News EU-Leistungsschutzrecht: Google kokettiert mit dem Ende von Google News

Andy

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#1
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#2
Das kommt davon, wenn man ein Gesetz mithilfe seiner Lobby durchbringt, aber nicht die Folgen bedenkt. Von Google Geld zu bekommen, sollte besser sein, als die Größe des zu verwendenten Textes zu begrenzen.
 

GenK

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#3
wurdert mich fast, dass der Hase nicht andersrum läuft, da die Nachrichten Seiten ihre Artikel auf Google News ja sozusagen bewerben können. Verlage sollten Google einfach vorgeben können, wie viele Zeilen aus ihren Artikeln Google posten darf. Die sind schon etwas gierig:p

Aber wahrscheinlich nicht verkehrt Googles Gewinn etwas aufzuteilen.
 

craxity

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#4
Für mich ist das ein aussichtsloser Versuch der Verlage (durch deren Lobby) an "Internet-Geld" zu kommen.

Schon komisch, dass andere Branchen es sich leisten können Geld auszugeben, um bei Google aufzutauchen, während die Presse dafür noch Geld haben will.

Die Branche hat immer noch nicht gelernt, wie man im Internet nachhaltig Geld verdient, obwohl es da Möglichkeiten gibt, wenn man einen anderen Ansatz verfolgen würde, als es die Verlage derzeit tun.
 
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#5
Aber wahrscheinlich nicht verkehrt Googles Gewinn etwas aufzuteilen.
Dann sollten wir auch den Gewinn von Apple aufteilen? Microsoft könnte auch mal etwas Gewinn abgeben und viele andere Firmen auch. Am besten geben Firmen die gut laufen Ihren Gewinn an die armen Firmen die es nicht geschafft haben Ihr Geschäftsmodell weiter zu entwickeln.
 
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#9
Es gibt genug news Seiten die man besuchen kann oder die content zum verlinken freigeben.

Dementsprechend werden sie sehen was sie davon haben...
 
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#10
Finde ich gut von Google! Die sollen auch mal Druck ausüben.
Unsere politisch durch und durch gefärbte Presse darf auch mal den kürzeren ziehen.

Denn wenn ich ganz ehrlich bin, gibt es mindestens zwei Dinge, die die EU und die Presse gleichermaßen gut können: Forderungen aufstellen und mit dem Finger auf andere zeigen, bei nahezu keiner eigenen Leistung.
 
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#11
Dann sollten wir auch den Gewinn von Apple aufteilen? Microsoft könnte auch mal etwas Gewinn abgeben und viele andere Firmen auch. Am besten geben Firmen die gut laufen Ihren Gewinn an die armen Firmen die es nicht geschafft haben Ihr Geschäftsmodell weiter zu entwickeln.
Ja, wäre echt absurd, wenn Google, Apple und Co. mal anfangen würden Steuern zu zahlen. Nicht auszudenken.

Versteh' mich nicht falsch, diese Leistungsschutzrecht halte ich auch für lobbygetriebenen Bullshit. Das schlimmste daran ist, dass man schon aus Spanien und Deutschland wissen könnte, dass es nicht funktioniert. Und die Reaktion von Google fände ich absolut legitim und nachvollziehbar.

Aber genauso legitim ist es, dass Google auf ihre in Deutschland generierten Umsätze und Gewinne einen angemessenen Betrag Steuern bezahlt. Dass das bei diesen Unternehmen schwieriger ist, ist klar. Aber genau dafür wurden unsere sogenannten Volksvertreter gewählt und nicht für absehbare Rohrkrepierer.

Das wäre natürlich auch eine Idee. Google verlangt für die Listung einfach exakt so viel, wie die Verlage von Google verlangen.
Das wäre mit Sicherheit Missbrauch der Monopolstellung und rechtlich nicht haltbar. Das weiß Google ganz genau.
 

EKD

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#12
Alleine schon wegen der Uploadfilter gönne ich es der EU, beim Leistungsschutzrecht mal so richtig auf die Fresse zu fallen. Beides die gleiche Lobbykacke.

Ich hatte mal eine gute Meinung von der Europäischen Union, aber wer Zensur-Infrastruktur aufbaut und den Fair Use vor die Tür setzt, braucht dringend mal eine gescheppert.
 

tek9

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#13
Finde ich gut von Google! Die sollen auch mal Druck ausüben.
Unsere politisch durch und durch gefärbte Presse darf auch mal den kürzeren ziehen.
Die angeblich so gefärbte Presse ist idr gegen ein Leistungsschutzrecht. Es sind lediglich die Publikationen von Springer und die FAZ die ganz wild darauf sind. Kein Wunder, gemäß einer Analyse von Golem bekommt Springer 75 Prozent der kargen Einnahmen die bisher angefallen sind.

