News Deutsche Telekom: Bundesnetzagentur verbietet Teile von StreamOn

Shadow Complex schrieb:
Die Telekom bietet StreamOn seit einer Ewigkeit an. Wieso macht sie also ausgerechnet jetzt ein Fass auf?

Viel zu spät, richtig. Leider wurde es nun nicht vollständig verboten. Steter Tropfen höhlt den Stein, bald ist es hier mit freiem Internet auch gelaufen.
 
yast schrieb:
Wenn die Telekom zur Umsetzung der Kritikpunkte gezwungen wird, dann wird das Angebot "StreamOn" praktisch unausweichlich "verschlechtert" aus Sicht des 0815 Kunden und somit hoffentlich weniger stark im Markt durchgesetzt werden -> gut aus Neutralitätssicht.

Wenn sie im Ausland ihren Kunden für StreamOn praktisch unbegrenzt Volumen zur Verfügung stellen müssen wird das teuer und hoffentlich wirtschaftlich nicht mehr haltbar.
Bei HD-Streams für alle Video-StreamOn Kunden wird das Netz weiter überlastet -> unhaltbar.
Beides Punkte, die das ganze Konzept aus wirtschaftlicher Sicht zerstören und das Ganze hoffentlich zum Ende bringen.

Der gerade scheinbar allgemein anerkannter Retter der Netzneutralität O2 schließt das europäische Ausland ebenfalls von seinen Free-Tarifen aus, ergo sollte hier von der Bundesnetzagentur ebenfalls durchgegriffen werden.

Wenn O2 dann die Free-Tarife preislich erhöht, oder gar abschafft, jubeln garantiert alle über den Sieg für die Netzneutralität! :)

Gruß

Alef
 
Nun ist der Gesetzgeber gefordert. Er muss unmissverständlich klarmachen, dass zur Netzneutralität, also der "Gleichbehandlung jeglichen Datenverkehrs", selbstverständlich auch gleiche Bepreisung gehört. Netflix für lau aber meine individuellen Datentransfers machen mich arm - das geht gar nicht!

Es ist übrigens bereits eine Frechheit, dass ISP überhaupt den IP-Verkehr so analysieren dürfen, dass sie zu jedem Kunden ermitteln und aufbereiten, welche Dienste er nutzt. Das geht den ISP nichts an und muss verboten werden. Man stelle sich vor, klassische Paketdienste würden jede Sendung öffnen und den Versand bestimmter Produktgruppen nach eigenem Belieben anders bepreisen: 1 Kilo CDU-Wahlwerbung oder 1 Kilo Bildzeitung sind kostenlos. 1 Kilo Klopaper identisch verpackt kostet aber 3€ Versandgebühr. Das versteht die Telekom unter Netzneutralität.
 
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mensch183 schrieb:
Man stelle sich vor, klassische Paketdienste würden jede Sendung öffnen und den Versand bestimmter Produktgruppen nach eigenem Belieben anders bepreisen: 1 Kilo CDU-Wahlwerbung oder 1 Kilo Bildzeitung sind kostenlos. 1 Kilo Klopaper identisch verpackt kostet aber 3€ Versandgebühr. Das versteht die Telekom unter Netzneutralität.

Das gibt's aber schon. Büchersendung zum Beispiel. Für StreamOn ist übrigens keine tiefe Analyse des Datenverkehrs erforderlich, deshalb werden z.B. Coverbilder auf Spotify ja trotzdem aufs Datenvolumen angerechnet, weil eben keine tiefere Analyse und Auswertung der Pakete erfolgt.

Ich bin einfach nur realistisch. Es gibt in D ja Tarife ohne Volumenbegrenzung, für mehrere hundert Euro monatlich. StreamOn ist quasi das nächstbeste, was man auch tatsächlich bezahlen kann. Es ermöglicht den Kunden ein freieres Nutzen der mobilen Daten, ohne dass dabei die Infrastruktur zu sehr belastet wird, weil es andere bandbreitenhungrige Dinge wie z.B. Downloads und Filesharing nach wie vor ausschließt bzw. nur innerhalb des gebuchten Datenvolumens zulässt.
 
