TeamViewer Motive 3

Festplattenkurzschluss

Tewi

Cadet 1st Year
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Werte Forumsmitglieder,

nach etwa zweistündigem Lesen zu diesem Thema, habe ich mich angemeldet, da ich annehme, hier mit großer Wahrscheinlichkeit potente Hilfe zu bekommen.
Kurze Situationsschilderung:
Die abgebildete externe Festplatte diente als Sicherungsmedium und ist wahrscheinlich der Benutzung eines Notebooknetzteiles zum Opfer gefallen. Ich habe nicht weiter nachgebohrt.
Aus dem vorher hier im Forum Gelesenen vermute ich die beiden markierten Bauteile (wahrscheinlich ja nur eines) als Opfer. Nicht gefunden habe ich den 0-Ohm-Widerstand. Da wäre Hilfe notwendig.
Bauteilbezeichnung:
Roter Rahmen = 5JT29
Schwarzer Rahmen = 6LFRB40
Welcher ist für 12 V zuständig?
Bei dem rot umrandeten habe ich etwa 180 kOhm gemessen, bei dem anderen 0,8 Ohm. Was ich bisher herausgelesen habe, lässt mich vermuten, dass der schwarz umrandete mit fast Null Widerstand der Defekt ist. Die auf anderen Bildern zu sehende Kennzeichnung mit D3 bzw D4 fehlt hier leider.
Mich beunruhigt auch noch etwas die Verfärbung der Kontaktflächen links oben im Übersichtsbild. Was wäre da evtl. mit Aceton o.Ä. zu machen?

Ich bitte um Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen

Tewi
 

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"nicht weiter nachgebohrt" nach der Ursache - habe ich beim Familienmitglied, dem das wahrscheinlich passiert ist, und dem das sehr unangenehm ist.

Tewi
 
Einfachste Lösung schau auf Ebay nach einer zum Modell passenden Platine, die werden da zuhauf verkauft. Und dann hast du ne 50/50 Chance das die Festplatte wieder funktioniert.
 
Garantie bei falschem Netzteil - geht ja schon in Richtung Betrug, außerdem wird man so wohl nicht an die Daten kommen. Hast du beide Dioden in beide Richtungen gemessen? Wenn die 0,8 Ohm in Sperrrichtung sind, dann ist die Diode auf jeden Fall defekt. Die 0 Ohm Widerstände sitzen bei dieser Platine direkt am Stecker (rot umrandet), zusätzlich könnten die 2 Ohm Widerstände (gelb umrandet) ebenfalls noch als Sicherung dienen. Eine verfärbte Stelle kann ich auf den Bildern jetzt nicht erkennen.

P1050082a.jpg

stage schrieb:
Und dann hast du ne 50/50 Chance das die Festplatte wieder funktioniert.
Die Chancen sind viel eher 0.1/99.9, dass die Festplatte anschließend wieder funktioniert - das hat vor vielen Jahren mal funktioniert, heute zerstört man mit dieser Technik im schlimmsten Fall Bauteile in der HDD.
 
Platinentausch funktioniert bei den heutigen Platten eigentlich nicht mehr. Ausnahmen bestätigen die Regel. ;)

Was die gammeligen Kontakte angeht: Mache doch erstmal eine Durchgangsprüfung zwischen Kontakt und dem nächsten freiliegenden Lot, sofern kein Bauteil dazwischen liegt. Sieht so aus als sollte das bei jedem der Gammelkontakte funktionieren.
 
Garantie ist im Moment nicht das Wichtigste. In erster Linie steht für uns die Datenrettung. Bilder und Videos. Die sind auf anderen Medien nicht so leicht zu komplettieren und vermutlich auch nicht mehr vollständig.
Beim Einlesen in das Thema habe ich vom Mitglied florian sehr gute Tipps gelesen. Ich bin mir nur bei der Bestimmung der Bauteile unsicher. Vom Platinenaustausch wurde mehrfach abgeraten.
Tewi

war zu langsam mit dem Schreiben. Ähnliche Hinweise sind ja schon da. Danke.
Tewi
 
Zuletzt bearbeitet:
Schwarz ist die 12V, Rot die 5V TVS Diode. Die Chancen das beide defekt sind ist durch die Meßung hoch.

Löte die Schwarze zuerst aus (oder mit einem Seitenschneider die Kontakte abzwicken),
funktionierts dann noch nicht verfahre mit der Roten gleich.

