Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Zornbringer schrieb:
- allgemein ungesunder lebensstil (ganzen tag vor der glotze oder dem pc hängen z.b.). -> mindestens rückenschäden. mit glück auch diabetis, wenn man sich dazu noch den ganzen tag süßigkeiten in die rübe haut.

- raucher -> lungen- und atemwegserkrankungen. andere organische schäden.

- alkoholiker -> leberzirrose, speiseröhrenkrebs and all that good stuff.

mein punkt ist, wo zieht man die grenze. jeder zahlt doch krankenversicherung. bedeutet das nicht auch, dass jeder gleichgestellt ist und das machen darf, wonach es ihm oder ihr gerade düngt?


Du bist schon lustig, genau die Punkte hatte ich selbst als Bsp. aufgezählt :)

Wo man da die Grenze zieht?
Z.B. da wo Leute sich bewusst, durchgängig und trotz z.B. ärtzl. Abraten Dingen aussetzen, die für sie schädlich sind.

Niemand sagt, dass man nicht ab und an ein Bier trinken darf. Aber wer jeden Tag Unmengen trinkt, muss mit den Konsequenzen auch leben können.
Niemand wird fettleibig wenn er ab und an Süßogkeiten oder FastFood verzehrt, wer daraus aber sein Leben aufbaut, muss mit den Konsequenzen rechnen können.

Das ist eigentlich gar nicht so schwer, nur eben meistens von denen nicht gewollt, die zwar gerne konsumieren... aber eben nicht auch dafür gerade stehen wollen ;)
 
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@eshoxx:
Das Selbe gilt halt auch für Drogen. Unabängig davon, ob legal oder illegal. Das ist zumindest meine Meinung. Wenn ein Mensch sich selber gesund Maßregeln kann, und keinen Hang zur Suchproblematik hat, ist es prinzipiell nicht mal der Diskussion würdig. Menschen sind ohnehin soweit selbständig, dass Sie ohne Bezug zur Legalität entscheiden. Für diese Kategorie wäre eine Legalisierung auch durchweg sinnig, und ich denke, keiner hätte ein Problem damit.
(Hätte, wäre, wenn... Alles hypothetisch)

Das Problem ist die andere Kategorie. Wenn sich jemand nicht maßregeln kann, dann ist jede weitere, legalisierte Substanz, die als psychisches oder physisches Suchtmittel dienen kann, problematisch. Und diesem gilt es ja entgegenzutreten. Vor allem konzeptionell oder argumentativ, wenn man die Legalisierung vertritt.
Wie auch immer, ich finde das nicht einfach und schwanke da öfter (was auch diesem Thread und den zum großen Teil differenzierten Ansichten und Argumenten entspringt).
 
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Wenn wir alles verbieten was potentiell schädlich sein kann und nicht der Volkswirtschaft dient dann werden wir bald nur noch schlafen, kontrolliert essen, unter Aufsicht Fittness treiben und natürlich arbeiten (davon darf man noch Schäden bekommen :evillol: ).

Ich darf dann nicht mehr Snowboard fahren, nicht mehr Tauchen, kein Fußball, kein Handball, kein MTB...
Ist man konsequent müsste man auch das Auto fahren verbieten und Motorräder erst recht.
Sogar das Fernsehen hat negative gesundheitliche Auswirkungen und vom Abends weg gehen ganz zu schweigen. Und Sex erst. Was da alles an Krankheiten übertragen wird. Also kein Spassvögeln mehr sondern nur noch künstliche Befruchtung.

Das ist doch absurd.
In so einer Welt will doch keiner Leben!!!

Da zahle ich lieber Krankenversicherung und gehe das Risiko ein das mal ein Kiffer oder Alki der's übertreibt davon behandelt werden wird.
 
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ihr habt beide recht. die frage ist, wo zieht man die grenze zwischen kontrolle/schutz und freiheit/gefahr?
da wir individuen sind, gibts da keine einheitlich optimale grenze. manche vertragen mehr freiheit, andere brauchen mehr schutz. cannabis liegt irgendwo auf dieser grenze.
 
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Merle schrieb:
@eshoxx:
Das Selbe gilt halt auch für Drogen. Unabängig davon, ob legal oder illegal. Das ist zumindest meine Meinung. Wenn ein Mensch sich selber gesund Maßregeln kann, und keinen Hang zur Suchproblematik hat, ist es prinzipiell nicht mal der Diskussion würdig.

