AW: Cannabis Legalisierung
als erstes spricht ja niemand ab das cannabis ebenso wie alkohol und tabak alle vorraussetzungen erfüllt um als droge definiert zu werden.
ebenso berauscht cannabis wie alkohol oder andere drogen die es so auf dem markt gibt.
aber darum geht es doch gar nicht!
ich widerhole mich um was geht es?
es geht um die rechtliche bewertung und darum wie unsere gesellschaft mit dieser droge umgeht.es werden argumente angeführt die willkürlich für eine substanz x (cannabis) zu felde geführt werden und bei substanz y (alkohol) auf einmal ausser kraft gesetzt werden.
um es an einem praktischen beispiel zu verdeutlichen:
in einem artikel der welt vom 09.03.2012 geht es um die gefahren von alkohol und cannabis speziell für jugendliche,ich zitiere nur einen kurzen teil den rest kann jeder selbst in der quelle nachlesen:
Alkohol und Cannabis machen Jugendliche dumm
Jeder zehnte Jugendliche konsumiert Drogen. Forscher beobachten, dass Cannabiskonsum den IQ sinken lässt, zudem schrumpft das Teenie-Hirn durch Alkohol wie sonst nur bei 50- bis 60-jährigen Trinkern.
http://www.welt.de/gesundheit/article114265571/Alkohol-und-Cannabis-machen-Jugendliche-dumm.html
wir haben hier zwei substanzen die gleichermaßen jugendliche in einem extremen maße schädigen.
bei cannabis wird diese schädigung als argument angeführt es mit schärfsten rechtstaatlichen mitteln zu verfolgen und den konsum,verkauf,etc. zu bestrafen.
bei alkohol haben wir auf einmal eine ganz andere situation,dort wird an die eigenverantwortung bzw. an die händler appeliert keinen alkohol an jugendliche abzugeben.ein verbot von alkohol wird deswegen auch niemand in betracht ziehen.
nehmen wir mal den strafrechtlichen aspekt:
während die abgabe jedweder menge cannabis von erwachsenen über 21 jahren an jugendliche unter 18 jahren mit mindestens 1 jahr gefängnis bestraft wird
( § 29 a Absatz 1 Nr. 1 BtMG ),gibt es bei der nachgewiesenen abgabe von harten alkohol an jugendliche nur eine owi und geldstrafe
( Jugendschutz Gesetz :
Für den Verkauf von Alkohol an Kinder werden dann 1500 Euro fällig .
Die Strafe für den Verkauf von Alkohol an Jugendliche steigt von bisher 300 auf 750 Euro..)
diese ungleichbehandlung ist nur aus ideologischen gründen zu erklären,und entbehrt jeglicher wissenschaftlichen grundlage.
da wird eine grenze willkürlich gezogen und zurecht kann man sich fragen warum sie vor cannabis und nicht danach gezogen wurde.
zum thema genußmittel bzw. die bezeichnung:
in meiner jugend, sprich in den 80er jahren wurde tabak und alkohol als genußmittel definiert.heute geschieht das eigentlich so gut wie nicht mehr, da die wissenschaft sich darauf geeinigt hat nikotin und alkohol auch als drogen wenn auch legale zu definieren.
vielmehr war diese unterscheidung ein weiterer versuch das volk für dumm zu verkaufen.so konnte "erwin" in der kneipe vor seinem bier sagen:"drogen sind scheiße,und wer damit zu tun hat soll in den knast,etc. , mein bierchen ist ja ein genußmittel,usw."
damit wurde auch wieder ein willkürliche unterscheidung getroffen und es fällt auf das bei cannabis dies häufiger passiert ist.
in den usa in den dreissiger jahren wurde ja extra mit einem neuen wort hantiert.so wurde gesagt marihuana muss verboten werden,ist das übel allen bösen usw.
hätte man den amerikanern damals gesagt wir reden von der pflanze hanf hätten viele die verwundert die augen gerieben und der beabsichtigte schrecken wäre bei der bevölkerung so nicht eingetreten.
so aber wurde eine willkürliche unterscheidung mit dem wort marihuana statt hanf gemacht, um eben ein ziel zu erreichen:
die verunsicherung der bevölkerung gegen dieses "teufelskraut".
genau das gleiche haben wir hier mit der bezeichnung genußmittel.
genußmittel hören sich ja nicht per se schlimm an, während das wort drogen extrem negativ und mit ängsten behaftet ist.
in wahrheit aber müsste jeder der alkohol trinkt oder zigaretten raucht ebenfalls als drogenkonsument bezeichnet werden,zumindest wenn man die wissenschaftliche definition was drogen sind anwendet.