Merz möchte die Klarnamenpflicht

Es bräuchte dafür ein Regierungsportal, wie es beispielsweise die Skandinavier haben. Ein Portal, um sämtliche meiner Person betreffenden Daten einzusehen - und alle staatlichen Leistungen für Bürger (Pass, Führerschein, Steuer, Rente, Kindergeld, Ummeldung, Ehe) gebündelt und digital zu erledigen. Eigentlich das, was es schon immer hätte geben sollen.

Dieses Portal kann dann mit Drittseiten verknüpft werden, um sich zu registrieren/legitimieren. Ähnlich wie die Registrierungsmöglichkeit auf einer Webseite nach dem Schema: "Mit einem bereits bestehenden Google-Konto anmelden/verknüpfen".
 
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FrankenDoM schrieb:
Du nennst es Selbstzensur, ich nenne es HIRN einschalten BEVOR ich Bullshit raushaue, weil mir ja eh nichts passieren kann. Ich finde es positiv wenn man nicht mehr jede geistige Diarrhoe lesen muss, weil man nachdenkt bevor man was sagt. Klappt im echten Leben ja auch erstaunlich gut. Aber in der Anonymität des Internets fallen dann alle Hemmungen...
Zunächst einmal, du MUSST überhaupt nichts lesen. Es ist einem jeden selbst überlassen, was konsumiert wird und was nicht. Wenn dir die ersten 2 Sätze eines Textes bereits solches Unbehagen bereiten, dass du keine weitere Silbe erträgst, gibt es ein effektives Gegenmittel: weiter scrollen.

Was das BS Argument angeht, das ist von Grund auf falsch Gedacht. Es geht davon aus, dass du mit kosmischer Gewissheit die Grenze ziehen kannst zwischen BS und Vernunft, und das ist nun wirklich nicht der Fall. Es wird nicht wenige Leute geben, welche alles, was z.B. du von dir gibst, ohne Zaudern als geistigen Dünnpfiff deklarieren werden. Sollen wir nun dich und deine Ansichten prophylaktisch herausfiltern, was je nach Zeitgeist und Ermessungsspielraum des Entscheiders der Fall sein kann?
Oder soll jeder Leser selbst entscheiden, was er von deinen geistigen Ergüssen zu halten hat, wie es in freiheitlichen Kulturen üblich ist?

Zu guter letzt halte ich es für ein Gerücht, dass im "echten Leben" großartig nachgedacht und abgewogen wird. Man muss nur Abends kurz den Fernseher anschalten oder sich im freien umhören, um zu erleben wie Millionen von Menschen pauschal als N*zis und anderweitig als Abschaum bezeichnet werden, ohne jede Hemmung. Absolut widerwärtig, nicht wahr?
Diese Schranke im Hirn greift ausschließlich dann, wenn die sozialen Kosten eine bestimmte Grenze überschreiten, nach der sich ein so wohltuender Ausraster nicht mehr lohnt. Der Mensch ist äußert effizient, was derartige Kalkulationen angeht.
Du darfst dir gerne ausmalen, ob du möchtest, dass deine Schranke sich irgendwann senkt, weil der Wind sich gedreht hat. Und das wird er, immer und jederzeit.
 
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tipmyredhat schrieb:
Zu guter letzt halte ich es für ein Gerücht, dass im "echten Leben" großartig nachgedacht und abgewogen wird. Man muss nur Abends kurz den Fernseher anschalten oder sich im freien umhören, um zu erleben wie Millionen von Menschen pauschal als N*zis und anderweitig als Abschaum bezeichnet werden, ohne jede Hemmung
Kannst du das in irgendeiner Art belegen? Welche Sender schaltest du da genau ein? Welche Sendung siehst du dir an? Und welcher nicht repräsentativen Gruppe von Menschen hörst du in genau welcher Situation zu, wenn du dich einfach so random "im Freien umhörst"?
 
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@Reglohln Musste nicht allzu lange suchen: Böhmermann N*zi Tourette
Random im Freihen umhören muss ich mich nicht einmal. Da reicht es, wenn ich den Leuten zuhöre, mit denen ich täglich selbst verkehre.
 