Und genau da haben wir aber, um nicht zu tief in die medizinische Kiste zu greifen, bei Cannabis ein Problem:
Es kann(!) beim ersten Konsum zu einer dauerhaften Psychose führen, so wie andere, verbotene Substanzen eben auch.
Insofern ist das Verbot m.M.n. schon i.O., zeigt sich dieses Problem bei anderen, legalen "Drogen", doch nicht.

Was das Maßhalten angeht ist hier schon genug gesagt worden, denke ich.


@Lübke:
Die Grenze sollte und wird vom Staat meistens da gezogen, wo andere oder man selbst z.B. unwissentlich, einer Gefahr ausgesetzt werden könnten.

Bsp. sind:
Tempolimits- obwohl manche auf der gleichen Strecke sicherer mit 200fahren würden, als jemand mit vielleicht 120.
Cannabis- der einie kann sich die Birne zu rauchen, bei anderen wäre schon nach dem ersten Mal der Ofen aus.


Gesetze dienen nicht dazu etwas vorzuenthalten, sondern vorzubeugen. Das ist in der Sichtweise ein ganz entscheidener Punkt finde ich.
Und auch Freiheit konstituiert sich nicht daraus, alles zu jeder Zeit beliebig machen zu können, sondern sich in geregelten Bahnen frei bewegen zu können.
Der Mensch kann, psychologisch betrachtet, Freiheit gar nicht ohne das Vorhanden sein von Regeln, Grenzen oder Normen für sich begründen. Aber jetzt sind wir sehr OT :)
 
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manche vertragen mehr freiheit, andere brauchen mehr schutz.
Genau das setze ich gleich mit Maßregeln. Man kann auch jegliche Polizei abschaffen, deswegen werden doch nicht 100% der Menschen zu Schlägern. Daher...

Es kann(!) beim ersten Konsum zu einer dauerhaften Psychose führen, so wie andere, verbotene Substanzen eben auch.
Ich bin nicht der Ansicht, dass sich das viel schenkt. Wo ist der Unterschied, wann es eintreten kann (und dazu mit der marginalen Wahrscheinlichkeit), so relevant? THC kann latente Psychosen zu Tage fördern, Alkohol auch. THC kann diese beim ersten Mal auslösen, was ich über Alkohol nicht weiß. Aber ist es nicht egal, ob ich nach meiner "Jugend" und einem Jahr voll feiern mit der angeblich "nicht so gefährlichen Droge Alkohol" oder nach einem Joint mit seiner ohnehin vorhandenen, latenten Psychose konfrontiert wird?

Meine Interpretation, nach einigen Dingen die ich getan und gesehen habe, ist da allerdings ziemlich gegenläufig. Die Zeiten habe ich hinter mir, also aus egoistischen Motiven treffe ich die folgende Aussage nicht, aber: Alkohol ist der Stoff, der verboten gehört. Wenn Leute inkontinent sind nach Jahren legalen Konsums, wenn diese Aggressiv sind ohne Grund, wenn diese Schreien.
Aber gut, der Vergleich ist durchgekaut :p Sry für die "Rückblende" :D
 
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Merle schrieb:
Genau das setze ich gleich mit Maßregeln. Man kann auch jegliche Polizei abschaffen, deswegen werden doch nicht 100% der Menschen zu Schlägern. Daher...


Ich bin nicht der Ansicht, dass sich das viel schenkt. Wo ist der Unterschied, wann es eintreten kann (und dazu mit der marginalen Wahrscheinlichkeit), so relevant? THC kann latente Psychosen zu Tage fördern, Alkohol auch. THC kann diese beim ersten Mal auslösen, was ich über Alkohol nicht weiß. Aber ist es nicht egal, ob ich nach meiner "Jugend" und einem Jahr voll feiern mit der angeblich "nicht so gefährlichen Droge Alkohol" oder nach einem Joint mit seiner ohnehin vorhandenen, latenten Psychose konfrontiert wird?

Ich glaube jetzt werden Begriffe verwechselt:
Es gibt i.k.S. keine echte Alkoholpsychose, wohl aber substanzinduzierte Wahrnvorstellungen etc. Das ist aber ein weiter Unterschied zum klinischen Bild einer Psychose! Wenn du etwas anderes dazu weißt, bitte mit Quellen nachweisen. Ich kenne es aus meiner berufl. Praxis und meinem Studium so.


