Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Seppuku schrieb:
... Das Geheimnis liegt in der Toleranz...
Ja, Toleranz schön und gut, aber warum soll ich einem Polizisten die Möglichkeit geben, mir mit sowas ans Bein zu pinkeln, weil er mich eigentlich für etwas bestrafen will, das er nicht bestrafen darf? 0,0 erschafft eine Missbrauchsmöglichkeit, das heißt nicht, dass signifikant oft Missbrauch mit einer solchen Regelung stattfinden würde. Es kann allerdings wichtig sein, ob wir auch nur einen einzigen Fall von Missbrauch einer solchen Regelung in Deutschland hinnehmen wollen.

Seppuku schrieb:
... Ich würde gerne einmal die Umstände sehen unter denen jemand durch einatmen einen nennenswerten Blutalkoholspiegel erreicht hat. ...
Ich hatte vor Jahren an einem Tag der offenen Tür eine eine Führung durch die Schilkin-Liqueur-Fabrik in Berlin Kaulsdorf und die Frau, die die Führung gemacht hat, hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei Arbeitern, die sich am Tag länger in dem Bereich aufhalten, wo der Hochprozentige mit dem Aromen und Wasser vermischt wird, bei Feierabend "um die" 0,2 Promille im Blut haben können weswegen das Unternehmen seinen Mitarbeitern empfielt, nicht direkt nach Feierabend Auto zu fahren, weil man bei mehr als 0,2 bei einem hypothetischen Unfall ja automatisch einen Schuldanteil hätte.

Nennenswert betrunken wird man dadurch nicht - erst recht nicht, wenn man jeden Tag vergleichbare Mengen einnimmt, weils ja dann auch eine Resistenz gegen diese Menge gibt. Aber genau das ist ja der Grund warum ich eben einen Grenzwert vorziehen würde. Bei einem grenzwert kann ich eine Schwelle wählen, wo ich sagen kann, wer mehr als das und das im Blut hat, der hat so unwahrscheinlich versehentlich das Rauschmittel aufgenommen, dass eine Bestrafung hinreichend gerechtfertigt ist. Bei "absolut 0" geht das aber nicht. Was ist denn die von dir beschworene Toleranz durch den Polizeibeamten anderes, als dass der Polizist sich einfach selbst bei 0,12 Promille sagt: "Och, das ist so wenig, das liegt unter meinem persönlichen Toleranzwert"? Ist ein Toleranzwert besser, wenn er durch den Polizisten definiert wird, als wenn er direkt im Gesetz steht?
 
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AW: Cannabis Legalisierung

Bitte einmal nachschlagen, wie in der deutschen Rechtssprechung mit der 0,0 Promillegrenze bei Jugendlichen umgegangen wird, dann wird einiges klarer...
 
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Ist jetzt vielleicht indirekte Werbung, aber sicher nicht verkehrt für Legalisierungs-Freunde:

https://www.millionaerswahl.de/user/georgwurth/

Der Deutsche Hanf-Verband macht aktuell bei der Millionärswahl mit, dass ist quasi ein Projekt von Pro7 / Sat1, bei der, der am meist gevotete User eine Millionen Euro gewinnen kann.

Jetzt denkt ihr, was bringt mir das wenn der Geld verdient oder ins Fernsehen kommt?

Der Deutsche Hanf-Verband investiert das Geld in Werbung und Aufklärung und das ist durchaus positiv, um der Legalisierung näher zu kommen. Schon alleine ein TV-Auftritt bringt eine Menge Zuschauer mit sich und erwirkt Aufmerksamkeit.

Aktuell ist der Hanfverband auf Platz 1, was schonmal ein guter Ansatz ist.

Also melde euch an und votet kräftig, damit das auch so bleibt
 
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Cannabis sollte man legalisieren, versteuern und einen "Kiffer-Ausweiß" mit einer ähnlich lächerlichen Begründung wie in Californien verlangen. Sehe Gras fast völlig unkritisch, wenn es nicht wie beim Alkohol, oder anderen suchtmitteln (Internet, Spiele, Wetten) zur Täglichen Regelmäßigkeit wird.
Bin auf dem Stand das Tabak rauchen und Alkoholkonsum beide sowohl Gesundheitsschädlicher als auch abhängiger machen.

Klar für manche ists der "Einstieg", besonders weils einfach bei viel Konsum völlig gleichgültig macht, aber dafür ist ja der "Kiffer ausweiß" der die Menge begrenzt und eine jährliche MPU erfordert.

Jeder der Gras ohne Erlaubnis kauft hat ne Straftat nach BTMG und Steuerhinterziehung begangen. Und Schulden beim Finanzamt wiegen schlimmer als 3-4 monate bewährung/haft jedes jahr.
 
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Cannabis als Einstiegsdroge.
Diese Argumentation funktioniert mMn nur bei anhaltender Kriminalisierung, denn die verbindet den Markt für Hasch und Gras mit eben dem für Ecstasy, Koks, PCP, uvm.
Bei einer Entkriminalisierung, z.B. durch Duldung nach dem Beispiel der Niederlande, wäre es für einen Kiffer nach einer Weile genauso schwer an diese härteren Substanzen zu kommen, wie für einen Tabak-Raucher oder Säufer. Da aber der Handel aller dieser Drogen in gleichem Maße illegal ist, besteht die Hürde auf Händlerseite primär darin "etwas illegales" zu handeln. Bei anhaltender Kriminalisierung von Kiffern, Händlern und Gras-Bauern ist es fast "normal", dass einem der Dealer von zeit zu zeit eben auch mal "was härteres" anbietet - er muss dafür nichtmal einen neuen Markt erschließen. Und vor allem verdient man sich mit Gras allein (abhängig vom Handelsvolumen) aus verschiedenen Gründen nicht wirklich eine goldene Nase.

