News Google vor Einigung bei EU-Wettbewerbsverfahren?

Fetter Fettsack

Redakteur
Teammitglied
Dabei seit
Nov. 2009
Beiträge
10.216
#1
Als dereinst Vorwürfe gegen Google aufkamen, wonach das Unternehmen seine Konkurrenten – wie etwa Microsoft – in den eigenen Suchergebnissen benachteilige, schaltete sich auch die EU-Kommission in ihrer Funktion als Wettbewerbsbehörde ein. In diesem Verfahren soll sich nun aber eine Einigung anbahnen.

Zur News: Google vor Einigung bei EU-Wettbewerbsverfahren?
 

Cpt.Yesterday

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Feb. 2013
Beiträge
313
#2
Das Verfahren ist insgesamt ein Witz. Google ist keine EU-Behörde und kann somit die Suchergebnisse so darstellen wie es will. Wem das nicht passt darf seine eigenen Suchdienst ins Netz stellen.

Genau so Sinnfrei ist das Verfahren gegen Microsoft wegen der Browser-Auswahl.
 

S.Kara

Lt. Commander
Dabei seit
Okt. 2013
Beiträge
1.612
#3
Ich finde das auch lachhaft.
Google kann doch filtern was es will, das Unternehmen ist ja nicht dazu da um andere Unternehmen zu unterstützen.
Wenn das Yahoo! und Microsoft nicht passt sollten die mal an ihren eigenen Diensten arbeiten. Wären die besser als Google würden auch genügend Leute umsteigen.
 

Sir Ulrich

Cadet 3rd Year
Dabei seit
Sep. 2011
Beiträge
36
#4
Das Verfahren ist insgesamt ein Witz. Google ist keine EU-Behörde und kann somit die Suchergebnisse so darstellen wie es will. Wem das nicht passt darf seine eigenen Suchdienst ins Netz stellen.

Genau so Sinnfrei ist das Verfahren gegen Microsoft wegen der Browser-Auswahl.
Genau, weil die EU-Kommission und die Kartellämter usw. nur dafür da sind um auf andere EU-Behörden aufzupassen, nicht etwa um Monopole im Markt zu verhindern
Du solltest dir nochmal den letzten Absatz und insbesondere den Link zum dazugehörigen EU-Vertrag durchlesen
 
Zuletzt bearbeitet:

Palomino

Lt. Commander
Dabei seit
März 2005
Beiträge
1.713
#5
@Cpt.Yestarday, S.Kara:

Bei so einer Sichtweise kann man dann auch gleich die Netzneutralität abschaffen, denn warum sollte es verboten sein, dass private Internetanbieter ihre "zahlenden" Kunden bevorzugen dürfen? Gleiches gilt dann auch für Telefon, Strom Gas und andere private Anbieter, die eigene Leitungen und Netze besitzen.

Sorry, aber vielleicht erst mal eine Kaffe trinken um wach zu werden. ;)

Ohne Regulierung funktioniert die Marktwirtschaft nicht und es gäbe es noch weniger Freiheit im Internet, als wir heute haben.
 

Cpt.Yesterday

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Feb. 2013
Beiträge
313
#6
@ Sir Ulrich & Palomino

Was hat das mit Netztneutralität zu tun?

Google stellt für den Endnutzer kostenfrei Dienstleistungen zur Verfügung. Darunter ist auch deren Suchmaschine. Finanziert wird das durch Werbung. Wer ganz oben stehen will muss zahlen. Ganz einfache Sache.

Kein Fernsehsender ist dazu verpflichtet die Sendezeit für Werbezwecke (und somit zum Vorteil der Konkurrenz) kostenfrei bereit zu stellen. Kein Fernsehsender, keine Zeitung/Zeitschrift und überhaupt niemand in anderen Branchen wird verpflichtet auf eigene Kosten für die Konkurrenz zu werben. Warum wird also Google dazu gezwungen?

Zum Thema Microsoft und Browser: Wurde Apple von der Kartell-Aufsicht auch zur freien Browserwahl verpflichtet ... oder Cannonical?


Das was in diesem Fall abläuft ist ein Verfahren auf Bestellung: Lobbyarbeit auf EU-Ebene ist nichts Neues. Wer gut schmiert kann so die Konkurrenz ausbremsen. Das hat nichts mit Regulierung der Marktwirtschaft zu tun.
 