Das Ende deines Beitrages finde ich aber sehr zutreffen:
Ja, Alkohol ist m.M.n. auch ein Teufelszeug. Nur eben, geschichtlich bedingt, völlig legal :freak:
Auch hier sollten andere Kontrollmechanismen greifen, Flatratesaufen abgeschafft... meine Meinung.
Jedoch würde ich im Vergleich zu dir, nicht das Eine mit dem Anderen aufrechnen :)
Ergänzung ()

Merle schrieb:
Genau das setze ich gleich mit Maßregeln. Man kann auch jegliche Polizei abschaffen, deswegen werden doch nicht 100% der Menschen zu Schlägern. Daher...

Das hatte ich vergessen:

Und wer "maßregelt" dann, unter EInsaz seiner eigenen Gesundheit, die vorhandenen Schläger?
Ohne das hierbei Willkür in der Maßregelung geschieht?
Es braucht nunmal, wenn nicht alle gleich gestrickt sind, einheitl. Vorgaben/Grenzen und solche die sie durchsetzen.
 
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Das war nicht der Sinn der Aussage. Das war weiterführend auf oben Bezogen und sollte differenzieren.
Nicht jeder wird zum Schläger heisst nicht, dass es dann keine gibt. Und diese brauchen die Einschränkungen. Viele würden mit mehr Autonomie aber super klar kommen.
Das ist ja die Gratwanderung.

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Substanzinduzierte_Psychose
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Psychose#section_3 (ab Drogenpsychose)
http://www.psychology48.com/deu/d/alkoholpsychose/alkoholpsychose.htm
(Endlose Ergebnisse, Google, "Alkoholpsychose" oder "Alkoholinduzierte Psychose")
 
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eshoxx schrieb:
Und genau da haben wir aber, um nicht zu tief in die medizinische Kiste zu greifen, bei Cannabis ein Problem:
Es kann(!) beim ersten Konsum zu einer dauerhaften Psychose führen, so wie andere, verbotene Substanzen eben auch.
Zu dieser Behauptung hätte ich gerne eine (glaubwürdige) Quelle.

Außerdem würde ich dann fragen, ob es nicht auch zu so einer dauerhaften Psychose kommen kann, wenn man Alkohol oder Kaffee trinkt, oder sich einfach nur ein bestimmtes Bild ansieht.


Ich habe über 100 Kiffer kennen gelernt.
Von Psychosen habe ich nichts mitbekommen.
Ich habe außerdem ein paar Leute kennen gelernt, die LSD genommen haben. Eine von denen hat nach dem ersten Mal völlig frei gedreht, und nach ihrer Therapie durfte sie unter anderem auch nie wieder einen Tropfen Alkohol trinken, da dabei wohl ein Rückfall-Risiko (in ihre Psychose) bestehe.


Wenn du hier mit der "medizinischen Kiste" argumentieren willst, dann bringe bitte auch Fakten.
Ich bin kein Biologe oder Mediziner und habe mich auch nicht super-tief in das Thema rein gewühlt. Ich habe jedoch etliche (teils sehr wissenschaftliche) Dokus zu dem Thema gesehen, und habe wie gesagt genug persönliche Erfahrungen.

Ich kenne keine einzige seriöse Quelle, die vor Cannabis-Konsum mit der Begründung warnt, man könne nach einmaligem Konsum eine Psychose bekommen.
 
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@Merle:

Die von dir verlinkten Seiten weisen nicht auf Psychosen hin, sondern auf psychotische Störungen oder Symptome. Das ist nicht das Gleiche. Bitte informier dich da doch noch mal eingehend, denn das alles hier jetzt auszubreiten, wäre wirklich viel Stoff.
Nur so viel: Das eine ist eine Krankheit, das andere ein Symptom das dem Krankheitsbild (hier Psychose) ähnelt.

@Konti:

Selber suchen macht fündig. Aber gerne:
http://www.chemie.de/lexikon/Drogenpsychose.html
http://www.welt.de/gesundheit/article2891521/Kiffen-loest-Psychosen-und-Schizophrenie-aus.html



Des Weiteren sei allen einfach mal der Gang in eine Psychatrie empfohlen und der direkte Austausch mit Leute (ja, auch mir) aus der Praxis.
Mein Bruder arbeitet als Pfleger in der psychatrischen Klinik in Winnenden (die kennt der Lokalmatador Merle=WN ;) ), ich selbst habe als Sozialpädagoge mit stoffgebundenen und nichtstoffgebundenen Abhängigen gearbeitet.

