Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Seppuku schrieb:
Unddas wird jetzt wie durch eine Freigabe ab 21 Jahren verhindert?

Nein natürlich nicht, aber die Polizei kann ihre begrenzten Einsatzkräfte auf die Verhinderung des Konsums für Jugendliche fokussieren. Ausserdem kann das Geld was nicht mehr in die unnötige Verfolgung harmloser Kiffer geht in die Prävention und Jugendschutz gesteckt werden.

Also manchmal weiß ich nicht worum wir reden? Haben wir nicht ein jahrzehntelanges Verbot? Haben wir nicht trotzdem eine hohe Verfügbarkeit von Cannabis? Haben wir nicht ein unnötiges Risiko von Gesundheitsschäden durch verunreinigte Ware für die Konsumenten? Haben wir keinen Jugendschutz für Cannabisprodukte? Haben wir so gut wie keine Prävention in diesem Bereich weil hauptsächtlich nur auf Repression gesetzt wird?

Glaub mir ich bin der erste der gerne ein gut funktionierendes Verbot umgesetzt sieht, doch ist dies beim Cannabis einfach nicht mehr möglich. Diese Droge ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und auch du lieber/liebe Seppuku wirst irgendjemanden im Bekanntenkreis haben der kifft oder gekifft hat oder dir das Zeug in einer kurzen Zeit beschaffen kann, von dem du wahrscheinlich gar nicht denken würdest das er das könnte.

Also nochmal gaanz langam für dich:
Cannabis ist seit jahrzehnten Verboten, aber wir reden nicht einen Stoff neu in den Verkehr zu bringen sondern darum ihn gesetzlich zu regulieren. Das sind zwei verschiedene Dinge!
So borniert kann man nicht sein wenn man ein jahrzehntelanges Scheitern nicht einsehen will oder kann. Selbst in den USA die in der Cannabisrepression immer weitaus schlimmer waren hat man das nun eingesehen und sie sind uns auch was den Konsum für medizinisches Marihuana angeht und persönlichem Konsum weit voraus. Davon sollten wir lernen und uns eingestehen das es viele Wege gibt die nach Rom führen ;)


Seppuku schrieb:
Und warm sollte bitte die Hemmschwelle gegenüber harten Drogen steigen? Das ist ja genau das Argument, welches bei Cannabis immer nicht zählen darf...
Hier wird sich auch wirklich alles hingedreht, wie man es braucht...

Auch hier verstehe ich nicht was man nicht begreifen kann: Es ist das kriminille Milleu und seit wann gibt es in Deutschland eine Trennung der Märkte für harte und weiche Drogen?
Viele Dealer verkaufen Cannabisprodukte ebenso wie harte Drogen nicht unbedingt Heroin aber Extasy,Speed,etc.
Nun kommt ein Konsument der Cannbis will mal zu einem und der sagt "hab kein Gras da aber hab da was anderes da, probier mal"

Die meisten werden wieder abziehen und sagen nein danke aber ein kleiner Teil wird sagen "na gut kein Gras da, dann baller ich mir die Rübe mit Speed weg"

Aber sowas ist es was so Leute wie du wollen anders kann ich mir die Reaktion von dir nicht vorstellen! Wahrscheinlich braucht ihr sowas um dann behaupten zu können Cannabis ist doch die Einstiegsdroge :D

Komischerweise hat mir im Supermarkt der Alkoholdealer noch nie harte Drogen angeboten, woran das wohl liegt? Hm könnte daran liegen das Alkohol legal ist aber darüber wird noch gestritten :D :freak:
 
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@Seppuku:
Ach ja, Stimmt. Wenn es nur noch ab 21 Jahren erlaubt ist, wird auch kein unter 21jähriger versuchen Cannabis zu bekommen.
genauso wie bei alkohol und tabak. würdest du die altersgrenzen für alkohol und tabak aufheben?