Ein erster positiver Effekt einer THC-Legalisierung, der gleichzeitig die Argumentation "Cannabis als Einstiegsdroge Nr1" sofort entkräften würde, ist die Trennung dieser gemeinsamen Märkte für Speed, Kokain UND Gras. Diese Argumentation würde dann mit THC genauso schlecht funktionieren, wie sie es heute mit Alkohol tut (obwohl eigentlich jedem klar sein sollte, dass Alkohol bei den meisten den ersten kontakt mit Rauschmitteln überhaupt darstellt). Gäbe es Koks und Heroin im Supermarkt neben dem Schnaps- oder Weinregal - es ist garnicht vorstellbar, wie viele "harmlose Säufer" in den Drogensumpf abrutschen würden - so sehe ich das jedenfalls.

Wenn ich mir meinen Bekanntenkreis so ansehe (bin jetzt 40, und kenne noch einige der krassesten Feierbirnen aus meiner Abi-Zeit), dann muss ich Cannabis eher als Ausstiegsdroge sehen. Die haben letztlich alle mal mit härterem rumexperimentiert, sind auf einigen Substanzen sogar eine Weile "hängen geblieben".
Die meisten von ihnen trinken heute nichtmal mehr. Aber ab und zu mal einen kiffen, da sind sie sich durchweg einig - das ist nett, und zumindest solange die Gesundheit mitspielt werden sie das wohl auch nicht sein lassen. Ein Joint enthält meist nicht nur Gras, sondern auch Tabak, kiffen ist also nicht "gesünder" als Tabakrauchen, solange man "normale" Joints raucht. Tatsächlich sind die meisten Dauerkiffer weniger Gras-, als Tabak-abhängig.

Nicht die Droge ist der Einstieg, sondern der Schritt in die Krmininalität. Du solltest dich beim Kiffen eh nicht erwischen lassen, da kannst du auch gleich noch einen Trip einwerfen, oder eine Line ziehen oder eben ein Blech rauchen. Nicht jeder kann sich gegen regelmäßige Angebote ("och komm, sei nicht feige, ist auch beim ersten mal umsonst, weil du's bist" ) dauerhaft wehren - und da wird eben Cannabis zur Einstiegsdroge, WEIL es beim gleichen Dealer zu haben ist.
Mit der Droge selbst hat das mMn nur wenig zu tun - es liegt eher an den Beschaffungsumständen und dem damit verbundenen Schritt in die Kriminalität. Für alle die es nicht wissen: der Besitz kleiner Mengen THC ist in DE straffrei (je nach Bundesland und Richter variiert der "Eigenbedarf" stark), Anbau, Erwerb und Weitergabe sind allerdings von dieser Lockerung NICHT betroffen. Der Besitz kleiner Mengen einer Substanz, an die man nur illegal gelangen kann wurde lediglich "scheinliberalisiert". Genaugenommen mache ich mich sogar "passiv" strafbar, wenn ich mir einen kleinen Krümel Gras schenken lasse. Der Besitz ist nicht zwingend strafbar, aber jede denkbare art der Beschaffung ist es. Dadurch ist der Richterwillkür Tür und Tor offen - denn es hängt unter Umständen eher davon ab, ob Richer und Staatsanwalt morgens gut gekackt haben, oder ob ihnen gerade ein Pfurz quersitzt.
Wer Cannabis-Produkte besitzt, hat sich ganz sicher in der einen oder anderen Weise auch strafbar gemacht.

@KTelwood + @dacapo
Mit einem "Kiffer-Ausweis" könnte ich mich nur dann einverstanden erklären, wenn es gleichzeitig auch "Raucher-" oder "Säufer-" Ausweise gäbe. Eine solche Praxis ist zu allererst eine Stigmatisierung - mein erster Gedanke dazu war tatsächlich "aha, ein Kiffer-Ausweis, vielleicht auch gleich ein weithin sichtbares Zeichen auf den Klamotten? - Selbstverständlich unter Strafandrohung bei Nicht-tragen oder Verdecken".
Ich halte davon nicht viel, Daher diese angedeutete "Nazi-Keule".

Nebenbei halte ich die US-Praxis (abgesehen von der Entkriminalisierung der Konsumenten) für keine gute Idee - denn sie ist nicht gut genug durchdacht und vorbereitet, was man z.B. Kommentaren von "Starbucks"-Mitarbeitern entnehmen kann. In einigen Städten der USA gibt es mittlerweile mehr Headshops als Starbucks-Fillialen (und die gibt es an fast jeder Ecke). Niemanden interessiert, wo die Produkte in den Vergabestellen herkommen, und so langsam übernehmen die alten Drogenkartelle diesen äußerst attraktiven Markt - ich glaube, dass in den Hinterzimmern dieser Ausgabestellen bald nahezu alles zu haben sein wird, was der globale Drogenmarkt hergibt, oder die "Verkäufer" zumindest als Vermittler fungieren.
Da hat der US-Politik wohl irgendwie der Weitblick gefehlt- typisch USA: "Think Big" aber eben nicht viel weiter als ein Schwein scheißt.
 