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silentdragon95 schrieb:
Das gibt's aber schon. Büchersendung zum Beispiel.
Das sind gesetzlich geregelte Sonderfälle, keine nach Belieben eines Netzbetreibers gemachten Unterschiede. Kostenlose Notrufe im Telefonnetz sind ein weiteres Beispiel.

silentdragon95 schrieb:
Für StreamOn ist übrigens keine tiefe Analyse des Datenverkehrs erforderlich, deshalb werden z.B. Coverbilder auf Spotify ja trotzdem aufs Datenvolumen angerechnet, weil eben keine tiefere Analyse und Auswertung der Pakete erfolgt.
Du bist ja ein Spaßvogel: Die UNGLEICHbehandlung von Musi und Covern bedingt ja nun gerade eine "tiefere" Analyse als wenn man beides gleichbehandeln würde (geht ganz ohne Analyse). Wir müssen uns aber nicht über die Tiefe streiten: Fakt ist, dass die zur Erkennung eines Spotify-Streams erfolgende Analyse eines IP-Pakets über das hinaus geht, was der ISP zum neutralen Weiterleiten des Pakets benötigt. Ob das nun Quell-IP/Port oder andere teile des Headers sind, spielt keine Rolle. ISPs sollten NICHTS analysieren dürfen, was nicht zum Transport nötig ist.

silentdragon95 schrieb:
Ich bin einfach nur realistisch. Es gibt in D ja Tarife ohne Volumenbegrenzung, für mehrere hundert Euro monatlich. StreamOn ist quasi das nächstbeste, was man auch tatsächlich bezahlen kann.
Natürlich ist es attraktives Angebot. Das ist nicht mein Thema. Aber es ein Angebot, was eben bestimmte Datenverkehre begünstigt, also andere benachteiligt. Das will ich nicht. Und wenn du bischen weiterdenkst, willst du das sehr wahrscheinlich auch nicht. Ohne StreamOn würde die T früher oder später die Volumina der Tarife generell erhöhen müssen, weil eben Nutzer Dienste wie Videos heutzutage halbswegs bezahlbar nutzen möchten - aber Nutzer wollen auch mal paar Fotos von A nach B schaufeln oder irgendwelche anderen Daten brauchen oder Videos von einem privaten Blog anschauen, dessen Betreiber nicht mit den 10000 ISPs dieser Welt für eine Sonderbehandlung ala StreamOn Verträge aushandeln kann. Wieso soll man fürs Sehen des Videos des Bloggers oder das Rumkopieren von paar Fotos zahlen, für Videos von Youtube aber nicht?

silentdragon95 schrieb:
Es ermöglicht den Kunden ein freieres Nutzen der mobilen Daten, ohne dass dabei die Infrastruktur zu sehr belastet wird, weil es andere bandbreitenhungrige Dinge wie z.B. Downloads
Nein. Es ist eben kein "ein freieres Nutzen der mobilen Daten" sondern "ein freieres Nutzen NUR GANZ BESTIMMTER mobiler Daten". Übrigens sind Videos-Streams schon Jahre die unangefochtene #1 in Sachen Datenvolumen im Netz, nicht mehr Downloads , P2P o.ä.
 
