
Strike the Blood bringt es nicht hin, Hintergrundhandlung in etwas anderem als langweiligen Dialogen zu erzählen. Dicht bepackt mit Information, aber absolut lieblos, der Rest der Zeit wird mit Harem und schlecht inszenierten Kämpfen gefüllt. Muss nicht sein, werde ich mir auch nicht weiter anschauen, gibt aber definitiv Schlimmeres. Ich habe sowas nur schon zu oft gesehen. Vielleicht schaue ich es auch weiter, da es sich gerade so gut verkauft, irgendwas muss ja wohl dann gut daran sein.

(Vielleicht wird es noch gut?)
Diabolik Lovers: Reverse Harem und jede Menge Rape, yeeaaah. Oder auch: Nein. Die Handlung fühlt sich an wie Porn, bei dem man den Porn rausgeschnitten hat.
Yuushibu: Dropped like a rock. Im Ernst, schaut den Mist nicht an, außer ihr steht
wirklich auf Fanservice.
BlazBlue: Ignorieren, Spieladaption und Sprühkot.