Bericht Gigaset GS185: Was Smartphone „Made in Germany“ bedeutet

Mahir

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#1
tl;dr: Gigaset bewirbt das Smartphone GS185 offensiv als „Made in Germany“. Und in der Tat findet der Zusammenbau im Werk in Bocholt in Kooperation von Mensch und Roboter statt. Das ist nach dem Aus von Nokia in Bochum einmalig. ComputerBase hat sich in der Fabrik umgesehen und mit dem Management gesprochen.

Zum Bericht: Gigaset GS185: Was Smartphone „Made in Germany“ bedeutet
 

RYZ3N

Commander
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#3
@Mahir schöner Bericht, sehr interessant.

Bitte zukünftig mehr von solchen Hintergrundberichten. Sowas kommt aktuell noch zu kurz.

Wirklich interessant mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Kann (sollte) für den ein oder anderen auch kauf(mit)entscheidend sein.

Liebe Grüße
Sven
 
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#4
Finde ich gut, solche Initiativen sollten unterstützt werden. Made in Germany ist schon alleine eine Marke, dafür bezahlt man auch gern paar € mehr. Das die meisten Teile aus Asien angeliefert werden, ist halt unumgänglich. Aber so weiß man immerhin das es unter guten Bedingungen zusammen gebaut wurde.
 

DerPessimist

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#5
Made in Germany verliert immer mehr an Wert, finde ich.
Ein Smartphone lebt von seiner Software und ist äußerlich ein Image- oder Design Produkt.
Die Grundfunktionen erfüllt bereits jedes Smartphone, auch im zweistelligen Preisbereich.
 
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#7
(Echtes) Made in Germany wäre Für mich ein wesentlicher Grund, ein entsprechendes Smartphone zu kaufen, falls sich der Aufpreis im Rahmen hält.

Schließlich hängen da unsere Arbeitsplätze und damit unser (noch relativ vorhandener) sozialer Wohlstand dran. Wenn man alles von oder bei ausländischen Konzernen kauft die hier kaum Steuern zahlen braucht man sich nicht wundern, wenn es irgendwann keine Arbeit mehr gibt, man sich über das Ausland erpressbar macht und die sozialen Sicherungssysteme kurz vorm Kollaps sind.

In Bocholt ist zwar viel automatisiert, aber es gibt auch etliche Arbeitsplätze - besser wie gar keine. Hier wurden auch keine Arbeitsplätze durch Automatisierung vernichtet, sondern mit Hilfe derer zusätzliche geschaffen...

Müsste Gigaset nur mal Smartphones bauen, die man zumindest in die Mittelklasse bis gehobene Mittelklasse einsortieren könnte, bisher waren das ja eher LowEnd- bis untere Mittelklasse-Geräte. Ist halt der Hauptgrund weshalb ich nachvollziehen kann, dass kaum wer ein Smartphone von Gigaset kauft.
 
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lucamon97

Gast
#8
Zum Glück ist dys Zeuchen "Made in Italy" strenger als das Deutsche,sodass man nicht gleich pberall Made in Germany draufklatschen kann.Aber ich finde dieses Gigaset-Denken dennoch gut,weil ich meinen Deutschen Nachbarn doch mehr vertraue als diesen Amis oder Chinesen.
 
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#9
Made in Germany mit 73,5% China-Anteil
Das Wiederspiegelt sich nichtnur im Konzern sondern auch im Produkt.

Fazit: Wird nicht gekauft.

Ein Deutsches Unternehmen, Welches über 50% Anteile an einen Ausländischen Investor Verkauft, ist für mich kein Deutsches Unternehmen....
 

Topas93

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#10
"„Made in Germany“ ist Unternehmenskultur und Markenbotschaft"

Ich finde in einem so schnelllebigen Geschäft ist Made in Germany nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal.
Es ist ein schöner Bericht um sich ein bisschen selbst auf die Schulter zu klopfen, aber wie will man mit dem Tempo umgehen dass in dieser Branche vorgelegt wird?

Ich hoffe, dass die Unternehmenskultur nicht so deutsch ist.
Seit ich in einem deutschen Großunternehmen arbeite, habe ich erkannt warum wir bei Elektrogeräten nicht mehr dabei sind.

Ich hoffe Gigaset ist so wendig und flexibel wie es klein ist und wünsche dem Unternehmen den besten Erfolg.
 
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#11
Ist doch auch wieder nur betrug am Kunde.... Ich hab ja nichts gegen Arbeitsplätze, aber letztlich werden da Teile in China eingekauft und mit Robotern in DE zusammen gesetzt um "Made in Germany" drauf schreiben zu dürfen. Als ob es den Roboter interessieren würde, wo auf der Welt er steht. Der Macht einfach nur das was er gesagt bekommt. Und die ganzen iPhones, Galaxys und was weiß ich sind ja auch alle letztlich gut verarbeitet obwohl sie aus China kommen.