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silentdragon95 schrieb:
Das ist ja schon krass was man hier teilweise liest. 4K-Streaming und gleichzeitig Updates? Genau sowas ist der Grund, warum wir noch mit Volumenbegrenzungen rumkrebsen.
Gibt es einen Beweis für diesen Zusammenhang? (mal von der PR der ISP's abgesehen)

Technische Lösungen für überlastete Netzwerke (Lastenverteilung, Optimales Routing etc.) stehen mit Netzneutralität nicht in Konflikt. Auch wenn das ISP's gerne behaupten. Die festen Datenvolumen in Tarifen sind willkürlich gesetzt und standen noch nie im direkten Zusammenhang mit Übertragungsqualität.
Dass man Endgeräte, die extrem viel Traffic erzeugen, etwas drosselt ist kein Problem. Solange das unabhängig von festgelegten Diensten passiert.
Und generell: man kann Gesetzte auch aus Prinzip festlegen. Das Internet ist letztendlich ein Haufen Router und Leitungen. Es gibt keine Naturgesetze die bestimmen, dass man nur X GB im Monat nutzen kann.
 
mensch183 schrieb:
Nein. Es ist eben kein "ein freieres Nutzen der mobilen Daten" sondern "ein freieres Nutzen NUR GANZ BESTIMMTER mobiler Daten". Übrigens sind Videos-Streams schon Jahre die unangefochtene #1 in Sachen Datenvolumen im Netz, nicht mehr Downloads , P2P o.ä.

Na aber eben darum gehts doch. Das Mobilfunknetz als "shared medium" ist einfach nicht optimal für große Datentransfers. Wenn jetzt plötzlich alle Tarife keine Volumenbegrenzung mehr hätten, würden sicherlich mehr als nur eine Handvoll Nutzer dies schonungslos ausnutzen, indem sie das Mobilfunknetz für Downloads, P2P, etc. missbrauchen. Durch StreamOn können Nutzer das, was sie sowieso am liebsten unterwegs tun, nämlich Videos gucken oder Musik hören, ohne Sorge um ihr Datenvolumen machen. Ja okay, perfekt ist das nicht, ich nutze z.B. auch iCloud und muss daher hin und wieder ein Foto oder Video erst aus der Cloud laden bevor ich es ansehen kann, das kostet dann schonmal eine ganze Ecke Datenvolumen. Es ist aber meiner Meinung nach eher ein Schritt in die richtige Richtung, als in die falsche.
 
Ich verstehe den Aufruhr rund um StreamOn sowieso nicht wirklich. Wie gesagt: Jeder Anbieter eines Streamingdienst kann teilnehmen, sofern er die technischen Voraussetzungen schafft. Die Telekom kann die Netzkapazitäten dadurch entsprechend ausnutzen. Darum geht es bei den "technischen Rahmenbedingungen". Eigentlich nicht mehr, als die Möglichkeit der variablen Bitraten, damit auch bei wenig Bandbreite das Streaming sauber laufen kann. Bringt mir als Kunde btw. wesentlich mehr, als unendlich viel Datenvolumen...

Immo trifft man mit der aktuellen Regelung den Zahn der Zeit. Die größten Trafficfresser für den Mainstream sind die Streaming-Anbieter. WhatsApp ist kein Faktor, beim Surfen kommt das ein oder andere zusammen, aber es reicht eigentlich aus. Das heißt ich kann als Kunde ohne aufs Datenvolumen zu achten Musik streamen, YouTube schauen, ... und habe mein Datenvolumen für andere Dienste.

Diese andere Dienste sind halt nicht Downloads, P2P, App-Updates - oder Mobil mal eben auf der privaten Cloud sharen.

Ich wiederhole es nur zugerne: Die BNA ha bestätigt, dass StreamOn als Dienst an sich nicht per Definition gegen die Netzneutralität verstößt. Man hat "nur" zwei Dinge anzumerken gehabt, die die Telekom durchaus beheben kann - oder wo ich rein rechtlich sogar die Möglichkeit sehe, dass die BNA den kürzeren zieht.
 