Wirklich? Ein vollkommen kontextloser Zusammenschnitt aus einem einzigen Satire-Magazin, was zudem spät abends läuft und man somit mit
tipmyredhat schrieb:
Abends kurz den Fernseher anschalten
sicher nicht zu Gesicht bekommt. Ist das ernst gemeint? Wie genau stützt das deine Behauptung?

Ja was nun?
tipmyredhat schrieb:
sich im freien umhören
oder
tipmyredhat schrieb:
im Freihen umhören muss ich mich nicht
?

Das "random" habe ich mir erlaubt zu entfernen, da es deine erste Aussage "Man muss nur [...] sich im freien umhören" quasi impliziert.

tipmyredhat schrieb:
Da reicht es, wenn ich den Leuten zuhöre, mit denen ich täglich selbst verkehre.
Merkste selbst, oder? Das Problem dürfte da weniger deine herbeifantasierten Leute (im Sinne der durch dich implizierten Mehrheit oder einer großen Masse) im Freien sein.

tipmyredhat schrieb:
Ja, das ist die beste Definition eines safe-spaces, den man menschengemacht liefern kann. Anders funktioniert das Konzept ja überhaupt nicht. Wie sinnvoll das ist, darf jeder selbst entscheiden, und auch jeder implementieren, nur....

.... haben wir genau dann ein Problem, wenn diese spaces zur Monokultur werden und keine anderen spaces mehr zugelassen werden. In der social media Welt waren wir kurz davor, einen solchen Zustand de facto zu erreichen, und sind ganz knapp an einer riesengroßen Katastrophe vorbeigeschlittert.

Und dass sich auf Demos gewisse Menschen selbst als Nazis betiteln (Stichwort "Nazi-Kiez"), dort aber auch die Menschen, die sich diesem Titel verwehren, verkehren und sich mit Erstgenannten solidarisieren, weist du sicher auch.
 