Denn ganz ehrlich: Eigenes Erleben im konkret benannten ist hier mehr Wert, als verlinkte Wiki-Seiten oder "100 Kiffer kennen gelernt" zu haben. Denn der 101. ist dann vielleicht leider (dauerhaft) der Patient meines Bruders oder mir:)
 
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Meine Mutter hat dort sogar gearbeitet während ihrer Ausbildung und ein Bekannter betreut deren IT. Also ja, die kenne ich :D
Wie gesagt, ich sehe den Unterschied dann wohl tatsächlich nicht. Wenn Alkohol gleiche Symptome auslösen kann, ist mir die Differenzierung aber schlagartig nicht mehr so wichtig. Denn: Viele Wege führen nach Rom. Wenn das Resultat das Selbe ist, dann ist für mich ein (begründeter) Unterschied abseits der medizinischen Definition nicht wichtig. Kann gut sein, dass ich damit fachlich falsch liege (denn TCP/IP ist ja auch nicht IPX, mit beiden geht ein Netzwerk). Für mich reicht es, zu wissen, dass das Ende das Selbe sein kann.
(Ich bin auch nur durch die Oberstufe in Biochemie eingeführt worden, arg viel mehr weiß ich nicht. Allerdings habe ich mich ebenfalls mit den Auswirkungen von THC und Alkohol beschäftigt. Und damit meine ich nicht nur die Praxis.)
 
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eshoxx schrieb:
Auch Alkohol und Cannabis können Psychosen auslösen.[1] Drogenpsychosen können irreversibel, also unheilbar sein,[2] Alkoholpsychosen enden oftmals tödlich. [3][4]
Cannabiskonsumenten weisen ein leicht erhöhtes Risiko auf, 1,2% der in einer australischen Erhebung erfassten Konsumenten wiesen psychotische Symptome auf. Der Durchschnitt in der Bevölkerung liegt bei 1%. Daraus kann geschlossen werden, dass Cannabis auch dauerhafte Psychosen auslösen kann. [6] Gefährdet sind nach neueren Untersuchungen vor allem junge Konsumenten, welche eine bestimmte Mutation des COMT-Gens in ihren Zellen tragen. Hierbei begünstigt vor allem ein früher Konsumbeginn den Ausbruch der Störung.
Das klingt jetzt nicht sonderlich Besorgnis erregend.
Zumal dort auch nichts von einmaligem oder gemäßigten Konsum steht.
Auch ist von einer Veranlagung die Rede.

Und daß man als Jugendlicher noch nicht kiffen sollte, ist eh klar.
Gerade da würde eine gezielte Legalisierung mit der entsprechenden Aufklärung eher helfen als schaden.

eshoxx schrieb:
Je jünger eine Person und je höher der Konsum, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie irgendwann Stimmen hört oder Verfolger sieht.
...
Rund ein Drittel bis die Hälfte der Europäer haben laut Hannelore Ehrenreich die Veranlagung zu einer Schizophrenie.
Auch hier ist wieder nicht von einmaligem oder mäßigen Konsum die Rede.
Außerdem wird darauf hingewiesen, daß eine entsprechende Veranlagung gegeben sein muss, und Cannabis höchstens als Auslöser fungieren kann.

"Wenn man regelmäßig Cannabis zu sich nimmt, steigt das Risiko, eine Schizophrenie zu entwickeln, um den Faktor drei"
...
Das gelte vor allem für junge Menschen, denn bei ihnen ist das Gehirn noch nicht ausgereift.
Wie gesagt:
Legalisierung ab 20 halte ich für sinnvoll.

"Es gibt Leute, die haben mit zwölf einmal gekifft und hatten dann Verfolgungswahn", sagt Ehrenreich. Das ist zwar nicht wahrscheinlich – aber möglich.
Das klingt irgendwie sehr vage.
Zumal solche Störungen bei Kindern auch völlig ohne Konsum auftreten können.





Ich will das Thema jetzt gar nicht weg diskutieren. Ein gewisses Risiko wird dabei wohl bestehen. Nur sehe ich nach wie vor nicht, in wiefern das ein Verbot rechtfertigen würde.
Angstzustände, Verfolgungswahn und Albträume hatte ich damals (ohne Alkohol oder Cannabis) übrigens, weil ich "Die Unendliche Geschichte" im Fernsehn gesehen hatte und das verkohlte Gesicht von diesem Ritter nicht mehr aus dem Gedächtnis bekommen habe.
Soll man deshalb jetzt auch das Fernsehen verbieten (was übrigens bei vielen Menschen Epilepsie auslöst)?