Und warm sollte bitte die Hemmschwelle gegenüber harten Drogen steigen? Das ist ja genau das Argument, welches bei Cannabis immer nicht zählen darf...
das hat er doch geschrieben:
Kein Kontakt mit Dealern, kein Kontakt mit den echten Giftlern, kein Kontakt mit dem kriminellen Milieu.
genau das ist wohl das gewichtigste argument für eine legalisierung: die hürde zu echten drogen zu erhöhen. es ist allgemein bekannt, dass an cannabiskonsum ja eigentlich nichts schlimmes dran ist. wenn man damit aber schon im drogenmilleu ist, ist der sprung zu echten drogen klein. der sprung von ähnlichen "drogen" wie cannabis, sprich alkohol und tabak ist aber ungleich höher. warum? weils was legales normales ist, das keinen kontakt zu dealern und kriminellen erfordert. durch die kriminalisierung von cannabis wird dieser sprung aber in kleine schritte unterteilt, wodurch die hemmschwelle ganz erheblich sinkt.
 
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Lübke schrieb:
genau das ist wohl das gewichtigste argument für eine legalisierung: die hürde zu echten drogen zu erhöhen. es ist allgemein bekannt, dass an cannabiskonsum ja eigentlich nichts schlimmes dran ist. wenn man damit aber schon im drogenmilleu ist, ist der sprung zu echten drogen klein.

Dem kann ich soweit nur zustimmen.
Jeder Dealer der dir Cannabis vertickt, hat zu großteil auch die Connections zu anderen Mittelchen zu gelangen.
Und wenn es nicht gerade ein Freund ist, der es dir gibt (was gut möglich ist, bei solch einer milden Droge), wird dieser Dealer es dir auch anschnacken.

Zuoft siegt dabei die neugier und schon ist man reingerutscht.

Gruß!
 
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Bin ja mal gespannt, wie die Experimente in Amyland auf die Dauer laufen werden.
Da Deutschland ja gerne die Vögel als Vorbild nimmt, wäre das eine der wenigen Ausnahmen, wo ich bei ihnen wäre^^
Ben and Jerries (oder wie die heißen) erfreut sich gerade an verfressenen Kiffern. :lol:

Ich schätze, hier zu Lande muss es nur einer genügend hin und her rechnen, dass die Summe am Ende für alle stimmt und dann sind wir einen Schritt weiter.
Die Menge, die für Amyland frei gegeben würde, sind sogar recht gebräuchlich.

Große negativ Schlagzeilen habe ich zu mindestens noch keine gesehen.
 
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Wie schnell der Wind sich drehen kann zeigt folgende Umfrage des Fernsehsenders CNN:

Umfrage: US-Bürger erstmals für Legalisierung von Marihuana

http://www.finanznachrichten.de/nac...mals-fuer-legalisierung-von-marihuana-003.htm

Interessant das vor nicht allzu langer Zeit die Mehrheit gegen eine Freigabe waren, lag wohl daran das zu viele den Lügen über Cannabis geglaubt haben. Durch das medizinische Marihuana was eine defacto Freigabe für einen relativ großen Teil der Kiffer darstellte sahen auch Nichtkonsumenten das Cannabis doch nicht das Unheil über die Menschen bringt wie immer befürchtet.

Die Niederländer wissen das auch, und in NRW wissen das die meisten Menschen die über den Tellerand Deutschland hinaus schauen eigentlich auch, denn das Prinzip Coffeeshop funktioniert ja schon seit Jahrzehnten ohne nennenswerte Probleme für die Niederländer (bis auf den Drogentourismus, aber das liegt nicht an die Coffeeshops selber, sondern daran das umliegende Länder eine repressive Drogenpolitik fahren)
 
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eins muss ich jedoch sagen, auch wenn ich grundsätzlich eine legalisierung und marktwirtschaftliche nutzung als vorteilhaft erachte: mit einer legalisierung muss auch eine vernünftige aufklärung einhergehen. denn cannabis ist (ebenso wie alkohol, zigaretten, nasenspray, etc.) im missbrauchsfall durchaus nicht zu unterschätzen. ein verantwortungsbewusster umgang ist durchaus wichtig. und es gehört ebensowenig wie die anderen genannten mittel in kinderhände. dafür muss ein bewusstsein geschaffen werden.
 
