Götterwind
Commander
- Registriert
- Apr. 2004
- Beiträge
- 2.687
Es ist wohl weniger die Intensität der Angriffe (ich will sie nicht verharmlosen-nur mal so als Anmerkung), als mehr die spektakulären Bilder. Es ist für die Berichterstatter viel einfacher, die IDF zu begleiten oder an bekannten Punkten (man denke an die Flugblätter) zu warten. Auf der Gegenseite ist es unklar, wann und wo eine Rakete einschlägt. Dank Vorwarnung sind eh die meisten Leute quasi immer in Bunkern, wodurch die Anzahl der Opfer gering bleibt. 99% der Zuschauer wollen eher Tote sehen, als Krater im Acker. Traurig aber wahr!
Auf der israelischen Seite ist das Ganze halt wesentlich unspektakulärer: Fehlzündungen von Raketen, zerstörte Häuser, meist nur Verletzte oder wenige Tote. Das ist ein Bild, was es schon über Jahre gibt, alle kennen es, keiner nimmt es aber mehr zur Kenntnis...
Viel schlimmer empfinde ich aber, dass es dem Großteil der Zuschauer in 2 oder 3 Monaten nicht mehr bewusst ist, was da unten abgeht. Wenn die Berichterstattung abflaut, dann werden andere Ereignisse "wichtiger". Der Krieg wird vergessen, er endet für unser Empfinden damit oder endet in einer Randnotiz. Er geht aber trotzdem weiter.
Wie sieht es denn mit der Berichterstattung übder den Irak, Tschetschenien oder Afghanistan aus? Was ist mit der Elfenbeinküste oder Sierra Leone? Dafur, Neuigkeiten aus Mogadischu? Die Liste kann man ewig weitersetzen...
Edit:
@Cartago2202
Die Verhältnismäßigkeit haben wir uns in den letzten Hundert Jahren in Deutschland hart erkämpft, vergiss mal das bitte nicht. Es kommt immer auf den Betrachtungspunkt und den Staat an! Ich will zwar keine ewige Diskussion vom Zaun brechen, aber meine Meinung dazu werde ich an einem Beispiel mal zeigen. Für die BRD mag dies schon lange gelten, aber in der DDR war die Verhältnismäßigkeit nicht gewährt. Für heutige Maßstäbe lächerliche Dinge konnte da man schon viele Jahre im Zuchthaus verbringen...
Im "großen Maßstab" läuft das ähnlich. Wie viele Kriege wurden schon für "kleine Aktionen" vom Zaun gebrochen? Zahllose! Oft reicht ein kleiner Funke und das Pulverfass explodiert.
Auf der israelischen Seite ist das Ganze halt wesentlich unspektakulärer: Fehlzündungen von Raketen, zerstörte Häuser, meist nur Verletzte oder wenige Tote. Das ist ein Bild, was es schon über Jahre gibt, alle kennen es, keiner nimmt es aber mehr zur Kenntnis...
Viel schlimmer empfinde ich aber, dass es dem Großteil der Zuschauer in 2 oder 3 Monaten nicht mehr bewusst ist, was da unten abgeht. Wenn die Berichterstattung abflaut, dann werden andere Ereignisse "wichtiger". Der Krieg wird vergessen, er endet für unser Empfinden damit oder endet in einer Randnotiz. Er geht aber trotzdem weiter.
Wie sieht es denn mit der Berichterstattung übder den Irak, Tschetschenien oder Afghanistan aus? Was ist mit der Elfenbeinküste oder Sierra Leone? Dafur, Neuigkeiten aus Mogadischu? Die Liste kann man ewig weitersetzen...
Edit:
@Cartago2202
Die Verhältnismäßigkeit haben wir uns in den letzten Hundert Jahren in Deutschland hart erkämpft, vergiss mal das bitte nicht. Es kommt immer auf den Betrachtungspunkt und den Staat an! Ich will zwar keine ewige Diskussion vom Zaun brechen, aber meine Meinung dazu werde ich an einem Beispiel mal zeigen. Für die BRD mag dies schon lange gelten, aber in der DDR war die Verhältnismäßigkeit nicht gewährt. Für heutige Maßstäbe lächerliche Dinge konnte da man schon viele Jahre im Zuchthaus verbringen...
Im "großen Maßstab" läuft das ähnlich. Wie viele Kriege wurden schon für "kleine Aktionen" vom Zaun gebrochen? Zahllose! Oft reicht ein kleiner Funke und das Pulverfass explodiert.
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