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tipmyredhat schrieb:
Zunächst einmal, du MUSST überhaupt nichts lesen. Es ist einem jeden selbst überlassen, was konsumiert wird und was nicht. Wenn dir die ersten 2 Sätze eines Textes bereits solches Unbehagen bereiten, dass du keine weitere Silbe erträgst, gibt es ein effektives Gegenmittel: weiter scrollen.
Und das ist jetzt ein Argument gegen Nachdenken bevor man Bullshit raushaut? Interessant. Willst du die Vergewaltigung neben dir im Park nicht sehen, dann schau halt nicht hin sobald du dir sicher bist, dass es eine ist...
Dummerweise muss man Dinge erst lesen bevor man sie bewerten kann....
tipmyredhat schrieb:
Was das BS Argument angeht, das ist von Grund auf falsch Gedacht. Es geht davon aus, dass du mit kosmischer Gewissheit die Grenze ziehen kannst zwischen BS und Vernunft, und das ist nun wirklich nicht der Fall. Es wird nicht wenige Leute geben, welche alles, was z.B. du von dir gibst, ohne Zaudern als geistigen Dünnpfiff deklarieren werden. Sollen wir nun dich und deine Ansichten prophylaktisch herausfiltern, was je nach Zeitgeist und Ermessungsspielraum des Entscheiders der Fall sein kann?
Oder soll jeder Leser selbst entscheiden, was er von deinen geistigen Ergüssen zu halten hat, wie es in freiheitlichen Kulturen üblich ist?
Es wurde hier mittlerweile x-fach gesagt, dass es um strafrechtlich relevantes geht. Wer das festlegt bzw. auslegt sollte Dir bekannt sein.
Deinen Post auf den ich gerade antwortete halte ich für Bullshit und weil ich das nicht so stehen lassen will mache ich mir die Mühe zu antworten. Weiß ich vorher das es sinnlos ist? Klar weiß ich das, das weiß auch @Reglohln, aber deshalb scrollen wir nicht weiter. Warum? Weil wir keinen Bock haben Blödsinn unkommentiert stehen zu lassen.
tipmyredhat schrieb:
Es wird nicht wenige Leute geben, welche alles, was z.B. du von dir gibst, ohne Zaudern als geistigen Dünnpfiff deklarieren werden. Sollen wir nun dich und deine Ansichten prophylaktisch herausfiltern, was je nach Zeitgeist und Ermessungsspielraum des Entscheiders der Fall sein kann?
Hachja.. machst Du das nicht gerade selbst mit meinem Gesagten?
tipmyredhat schrieb:
Oder soll jeder Leser selbst entscheiden, was er von deinen geistigen Ergüssen zu halten hat, wie es in freiheitlichen Kulturen üblich ist?
Und was ist jetzt Dein Argument? Warum geht das mit echtem Namen nicht? Ich glaube uns unterscheidet eins klar und deutlich. Ich für meinen Teil würde auch mit Klarnamen, zu mal mein Name und mein Wohnort in 2 Sekunden zu ermitteln ist, alles was ich schreibe auch weiterhin schreiben, weil nichts davon auch nur im entferntesten strafrechtlich relevant ist. Du auch?
Und jetzt komm mir nicht mit dem Strohmann, aber wenn das mal anders ist ja dann oder in China hat es auch so angefangen...
tipmyredhat schrieb:
Zu guter letzt halte ich es für ein Gerücht, dass im "echten Leben" großartig nachgedacht und abgewogen wird. Man muss nur Abends kurz den Fernseher anschalten oder sich im freien umhören, um zu erleben wie Millionen von Menschen pauschal als N*zis und anderweitig als Abschaum bezeichnet werden, ohne jede Hemmung. Absolut widerwärtig, nicht wahr?
Stimmt. Man erlebt es im realen Leben ständig, dass Menschenmassen um jemanden rumstehen und ihn beschimpfen weil sie eine "zu enge Hose" trägt. Wer kennt die täglichen und ständigen Shitstorms in der Fußgängerzone nicht...
Man darf ja gern gegen die Klarnamenpflicht a la Merz sein, bin ich auch, aber das Problem klein reden zu wollen oder gar zu leugnen ist schon arg wild...
Ich liebe es ja, dass hier so getan wird, dass eine Klarnamenpflicht der Anfang einer Diktatur wäre und man dann um jedes Wort Angst haben müsste. Aber die gleichen Leute erzählen auch einen von herrschender Unverhältnismäßigkeit und Ungerechtigkeit, um dann im Anschluss zu argumentieren, dass es keine Klarnamen braucht, weil die Ermittlungsbehörden es ja ohnehin rausfinden würden. Kann man sich so echt nicht ausdenken.
 
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Hier werden beim ZDF realitiv strukturiert und vglw. kompakt einige Teilthemen des Threads angesprochen.

Der Vorschlag des Handyverbots in Schulen (Abgabe und Rückgabe) passt perfekt zu meiner Überzeugung das KISS ein super Prinzip ist und dessen Anwendung in unserer überregulierten Welt wichtiger ist denn je. Ähnlich wie andere Dinge (Alkohol, Zigaretten,...) gehören sie nicht in die Schule, es sendet auch ein schönes wenn auch kleines Signal an die Gesellschaft - ebenso wie die Debatte an sich - das SM/Smartphones gefährlich sind und wie bei anderen Genussmitteln verantwortungsbewusstes Handeln erforderlich ist.
Anders als bei anderen Methoden wie dem plattformseitigen Durchleuchtungs-KI-Zirkus der Australier oder anderen Schnapsideen fallen mir da absolut gar keinen schädlichen Wirkungen ein die nicht intendiert sind.
 
FrankenDoM schrieb:
Und das ist jetzt ein Argument gegen Nachdenken bevor man Bullshit raushaut? Interessant. Willst du die Vergewaltigung neben dir im Park nicht sehen, dann schau halt nicht hin sobald du dir sicher bist, dass es eine ist...
Dummerweise muss man Dinge erst lesen bevor man sie bewerten kann....
Wirklich faszinierend, dass du eine Vergewaltigung im Park mit "Bullshit" im Internet vergleichst, evtl. sogar gleichsetzt. Fühlst du dich häufig von Worten vergewaltigt? Frauen mit einschlägigen Erfahrungen hätten wohl wenig Verständnis für diese Verharmlosung.