Erstmal reden wir hier von einem Phänomen, was extrem selten ist. Dann liegt es in jedes Menschen eigener Verantwortung, ob er Cannabis raucht oder nicht. Und dann schränkt das derzeitige Verbot den Konsum überhaupt nicht ein.



Hinzu kommt ein Faktor, der bislang noch gar nicht oder kaum beachtet wurde:
Gibt es vielleicht auch positive gesundheitliche Auswirkungen?

Beim Alkohol weiß man z.B., daß mäßiger Konsum insgesamt zu einer höheren Lebenserwartung führt. Zwar steigt das Krebsrisiko leicht, jedoch geht dafür das Risiko für Herzinfarkte und diverse andere Erkrankungen recht deutlich zurück:
http://www.medical-tribune.de/mediz...indert-alkohol-jeden-dritten-herzinfarkt.html

Möglicherweise führt gemäßigter Cannabis-Konsum im Schnitt auch zu einer höheren Gesundheit. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, daß Stressreduzierung hier eine Rolle spielen könnte.

Keine Ahnung, ob es dazu schon Studien gibt. Aber wenn man sich über verschwindend kleine Risiken unterhält, sollte man auch mal gucken, ob es auf der anderen Seite nicht auch ein paar kleine positive Aspekte gibt.



Allerdings ist das so oder so völlig egal.
Ob eine Legalisierung sinnvoll ist oder nicht, hängt eben nicht nur davon ab, wie schädlich etwas ist, sondern auch davon, wie sich ein Verbot oder eine Legalisierung auswirken.
Im Falle von Cannabis ist es sehr wahrscheinlich, daß eine Legalisierung den gefährlichen Konsum eher verringern als erhöhen würde.
 
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@Konti:

Ich habe es dir vorgelegt, was du daraus machst, ist deine Sache.
Das du jedoch sagst, dies klinge nicht besorgniserregent, finde ich schon tragisch.
Ach ja, diesen Passus hattest du wohl ganz zufällig nicht mit zitiert:
"Nur bei 20 Prozent der Betroffenen bleibe die Schizophrenie eine Episode, die sich wieder verläuft, sagt Ehrenreich. 80 Prozent hätten dauerhaft damit zu tun." (ebd. http://www.welt.de/gesundheit/article2891521/Kiffen-loest-Psychosen-und-Schizophrenie-aus.html )


Hier mit manchen Leuten zu diskutieren ist leider eigentlich wenig zielführend, da zu sehr aus dem heraus argumentiert wird, was man gerne hätte, will, sich wünscht...
Fakten sind jedoch so, wie sie sind.
Und Fakt ist:
Es kann passieren, das jemand durch Cannabis eine auch dauerhafte, psychische Störung bekommt.
Durch den ersten Konsum, egal ob andere, begünstigende Faktoren hinzu kommen müssen oder nicht.
Das geht bei Alk. so nicht. Dort macht es der regelm. und überm. Konsum.

Ich habe die Fakten dargestellt, kann es aus der berufl. Praxis nur bestätigen, wenn Befürworter es trotzdem nicht wahrhaben wollen... bitte.
 
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Es geht nicht ums wahr haben wollen. Es geht hier (bei dir übrigens auch) um Meinungen, die oftmals eben nicht so einfach umschwenken. Deine "beruflichen" Erfahrungen stehen dabei halt eigenen Erlebnissen und Erfahrungswerten gegenüber. Beides sind Fakten. Welchen man mehr Glauben schenkt basiert wohl auf vielem.
Aber zu sagen, dass lediglich die von dir aufgezählten Dinge Fakten seien, und zu verlangen, dass andere diese einfach Akzeptieren, ist keine Diskussion. Und das hier ist eine Diskussion :D
 
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http://www.bv-neurologe.de/main/img_neuro.php?SID&datei_id=3461

http://info.kopp-verlag.de/hintergr...politik-die-kinder-psychisch-krank-macht.html

Fakten, Fakten, Fakten..



Cannabis ist für Jugendliche nicht geeignet!

Das ist der Fakt den es zu bedenken gilt.