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@DerOlf, sehr guter beitrag aber mein letzter wissensstand ist, dass diese begrifflichkeit der "geringen menge" nicht im deutschen rechtssystem existiert. es gibt keine toleranzmenge. wenn die polizei einen krümel gras bei dir sicher stellt, machst du dich genauso strafbar als wenn du mit 10g erwischt wirst. gerichtsverfahren werden idr. allerdings eingestellt wenn du nur mit wenig cannabis erwischt wirst. ist mehr in deinem besitz, liegt der verdacht des handels und nicht nur des eigenkonsums vor und da wird dann nichts eingestellt. strafbar ist aber beides gleichermaßen.

wenn sich diese situation geändert hat, würde ich mich über einen link freuen.
 
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@Zornbringer
Ich meinte, der Besitz kleiner Mengen sei "praktisch" straffrei (leider hab ich das wohl nicht so klar rübergebracht), da in nahezu jedem Fall mit einem "Streitwert" von unter 1g, seit ein paar Jahren kein Verfahren mehr zustande gekommen ist.
Juristisch theoretisch ist es natürlich unsinnig, Straffreiheit allgemein anzunehmen - wie gesagt, man muss nur an die falsche Kombination von Entscheidungsträgern geraten. Irgendwo auf dem Weg hat dich dein kleiner Krümel ganz sicher strafbar gemacht (logisch betrachtet geht es nicht ohne zumindest indirekte/passive Teilnahme an illgealen Aktivitäten), da muss dann nur noch einer drauf bestehen, und schon gibts was.

Bis der Fall bei einem juristischen Entscheidungsträger (Staatsanwalt, Richter oder Polizeichef z.B.) gelandet ist, ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei gegen jede noch so winzige Menge genau so, wie wenn es sich um 100g Handelt. Erst im Verlauf dieser Ermittlungen stellt sich heraus, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird.
Bei kleinen Mengen (Eigenbedarf) wird vom Justizministerium seit einiger Zeit eine Einstellung des Verfahrens empfohlen.

Die Frage, ob ein BTMG-Verfahren angestrengt wird, liegt gerade dadurch, dass der Besitz nur "verfolgt werden kann, aber nicht muss", im Ermessen eben jenes Entscheidungsträgers im Rechtsystem. Gefällt dem die Nase nicht (ka. was für Infos die für die Entscheidung zur Verfügung haben - Eigentlich sollten sie Anhand der Ermittlungsakte von Fall zu Fall flexibel entscheiden können), oder hat seine Frau ihn gestern abend nicht rangelassen, dann hat man vllt, schlechte Karten.
Es gibt natürlich auch in dem Bereich Leute, die ihre Aufgabe ernst nehmen, und das private aus ihrem Job rauslassen.

Eine Strafverfolgung von "THC-Besitzern/Haltern" ist - darauf wollte ich hinweisen - nach wie vor auch in DE möglich, und eigentlich gesetzlich vorgesehen. Es kann nur unter bestimmten Umständen (Kleine Mengen zum Eigenbedarf) von einem Verfahren abgesehen werden. Die Menge (die in Urteilen als "gering" bzw. "Eigenbedarf" beziffert wird), schwankt je nach Gericht erheblich. Nach meiner letzten Info gibt es "Eigenbedarfsurteile" von 0,5 - bis 25,0g. Manchmal werden diese Mengen (vllt. aus Ahnungslosigkeit) gar in "Rein-THC" angegeben - wodurch dann noch mehr Uneinigkeit besteht.
Reine Willkür.
 
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AW: Cannabis Legalisierung

Dein Beitrag ist nicht völlig falsch DerOlf, aber durchzogen von Ungenauigkeiten:
  1. Gem. §29 (1) Nr. 3 BtMG ist der Besitz - unabhängig von der Menge (!) - strafbar, sodass die nach dem Legalitätsprinzip zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens (=Anzeige oder Strafverfahren) verpflichteten Polizisten tätig werden müssen; unabhängig ob es sich dabei um einen "Entscheidungsträger" handelt, oder eben nicht. Daraus folgt, dass bis zu einer möglichen Einstellung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht (ein Polizeichef kann das Legalitätsprinzip nicht umgehen oder aushebeln, sprich hat keinerlei Einfluss), der Beschuldigte mit allen repressiven Konsequenzen (ggf. Erkennungsdienstliche Behandlung, mit Sicherheit Mitteilung an die Führerscheinstelle) leben muss.
  2. Um es noch einmal ausdrücklich zu explizieren: Ermittlunsgverfahren = Strafverfahren = Strafanzeige. Ist alles ein und dieselbe Beschreibung für den gleichen Vorgang.
  3. Und um auch hier noch einmal deutlich zu werden: Eine Kannvorschrift, wie von dir impliziert, existiert beim Besitz von BtM im Gesetzestext nicht (s.o.)! Das bedeutet, dass wenn ein Polizist jmd mit Drogen erwischt, auch einer gringen Menge, muss er dies wie gesagt verfolgen, sonst macht er sich selbst strafbar!
  4. Der Grundtenor, dass es in den allermeisten Fällen von Besitz geringer Mengen zu Verfahrenseinstellungen, entweder durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht kommt, ist korrekt. Vom Verfahren wird aber nicht "abgesehen", so wie Du es beschreibst. Und wie oben angeführt, selbst bei Verfahrenseinstellung können u.U. Konsequenzen durch z.B. die Führerscheinstelle im Zuge des dortigen Verwaltungsverfahrens drohen. Und auch der wiederholte Besitz von geringen Mengen wird irgendwann zu strafrechtlichen Konsequenzen führen. Was mich zum letzten Punkt bringt..
  5. Bitte künftig etwas sorgfältiger argumentieren, sonst ließt das noch jmd Unbedarftes und orientiert sich in seinem, ggf. strafrechtlich relevanten Handeln daran, im Irrglauben sich in einer "Grauzone" zu bewegen. Dem ist formaljuristisch betrachtet jedoch mitnichten so!