FrankenDoM schrieb:
Es wurde hier mittlerweile x-fach gesagt, dass es um strafrechtlich relevantes geht. Wer das festlegt bzw. auslegt sollte Dir bekannt sein.
Deinen Post auf den ich gerade antwortete halte ich für Bullshit und weil ich das nicht so stehen lassen will mache ich mir die Mühe zu antworten. Weiß ich vorher das es sinnlos ist? Klar weiß ich das, das weiß auch @Reglohln, aber deshalb scrollen wir nicht weiter. Warum? Weil wir keinen Bock haben Blödsinn unkommentiert stehen zu lassen.
Du liebe Zeit. Du meinst vermutlich wirklich, mit so faden Anfeindungen überlegen zu wirken. Mach gerne weiter so, damit übernimmst du den Großteil der Aufklärungsarbeit gegen dich selbst, der mir damit erspart bleibt.

Was den kurzen, inhaltlichen Teil dieser Passage angeht: Es wurde auch schon n-fach gesagt, dass geltendes Recht bereits im Netz und überall sonst gilt und bei entsprechendem Verstoß auch nachverfolgt werden kann und auch wird. Dazu braucht es keine neue Gesetzgebung.
Wie man allerdings den Sprung von "Bullshit im Netz" hin zu strafrechtlich relevanten Inhalten implizit vernehmen soll, bleibt ein Rätsel. Die Schnittmenge zwischen diesen Konzepten ist verschwindend klein.

FrankenDoM schrieb:
Hachja.. machst Du das nicht gerade selbst mit meinem Gesagten?
Ich wüsste nicht, wieso. Ich würde dich sogar animieren, zu posten, was auch immer und so oft du möchtest. Und das nicht nur, weil es mir argumentativ entgegenkommt, sondern weil es das einzig richtige ist.


FrankenDoM schrieb:
Und was ist jetzt Dein Argument? Warum geht das mit echtem Namen nicht? Ich glaube uns unterscheidet eins klar und deutlich. Ich für meinen Teil würde auch mit Klarnamen, zu mal mein Name und mein Wohnort in 2 Sekunden zu ermitteln ist, alles was ich schreibe auch weiterhin schreiben, weil nichts davon auch nur im entferntesten strafrechtlich relevant ist. Du auch?

Ich vertrete natürlich meine Ansichten auch mit meinem Gesicht, allerdings Leuten gegenüber, die ich kenne. Diese werden mir nämlich nicht unterwegs auflauern mit Schlägertrupps, wie man das z.B. von der Hammerbande gewohnt ist. Oder würden mir gar nach dem Leben trachten, wie das eine gewisse Religionsform täglich zelebriert. Das sind alles sehr praxisnahe Abwägungen.

Übrigens, wenn deine Identität eh so einfach zu ermitteln ist: Dein Username sollte ab nun der Vor- und Zuname (am besten mit Postleitzahl) sein, und der Avatar ein gut erkennbares Selfie. Ich denke, mit einer solchen Konsequenz seinen Worten Taten folgen zu lassen, ist das mindeste nach einer solchen Ansage. Niemand hindert dich daran, mit bestem Beispiel voranzugehen. Talk is cheap, mein Lieber.

FrankenDoM schrieb:
Ich liebe es ja, dass hier so getan wird, dass eine Klarnamenpflicht der Anfang einer Diktatur wäre und man dann um jedes Wort Angst haben müsste. Aber die gleichen Leute erzählen auch einen von herrschender Unverhältnismäßigkeit und Ungerechtigkeit, um dann im Anschluss zu argumentieren, dass es keine Klarnamen braucht, weil die Ermittlungsbehörden es ja ohnehin rausfinden würden. Kann man sich so echt nicht ausdenken.
Den Unfug davor habe ich mal weggekürzt.
Es findet sich kein Widerspruch in dieser Aussage. Es ist simultan absolut möglich, dass Straftaten im Netz verfolgbar sind und dies an sich gewünscht ist, und zugleich, dass diese Verfolgung mittels Macht missbraucht wird, wie es nicht vorgesehen war.