Im erwachsen alter, ist die Wahrscheinlichkeit. an einer Cannabis induzierten Psychose zu erkranken, gering bis kaum vorhanden.
Die Äußern Einflüsse, bei den angeblich festgestellten Cannabis induzierten Psychosen wurden nicht ausreichend berücksichtigt.
Außerdem werden Tatsachen wie "Mischkonsum" völlig ignoriert!

Den die meisten Menschen sind leider desinformiert! dank Politik, Medien und Co.

(15.031 alkoholbedingten Sterbefällen im Jahr 2010)
(0 cannabisbedingte Sterbefälle ! Cannabis ist als Medizin bekannt seit ca. 5000 jahren )


Es geht mir nicht hauptsächlich um die Liberalisierung einer neuen Alltagsdroge.
Sondern um günstige, natürliche Medizin. Auf die jeder, der sie benötigt ein recht hat.
Wer sich etwas über dieses Thema informiert, weiß das Cannabis als Medizin in Deutschland sehr schwer zugänglich ist.
Schuld daran trägt die Politik!

"Die schlimmste Nebenwirkung von Cannabis, ist die Strafverfolgung!"
 
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Zum dröflzigsten Mal (um dich auch zu untermauern): Es geht nicht, und ging hier nie, um Jugendliche. Das sind 50% der Argumente.
Allerdings denke ich auch nicht, dass man medizinische Gründe anführen sollte. Diese sind ja jetzt schon teil-legalisiert. Zumindest teilsynthetische Derivate.
 
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Die vorhanden Studien und Fakten beruhen aber darauf. :)
da kannst du gern weiter mauern.

Es freut mich wenn du denkst das man medizinische gründe nicht anführen sollte.
teil legalisiert das ich nicht lache. In Deutschland gibt es ca. 3000 Cannabis Patienten.
Es wären aber weitaus mehr wenn es nicht so teuer wäre.
Die Tatsache das Cannabis als Medizin, für den Durchschnittlichen Bürger einfach unerschwinglich ist. scheint dir nicht bekannt zu sein?

In den Niederlanden Funktioniert alles Einwandfrei ebenso in Spanien. Dort ist Cannabis aber legal !

http://euc.sagepub.com/content/9/4/337.abstract
 
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eshoxx schrieb:
Das du jedoch sagst, dies klinge nicht besorgniserregent, finde ich schon tragisch.
Es ging um 0,2% Different in >irgendeiner< Studie.
Das ist einfach nicht sonderlich aussagekräftig (und besorgniserregend schon gar nicht).
Als ich dich nach glaubwürdigen Quellen gefragt hatte, meinte ich auch nicht irgendwelche Artikel in Online-Magazinen, die von >irgendwelchen< Journalisten geschrieben sind, sondern eher Infos aus erster Hand, wie konkrete Studien oder ausführliche Aussagen von Wissenschaftlern.
(Eher in die Richtung wie das, was culo verlinkt hat.)

eshoxx schrieb:
Ich habe es dir vorgelegt, was du daraus machst, ist deine Sache.
Denn genau das trifft eben auch auf jeden Journalisten und diese Artikel zu.
Jemand hat meistens schon vorher eine bestimmte Ansicht. Und dann pickt er sich ein paar Infos raus, die ihm passen. Wo diese Infos überhaupt her kommen, ob sie aus dem Kontext gerissen wurden, ob sie überhaupt valide sind, und welche anderen (entgegen gesetzten) Infos es möglicherweise noch gibt, erfährt der Leser dabei meistens nicht.

Das sind natürlich alles Dinge, die man posten und auch diskutieren kann.

eshoxx schrieb:
Und Fakt ist:
Es kann passieren, das jemand durch Cannabis eine auch dauerhafte, psychische Störung bekommt.
Und Fakt ist:
Man kann auch dauerhafte, psychische Störungen bekommen, ohne jemals irgendeine Droge konsumiert zu haben.

Fakt ist auch, daß man beim Sport plötzlich tot umfallen kann.
Trotzdem ist Sport unterm Strich immer noch eher gesundheitsfördernd als schädigend.