silentdragon95 schrieb:
Wenn jetzt plötzlich alle Tarife keine Volumenbegrenzung mehr hätten, würden sicherlich mehr als nur eine Handvoll Nutzer dies schonungslos ausnutzen, indem sie das Mobilfunknetz für Downloads, P2P, etc. missbrauchen.
Dafür gibt es eine einfache Lösung: Bandbreite dauerhaft beschränken. Dann können die Anbieter nur leider nicht mehr mit Fantasiezahlen werben. Wie verhindert man, dass jeder mobil 4K streamt -> Bandbreite bei Billigtarifen auf z.B. 5MBit/s beschränken. Hohe Geschwindigkeit vom Preis her dann einfach wie Mobilfunkvertrag+Festnetz behandeln.

kachiri schrieb:
Ich verstehe den Aufruhr rund um StreamOn sowieso nicht wirklich. Wie gesagt: Jeder Anbieter eines Streamingdienst kann teilnehmen, sofern er die technischen Voraussetzungen schafft.
Bis irgendwann jeder ISP damit anfängt und jeder (kleine) Contentprovider sich um hunderte Zusammenarbeiten kümmern muss...
 
Manche Leute wollen es einfach nicht verstehen. Mach doch mal ein Video Anruf zu deiner Freundin wenn du in München bist und sie in Hamburg. Hunderte MB rauschen nur so durch die Leitung dafür soll man also zahlen ja? Wenn die Telekom so viel Bandbreite über hat und nicht weiß wohin damit dann kann sie diese locker anbieten für günstigere Datentarife. Damit wäre jedem geholfen und die Auswähl wäre besser.
Fragt euch doch mal selber was besser wäre. Einen Tarif mit 100GB Datenvolumen oder euer StreamOn? Wenn ich die gleiche Geschwindigkeit haben kann mit solch einem Volumen wer würde da überhaupt noch StreamOn wollen? Ihr gibt eure Flexibilität auf für ein paar Videos?:freak:
 
@ silentdragon95:

Das Problem ist, dass Deutschland rückständig ist.
Lächerlicher Ausbau und lächerliche GB als Datenvolumen begrenzen das alles.
Jede Einschränkung führt am Ende immer zum Nachteil der Masse (siehe Geschichte).

Mit 0 Ausbau werden wir bald noch weiter unten sein.
Und nachher schieben sich alle wieder den Peter zu.
Dann wählt die Masse wieder das gleiche...
 
CaptainCrazy schrieb:
Eine echte LTE-Flatrate (ohne künstliche Drosselung) für 50 € im Monat (ohne Smartphone) würde ich fair finden. Aber irgendwelche Phantasiepreise von 200 € pro Monat sind einfach lächerlich.
Und wer soll dann noch den Festnetzanschluss buchen? Aus marktwirtschaftlicher Sicht wäre das Unsinn von der Telekom, das so anzubieten. Die Leute sollen einen FN und teuren Mobilvertrag abschließen, nicht nur einen fair bepreisten mobilen.
Ergänzung ()

FranzvonAssisi schrieb:
Lies dir bitte mal die Regeln zur Bewerbung bei Telekom durch. Richtig, jeder kann teilnehmen.

https://www.telekom.de/hilfe/mobilf...e&_CSRFToken=14909d2dbf3b3ad5523388b032a5c2f9

Mein NAS ist auch ein Anbieter von Audio und Videostreaminig. Da es ja "diskriminierungsfrei" ist, müsste ich das doch auch anmelden können?
 
Alphanerd schrieb:
Und wer soll dann noch den Festnetzanschluss buchen? Aus marktwirtschaftlicher Sicht wäre das Unsinn von der Telekom, das so anzubieten. Die Leute sollen einen FN und teuren Mobilvertrag abschließen, nicht nur einen fair bepreisten mobilen.
Ergänzung ()

Mein NAS ist auch ein Anbieter von Audio und Videostreaminig. Da es ja "diskriminierungsfrei" ist, müsste ich das doch auch anmelden können?

Solltest du können, ja. Soll auch funktionieren, musst dich nur an die Regeln aus dem Vertrag halten. Wirst du als Privatperson nicht können, da lege ich eine Wette um 2 Kaffee + 1 Bier an den Tag.