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Lübke schrieb:

Ich glaube, da sind sich alle Befürworter einer Legalisierung einig: Ordentliche Aufklärung und Jugendschutz müssen sein. Genau das gibt es jetzt nämlich nicht.
 
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@Lübke
Das ist eine sehr vernünftige Sichtweise und auch mein reden die ganze Zeit. Es muss mit der Verharmlosung von Alkohol/Nikotin und im Gegenzug der übermäßigen Verteuflung von Cannabis aufhören! Es darf nicht sein das Alkohol in Supermärkten oder sonstigen Läden wie Tankstellen,Kiosk,etc. ohne wirksame Kontrolle verkauft werden darf.

Plädiere sehr für ein Monopol beim Staat in eigens dafür Lizenzierte Geschäfte mit strengen Auflagen.

Tabak sollte wie in Italien nur in sogenannten Tabakgeschäften verkauft werden (tabacchino/tabaccaio) aber nicht in Supermärkten oder an irgendwelchen Kiosken,Tankstellen,etc. wo die Kontrolle schwierig bis ummöglich ist.
Ebenso sollte das für Cannabis gelten, nur in Lizenzierte Läden unter ebenfalls strengen Auflagen erwerbbar sein.

Solange insbesondere Prohibitionsbefürworter nicht für solche Maßnahmen plädieren sind sie in meinen Augen eh unglaubwürdig, denn um das Wohl der Bevölkerung und hier insbesondere dem Schutz der Kinder und Jugendlichen geht es ihnen nämlich nicht wirklich.
Ansonsten kann man nicht ein gefährliches Rauschgift wie Alkohol praktisch ohne jede Kontrolle verkaufen lassen, und ein Stoff was ebenso süchtig macht wie Kokain und Heroin ( Tabak) auch ohne nennenswerte Kontrollen verkaufen lassen.

Somit drängt sich der Verdacht auf das im Prinzip nur eine Gruppe geschützt werden soll, nämlich die Dealer von Drogen und ihre Profite. Da man dies nicht sagen kann muss man natürlich Horrorgeschichten erzählen und hoffen das genügend (unwissende) dies Glauben!

edit:
Hier noch ein sehr interessantes Video warum das Verbot nicht mehr durchzusetzen ist:

Das Video ist auf Englisch mit deutschen Untertitel, aber sehr empfehlenswert da hier neutral berichtet wird
 
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Wirklich interessant, dass es Leute unter 50 gibt, die weiterhin meinen, dass das mittlerweile ewig dauernde Verbot der richtige Weg ist. Kennt man sich aus mit der Materie und ist in der Lage objektiv!! zu urteilen, verbietet sich ein Festhalten an dieser Vorgehensweise.

Da reicht es eigentlich das absolute Scheitern (auf ganzer Linie) des Verbotsversuchs anzuerkennen. Dazu muss man natürlich in der Lage und willens sein.
 
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HongKong Fui schrieb:
Zu viel wurde damals erlogen, wie schlimm die Folgen sind, usw. Viele fangen bei Thema Drogen daher nicht mal mit dem Denken an, sondern blocken automatisch ab.
Man glaubt immer noch, Cannabis sei eine Einstiegsdroge, doch diese (falsche) Vorstellung ist erst durch die Illegalität entstanden.
Oder man glaubt Alkohol sei weich, MDMA frisst Löcher ins Gehirn, LSD und Pilze erzeugen bleibende psychische Schäden. Dabei ist Alkohol fast schon als hart einzustufen und MDMA, LSD und Pilze gehören zu den am wenigsten gefährlichsten Drogen überhaupt, noch weniger gefährlich als Cannabis.

Es fehlt einfach an Aufklärung, die Menschen werden nicht anfangen selbst zu denken. Da die Cannabislegalisierung langsam fortschreitet besteht eine Chance, dass es zur Aufklärung kommt. Dann wird es interessant. Dann merken die Menschen, dass es keinen Sinn ergibt, dass MDMA, LSD, usw. illegal sind während Tabak und Alkohol (und dann evtl. auch Cannabis) zugleich legal sind.
 
