News Das letzte Einhorn: Intel Itanium verabschiedet sich für immer

Volker

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Hitomi

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Mit dem Itanium wollte Intel ja auch seine eigene 64Bit Architektur IA-64 durchsetzen. Am Ende wurde es aber AMD64, da es kompatibel zu x86 Anwendungen ist, was bei IA-64 soweit ich weis nicht der fall war.
 

textract

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@Hitomi Der Itanium war in erster Linie der Versuch POWER und Sparc Konkurrenz zu liefern und immerhin war Itanium die einzige tatsächliche 64 Bit CPU, die Intel im Portfolio hat/hatte.

Bis heute ist x86/AMD64 bei Intel streng genommen nur EM64T.
 

hphde

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Immerhin hat er sich 5 Jahre länger gehalten als ich voraus gesagt habe. :D

HP
 

Steini1990

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170W TDP bei 8 Kernen und <=2.66GHz. Ich bin überrascht das überhaupt irgendjemand einen Bedarf für eine solche exotische CPU hatte.
Aber 10 Jahre Support für den LGA1248 ist schon eine Hausnummer. Damit wird der Sockel wohl in die Geschichte eingehen. Viele CPU Sockel wird es nicht geben die über längere Zeit versorgt wurden.
 

[wege]mini

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Mich würde ja mal interessieren wie viele Kittson die noch verkauft haben.
irgend wie stelle ich mir da immer so 1-2 "opis" vor, die im keller die olle 32nm maschine noch mal anschmeißen, um 100 stück für irgend einen großkunden zu bauen, der die dinger für irgend einen abnehmer braucht, der wieder aus unbekannten gründen unbedingt die verwenden will/muss. :evillol:


mfg
 

Piranha771

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170W TDP bei 8 Kernen und <=2.66GHz. Ich bin überrascht das überhaupt irgendjemand einen Bedarf für eine solche exotische CPU hatte.
Aber 10 Jahre Support für den LGA1248 ist schon eine Hausnummer. Damit wird der Sockel wohl in die Geschichte eingehen. Viele CPU Sockel wird es nicht geben die über längere Zeit versorgt wurden.
Wie der Artikel schon vermittelt, sind die Zielgruppe lediglich Legacy-Systeme in Großunternehmen, die sich in solchen Dingen wie super schwerfällige Tanker verhalten. Da dauert es Jahre bis alleine ein komplett dokumentierter System-Migrationsplan vorliegt.

Kleines Beispiel? Die DB verwendet immernoch Windows 95 Systeme in ihren Steuerwagen. Sie wissen, dass das Müll ist und bezahlen Preise, für kompatible Hardware und Support, die jenseits von Gut und Böse sind. Alle Züge und das komplette Leitsystem auf was neues zu migrieren ist in solchen Unternehmen ein Mammutprojekt.
 
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112211

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Auch der 8086 hat Fortschritt durch Verzögerung gebracht.

Bin mal gespannt, wie Intel seinen Karren aus dem Dreck ziehen möchte.
 

Ned Flanders

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onkel-foehn

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Vielleicht sehen wir ihn ja nochmal als Comeback á la Phil Collins. :-D

MfG, Föhn.
 

Recharging

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Vergangenheitspropheten gibt es letztlich viele ...
Ja, von heutiger Warte aus, ist das nicht mehr verständlich, warum man auf solche Hardware gesetzt hat - auf der anderen Seite, sind diejenigen Stellen, die für so etwas das Go geben, nicht immer jene, die das entsprechende technische Know-How besitzen oder überhaupt nach anderen Gesichtspunkten entscheiden. Wie halt bei Entwicklern und Publishern, etc. :rolleyes::freaky:
 

Bigfoot29

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Bis heute ist x86/AMD64 bei Intel streng genommen nur EM64T.
EM64T mag es zwar noch heißen, ist aber vollkommen AMD64 mit anderem Namen. Die ersten EM64T-Implementierungen von Intel (z.B. die ersten Core2Duo/Quad) waren eine Eigen-Entwicklung, der einige AMD64-Befehle fehlten. Daher laufen z.B. viele aktuelle 64-Bit-Linuxe zwar auf den modereneren Core-Prozessoren (mit AMD64), aber nicht mehr auf den reinen EM64T-Varianten.

Regards, Bigfoot29

Nachtrag: Natürlich ist AMD64 erst einmal "nur" eine Befehlserweiterung. Andererseits arbeiten x86-Prozessoren so schon seit vielen Jahren. Software-technisch 286-kompatibel war auch der 386. Und genauso bringt auch AMD64 einen eigenen Arbeitsmodus mit eigenen Registern mit, der im alten, reinen 32-Bit-Betrieb nicht nutzbar ist. (Keine Ahnung, wie weit die x64-32-Derivate meine Aussage entkräftigen...)
 

PuscHELL76

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irgend wie stelle ich mir da immer so 1-2 "opis" vor, die im keller die olle 32nm maschine noch mal anschmeißen, um 100 stück für irgend einen großkunden zu bauen, der die dinger für irgend einen abnehmer braucht, der wieder aus unbekannten gründen unbedingt die verwenden will/muss. :evillol:
mfg
Ich glaub es Hackt....OPA....olle 32nm maschine...also mein Sandy ist noch sowas von up to date... ;D
 

Rockstar85

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Wow! Das erklärt aber so einiges! Vermutlich wird dann im Mammutprojekt auf ein neues proprietäres OS migriert anstatt das ganze selbst in die Hand zu nehmen, weil muss ja vom Marktführer sein.
Das Problem sind die Techniken.. nen Linux Basiertes TrainOS oder wie auch immer wäre sicher nicht verkehrt. Aber wie willst du die Kompatibilität zu 30-40 Jahre alten ZugBus Systemen wahren? Die neuen Züge sind ja nicht bei Windows95, wobei ich Windows bei dieser Infrastruktur eh für quatsch halte. Aber wie er sagte, mal eben alles umwerfen das geht nicht, da man eben einen Heterogenen Fuhrpark hat. Die Ältesten Loks der DB sind aus den 70/80ern.. Das wird noch Jahre dauern, bis sich die DB erneuert hat. Und was neue Systeme für Probleme mit sich bringen, zeigt Eindrucksvoll der Twindexx (der auch 2019 nicht immer Störungsfrei in Neumünster flügeln oder koppeln kann) Die DB wäre sicher ein Spannender Arbeitgeber für ITler, aber wenn ich deren MSR Technik sehe, dann braucht man bei manchen Dingen einen Altgesellen Baujahr 1950 :D.
 

Trice_

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War der Itanium nicht auch eh eine Gemeinschaftsproduktion mit HP als Prozessor für ihr HP Unix?

170W TDP bei 8 Kernen und <=2.66GHz. Ich bin überrascht das überhaupt irgendjemand einen Bedarf für eine solche exotische CPU hatte.
War der "Clou" nicht die höhere Parallelisierung? Ich glaub ein aktueller Core i kommt auf 4 parallele Befehle, während der Itanium bei 10 oder 12 lag.
 
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