Du verstehst schon, wie ein Traceroute funktioniert? Timeouts auf Zwischenhops haben für sich genommen zunächst keine Aussagekraft. Die Aufgabe dieser Router besteht darin, Pakete weiterzuleiten, nicht darin, auf Diagnosepakete zu antworten. ICMP-Antworten werden außerdem häufig gefiltert oder durch ein Rate-Limit begrenzt.
Erst wenn auch am Ziel wiederholt Paketverluste auftreten, liegt ein tatsächlicher Ende-zu-Ende-Paketverlust vor. Nicht alles, was euch nicht gefällt, ist automatisch ein Problem der Telekom. Hier scheint eher das verwendete Werkzeug falsch interpretiert zu werden und es liegt gar kein Fehler vor: Keine Timeouts und keine hohe Latenz.
Das Windows-Programm tracert (wie alle anderen auch) sendet ICMP-Echo-Requests an die Zieladresse und erhöht dabei schrittweise die TTL beziehungsweise bei IPv6 das Hop Limit. Läuft dieser Wert auf einem Router ab, kann dieser mit „ICMP Time Exceeded“ antworten. Er muss es aber nicht. Bleibt diese Antwort aus, zeigt tracert einen Timeout an.
Router können solche Antworten beispielsweise nur begrenzt erzeugen oder gegenüber weitergeleitetem Verkehr stark nachrangig behandeln. Andernfalls ließe sich ihre Control Plane unnötig mit Diagnoseanfragen belasten.
Mehrere Sternchen hintereinander bedeuten deshalb nicht, dass dort eine Route fehlt. Die Pakete werden offensichtlich weitergeleitet, denn das Ziel wird bei Hop 19 erreicht. Bei den Hops 12 bis 18 lässt sich lediglich nicht erkennen, welche Systeme dort das Hop Limit verringern, weil sie selbst nicht auf die Traceroute-Anfragen antworten.
Aus demselben Grund haben auch erhöhte Antwortzeiten einzelner Zwischenhops zunächst keine Aussagekraft, solange die Laufzeit zum Ziel in Ordnung ist. Erst wenn am Ziel eine erhöhte RTT oder wiederholter Paketverlust auftritt, kann man untersuchen, ab welchem Hop sich dieses Verhalten bis zum Ziel fortsetzt.
BTW solltest du deine Public IPv6 genauso zensieren, wie dein Public IPv4. Es geht keinen was an, was deine aktuelle persönliche IP ist. Könnte Leute dazu animieren mal deinen Anschluss "zu besuchen".
Ich habe nichts gegen fundierte Belege oder nachvollziehbare Berichte für Probleme im Telekom-Netz, wie von
@froeschi62 gestern. Offensichtlich gab es für Leute in der gleichen Region, wohl mindestens an einem Breitband-POP Probleme, wo auch immer die im Detail waren und an mindestens einem in der gleichen Region nicht. Da ich soweit ich mich erinnern kann immer an MAIJ00 hänge, schon zu DSL Zeiten, oder war das da der MAIJ01(?), würde es mich nicht wundern, wenn dort vielleicht der Hund für einige (nicht alle) Probleme begraben ist. Ich meine auch ich habe manchmal laut netzbremse.de Peering Probleme, aber selten und nicht stark. Wenn aber jeder Timeout eines Zwischenrouters bereits als "Beweis" herhalten muss, ist die Telekom demnächst vermutlich auch noch für den nächsten Regen verantwortlich.