Das ist auch der entscheidende Punkt: Wenn der Machtmissbrauch bereits jetzt schon ein Problem darstellt, wie soll das alles aussehen, wenn weitere (große) Hürden wie z.B. die grundlegende Anonymität (zumindest von außen betrachtet) auch noch wegfallen?

Dann stellt sich natürlich die Frage, möchte man das Missbrauchspotential anerkennen oder nicht? In meinen Augen ist das DER Kern der ganzen Debatte. Ich für meinen Teil habe durch die Erfahrungen der letzten 5-6 Jahre ein klare Antwort auf diese Frage.
 
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Samurai76 schrieb:
Ich rede über solche Dinge:

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Kann doch nicht so schwer sein, zu verstehen, dass genau diese Hetze und dieser Hass bekämpft gehört und zwar am besten schon im Vorfeld und präventiv, indem jedem von denen von vornherein klar ist, dass man ihre "Ergüsse" jederzeit direkt bis zu ihnen zurück verfolgen kann. Denn die setzen auf die scheinbare Anonymität des Netzes, die man ihnen vorgaukelt und die die Netzaktivisten hier so furchtbar gerne auch auf immer und ewig hätten.

Oder findet Ihr es normal und unterhalb der Strafbarkeitsschwelle, was vor allem unter den Hetzposts der blaunen zum besten gegeben wird? Und es sind nicht bloss die Posts der blaunen, unter denen dann die schlimmste Hetze zum besten gegeben wird. Sowas zähle zumindest ich nicht zum Spektrum der normalen Meinungsäusserung, dessen versuchte Unterdrückung Ihr mir da wiederholt unterstellen wollt, weil ich ganz klar für eine Klarnamenpflicht bin, bei der zumindest der Dienstbetreiber zu jedem seiner Nutzer den korrekten Vor- und Nachnamen und zumindest auch den korrekten Wohnort erfassen muss.

Dann überlegt es sich nämlich so mancher, ob er irgendwo in einer solchen Weise seine niederen Instinkte auslebt.
 
Ich lehne eine Klarnamenpflicht im Internet entschieden ab.

Es kann nicht angehen, dass die Freiheit und der praktische Nutzen für die rechtstreue Mehrheit massiv eingeschränkt werden, nur weil eine kleine Minderheit die Anonymität missbraucht.

Das wäre Sippenhaft durch Überregulierung – so sinnvoll, wie jedem Bürger das Taschenmesser für die Brotzeit zu verbieten, nur weil einige wenige damit Straftaten begehen.

Wer wirklich Böses im Schilde führt, nutzt ohnehin VPNs oder verifizierte Accounts aus dem Darknet.

Eine Klarnamenpflicht trifft also nur die friedlichen Nutzer, während Kriminelle sie mit einem Klick umgehen.

Zudem gebietet der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit: Der Staat hat bereits heute alle Mittel. Über die IP-Adresse kann die Polizei jeden echten Beleidiger ermitteln. Eine anlasslose Identifizierungspflicht für Millionen unbescholtene Bürger ist daher weder erforderlich noch angemessen.

Am Ende entstehen Respekt und Anstand durch Erziehung und persönlichen Charakter – und nicht durch staatliche Überwachungsdaten.

Mehr Überwachung schafft nicht mehr Anstand, sondern nur weniger Freiheit.

Wir brauchen keinen gläsernen Nutzer, sondern einen funktionierenden Rechtsstaat, der Täter gezielt verfolgt, statt die Freiheit aller unter Generalverdacht zu stellen.

Nein danke, Herr Merz!
 
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areiland schrieb:
Ich rede über solche Dinge:



Kann doch nicht so schwer sein, zu verstehen, dass genau diese Hetze und dieser Hass bekämpft gehört und zwar am besten schon im Vorfeld und präventiv, indem jedem von denen von vornherein klar ist, dass man ihre "Ergüsse" jederzeit direkt bis zu ihnen zurück verfolgen kann. Denn die setzen auf die scheinbare Anonymität des Netzes, die man ihnen vorgaukelt und die die Netzaktivisten hier so furchtbar gerne auch auf immer und ewig hätten.