Wenn die Telekom so viele Kapazitäten frei hat, was ich allein schon bei den Hybrid Angeboten bezweifel und viele Nutzer von Hybrid VDSL/ADSL wohl auch, sollen die einfach die Volumen erhöhen, für jeden.

Ich persönlich finde das die ersten drei Tarife von denen nicht mehr zeitgemäß sind.

2Gb für 34 Euro? 4G für 45 Euro.

Generell müssten sich die GB von jedme Tarif um einen nach links verschieben. Also der S dann mit 4 GB und der M mit 6 GB usw. Dann wäre es irgendwo zwar noch teuer aber wieder angepasst.

Preislich gesehen ist es ein Trauerspiel, keine Frage und da täuscht auch dein StreamOn drüber weg. Selbst im Magenta incl Festnetz, finde ich die entstehenden Preise nicht gerade als günstig.

Im Corporate Program ist die Telekom incl. Magenta erträglich.
 
3 GB für 15 Euro, direkt bei Vodafone. Habe aber noch VDSL50 bei Vodafone. Also 55 Euro im Monat für Internetzugang sind jetzt wirklich nicht die Welt. Da ich meine Musik meist kaufe, benötige ich gar nicht so viel Datenvolumen. Und Filme unterwegs streamen? Totaler Genuss...
 
kachiri schrieb:
Ich verstehe den Aufruhr rund um StreamOn sowieso nicht wirklich. Wie gesagt: Jeder Anbieter eines Streamingdienst kann teilnehmen, sofern er die technischen Voraussetzungen schafft.
[...]

Und einseitig die AGB der Telekom bedingungslos akzeptiert, welche der rosa Riese nach Belieben später noch verändern darf.
 
mensch183 schrieb:
Es ist übrigens bereits eine Frechheit, dass ISP überhaupt den IP-Verkehr so analysieren dürfen, dass sie zu jedem Kunden ermitteln und aufbereiten, welche Dienste er nutzt. Das geht den ISP nichts an und muss verboten werden. Man stelle sich vor, klassische Paketdienste würden jede Sendung öffnen und den Versand bestimmter Produktgruppen nach eigenem Belieben anders bepreisen: 1 Kilo CDU-Wahlwerbung oder 1 Kilo Bildzeitung sind kostenlos. 1 Kilo Klopaper identisch verpackt kostet aber 3€ Versandgebühr. Das versteht die Telekom unter Netzneutralität.

Da hat jemand die Technik verstanden...äh nein. Im Bereich IP gibt es auch das Paketlabel, von wo nach wo die Reise geht, mit Adresse und Port und möglichen Protokoll was da verwendet wird. Da muss man weder ins Paket rein sehen, noch auswerten. Genauer gesagt ist es ja auch wichtig welcher Traffic wie geroutet werden soll. Und wenn auf dem Label halt Musiklieferung an Kunde X dran steht dann kann man überlegen ob man dem Zielkunden die Lieferung anrechnet was er da hört oder nicht.
Und das ist der Unterschied im Thema NN: Wenn ich zwei Pakete habe und einen schnellen (monetär teuren) und einen langsamen (monetär billigen) Weg, dann sagt die NN dass die beiden Pakete gleich zu behandeln sind, und nicht einer den schnellen Pfad geht und der andere den langsamen, weil für das zweite halt kein Premium-Paket gebucht wurde - vom Sender oder vom Empfänger.
Oder wenn wir sagen wir haben drei Pakete und nur eine Route Richtung Kunde, darf man nicht sagen, dass nur weil gerade das letzte Paket "Premium" ist, die anderen warten müssen bis alle mit "Premium"-Interesse im Stau warten müssen.
Das ist auch der Grund, warum die Telekom die frühere Spotify-Option umgestellt hat: Wenn ein Kunde kein "Highspeed"-Volumen mehr übrig hat, geht es halt nicht dass auf einmal immer noch Pakete mit voller Geschwindigkeit übertragen werden.
 
ich denke die meisten in deutschland lebenden menschen wissen gar nicht das es im ausland viel günstiger ist mobiles internet zu benutzen.
 