@DerOlf unter mir
Alles gut! :schluck:
 
Zuletzt bearbeitet: (beim § verschrieben)
AW: Cannabis Legalisierung

Du hast es sehr klar ausgedrückt @diRAM, erstmal danke für die Richtigstellungen. Ich wusste nicht, dass ein Polizeichef ein solches Ermittlungsverfahren nicht einstellen kann. Jetzt bin ich wieder etwas klüger.

Es ging mir aber gerade um die Menschen, die denken sie befänden sich mit einer "kleinen Menge" in einer juristischen Grauzone. Juristische Grauzonen gibt es im BTMG nur sehr wenige, und die haben restlos nichts mit THC zu tun.
Folgenfrei bleibt der Besitz in keinem Fall - so man sich denn erwischen lässt - daran ändert auch eine liberalere Praxis der Gerichte oder Statatsanwälte wenig.

Wird man von einem Polizisten durchsucht, und der findet dabei Drogen, so hat das Folgen:
1. Die Drogen sind definitiv weg (Menge irrelevant).
2. Meldung bei der Führerscheinstelle.
3. evtl. erkennungsdienstliche Behandlung.

Nochmal in aller Klarheit: Drogenbesitz IST in DE ein Straftatbestand und Weder die Art des Stoffes, noch seine Menge ändern daran etwas. Kiffer sind vor dem deutschen Recht Kriminelle.

Es lag nicht in meinem Interesse, diese Tatsache zu beschönigen. Mir war von Anfang an klar, dass der allgemeine Jubel der Kiffer damals nicht gerechtfertigt war - bei der liberaleren Praxis geht es doch eher ums Geld, das auch erst vor Gericht (wg. Geringfügigkeit) eingestellte BTM-Verfahren kosten.
MMn nach steckte da nichtmal politisches Kalkül dahinter - es ging dabei nur um die Entlastung der höheren Rechtsorgane.

Leider kenne ich einige Menschen, die daraus, dass sie Kiffer sind, keinen Hehl machen. Für genau solche Leute war das gedacht. Es ist nur ziemlich falsch verstanden worden, sorry.
Ich wollte eigentlich nur drauf hinweisen, dass es KEINE Legalisierug kleiner Menge gegeben hat, da ein Teil meiner Bekannten sich eben so benimmt, als hätte es so etwas gegeben - was mMn einfach falsch ist.
 
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Eben es gibt Strafbefehle für 0,3 Gramm Marihuana (hier 225 Euro ) http://www.merkur-online.de/lokales...geldstrafe-wegen-gramm-marihuana-2653019.html

Es gibt Hausdursuchungen wegen Fund großer Blättchen oder Mitführen einer Kifferzeitschrift (vorzugsweise in bayern oder Ba-Wü).

Jeder der mit einer kleinen oder großen Menge erwischt wird, bekommt einen Eintrag im Polizeicomputer und wird die nächsten zehn Jahre bei jeder Kontrolle als BTMK (Betäubungsmittelkonsument) entlarvt und darf sich auf peinliche Kontrollen einstellen.

Da spielt es keine Rolle ob es sich um Heroin oder Cannabis handelt! Somit ist von einer wie auch immer gearteten Liberalisierung nicht zu sprechen.
In NRW gibt es selbst bei geringen Mengen für Jugendliche unter 21 Jahren die Verpflichtung zu einer Beratung in einer Drogenberatungsstelle um überhaupt in den Genuß einer strafrechtlichen Einstellung bei auffinden einer geringen Menge zu kommen.
Im Wiederholungsfall ist in der Regel für jeden Schluß mit lustig und somit bekommt jeder einen Strafbefehl oder Verurteilung, was unter umständen sogar Knast bedeuten kann.
Ich kenne einen in meinem Bekanntenkreis der für 3 Gramm Cannabis 2 Wochen Knast bekam! Fremdgefährdung oder Verkauf lag nicht vor sondern nur ein einfacher Wiederholungsfall!

Ergänzung:
ein weiterer schritt in die richtige richtung und hoffentlich bleibt es nicht nur bei der ankündigung und wird auch auf andere städte ausgeweitet:
Kreuzberg genehmigt Deutschlands ersten Marihuana-Laden

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-11/berlin-kreuzberg-friedrichshain-coffeeshop

bzw. hier mehr meldungen darüber:
https://news.google.com/news?ncl=dD...a=X&ei=OaSXUtqhI4OnhAes2YDICg&ved=0CDQQqgIwAA


Ergänzung #2:
Und so langsam tut sich auch was in der deutschen Presselandschaft und insbesondere dort wo man es nicht erwartet,hier ein Artikel vom Fokus und besonders dieser Auszug ist sehr informativ:

"Wer Cannabis als entspannenden Genuss für die Freizeit betrachtet, stellt den Joint auf die gleiche Ebene wie Zigaretten oder Alkohol – vielleicht mit einem Hauch Rebellentum und Erinnerungen an die Hippie-Vergangenheit. Wer mit Haschisch oder Marihuana maßvoll und verantwortungsbewusst umgeht, wird keine nachhaltigen Schäden davontragen oder gar süchtig nach dem Stoff werden. Jost Leune vom Fachverband Drogen- und Suchthilfe und Vorstandsmitglied der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen sagt: „Cannabis ist nicht das primäre Problem der Drogenprävention und -therapie. Von den zwei bis drei Millionen regelmäßiger Konsumenten werden höchstens zwei Prozent auffällig.“ Tatsächlich entwickelt sich durch die Cannabis-Droge THC keine körperliche Abhängigkeit. Es kommt bei Cannabis, ähnlich wie beim Alkohol, auf die Menge, die Häufigkeit und wohl auch auf den Beginn des Konsums an. Wer schon als Jugendlicher kifft, riskiert viel eher, die negativen Effekte des entspannenden, aufmunternden Krauts zu erleben."

Hier der ganze Artikel:
Die Wahrheit über Cannabis
http://www.focus.de/gesundheit/ratg...d-die-wahrheit-ueber-cannabis_id_3451403.html

Und hier auch noch was interessantes:

Hundert Strafrechts-Professoren starten Petition zur Freigabe von Marihuana

http://deutsche-wirtschafts-nachric...-starten-petition-zur-freigabe-von-marihuana/
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Beiträge zusammengeführt & überflüssigen BB-Code entfernt)
AW: Cannabis Legalisierung

Also ich habe jetzt den ganzen Thread nicht gelesen und werde ich auch nicht tun,
aber ich werde trotzdem kurz mal meine Meinung zu dem Thema sagen.


Ich bin gegen eine Cannabis Legalisierung solange das Zeugs geraucht wird.

Denn hier fängt die Intoleranz gegen alle Bürger des Landes an, die das Zeugs nicht freiwillig mitrauchen wollen
und da z.B. Raucher heutzutage in ihrer Wohnung rauchen dürfen und der Rauch, insbesondere im Sommer ja dann durch die Fenster trotzdem in die Wohnung des Nichtrauchers zieht und man dem Nichtraucher auch nicht zumuten kann, dass er bei > 35° C Außentemperatur das Fenster schließen soll, bin ich absolut dagegen, dass noch anderes Zeugs geraucht werden darf.

Ob eine Legalisierung okay wäre, solange das Zeugs nur als Tee, per Spritze oder keine Ahnung, kenne mich mit Drogen nicht so aus, konsumiert werden würde, also so, dass andere nicht gezwungener Maßen das Zeugs mitkonsumieren müssen, würde ich eine Legalisierung davon abhängig machen, ob es gesellschaftliche Nachteile für die Gesellschaft hätte.

Wenn die Leute wegen Cannabis Konsum dann z.B. depressiv werden und nicht mehr zur Arbeit erscheinen, dann leidet das ganze Wirtschaftssystem und somit auch die Gesellschaft als ganzes, in so einem Fall sollte der Cannabis Konsum weiterhin verboten bleiben.*
Und wenn die Leute gesundheitliche Schäden durch ihren Cannabis Konsum erhalten, dann sollten sie deswegen nicht das Gesundheitssystem belasten dürfen, wie es z.B. momentan bei Rauchern und Alkoholikern ist.


EDIT:

Bei der Kat Pflanze, eine Droge aus Afrika ist es z.B. so, dass das Zeugs nicht geraucht, sondern gekaut wird.
Damit ist die Gefahr eigentlich nur auf die Drogensüchtigen beschränkt.

Das Problem ist allerdings, dass diese Droge starke gesellschaftliche Probleme verursacht. Die Leute werden apathisch und kriegen nichts mehr auf die Reihe, weil sie nur noch am Kat kauen sind.

Wenn Cannabis sich ähnlich auf die Gesellschaft auswirken würde, muss es natürlich verboten bleiben.
 
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AW: Cannabis Legalisierung

Na hoffentlich hälst du dich von jeglichen gesundheitsgefährdenden Dingen fern und sei es nur schneller Radsport oder sonstiges, nicht das du noch das Gesundheitswesen in Anspruch nehmen musst auf Kosten der Solidargemeinschaft. Wer Drogen konsumieren möchte, sollte das legal tun dürfen, der Körper und die Verfügungsgewalt darüber ist keine Angelegenheit dritter. Wer soviel Drogen konsumiert, das diese sich negativ auf das Leben auswirken, hat bereits ganz andere Probleme, bei denen man nicht von einem normal geregelten Leben ausgehen kann. Nur eines sollte strickt geregelt und kontrolliert werden. Das Fernbleiben von Konsumenten vom Straßenverkehr. Auch wenn das viele locker sehen, so habe ich keinerlei Verständnis dafür, daß der Drogenkonsum trotz Teilnahme am Straßenverkehr stattfindet und so private Interessen vor die Gesundheit und das Leben anderer Menschen gestellt werden. Man muss sich vor Augen halten, das das eigene Kind Opfer werden kann und da hört der Spaß auf. Also solang ich als Nichtkonsument keinerlei direkter Gefahr ausgeliefert werde, tangiert mich der Konsum anderer nicht und ich maße mir nicht an darüber urteilen zu wollen, was anderen gebilligt wird und was nicht, jedoch wie bereits erwähnt, alles in gewissen Grenzen. Ein lascherer Umgang sollte sich nicht auf Kontrollmassnahmen im Straßenverkehr auswirken
 