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Lumin schrieb:
[...] MDMA, LSD und Pilze gehören zu den am wenigsten gefährlichsten Drogen überhaupt, [...]

Es fehlt einfach an Aufklärung, [...]
Ja, es fehlt wirklich an Aufklärung...
 
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Seppuku schrieb:
Hier will Seppuku zeigen, dass diese Aussage absurd und falsch ist, indem er auf nichts eingeht. Genau das habe ich gemeint mit: "Viele fangen bei Thema Drogen daher nicht mal mit dem Denken an, sondern blocken automatisch ab."


Artikel zum Thema aus dem "Lancet".
 
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Oder aber er hat sich eben mehr Gedanken gemacht und erliegt nicht jeder Publikation (und sei sie auch im Lancet publiziert) die irgendeine Pauschalisierung fördert, ohne konkreter darüber nachzudenken. http://www.google.com/url?sa=t&rct=...=j2ZAEgy5-UbIHepxDm0cIQ&bvm=bv.58187178,d.ZGU
Vor allem ist diese Studie für den Drogenkonsument zum Abschätzen der Gefährlichkeit alles andere als geeignet (was du aber durch deine Aussage und die Auflistung von Nebenwirkungen suggerierst).
 
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Ich würd da mal frei nach Paracelsus zitieren:
„Dosis sola venenum facit“ = Die Dosis macht das Gift

Aber wenn ich mir diese Tabelle anschaue (nach Dr.Nutt) dann hat Lumin in der Tat recht, aber das darf natürlich nicht sein da für Seppuku eine Welt zusammenbricht :D


Alkohol ist übrigens die gefährlichste Droge in diesem Ranking^^

Sowas ähnliches hatten wir übrigens schon mal, da hieß es die Welt wäre eine Scheibe (hat auch lange gedauert die Obrigkeit davon zu überzeugen das es nicht so ist).....
 
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China schrieb:
Ich schätze, hier zu Lande muss es nur einer genügend hin und her rechnen, dass die Summe am Ende für alle stimmt und dann sind wir einen Schritt weiter.
Man müsste den 0815-Otto erstmal auf den aktuellen Stand bringen. Die Märchen von Flashbacks und Einstiegsdroge schwirren immer noch in den Köpfen herum. "Wohin soll das führen" "Die arme Jugend und unsere Kinder blablablalba"

Dann ist die ganze Gesetzgebung voll mit BWLern und Juristen, die hauptsächlich die eigene Karriere vorantreiben wollen. Da erwarte ich wenig
 
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Hab hier noch ein gutes Beispiel wie manipulativ versucht wird auf die Meinung der Bürger Einfluss zu nehmen, natürlich kommt das Beispiel von der Bild Zeitung woher auch sonst. Dennoch sollte man nicht vergessen das die Bildzeitung von knapp 20 Millionen Menschen gelesen wird.

Also Schlagzeile war:
WAS MEINEN SIE?
Deutsche gegen Freigabe von Hasch

Während im US-Bundesstaat Colorado seit Jahresbeginn Marihuana frei verkauft werden darf, sind die Deutschen strikt gegen eine Aufweichung der bestehenden Gesetze.
In einer Umfrage für das Hamburger Magazin „stern“ erklärten fast zwei Drittel (65 Prozent), der Verkauf von Marihuana und Hasch sollte wie bislang verboten bleiben........
.......
Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 2. und 3. Januar 2014 für den „stern“ 1003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.
http://www.bild.de/politik/inland/m...rittel-gegen-eine-freigabe-34119762.bild.html

Soweit so gut, lustig ist aber das auf der Webseite auch noch mal gefragt wurde und immerhin über 10 000 Menschen haben abgestimmt und heraus kam dieses Ergebnis:



Selten so gelacht über so eine Volksverdummung :lol:
 
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Entschuldigt, wenn ich mich hier mal so eben rein dränge, habe diesen Thread nicht verfolgt, wollte nur mal anmerken ( da ich gerade Alkohol lese )dass auf meinem Arbeitsplatz in den 20 Jahren, bereits 12 Mitarbeiter wegen Alkoholismus ( Stress bedingt, Ärger etc ) zum Tode gekommen sind.

