MountWalker
Fleet Admiral
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- Juni 2004
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AW: Cannabis Legalisierung
Nennenswert betrunken wird man dadurch nicht - erst recht nicht, wenn man jeden Tag vergleichbare Mengen einnimmt, weils ja dann auch eine Resistenz gegen diese Menge gibt. Aber genau das ist ja der Grund warum ich eben einen Grenzwert vorziehen würde. Bei einem grenzwert kann ich eine Schwelle wählen, wo ich sagen kann, wer mehr als das und das im Blut hat, der hat so unwahrscheinlich versehentlich das Rauschmittel aufgenommen, dass eine Bestrafung hinreichend gerechtfertigt ist. Bei "absolut 0" geht das aber nicht. Was ist denn die von dir beschworene Toleranz durch den Polizeibeamten anderes, als dass der Polizist sich einfach selbst bei 0,12 Promille sagt: "Och, das ist so wenig, das liegt unter meinem persönlichen Toleranzwert"? Ist ein Toleranzwert besser, wenn er durch den Polizisten definiert wird, als wenn er direkt im Gesetz steht?
Ja, Toleranz schön und gut, aber warum soll ich einem Polizisten die Möglichkeit geben, mir mit sowas ans Bein zu pinkeln, weil er mich eigentlich für etwas bestrafen will, das er nicht bestrafen darf? 0,0 erschafft eine Missbrauchsmöglichkeit, das heißt nicht, dass signifikant oft Missbrauch mit einer solchen Regelung stattfinden würde. Es kann allerdings wichtig sein, ob wir auch nur einen einzigen Fall von Missbrauch einer solchen Regelung in Deutschland hinnehmen wollen.Seppuku schrieb:... Das Geheimnis liegt in der Toleranz...
Ich hatte vor Jahren an einem Tag der offenen Tür eine eine Führung durch die Schilkin-Liqueur-Fabrik in Berlin Kaulsdorf und die Frau, die die Führung gemacht hat, hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei Arbeitern, die sich am Tag länger in dem Bereich aufhalten, wo der Hochprozentige mit dem Aromen und Wasser vermischt wird, bei Feierabend "um die" 0,2 Promille im Blut haben können weswegen das Unternehmen seinen Mitarbeitern empfielt, nicht direkt nach Feierabend Auto zu fahren, weil man bei mehr als 0,2 bei einem hypothetischen Unfall ja automatisch einen Schuldanteil hätte.Seppuku schrieb:... Ich würde gerne einmal die Umstände sehen unter denen jemand durch einatmen einen nennenswerten Blutalkoholspiegel erreicht hat. ...
Nennenswert betrunken wird man dadurch nicht - erst recht nicht, wenn man jeden Tag vergleichbare Mengen einnimmt, weils ja dann auch eine Resistenz gegen diese Menge gibt. Aber genau das ist ja der Grund warum ich eben einen Grenzwert vorziehen würde. Bei einem grenzwert kann ich eine Schwelle wählen, wo ich sagen kann, wer mehr als das und das im Blut hat, der hat so unwahrscheinlich versehentlich das Rauschmittel aufgenommen, dass eine Bestrafung hinreichend gerechtfertigt ist. Bei "absolut 0" geht das aber nicht. Was ist denn die von dir beschworene Toleranz durch den Polizeibeamten anderes, als dass der Polizist sich einfach selbst bei 0,12 Promille sagt: "Och, das ist so wenig, das liegt unter meinem persönlichen Toleranzwert"? Ist ein Toleranzwert besser, wenn er durch den Polizisten definiert wird, als wenn er direkt im Gesetz steht?
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