VG Wort = GEMA für Verlage
 

BoardBricker

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#16
Vielleicht muss man einfach nochmal am Gesetz nachbessern, vernünftige Ausnahmen schaffen usw. Ich finde es zumindest nicht ungewöhnlich, dass ein auf dem Papier erdachtes Gesetz erstmal so nicht wirkt, wie gemeint. Ja, man hätte es vielleicht tatsächlich besser wissen können, siehe Spanien, aber die Mühlen der Bürokratie mahlen eben langsam.

Generell finde ich es nicht verkehrt, wenn die Verlage mehr Geld bekommen. Ich selbst lese jeden Tag unzählige News über google, zahle aber nicht einen Cent. Journalistische Information ist aber ungemein wichtig und in Zeiten, in denen die klassischen Medien wie TV und Print zurückgedrängt werden, sollte es ein gutes Finanzierungsmodell für Onlinenachrichten geben, normale Internetwerbung reicht ja anscheinend nicht.
Wie das aussehen könnte? Habe ich selbst keine Ahnung und deswegen will ich mich über ein mutmaßlich schlechtes EU-Gesetz nicht aufregen.
 

smart-

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#17
Das ist mir persönlich egal, habe das gefühlt 1x angeschaut und mir gesagt brauche ich in dieser Form nicht. Es gibt jede Menge Konkurrenzprodukte und letztlich habe ich mir schon von früher her angewohnt mit Bookmarks, etc... meine favorisierten Seiten / Infos / News angezeigt zu bekommen. Ich mag so Oberflächen nicht die noch Nutzerverhalten auswerten und dann nur noch eine Art Bubble präsentieren, deswegen nutze ich auch das Bixby, etc... nicht.
 
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#18
Nun werden die Verlage erst mal feststellen, dass deren Besucher sich drastisch reduzieren werden. Danach werden sie Google für die Einbindung der News bezahlen.

Wundere mich wieso diese Journalisten Ecke verkehrt herum aufgerollt ist? Zu viele Linke Vorstellungen?
Auch wenn dass die mit dem Leistungs.... mehr Geld verdienen werden, so werden die schnell feststellen, dass dem nicht so ist.

Wenn wir alle mal kurz nach denken, so haben wir doch alle unsere Lieblingsseiten, die wir täglich besuchen. Auf neue Seiten kommt man doch nur durch Links oder wie eben durch Google News.

Ich würde niemals, freiwillig zeit.de oder bild.de täglich mehrmals besuchen, wenn ich nicht auf news google eine für mich interessante News lese, gehe ich nie auf Seiten außerhalb meiner Booksmarks.

Es wird so kommen, wie es früher schon bei den Zeitungen war, man hat seine Lieblinge und die Surft man an.

Das wird ein herber Verlust für Verlage, aber die wollten es so.

Der selbe Mist den die da mit Netflix & Co gerade abziehen (Stichwort 30%)
Und jetzt auch noch Youtube.

Leider sind die meisten Entscheider alte Menschen, die die nächsten 20 Jahren so wieso nicht mehr erleben werden.
 
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#19
Auch wenn ich Google News nicht nutze, ist dieses Leistungsschutzrecht nur noch eine Katastrophe. Alles sperren, verbarrikadieren und für jeden Scheiß versuchen Geld zu kriegen. Das Urheberrecht und seine Auswüchse sind uns doch längst über den Kopf gewachsen.
Wer etwas im Internet veröffentlicht muss akzeptieren, dass andere es nutzen, weiterverbreiten etc. Wenn demnächst Leute sich in einer Gruppe organisieren und es sich zum Ziel machen, Inhalte bei Bild (Plus) zu lesen und danach auf die Straße zu gehen um sie möglichst vielen mitzuteilen, dreht Springer dann auch wieder durch?

Ich bin Google gegenüber sehr skeptisch, aber was die EU momentan an rückständiger Lobbyarbeit leistet, das geht wirklich zu weit.
 
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#20
Sollen die ganzen Newsseiten doch einfach an ihrer Gier krepieren. Die sollen froh sein, dass Google überhaupt auf ihr Geschmiere verlinkt und sie Klicks bekommen.
Aber nein, sie bekommen den Hals nicht voll und wollen auch noch für 2-3 Zeilen Anreißertext kassieren.

Ok, teilweise verständlich. In nicht wenigen Fällen bestehen die "Artikel" ja eh nicht aus mehr als 6-8 Zeilen. Da sind 2-3 Zeilen bei Google News schon gut 1/3 der gesamten "Arbeitsleistung"...
HAHAHAHAHA!!!
 
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