News Im Test vor 15 Jahren: Intels Core i3-2100 bot Sandy-Bridge-Leistung für 95 Euro

läuft bis heute in einem der messrechner! grundsolide!
 
DerNiemand schrieb:
Ich erinnere mich noch daran als man PCs als Hobby hatte ohne direkt eine ganze Niere loszuwerden.
Das könnte falscher nicht sein: "...nicht mehr..." wäre richtig. :)

Bis zum Anfang der 90er kamen die Dinger noch nicht direkt aus Asien, sondern aus den USA (oder von europäischen Konzernen wie Olivetti, Schneider oder Siemens) und waren wegen des Dollarkurses von fast 4:1 hierzulande geradezu pervers teuer. Gleiches galt noch etwas länger für Software, denn darauf hatten die USA de-facto ein Monopol. Aus in den USA durchaus handhabbaren "399 Dollar" für ein "Word" von Microsoft wurden mit Import und Steuern hier umgefähr noch um die Jahre 1989/90 solche Summen wie "1849 DM". Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, aber DAS WAR NORMAL!

Mein Vater kaufte in den Sommerferien 1991 den ersten PC, einen Mittelklasse-i386. Im Nachhinein die falsche Entscheidung, denn ein 386SX hätte es für 2-3 Jahre auch getan und viel Geld gespart. Das Ding hat mit Monitor und einem unterdurchschnittlichen 24-Nadeldrucker bei Vobis über 5000 Schienen gekostet, und zwei Jahre später fuhren die AMD-386DX40 von Escom für 3000 DM regelrechte Kreise darum (3x mehr Drhystones, ich habe damals alles nachgemessen).

Der richtige Preisverfall und die deutsche (europäische) Massen-PC-i'sierung setzte erst mit Ketten wie Vobis ein, die per Direktbestellung aus Asien und als Folge des Beginns der Globalisierung nach dem Ende des RWG die USA umgingen, und dann softwareseitig mit Windows 3.1. Ungefähr im Sommer 1992 war der "Dammbruch", ab da rutschten die Preise.

Und noch was: Arbeitsspeicher war immer ein Problem. Schon bei den Minicomputern der 70er. Das war erst ca. 2015 gelöst -- ab dann hatte man endlich genug Arbeitsspeicher für relativ wenig Geld. Insofern ist der aktuelle Zustand eher eine kleine, teilweise Rückkehr zu vorherigen Zeiten.
Ergänzung ()

Boimler schrieb:
Jup, die gab es hier auf der Arbeit zum Teil auch noch, als ich angefangen habe. Da hatten die schon vier Jahre auf dem Buckel. Man hat die zwei Kerne dann schon gemerkt, wenn man mehrere Sachen gleichzeitig offen hatte und PP eine oder mehrere Gedenksekunden brauchte, um vierzig Seiten Präsentation zu laden. Abgesehen davon waren diese Rechner aber unverwüstlich.
Mit Windows Vista oder Windows 7 laufen die auch heute noch wunderbar. Ich finde sogar, viel besser, als alles, was Microsoft mit Windows 10 etc. verbrochen hat, wo ich immer denke: Von mir aus macht die Kisten langsam, aber warum so hässlich? Und Windows 11 wird wirklich immer mehr zur Schnecke und zum Arbeitsspeicherfresser, ohne, dass man irgendeine Begründung oder Motivation hätte, warum. Es kann aus Anwendersicht NICHTS besser als Windows 7. Es ist nur nicht mehr ganz so häßlich wie Windows 2.11 10.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den hatte ich, war Bombe. Lief bis vor kurzem noch im.buro.meiner Mutter und wurde an einen Bastler weiter verkauft für ein neues Leben.
 
Les' das hier gerade an einem i7-3770T mit GT1030 und 16GB RAM. Nie weg geworfen oder verkauft, Mini ITX, habe sogar 2 der i7-3770T noch rum stehen. Auf dem hier gerade mit Ubuntu unterwegs, hat aber sogar noch eine Windows 7 Partition (unter anderem für Drakan... nur unter Win7 bisher die Musik zum laufen gebracht ingame).

Hätte ich damals nicht Probleme gehabt mit meinem i7-2700K (im Nachgang festgestellt, war Intel Management Engine Problem) - ich hätte den vermutlich immer noch.
 
Oft und gerne verbaut, der kleine i3 war auch ein ziemlich kühler Geselle auch bei Passiv Systemen..
Sandy Bridge war gefühlt die Sternstunde bei Intel, danach viel die Konkurrenz fast komplett weg und die Fortschritte waren dementsprechend klein bzw nicht grösser als notwendig…
 
Ich hatte damals den i3-2130 aus der Büroausstattungsauflösung meiner damaligen Firma.
Das war ein kleiner Barebone. Den hab ich dann als Gamingkiste umfunktioniert.