Cr4y

Lt. Commander
Dabei seit
Mai 2007
Beiträge
1.992
#7
Kein Fernsehsender ist dazu verpflichtet die Sendezeit für Werbezwecke (und somit zum Vorteil der Konkurrenz) kostenfrei bereit zu stellen. Kein Fernsehsender, keine Zeitung/Zeitschrift und überhaupt niemand in anderen Branchen wird verpflichtet auf eigene Kosten für die Konkurrenz zu werben. Warum wird also Google dazu gezwungen?
Weil Google im Suchmaschinenbereich eine monopolartige Stellung hat. Klar, das ist wegen den Nutzern so. Aber ein Staat ist halt auch dazu da, das Volk vor sich selbst zu schützen.
 

Palomino

Lt. Commander
Dabei seit
März 2005
Beiträge
1.713
#8
@ Sir Ulrich & Palomino

Was hat das mit Netztneutralität zu tun?

Google stellt für den Endnutzer kostenfrei Dienstleistungen zur Verfügung. Darunter ist auch deren Suchmaschine. Finanziert wird das durch Werbung. Wer ganz oben stehen will muss zahlen. Ganz einfache Sache.
Weil es die gleiche Sachlage ist. Wenn es für dich ok ist, dass Google den bevorzugt, der mehr bezahlt müsste das auch für private Internetanbieter gelten. Wer mehr bezahlt dessen Daten sind schneller am Ziel.


Googles Problem ist die Marktbeherrschende Stellung unter den Suchanbietern und die Tatsache, dass es von Anfang an Geschäftspolitik von Google war, niemanden zu bevorzugen. Beides zusammen trägt jetzt dazu bei, dass Google als Dienstleister seine Leistung jedem gleichermaßen anbieten muss, da sie andere Marktteilnehmen unterdrücken und den freien Wettbewerb behindern würden.

Anders wäre es, wäre Google von Anfang an als Google-Dienst angetreten und hätte klar kommuniziert, als Suchmaschine primär für eigene Dienste zu stehen und alles andere mitzubedienen.


Was die Browserwahl angeht will ich dich auch hier erleuchten:
MS wurde für langjährigen Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung verurteilt. Teil der Strafe ist, dass sie für die Dauer von 5 Jahren die Browserauswahl anbieten müssen. Diese Art der Bestrafung ist wirksamer, als es eine reine Geldzahlung gewesen wäre.

Es gibt auch keine allgemeine Pflicht, dass OS und Browser nicht gekoppelt sein dürfen. Dementsprechend braucht z.B. Apple keine Browserauswahl anzubieten.
 
Dabei seit
März 2007
Beiträge
201
#9
Zum Thema Microsoft und Browser: Wurde Apple von der Kartell-Aufsicht auch zur freien Browserwahl verpflichtet ... oder Cannonical?
Weder Apple noch Canonical haben ein Marktbeherrschende Stellung, die sind weit davon entfernt. Microsoft hingegen liefert über 90% aller Desktopbetriebssysteme aus, genauso wie über 90% der User Google verwenden. Wenn so eine marktbeherrschende Stellung vorliegt und ausgenutzt wird schreitet die EU-Kommision (auf Beschwerden von Mitbewerben) ein und das ist gut so.
 
Dabei seit
Mai 2002
Beiträge
9.879
#10
Bei Microsoft war es so, das sie ihren Internet Explorer mit unrechten Mitteln gefördert und damit ein Monopol aufgebaut haben.
Aus diesem Grund musste die Browser-Auswahl integriert werden, damit der Marktanteil wieder ausgeglichen wird.
Hat ja auch funktioniert (ob es nur an der Auswahl lag, sei mal dahingestellt).

Das mit Google ist aber für mich auch unverständlich. Es gibt einige Wettbewerber, wie bspw Bing.
Sie sind zwar Marktführer, haben aber kein Monopol.
Sie haben sich die Marktführerschaft auch normal erarbeitet, sie waren eben besser als die anderen.
 
Dabei seit
Juni 2013
Beiträge
170
#11
Also richtig funktionieren tut es immer noch nicht.
Ich kann mich nicht dafür entscheiden Internet Explorer runterzulöschen und sie haben ein Update sehr sehr spät gebracht.

-

Ich weiss nicht was ich dazu sagen soll. Sachen wie Play Store sollten Pflicht bleiben; ansonsten werden vielleicht einige Eigenkreationen kommen(unwahrscheinlich, aber was weiss man schon wie dumm die sind) und darauf habe ich keine Lust.
 
Top