Die Platte sollte ohne funktionierende TVS Dioden nicht dauerhaft betrieben werden.
 
Eine der beiden Dioden sollte für 12V sein und das sieht man meist an der Schaltung auf der Platine schon. Die muss raus, aber miss vorher noch mal direkt an der Pinleiste des Stromsteckers ob wirklich noch auf 12V ein Kurzschluss vorhanden ist. Eigentlich schaffen Notebook Netzteile es nicht den zwischen dem Pin und der Schutzdiode vorhandenen 0Ohm Widerstand, der als Sicherung dient, durchzubrennen. Und wenn doch, dann sieht man das auch deutlich und muss den noch überbrücken.
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Inzersdorfer schrieb:
Schwarz ist die 12V, Rot die 5V TVS Diode. Die Chancen das beide defekt sind ist durch die Meßung hoch.
Dann müsst das Messgerät aber eine hohe Spannung und einen sehr kleinen Innenwiderstand haben. Die 5V Diode überlebt die Überspannung bei den Gehäuse eigentlich immer, da die Gehäuse ja selbst einen Spannungsregeler / wandler für 5V haben und die vertragen auch die bei Notebooks üblichen 19 bis 20V problemlos.

Inzersdorfer schrieb:
Die Platte sollte ohne funktionierende TVS Dioden nicht dauerhaft betrieben werden.
Zumindest nicht in einem USB Gehäuse, intern ist das kein Problem, da kommen solche Überspannungen auf 12V nur selten vor und wenn doch, dann ist der Defekt der Platte wohl nicht das größte Problem.
 
Möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich, aber es hängt vom Messgerät ab.
 
Holt schrieb:
Möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich, aber es hängt vom Messgerät ab.

Genau so ist es.

Erfolgsmeldung!!!!

Platte läuft wieder.
Es werden gerade die Dateien herübergeschaufelt. Habe es noch nicht überprüft, aber ich bin sowas von optimistisch.

Dank noch einmal an die Unterstützer.

Falls wider Erwarten noch Probleme auftauchen, melde ich mich natürlich. Das Wochenende ist gerettet!

Schönen Sonntag noch allen.

Tewi

PS: Habe bei soviel Freude ganz vergessen, was ich gemacht habe: nämlich das schwarz umrahmte Teil abgekniffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Außer den Dioden und ggf. diesen 0Ohm Widerständen (wenn man so eine Platte dann gleich mal intern am PC anschließt und das Netzteil eben vom Kurzschluss der Diode wenig beeindruckt ist) nehmen die Platten keinen Schaden, dafür ist ja die Schutzdiode da. Also entweder baut man die intern ein, da sollte es keine gefährlichen Überspannungen auf der 12V Schiene geben oder man verlöte eine neue Schutzdiode um sie wieder ins Gehäuse zu stecken, aber Diode wird es in einem USB Gehäuse halt gefährlich, da die Platte beim nächsten mal dann wirklich ernsten Schaden nehmen dürfte.
 
Hallo,
kurze Info zum Thema:

Daten sind gerettet. Wegen neuer Schutzdiode oder interner Verwendung wird noch gegrübelt.

Danke

TEWI
 
Dann auch gleich noch über eine bessere Backupstrategie grübeln, denn wenn die Daten nur auf einer Platte stehen, egal ob intern oder wie hier extern, dann diente die externe Festplatte eben nicht als Sicherungsmedium, sondern als alleiniger Aufbewahrungsort für die Daten.
 
Holt schrieb:
Dann auch gleich noch über eine bessere Backupstrategie grübeln, denn wenn die Daten nur auf einer Platte stehen, egal ob intern oder wie hier extern, dann diente die externe Festplatte eben nicht als Sicherungsmedium, sondern als alleiniger Aufbewahrungsort für die Daten.


Wir werden diese Platte intern als Erstsicherung verwenden und für das externe Gehäuse eine neue Platte als Zweitsicherung kaufen. So haben wir uns entschieden.

Im Anhang gibt es ein Bild vom verwendeten Messgerät. Habe keine Unterlagen dafür und kann deshalb keine Angaben über die Prüfspannung machen. Jedenfalls hat es die 5V-Diode wohl verkraftet, denn die ist noch auf der Platine geblieben.
Das hilft vielleicht jemandem, der evtl. eine ähnliche Messung machen möchte.

MfG

TEWI
 

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