Oder findet Ihr es normal und unterhalb der Strafbarkeitsschwelle, was vor allem unter den Hetzposts der blaunen zum besten gegeben wird? Und es sind nicht bloss die Posts der blaunen, unter denen dann die schlimmste Hetze zum besten gegeben wird. Sowas zähle zumindest ich nicht zum Spektrum der normalen Meinungsäusserung, dessen versuchte Unterdrückung Ihr mir da wiederholt unterstellen wollt, weil ich ganz klar für eine Klarnamenpflicht bin, bei der zumindest der Dienstbetreiber zu jedem seiner Nutzer den korrekten Vor- und Nachnamen und zumindest auch den korrekten Wohnort erfassen muss.

Dann überlegt es sich nämlich so mancher, ob er irgendwo in einer solchen Weise seine niederen Instinkte auslebt.
Das ist ein Meme und von der Meinungsfreiheit gedeckt. Das muss man aushalten oder gezielt solche Webseiten eben nicht anschauen.
Was du davon hälst oder dazu denkst ist deine Sache aber du gibst hier eindeutig wieder das du für eine Zensur stehst und sowas komplett verbieten möchtest.
Die Mittel um einen Nutzer mit bisherigen Mitteln zu identifizieren sind bereits möglich und reichen vollkommen aus.
 
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tipmyredhat schrieb:
Wirklich faszinierend, dass du eine Vergewaltigung im Park mit "Bullshit" im Internet vergleichst, evtl. sogar gleichsetzt. Fühlst du dich häufig von Worten vergewaltigt? Frauen mit einschlägigen Erfahrungen hätten wohl wenig Verständnis für diese Verharmlosung.
Ich bin immer wieder erstaunt wie wenig Verständnis des Gelesenen bei manchen Menschen vorherrscht. Was ich verglichen habe war Dein empfohlener Umgang mit Dingen die einem nicht gefallen. Wegschauen war hier der Tipp. Die Taten haben ich weder verglichen noch gleichgesetzt.
Aber es war ohnehin vorhersehbar, dass Du den Strohmann ziehst und nicht auf die Aussage eingehst um die es geht.
tipmyredhat schrieb:
Ich vertrete natürlich meine Ansichten auch mit meinem Gesicht, allerdings Leuten gegenüber, die ich kenne.
Also würdest Du mir mit Klarnamen nicht antworten, weil Du Angst hast, dass ich Dich verprügeln komme? Interessant...
tipmyredhat schrieb:
Übrigens, wenn deine Identität eh so einfach zu ermitteln ist: Dein Username sollte ab nun der Vor- und Zuname (am besten mit Postleitzahl) sein, und der Avatar ein gut erkennbares Selfie. Ich denke, mit einer solchen Konsequenz seinen Worten Taten folgen zu lassen, ist das mindeste nach einer solchen Ansage. Niemand hindert dich daran, mit bestem Beispiel voranzugehen. Talk is cheap, mein Lieber.
Auch wieder so ein Beweis für mangelndes Leseverständnis. Ich habe mich mehrfach gegen Merz Vorschlag ausgesprochen. Wieso sollte ich nun diesen umsetzen und sogar noch deutlich weiter gehen als es Merz selbst gefordert hat?
tipmyredhat schrieb:
In meinen Augen ist das DER Kern der ganzen Debatte. Ich für meinen Teil habe durch die Erfahrungen der letzten 5-6 Jahre ein klare Antwort auf diese Frage.
Hachja... 5-6 Jahre... Aber ich habe schon vermutet wessen Geistes Kind hier schreibt, als folgendes zu lesen war...
tipmyredhat schrieb:
Man muss nur Abends kurz den Fernseher anschalten oder sich im freien umhören, um zu erleben wie Millionen von Menschen pauschal als N*zis und anderweitig als Abschaum bezeichnet werden, ohne jede Hemmung.
So "Einlassungen" kommen immer nur von Leuten die den Rechtsstaat in Frage stellen oder ablehnen.

Aktaion schrieb:
Das ist ein Meme und von der Meinungsfreiheit gedeckt. Das muss man aushalten oder gezielt solche Webseiten eben nicht anschauen.
Da gebe ich Dir sogar recht im Bezug auf den Post von Bystron, aber was da kommentiert wird muss man weder aushalten noch wegschauen. Wieso ist das Mittel wegschauen eigentlich so hoch im Kurs?
 