AW: Cannabis Legalisierung

Andregee schrieb:
... Ein lascherer Umgang sollte sich nicht auf Kontrollmassnahmen im Straßenverkehr auswirken
Ich denke mal, das ist die größte Baustelle, weil es eben keine zuverlässigen Testverfahren zur Berauschtheit durch Cannabis (oder andere nicht legale Drogen) gibt. Ein Kiffertest ist halt während des Rauschs und am Tag nach dem Rausch genauso positiv. Eine diffenrenzierte Betrachtung des Rauschzustands, wie es mit dem Alkoholpromillewert ansatzweise ermöglicht wird, funktioniert bisher bei anderen Drogen (soweit ich weiß) noch nicht.
 
AW: Cannabis Legalisierung

PC_Geek schrieb:
Also ich habe jetzt den ganzen Thread nicht gelesen und werde ich auch nicht tun,
aber ich werde trotzdem kurz mal meine Meinung zu dem Thema sagen.


Ich bin gegen eine Cannabis Legalisierung solange das Zeugs geraucht wird.

Denn hier fängt die Intoleranz gegen alle Bürger des Landes an, die das Zeugs nicht freiwillig mitrauchen wollen
und da z.B. Raucher heutzutage in ihrer Wohnung rauchen dürfen und der Rauch, insbesondere im Sommer ja dann durch die Fenster trotzdem in die Wohnung des Nichtrauchers zieht und man dem Nichtraucher auch nicht zumuten kann, dass er bei > 35° C Außentemperatur das Fenster schließen soll, bin ich absolut dagegen, dass noch anderes Zeugs geraucht werden darf.

Als erstes möchte ich sagen:
Ich weiß nicht was du für eine Nase hast aber ich habe als Nichtraucher noch nie in meinem Leben durch irgendein Fenster von einer anderen Wohnung Nikotinrauch gerochen. Ehrlich gesagt halte ich das für Quatsch weil wenn in der Wohnung nicht 30 Mann gleichzeitig rauchen dürfte vom Tabakrauch von draußen nichts reinkommen geschweige denn zu riechen sein.

Nun zum Cannabis, in der Tat riecht es ziemlich komisch, ob unangenehm oder nicht muss jeder selber entscheiden. Allerdings muss man dann nochmal klar sagen das Rauchen auch eine der ungesündesten Konsumformen ist, ist aber nicht alternativlos.

Vielmehr muss man wissen das wenn man das Zeug raucht eben weniger benötigt wird um eine gewisse Wirkung zu erzielen und bei Schwarzmarktpreisen die pro Gramm teurer wie Gold sind kann man das dann schon verstehen wenn Konsumenten zu dieser Konsumform greifen.
Und da sollte sich jeder selbst fragen ob ein Verbot wirklich wirksam ist und die Verfügbarkeit einschränkt, oder die Verfügbarkeit nicht einschränkt, riskante Konsumformen fördert und generell Kontraproduktiv im Hinblick des Jugendschutzes bzw. generell zum Schutze der Allgemeinheit ist?
Ein Blick über den Tellerrand hinaus lässt erkennen das es auch anders geht:
In den USA, wo viele Staaten für Medizinische Zwecke bzw. persönlichen Gebrauch Cannabis legalisiert haben gibt es THC-haltige Bonbons, Getränke, Butter,Kekse etc.
Also rauchen müsste man das dann nicht mehr wenn es einen legalen Markt geben würde, insofern ist dieses Argument von dir wieder nur ein vorgeschobenes Argument um eben deine Meinung zum Verbot zu rechtfertigen.

PC_Geek schrieb:
Ob eine Legalisierung okay wäre, solange das Zeugs nur als Tee, per Spritze oder keine Ahnung, kenne mich mit Drogen nicht so aus, konsumiert werden würde, also so, dass andere nicht gezwungener Maßen das Zeugs mitkonsumieren müssen, würde ich eine Legalisierung davon abhängig machen, ob es gesellschaftliche Nachteile für die Gesellschaft hätte.

Bitte nimm den gleichen Maßstab für die Prohibition, nämlich ein fortlaufende Prohibition davon abhängig zu machen ob es gesellschaftliche Nachteile für die Gesellschaft hat, oder zumindest die Nachteile überwiegen. Und dies, da sind sich Mediziner, Strafrechtsprofessoren, Sozialarbeiter usw. fast alle einig, ist bei Cannabis auf jeden Fall gegeben. Es kann nicht sein das die Prohibition mehr Schaden anrichtet als der Konsum selbst.

PC_Geek schrieb:
Wenn die Leute wegen Cannabis Konsum dann z.B. depressiv werden und nicht mehr zur Arbeit erscheinen, dann leidet das ganze Wirtschaftssystem und somit auch die Gesellschaft als ganzes, in so einem Fall sollte der Cannabis Konsum weiterhin verboten bleiben.*
Und wenn die Leute gesundheitliche Schäden durch ihren Cannabis Konsum erhalten, dann sollten sie deswegen nicht das Gesundheitssystem belasten dürfen, wie es z.B. momentan bei Rauchern und Alkoholikern ist.