Es reicht eben nicht, sich eine Kleinigkeit rauszupicken, wenn man dabei alles andere ausblendet.

eshoxx schrieb:
Ich habe die Fakten dargestellt, kann es aus der berufl. Praxis nur bestätigen, ...
Das mag sein. Aber du hast die "Fakten" leider nicht ausreichend belegt.
Und aus >meiner< Praxis des eigenen Konsums und dem Konsum zahlreicher anderer Menschen, die ich kennen gelernt habe, halte ich deine "Fakten" zumindest für übertrieben dargestellt.
Das mag auch an deinem Arbeitsumfeld liegen. Mein Vater hatte mich damals auch nicht auf's Trampolin gelassen, weil er der Meinung war, wir würden uns dabei sofort alle Knochen brechen.
O-Ton: "Ich hatte schon hundert Kinder bei mir in der Praxis, die sich beim Trampolin-Springen die Arme gebrochen haben."
Das mag auch alles sein ... nur ist es eben auch ein verzerrtes Bild der Realität. Die Gefahr wird dabei deutlich höher eingeschätzt als sie eigentlich ist.



Und auf das Argument mit den positiven Aspekten bist du überhaupt nicht eingegangen.



culo schrieb:
Cannabis ist für Jugendliche nicht geeignet!

Das ist der Fakt den es zu bedenken gilt.
Das sehe ich ganz genau so.

Und wenn wir doch noch mal kurz auf das Thema "Medikamente" zurück kommen:
Bei Medikamenten werden immer Wahrscheinlichkeiten abgewägt:
Risiken (Nebenwirkungen) vs. Möglichkeit auf Verbesserung

Das selbe sollte man auch bei Dingen wie Alkohol und Cannabis tun.
 
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Merle schrieb:
Es geht nicht ums wahr haben wollen. Es geht hier (bei dir übrigens auch) um Meinungen, die oftmals eben nicht so einfach umschwenken. Deine "beruflichen" Erfahrungen stehen dabei halt eigenen Erlebnissen und Erfahrungswerten gegenüber. Beides sind Fakten. Welchen man mehr Glauben schenkt basiert wohl auf vielem.
Aber zu sagen, dass lediglich die von dir aufgezählten Dinge Fakten seien, und zu verlangen, dass andere diese einfach Akzeptieren, ist keine Diskussion. Und das hier ist eine Diskussion :D



Nein, es ist nicht meine Meinung, dass Menschen so ein Schicksal wiederfahren kann: das ist Fakt.
Insofern spielt meine eigene Meinung dazu eine untergeordnete Rolle.
Die vermeidlichen Fakten andere Leute sind jedoch, dass das nicht passieren würde, was auf Grund von 100Leuten konstatiert wird, die man kennen gelernt hat. Und das ist eben schlicht und einfach nicht ausreichend um eine Diskussion und solch komplexen Sachverhalt, adäquat dazustellen. Denn es gibt mehr als 100Konsumenten da draußen und bei einigen passieren eben solche Dinge. Das ist Fakt.

Glauben schenken braucht in dieser Sache also niemand meinen Ausführungen, denn die Aussagen aus meiner und der beruflichen Erfahrung meines Bruders etwa, kann er einfach glauben. Auch bereits verlinkte Studien geben ihren Teil dazu.
Mir wäre es doch auch lieber wenn Leute tun und lassen könnten wie sie wollen, und dabei nie so etwas geschehen würde- aber dann müsste ich träumen.

Wegen deines letzten Satzes:
Aber auch in Diskussionen müssen Wahrheiten eben Wahrheiten bleiben- unbenommen davon können aber gerne viele User hier, ihre ganz eigene Wahrnehmung zu den Dingen haben :)
Ergänzung ()

...sondern eher Infos aus erster Hand, wie konkrete Studien oder ausführliche Aussagen von Wissenschaftlern.

Sag mal, ich habe doch Infos aus erster Hand gegeben? Was denn noch?




Denn genau das trifft eben auch auf jeden Journalisten und diese Artikel zu.
Jemand hat meistens schon vorher eine bestimmte Ansicht. Und dann pickt er sich ein paar Infos raus, die ihm passen.
Wenn man nach etwas sucht, was man untermauern will, ist das auch sehr zielführend. Unbenommen davon bleibt natürlich eine große Zahl Leute, bei denen nichts geschieht. g



Und Fakt ist:
Man kann auch dauerhafte, psychische Störungen bekommen, ohne jemals irgendeine Droge konsumiert zu haben.

Schlechtes Argument aber eher leider passend für die Diskussion an sich.
Dann lasst und am besten alle Regeln abschaffen, alles legalisieren... denn wer weiß, vielleicht wachen wir morgen schon nicht mehr auf.
Das wäre die Logik dieses Satze zugespitzt dargestellt...