Die wissen auch nicht das das Netz dort zu großen Teilen moderner und besser ausgebaut ist. Gibt aber noch immer Länder die ähnlich teuer sind, weil genauso schlecht ausgebaut. Der Vergleich hinkt halt weiterhin.
 
Ich finde bei Golem ist es ganz gut zusammengefasst.

https://www.golem.de/news/streit-um-stream-on-die-telekom-spielt-das-uber-spiel-1712-131707.html


Stimmt schon, gerade die Bundesnetzagentur ist sicher dafür bekannt, der Telekom Steine in den Weg zu legen (die Ironie darf gefunden und behalten werden)!


Einzig wem ein Schaden entsteht, wenn die Netzagentur davon nicht abweicht, ist wohl der Telekom. Geld und Image.


Da dies eine kostenlose Option ist und nicht an den Vertrag selbst gebunden, wird sicher der Kunde, wie immer, der dumme sein. Nicht wegen der BNA, viel mehr weil die Telekom sich Gesetzte wieder mal so auslegt, wie man diese gerade braucht.

Also kostet es der Telekom Geld oder Image, egal wie die sich dreht und wendet, die Telekom wird verlieren. Auch vor Gericht bin ich mal gespannt, welcher Richter die EU Verordnung aushebeln möchte. Aus meiner Sicht dummes bla bla der Telekom und der Versuch, sich über die Kunden das Recht zu erkaufen. Praktisch als Druckmittel. Kommt irgendwie der Mafia gleich diese Methode.
 
silentdragon95 schrieb:
Wenn jetzt plötzlich alle Tarife keine Volumenbegrenzung mehr hätten, würden sicherlich mehr als nur eine Handvoll Nutzer dies schonungslos ausnutzen, indem sie das Mobilfunknetz für Downloads, P2P, etc. missbrauchen.
Das ist eine große Annahme, die man belegen muss. Zudem geht das Internet nicht einfach "kaputt" wenn es ausgelastet ist. Das macht technisch keinerlei Sinn. Feste Datenvolumen sind eine wirtschaftlich motivierte Einschränkung keine technische. Das muss nicht pauschal schleicht sein, der Unterschied ist aber wichtig.

kachiri schrieb:
Die Telekom kann die Netzkapazitäten dadurch entsprechend ausnutzen. Darum geht es bei den "technischen Rahmenbedingungen". Eigentlich nicht mehr, als die Möglichkeit der variablen Bitraten, damit auch bei wenig Bandbreite das Streaming sauber laufen kann. Bringt mir als Kunde btw. wesentlich mehr, als unendlich viel Datenvolumen...
"Variable Bitraten" sind eine technische Optimierung, für die es kein spezielles Angebot der ISP's braucht. Das gab es auch schon vor StreamOn. Die Telekom erfindet hier nur das Rad neu und will es unter einem tollen Markennamen verkaufen. Wenn ein Netzwerk ausgelastet ist, dann funktioniert die Übertragung großer Datenstreams eh nicht mehr (schnell genug). Dienstanbierter, die sich daran nicht anpassen können, haben automatisch einen Nachteil. Der Markt "reguliert" sich damit schon automatisch. Übertragungsprotokolle zu optimieren hat nichts mit StreamOn etc. zu tun und wird durch Netzneutralität nicht behindert.
Internetanbieter wollen einfach mehr Macht über Dienstanbieter haben. Das macht es einfacher Geld zu verdienen. Es sorgt aber nicht automatisch für technische Verbesserungen und kann sogar nachteilig sein. Es sorgt auch nicht für einen "freieren" Markt.
 
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