News Prozessorgerüchte: Server-Sparte von Qualcomm vor dem Aus, Chef geht

Volker

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#1
Das Server-Geschäft ist ein schwieriges und teures Umfeld, was einmal mehr Qualcomm zu spüren bekommen soll. Angesichts von Kosteneinsparungen im Konzern soll sich das Unternehmen nun auf die Kernprodukte konzentrieren und die zuvor angepriesenen Nebenschauplätze, zu denen auch ARM-Server-Chips gehören, aufgeben.

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Vissi

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#2
Die Asiaten machen den amerikanischen Chipherstellern ziemlich Druck...
 

N3XUS COR3

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#3
Ohja, und wir merken es hier auch (selber NXP Angestellter), dieser Einkauf von QC, zieht sich in die Länge.
China möchte hier jedoch schön langsam angehen, schlussendlich ist es politischer Natur ;)
 
M

marple

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#4
ARM und Server hört sich für mich immer noch an wie Bobbycar und Formel 1.

Hat jemand eine aktuelle Übersicht oder Benchmarks wie leistungsfähig die schnellsten ARM-Cores gegenüber x86-Cores sind?
 

Skaro

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#6
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#7
Tesla wird es auch sehr bald teuer zu spüren bekommen wenn sie sich nicht auf ihre profitablem Kernprodukte konzentrieren.
 

Volker

Ost 1
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#9
Bad Luck Anand, hm? :D Macht sich sicher nicht so gut in seinem Lebenslauf ;)
 
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#10
Die ARM-Architektur steckt in letzter Zeit aber auch gut ein. Erst beschreibt MS die ARM for Windows Ambitionen durch die Blume als derzeit nicht konkurrenzfähig. Dann brechen die verkauften Smartphonestückzahlen deutlich ein, zuletzt wird der Servermarkt wohl aufgegeben. Bleibt einzig Hoffnung, dass Apple komplett auf ARM setzt. Wobei ich glaube, dass es dafür noch viel zu früh ist, und das ganze allenfalls momentan eine klasse Coprozessor kombination wäre, und SW, die beides kann könnte man so Big/Little im Mobilbereich befeuern. Aber das würde Intel nicht dulden, mit AMD ginge das vielleicht, ich glaube aber nicht, dass sich Apple länger an AMD binden will.
Aber ARM-Server standen noch ganz am Anfang, ich kann nicht glauben, dass man ernsthaft geglaubt hat, hier schnell Profit zu machen. Aber der kapitalistische Erfolgsdruck hat schon viele gute Ideen, die einfach mehr Zeit gebraucht hätten kaputt gemacht.
Continuum mit x86 und/oder Win for ARM wäre z.B. was richtig geiles für das mobile Geschäftsumfeld geworden.
 

Gamefaq

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#11
Aber ARM-Server standen noch ganz am Anfang, ich kann nicht glauben, dass man ernsthaft geglaubt hat, hier schnell Profit zu machen.
Da hast die NEWS nicht richtig gelesen. Dort steht das das Ökosystem nicht funktioniert. Damit ist die Software gemeint! Server bestehen nicht nur aus Hardware sondern eigens für sie geschriebener Software die für bestimmte Aufgaben optimiert ist. Und genau daran fehlt es! Die Hardware war nie das Problem sondern die Software damit man eben mit den ARM Server Prozessoren bestimmte Aufgaben eben schneller als wie mit den x64 CPU`s durchführen kann. Ohne die Software bzw. das der Käufer der ARM Server diese erstmal selbst Entwickeln müsste will die keiner haben. Die wollen ein fertiges Produkt. Vergleich es mit dem Einstig von nVidia in den Automotive Sektor. nVidia liefert nicht nur ein fertiges Mainboard wie das Drive PX2 oder „Reilly PX“ und „Parker 128“ sondern eben auch die gesamte Software dazu so das die Autohersteller es nur noch verbauen und mit den ganzen Sensoren und Geräten in seinem Fahrzeug die es an/steuern soll verbinden müssen OHNE das zb. Mercedes die Software dazu selbst schreiben muss! Sie muss nur noch auf die jeweilige Anwendung = Fahrzeug Modell konfiguriert werden. (und die Hilfe bei der Konfiguration!) Genau das erwarten die Server Betreiber auch. Nur es gibt weder gute Software noch Hilfestellung von Qualcomm um welche zu schreiben.
 
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#12
Und beißt sich die Katze in den Schwanz. Wäre die Hardwareplattform verbreiteter, könnte entsprechender Softwaresupport auch eher gewährleistet werden.
 

Crass Spektakel

Lt. Junior Grade
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#13

Sehr wohl liegt es an der ARM-Architektur:

ARM-Code ist voluminös. Durchschnittlicher ARM-Code ist 30% bis 50% grösser als x86-Code. Gerade hochportabler ARM-Code ist mit das zweitdickste an Binärcode was ich je gesehen habe (noch extremer war übrigens AMD29K-Code). Dadurch braucht man mehr RAM-Bandbreite und mehr Cache. Also genau die Dinge die bei einem PC eigentlich immer knapp und schwer zu steigern sind... Nur beim Massenspeicher ist es relativ wurscht obs etwas mehr wird.

Ja, vor Urzeiten war der voluminöse ARM-Code von Vorteil: Er war einfacher aufzudröseln und konnte direkt in Hardware gegossen ohne Microcode direkt ausgeführt werden. Das war in der Zeit von CPUs mit 100.000 Transistoren ein gewaltiger Vorteil. Aber heute haben wir 10.000.000.000 Transistoren, da juckt es niemanden mehr ob eine weitere Pipelinestufe mit 1.000.000 Transistoren den Code vorverarbeitet ohne die Ausführung zu bremsen. Ein grösserer Cache mit 100.000.000 Transistoren hingegen schlägt böse zu Buche.

Damit kann man eigentlich keine "bessere" Architektur bauen. Naja, ausser vieleicht im SIMD-Bereich, da kann ARM aufschliessen ohne zu überholen, aber das ist und bleibt nunmal nur eine Teilmenge von CPU-Architektur.

Lediglich "kompakter" Code kann heute noch x86 schlagen. Aber genau DA passiert garnüscht. Vor 20 Jahren habe ich eine Studie zur Kompaktheit von Binärcode gelesen, da stand x86 zwar nicht spitze da aber doch ganz solide. Die Architekturen Motorola M68K und National Semiconductor NS32K waren 10-20% kompakter und in der Studie wurde angesprochen dass eine optimale Architektur durchaus mit der halben Codedichte leben könnte.

Und damit kommen wir zu RISC-V. Dort ist meiner Meinung nach diese Studie berücksichtigt worden. Und fühlt sich für mich kaum wie ARM oder X86 sondern eher wie M68k oder NS32K an. Gerade viele Details von indirekter und indizierter Addressierung sowie viele Befehle (li vs lea) erinnern mich EXTREM an die Oldies. Auch ist alles orthogonaler und mächtiger. Und das ist gut so.


Warum kommuniziert Qualcom das nicht entsprechend?

Weil sie dann dem potentiellem Käufer auch gleich sagen könnten "der Scheiss ist hoffnungslos und sein Geld nicht wert". Das wird der Käufer dann schon selber rausfinden.

Die unübliche Hardware-Architektur hingegen ist wumpe. Elektrisch sind die Dinger nach Aussen auch nicht anders als das sonstige Geraffel am Markt. Und die Software kompiliert der GNU-Compiler aus den gleichen Quellen. Noch ein paar Firmware-Anpassungen und das Ding läuft.

 
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