Und der wesentliche Aspekt um den es bei der Produktion geht, ist ein Produkt für das unterste Preissegment.
Ich glaube auf dem Smartphone Markt kann man sich heute nur etablieren, wenn man auch ein Produkt liefert das mit den Flagschiffen von Samsung, Huawei und Co. auf augenhöhe tritt.

Zu "Made in Germany" gehört in meinen Augen einfach viel mehr als nur, dass es in DE zusammengebastelt wird.
Festool, Fein, Miele, Stihl und noch einige andere... Dass sind Firmen die für mich noch "Made in Germany" verkörpern. Die kaufen auch Teile im Ausland ein, aber die haben eigene Inovationen, einen guten Service und Geräte die Jahrzehne halten und für die ich auch Jahrelang ersatzteile bekomme. Ich hab bis heute noch keinen einzelenen Cent bereut den diese Firmen durch mich verdient haben.

Das einzige was ich der Produktion in DE abgewinnen kann, ist, dass die Arbeitsbedingungen in DE menchlischer sind, als eben in Fernost. Und das ist sehr zu loben!

Ich würde mir gerne ein Made in Germany Smartphone kaufen. Und ich wäre auch bereit 1000€ dafür hinzulegen, aber dann muss es auch etwas bieten, dass Made in Germany ausmacht.
 
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#12
Vlt wär auch Mainboards "Made in Germany" was für euch -> Fujitsu in Augsburg
 
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#13
Made in Germany ... naja
Und was für ein Betriebssystem ist drauf. Da wäre es doch ein einfaches, einmal ein eigenes System anzubieten, welches nicht permanent Tante Google und Konsorten mitteilt, was ich gerade mache.

Aber so?
 

ruthi91

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#14

dennisis

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#15
Wo wird den das Betriebssystem (Android) und die Bedürfnisse von Gigaset angepasst? Passiert das auch in Asien? Ich meine, deutsche Entwickler sind teurer als Entwickler aus Niedrigkostenstandorten (NKS).
 
Zustimmungen: P20

ScorpAeon

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#16
Sorry aber Gigaset hat mich dermaßen enttäuscht mit ihrem Flaggschiff vor ungefähr 2 Jahren dass ich bei denen nie wieder ein Gerät kaufen werde. Von außen machte es richtig was her, aber versprochene Updates? Fehlanzeige, der Preis dagegen saftig und das Sponsoring mit dem FC Bayern ist wohl auch relativ ins Leere gelaufen.

Made in Germany schön und gut (wenn auch recht dünn was den Wahrheitsgehalt dahinter angeht), aber solche Faxen lass ich als Kunde mit mir nicht machen. Das Gerät wurde einfach fallen gelassen und die Beschwerden häuften sich. Nochmal das Ganze? Ne.
 
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#17
Womit bewiesen wäre, dass man auch in Europa produzieren kann und die ganze "Asien-muß-sein" Masche nur dem Profitwahn dient....
 
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#18
Made in Germany bedeutet heute doch in fast allen Bereichen nur noch "Teilweise in Deutschland zusammengeschraubt". Und am Zusammenschrauben werden immer weniger Mensche eingesetzt.

Ob jetzt eine Maschine die Teile in Deutschland zusammenbaut, oder in Asien, ist mir ziemlich egal. Wie viel Eigenentwicklung in den Smartphones steckt, wird auch nicht so deutlich, sieht für mich aber nach einer geringen Beteiligung aus. Das erklärt dann auch den relativ geringen Preis.

Made in Germany wäre mir im vorliegenden Fall keinen Cent mehr wert. In der Branche muss man schon etwas vorweisen können und der Ort wo das ganze zusammengebaut wird, interessiert mich dabei wenig. "Assembled in Germany" trifft es wohl besser...

Auf einem iPhone steht doch drauf, dass es in China gebaut wird. Apple wirbt nur mit Designed in California ^^ Und bei Apple steckt hinter einem iPhone noch deutlich mehr Wertschöpfung in den Staaten bzw. Konzernintern. Eigens entwickelte Displays, CPUs, GPUs etc. eigenes Betriebssystem und dahinterliegendes Ökosystem... Das Gigaset Teil ist aus Standardkomponenten zusammengeschraubt....
 
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#19
was ist daran "made in germany"?

"zusammengesetzt in deutschland" triffts eher.

schön für die paar arbeitsplätze, aber kein wirkliches "made in germany" - in meinen augen (wie so oft heutzutage: augenauswischerei mit einem "qualitäts"namen)
 
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