Hab die Kiste mit mehr RAM ausgestattet und eine AMD RX460 dazu gesteckt. In der Kiste war auch meine erste SSD verbaut und das war für mich so ein enormer Performance Boost.
Alles in allem hatte ich sehr lange Spaß mit dem Teil.
Die CPU hat damals echt was gerissen.

Und dann bin ich 2017 mit AM4 und dem Ryzen 1600 und ner RX5700 komplett auf AMD umgesattelt.

Seitdem bin ich von Preis/Leistung bei AMD eigentlich sehr überzeugt.
 
Läuft hier in der T Variante in einem kleinen Lian Li Gehäuse als Test PC problemlos und als einfacher Office PC würde die Leistung nach wie vor reichen.
 
Rock Lee schrieb:
Krasser Stromverbrauch, wenn man mal vergleicht was selbst die Einstiegs-Raptor Lakes verbrauchen...

Bitte nicht "Äpfel" mit "Birnen" vergleichen...
Man kann nicht immer 1:1 die Leistungs-Charts verschiedener Epochen so einfach vergleichen.
Hier in diesem Test des I3-2100 wurde damals 2011 auf der Platform Asus P8P67 Deluxe mit einer Geforce GTX580 getestet...

Leistungsaufnahme (komplettes System), IDLE, egal ob I3-2100 / I5-2500k / I7-2600k : alle sind bei 80 Watt...
Getestet also mit einer alten GTX580...
Stromverbrauch ca. 30-35 W
https://www.techpowerup.com/review/nvidia-geforce-gtx-580/25.html

Nun Raptor-Lake:
Computerbase Test: (hier keine i3 Raptoren ,aber mit i5 Raptoren...)
https://www.computerbase.de/artikel...#abschnitt_leistungsaufnahme_und_temperaturen
i5 14400 / i5 14500 ca. 56 Watt (komplettes System)
Grafikkarte im Test: RTX4090 , Stromverbrauch im IDLE ~ 21W
https://www.techpowerup.com/review/nvidia-geforce-rtx-4090-founders-edition/39.html

Hier auch der Test des i3-14100 :
https://www.techpowerup.com/review/intel-core-i3-14100/21.html
i5 14500 ca. 56 Watt (komplettes System)

Wenn man also 10-15 Watt zum Board & SSD verrechnet, dann kommen auch ca. 15-20 W zu CPU alleine heraus...


Damals im Test des i3-2100 :
mehr Peripherie ...
Peripherie
Somit kann das schon eher 25-30W für alles weitere des 2011 Testsystems sein.
Somit:
~ 30W (für alles weitere) + ~33W GTX580 = ~ 63W

Im Test Damals der Gesamt Wert war: 80 Watt...

Du Siehst Das die CPU im IDLE
i3 2100 vs i3 14100
gar nicht soweit auseinander liegen !!
 
jauns91 schrieb:
Krass wie der i3 den AMD 1100T mit 6 Kernen abgezogen hat. AMD hatte damals halt echt nix in der Hand.
Das muss man im Kontext der damaligen Zeit betrachtet.

Es gab (fast) keine Programme oder Spiele die mehr als 2 Kerne unterstützt haben.

Zumindest nicht im Endkundenbereich.

Aber eine CPU muss auch die Ganze Engine tragen, nicht nur hohe FPS.

Sondern auch den Sound, Input usw.

Da haben die 2 Kerner schon oft Inputlags bei hohen FPS gehabt. 😅
 
@LETNI77 Ja, an die "Mehrkernpanik" erinnere ich mich auch noch gut. Auch low Budget: Kauft bloß keinen Zweikerner mehr! Ob mit HT oder ohne! Die werden demnächst komplett einbrechen. Tatsächlich hatte ich dann im "relevanten Zeitraum" exakt ein Game, bei dem es wirklich was ausmachte, nur den i3 zu haben: Football Manager.

Dessen Spieltage simulieren auf "vollen Details" alle Matches 90 Minuten "Echtzeit". Und schon damals wurde die Last brüderlich auf Kerne/Threads verteilt. Quasi parallelisiert wie in Anwendungssoft: Jeder Thread bekam ein Match. Entsprechend dauerte es länger, wenn man viele Wettbewerbe auf diesen vollen Details hatte.


Ansonsten hieß es schon zu Release: "Spätestens in Battlefield 3 im Multiplayer ist Schicht für die Zweikerner mit HT! Dann schlägt wieder die Stunde von Phenom und Core 2 Quad!" Die Zweikerner mit HT:

BF3-Test-Multiplayer-CPU-Benches-720p.png
 
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