Also nochmal,von allen Cannabiskonsumenten werden 2-3% depressiv oder haben andere ernsthafte Probleme mit Cannabis.Dies sagt die Hauptstelle für Suchtfragen, und gehen wir mal davon aus das die dort wissen was sie sagen.
der überwiegende Teil hat außer der nutzlosen Strafverfolgung die manchen Leuten erst das Leben versauen kann keinerlei nennenswerten Probleme mit Cannabis. Anders wie bei Alkohol gibt es da nämlich keine toxische tödliche Dosis. Auch gibt es außer durch die riskante Konsumform Rauchen keinerlei Probleme für den Körper.

Latente Psychosen können ausgelöst werden, und für diesen Personenkreis sollte Cannabis tabu sein, aber bei Alkohol gibt es auch Psychosen die ausgelöst werden (man denke nur an die Leute die aggressiv durch Alkohol werden).

Ein Verbot erreicht aber nicht die Problemkonsumenten sondern im Gegenteil diese kapseln sich immer mehr von der Gesellschaft und deren Hilfen ab.Erst wenn die Scheiße wirklich am dampfen ist (wie man hier im Ruhrgebiet so schön sagt) erreicht man diese Menschen mehr oder weniger mit Zwang.


PC_Geek schrieb:
EDIT:

Bei der Kat Pflanze, eine Droge aus Afrika ist es z.B. so, dass das Zeugs nicht geraucht, sondern gekaut wird.
Damit ist die Gefahr eigentlich nur auf die Drogensüchtigen beschränkt.

Das Problem ist allerdings, dass diese Droge starke gesellschaftliche Probleme verursacht. Die Leute werden apathisch und kriegen nichts mehr auf die Reihe, weil sie nur noch am Kat kauen sind.

Wenn Cannabis sich ähnlich auf die Gesellschaft auswirken würde, muss es natürlich verboten bleiben.

Und damit hast du dich als "Experte" völlig disqualifiziert! Apathisch, nichts auf die Reihe kriegen? Dann les mal hier einen Auszug:

" Der Konsum von Khat wirkt anregend. Er macht fröhlich und redselig und unterdrückt Müdigkeit und Hunger. Khatblätter werden deshalb gerne bei geselligen Zusammenkünften gekaut. Das geht oft bis zum Morgen so."

http://www.dw.de/die-invasion-der-kaudroge-khat/a-5788527-1

Khat wird ebenso wie die Coca Pflanze (nicht Kokain) in Südamerika, von Afrikaner gekaut um in gesellschaftlichen Zusammenkünften wie bei uns der Alkohol die Laune zu steigern, aber auch das kauen bei der Arbeit hat Tradition weil es in der Regel eben fitter macht und den Hunger vertreibt.
Man sollte sich schon informieren bevor man was schreibt, aber das ist bezeichnend für die ganze Drogenpolitik die nur aus Halbwahrheiten oder irgendwelche zusammen gedichteten Fakten aufgebaut ist ;)
 
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AW: Cannabis Legalisierung

Naja, also beim Kath hat er sich nicht gleich total disqualifiziert, denn man darf nicht unterschlagen, dass jedes Aufputschmittel über kürzere oder längere Zeit zu Resistenz führt. Wo durch Stoff X Botenstoffe blockiert werden, um bspw. Müdigkeit zu verhindern, reagiert das Gehirn durch Ausbildung von mehr Rezeptoren, damit der "Normalbetrieb" des Gehirns unter dauerhaftem Aufputschmitteleinfluss wieder hergestellt wird. Bei Koffein und Kokain dauert das im Schnitt nur 6 Tage, bei Dexidrin (Speed) und Methamphetamin (Crystal) sind es zwei bis drei Wochen. Die Resistentz, die durch einen Hardware-Umbau hervorgerufen wird, ist auch der Grund für Entzugserscheinungen, weil ohne Stoff X die Hardware wieder umgebaut werden muss.

Dexidrin und Methamphetamin sind auch Aufputschmittel, verbessern akut erstmal die Stimmung usw., aber wenn jemand täglich Speed zieht und eine Resistenz aufbaut, dann wird der mitunter auf Dauer apathisch und "nichtsmehraufdiereihekriegerisch" und beim Kath-Konsum in Arabien wird das möglicherweise ähnlich sein. Es geht ja bei der Problembetrachtung nicht um die, die es ab und an mal nehmen, sondern um die, die täglich Kath kauen und das sollen angeblich, laut diverser TV-Berichte aus der Region, sehr viele sein. Ob die aber das problematische Suchtverhalten jetzt wegen Kath entwickeln oder wegen der Lebensumstände, bspw. wegen eines verfügbaren Fernsehers, der ihnen Tag für Tag einen Lebensstandard präsentiert, den sie soiwieso niemals erreichen können (oder wegen der krassen Lebenswirklichkeitdifferenz zwischen Scheichs, die reicher sind, als europäische Bankchefs und Kamelhirten, die weniger haben, als Hartz-IV) - das ist eine andere Frage.
 
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AW: Cannabis Legalisierung

1.) Cannabis sollte man nur einnehmen wenn man Krebs hat /Krank ist oder reich ist.

Die Minderheit der Cannabis-Konsumenten kann ihr Leben mehr oder weniger normal weiterführen. Die Mehrheit bekommt durch den Konsum früher oder später Probleme, sei es in der Schule, Beruf oder familiär. Des Weiteren kann Cannabis Psychose auslösen und das ist Fakt!

2.) Dann muss man natürlich unterscheiden zwischen 1.)Hardcore-(Bong)-Kiffer 2.)Gelegenheitskonsumenten.