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Aktaion schrieb:
Das ist ein Meme und von der Meinungsfreiheit gedeckt. Das muss man aushalten oder gezielt solche Webseiten eben nicht anschauen.
Man muss aushallten, was dort in der Kommentarspalte steht? Nein, das muss man nicht, das ist allerunterste Schublade und gehört verfolgt. Jemandem mit dem Tod oder schlimmeren zu bedrohen gehört in meiner Welt nicht zu dem was man aushalten muss.
 
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Aktaion schrieb:
Das ist ein Meme und von der Meinungsfreiheit gedeckt.
Um es mal mit einer sehr bekannten Frage zu untermalen: Wer entscheidet denn, was von der Meinungsfreiheit gedeckt ist und was nicht? Du?

Aktaion schrieb:
Was du davon hälst oder dazu denkst ist deine Sache aber du gibst hier eindeutig wieder das du für eine Zensur stehst und sowas komplett verbieten möchtest.
Aktaion schrieb:
Die Mittel um einen Nutzer mit bisherigen Mitteln zu identifizieren sind bereits möglich und reichen vollkommen aus.
Wie passen diese beiden Aussagen denn zusammen? Das Internet ist also schon heute kein rechtsfreier Raum und man kann die Nutzer:innen auch heute schon identifizieren?

Das ist ja (zumindest formell) richtig. Aber offline müssen z.B. Falschdarstellungen auch entfernt und ggf. Richtigstellungen veröffentlicht werden. Also bist du für Zensur (wenn es denn Zensur wäre).
 
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Reglohln schrieb:
Um es mal mit einer sehr bekannten Frage zu untermalen: Wer entscheidet denn, was von der Meinungsfreiheit gedeckt ist und was nicht? Du?
Na ein Glück, dat dat keiner von euch macht:
Incanus schrieb:
gehört verfolgt. Jemandem mit dem Tod oder schlimmeren zu bedrohen...
Wo ist das zu lesen?
areiland schrieb:
Oder findet Ihr es normal und unterhalb der Strafbarkeitsschwelle,...
Ja, unnormal aber absolut unter der Strafbarkeitsschwelle. Kannst es ja mal anzeigen und schauen was die Justiz dazu sagt.
Reglohln schrieb:
Aber offline müssen z.B. Falschdarstellungen auch entfernt und ggf. Richtigstellungen veröffentlicht werden.
Wo ist die Falschdarstellung (Definition beachten)?

€: "dieinsider" waren dass nicht die die sich einschleichen in nicht öffentliche Gruppen?

Der Westerwelle dreht sich im Grab um.
 
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Ich habe keine Ahnung, wovon Du sprichst. Zum Lachen ist der Ausschnitt da aber ganz sicher nicht.
 
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Ford_Prefekt schrieb:
Na ein Glück, dat dat keiner von euch macht
Whataboutism ist dir ein Begriff?

Ford_Prefekt schrieb:
Wo ist die Falschdarstellung (Definition beachten)?
Den Begriff "Beispiel" kennst du? Oder meinst du, es mussen lediglich Falschdarstellungen entfernt werden?
 
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Incanus schrieb:
Jemandem mit dem Tod oder schlimmeren zu bedrohen gehört in meiner Welt nicht zu dem was man aushalten muss.

Entschuldigung; im amgesprochenen Posting wird niemand mit dem Tod bedroht.

Ein einzelner Poster meint, sie habe den Tod verdient (was in meinem Verständnis keine Todesdrohung ist) - alle anderen sprechen von 'Handschellen' und 'Lebenslänglich'

Incanus schrieb:
Zum Lachen ist der Ausschnitt da aber ganz sicher nicht.

Hat niemand behauptet. Nichtsdestotrotz bezogst du dich auf ein Posting, in das du allem Anschein nach 'jemanden mit dem Tod oder schlimmeren bedrohen' sahst und das als verfolgenswert bezeichnetest.

Kann es sein, daß du in dieser Diskussion ein klein wenig die Torpfosten verschiebst?
 
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