Fakt ist auch, daß man beim Sport plötzlich tot umfallen kann.
Trotzdem ist Sport unterm Strich immer noch eher gesundheitsfördernd als schädigend.

Es gibt aber auch gesünderen und ungesünderen Sport, gell.


Es reicht eben nicht, sich eine Kleinigkeit rauszupicken, wenn man dabei alles andere ausblendet.

Ach so :)


Das mag sein. Aber du hast die "Fakten" leider nicht ausreichend belegt.

Für dich. Aber mehr als meine eigenen Erfahrungen, mein Studienwissen, das Erfahrungswissen der Station meines Bruders... wie viel willst oder brauchst du denn noch, um es einfach akzeptieren zu können: Dieser Stoff kann Menschen erheblichen Schaden zufügen. Nicht mehr und nicht weniger habe ich dazu gesagt.

Und aus >meiner< Praxis des eigenen Konsums und dem Konsum zahlreicher anderer Menschen, die ich kennen gelernt habe, halte ich deine "Fakten" zumindest für übertrieben dargestellt.

Ich wiederhole mich da ständig... das freut mich für dich und deine Leute. Aber den Nächsten trifft es.




Und auf das Argument mit den positiven Aspekten bist du überhaupt nicht eingegangen.

Für was auch? Um die ging es hier genau... garnicht. Denn auch andere Drogen hätten diese, trotzdem sind und bleiben sie verboten.



Und wenn wir doch noch mal kurz auf das Thema "Medikamente" zurück kommen:
Bei Medikamenten werden immer Wahrscheinlichkeiten abgewägt:
Risiken (Nebenwirkungen) vs. Möglichkeit auf Verbesserung

Das selbe sollte man auch bei Dingen wie Alkohol und Cannabis tun.

Hat man. Deshalb ist das eine verboten, das andere nicht.
 
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"Es gibt Leute, die haben mit zwölf einmal gekifft und hatten dann Verfolgungswahn", sagt Ehrenreich. Das ist zwar nicht wahrscheinlich – aber möglich.
Sowas ist z.B. kein "Fakt". Das ist Polemik. Wo ist die Studie? Wo ist die Vergleichsgruppe? Wie viele Menschen waren beteiligt.
"Es gibt da jemanden" bewegt sich genau in der Liga der von Konti aufgeführten 100 Personen.
Und du siehst es doch selber nicht. Es gibt auch bei der Wissenschaft (hinter der ich im übrigen uneingeschränkt stehe) Mankos. Wie war die Versuchsanordnung? Was waren die Umstände? Das brauche ich dir als (semi-)wissenschaftlichen Mensch doch wohl nicht aufzählen, oder?

Deine Meinung ist nicht absolut. So sehr dir das widerstreben mag. Dass das deine Meinung ist und durch Studien belegt (wobei es abseits der schon ausgeschlossenen Jugendlichen auch gegenläufige Studien zu vielem gibt), ändert nichts daran, dass es nicht Fakten sind.
Fakten sind unwiederlegbar und liegen auf dem Tisch.

Also sorry. Und das man die Gefahren von Cannabis (Cannabinoiden) und Alkohol abgewogen hat, kannst du nicht wissenschaftlich begründen. Das ist einfach nur Schwachsinn. Alkohol bietet sowohl unmittelbar als auch latent den wesentlich höheren Risikofaktor, wird aber von einer Lobby vertreten. Wo sind da nun deine angeblichen Fakten?

*edit1:
trotzdem sind und bleiben sie verboten.
Genau das ist doch der Diskussionsgrund! Und nein, werden sie nicht. Es ist eine Frage der Zeit. Altlobbyisten sterben auch irgendwann. Die mangelnde Bildung und Offenheit kann auch nicht von Dauer sein.

*edit2:
Für dich. Aber mehr als meine eigenen Erfahrungen, mein Studienwissen, das Erfahrungswissen der Station meines Bruders... wie viel willst oder brauchst du denn noch, um es einfach akzeptieren zu können: Dieser Stoff kann Menschen erheblichen Schaden zufügen. Nicht mehr und nicht weniger habe ich dazu gesagt.
Dein Wissen, deine Erfahrungen, das angebliche Wissen deines Bruders... All das sind keine Fakten. All das ist subjektiv. Subjektivität und Objektivität trotz eigener Affinität unterscheiden zu können ist ernsthaft schwer. Aber alles das sind keine Fakten. Alles das ist subjektiv. So wie Kontis oder meine Erfahrungen.
 
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