Der größte Teil der Minderheit die alles noch auf die Reihe bekommt sind Gelegenheitskonsumenten.

3.) Die Grassorte spielt auch eine große Rolle. Indica-Gras ballert einen weg, die Kiffer liegen dann rum wie auf Heroin, Sativa dagegen macht eher kreativ, d.h. man kann sich noch gut beherrschen.

4.) Dann kommt es auch darauf an, ob man es mit Alkohol etc. kombinieren tut oder nicht.

und die Umgebung muss stimmen, bloß keine Assi-Freunde nebe sich haben die einen während des Rausches erschrecken
 
AW: Cannabis Legalisierung

Ich habe mal geschaut, nirgendwo habe ich Berichte über Apathische Menschen oder wenn man so will apathischen Süchtigen von Khat gelesen.

Hier ein Auszug von einem Doktor:

Wirkung:
Die zentral stimulierende Wirkung wird durch Beeinflussung verschiedener Neurotransmittersysteme erreicht. Cathinon, der erwünschte Wirkstoff, ist ein indirektes Sympathomimetikum. Es fördert die Freisetzung der Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin aus den Speichern und Ausschüttung in den synaptischen Spalt der entsprechenden Nerven. Die Rückspeicherung der Transmitterstoffe wird blockiert. Somit stehen kurzfristig größere Mengen der Botenstoffe zur Verfügung, es kommt zur zentralen Anregung, aber auf lange Sicht verarmt die Nervenzelle an Transmitter. Norpseudoephedrin bewirkt ebenso Freisetzung von Catecholaminen (eine Sorte Neurotransmitter).

Im Vordergrund steht die psychostimulierende und euphorisierende Wirkung. Ein Zustand des allgemeinen Wohlbefindens mit heiter-erregter Grundstimmung wird berichtet. Die Menschen werden gesprächig, ein erhöhter Rededrang fördert die Geselligkeit des Konsums. Probleme scheinen leichter zu bewältigen zu sein. Das Gefühl für Raum und Zeit verschwimmt leicht. Müdigkeit verschwindet. Zu Halluzinationen kommt es nicht. Nach etwa zwei Stunden nimmt der erregte Zustand ab.

Weitere Wirkungen von Cathinon bzw. Qat:

Appetithemmung, Abnahme des Hungergefühles
Gesteigerte Anregung, aber auch Hang zu motorischen Stereotypien
Daneben hat Cathinon als Reinsubstanz eine kreislaufanregende Wirkung: Erhöhung der Herzfrequenz, Steigerung des Blutdrucks, Rötung des Gesichts.
geringfügige Erhöhung der Körpertemperatur, leichte Hyperthermie
Schwitzen
Pupillenerweiterung
Mundtrockenheit
Unangenehme Wirkungen bei regelmäßigem Konsum:

Schleimhautentzündungen (Mund, Speiseröhre und/oder Magen)
Störungen im Verdauungstrakt (Blähungen und/oder Verstopfung)
Geschwüre und andere Schäden im Verdauungstrakt, der Leber und/oder in der Niere durch Begleitstoffe im Qat
Qat-Extrakte wirken cytotoxisch (Hemmung der RNA-Synthese), teratogen (fruchtschädigend) und mutagen (erbgutverändernd)
Schlafstörungen
innere Unruhe, übersteigerte Aktivität
Störungen im sexuellen Bereich
Abmagerung bei Dauerkonsum durch die Appetithemmung, daraus resultierend auch eine erhöhte Infektanfälligkeit
Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft regelmäßig Qat kauen, haben ein unterdurchschnittliches Gewicht bei der Geburt.

http://www.dr-bernhard-peter.de/Apotheke/Gifte/Qat.htm

Wie gechrieben, von apathisch lese ich nichts. Das würde wohl eher zu Heroin oder anderen Opiaten so zu treffen.

Ob eine gewisse Resistenz nach einer Zeit eintritt weiß ich nicht, denke aber das wie bei anderen problematischen Drogenkonsumenten eine Dosissteigerung bei Dauerkonsum nötig ist.

Aber wie dem auch sei, hier wird wieder unbewusst unterstellt das jede Droge automatisch süchtig macht, aber dies ist eben nicht immer der Fall. Und insbesondere bei Cannabis ist dies nicht der Fall. Man kann nicht ein Verbot rechtfertigen weil 2% der Konsumenten damit Probleme haben, aber 98 % damit ohne Probleme und Anzeichen eines Suchtverhalten klarkommen.

Das ist die entscheidende Frage! Und wichtig wäre auch abzuklären ob die ganzen strafrechtlichen Maßnahmen gegenüber denjenigen die es angeht der Gesellschaft nützen, und dies wird immer kritischer angesehen und auch immer öfter hinterfragt (auch von Menschen wie ich, die noch nie gekifft haben und sogar keine Zigaretten rauchen).
Ergänzung ()

i7875K schrieb:
1.)
Die Minderheit der Cannabis-Konsumenten kann ihr Leben mehr oder weniger normal weiterführen. Die Mehrheit bekommt durch den Konsum früher oder später Probleme, sei es in der Schule, Beruf oder familiär.

Quelle?

i7875K schrieb:
Des Weiteren kann Cannabis Psychose auslösen und das ist Fakt!
Und zu den Psychosen:
Alkohol kann auch Psychosen auslösen und nu? Verbieten? Konsumenten in den Knast stecken??
 
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