Erst nach 10 Jahren hat sich der Arbeitgeber bemüht, die entsprechenden Fenster, woraus sie alle gesprungen sind, zu vergittern/verplomben .

In den Medien ist kein Wort darüber verlautet worden, dass jene schwer Alkoholsüchtig waren und in diesem Zustand ( jenseits von 2-3 Promille ) aus den Fenster sprangen.
Auch ich wurde damals von ZDF kurz darüber Interviewt, wo ich dies klar und Deutlich sagte, dass jene schwer Alkoholsüchtig waren. Die Stelle wurde dann nicht ausgestrahlt sondern weg geschnitten.


Was man davon halten soll, soll jeder selbst entscheiden.
 
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das muss ich jetzt aber mal hinterfragen: sie waren dermaßen stark gestresst, dass es sie in die alkoholabhängigkeit getrieben hat? ok, soweit klar. sie waren aber nicht stark genug gestresst, selbstmord zu begehen, sondern das soll eine folge des alkoholkonsums und nicht des stress/ärger gewesen sein?
ich habe leider keine weiteren infos über die fälle außer deinem beitrag, aber meinst du nicht, dass es wahrscheinlicher ist, dass alkoholkonsum und selbstmord beides die folgen waren und stress und ärger die ursache für beides?

und dass das zdf über die verstorbenen nicht verbreitet hat, dass sie alkoholkrank waren könnte auch eine entscheidung aufgrund der pietät gewesen sein. möglicherweise waren auch die angehörigen nicht damit einverstanden, dass soetwas über die verstorbenen verbreitet wird. ich würde da jetzt keine absichtliche unterschlagung von informationen unterstellen wollen.

Erst nach 10 Jahren hat sich der Arbeitgeber bemüht, die entsprechenden Fenster, woraus sie alle gesprungen sind, zu vergittern/verplomben .
aber was ist mit den ursachen für diese tragödien? wurde hier abhilfe geschaffen? das mit dem fenster vergittern halte ich eigentlich für sinnfrei, selbstmord kann man auf vielfältige weise begehen. die ursachen dafür müssen beseitigt werden.

@dacapo: ich muss dich enttäuschen: die onlineumfrage ist wohl weniger representativ als die umfrage durch das institut: die onlineumfrage wurde nur von leuten gefunden, die sich für das thema interessieren und danach gesucht haben, das muss aber nicht die gesamte gesellschaft wiederspiegeln sondern kann durchaus vor allem diejenigen ansprechen, die ein eigenes interesse an dem thema haben. das führt zu verzerrungen im ergebnis.
 
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In dem Unternehmen läuft wohl etwas gewaltig schief, wenn 12 Leute innerhalb 20 Jahren Selbstmord begehen.
Die Gitter sind dann auch keine Lösung für das Problem.

Bei der Forza-Umfrage frage ich mich wie die ihre 2-3% Abweichung denn errechnen. Einer Umfrage bei der nur 1000 Leute befragt wurden, kann man nicht trauen. Auch nicht wenn die Leute zufällig ausgewählt sind. Nehme ich 1000 andere Personen, dann kann das ganze auch gleich mal um 50% abweichen.
Zumal es auch immer auf die genaue Fragestellung ankommt.
 
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Seppuku schrieb:
Oder aber er hat sich eben mehr Gedanken gemacht und erliegt nicht jeder Publikation (und sei sie auch im Lancet publiziert) die irgendeine Pauschalisierung fördert, ohne konkreter darüber nachzudenken. http://www.google.com/url?sa=t&rct=...=j2ZAEgy5-UbIHepxDm0cIQ&bvm=bv.58187178,d.ZGU
Vor allem ist diese Studie für den Drogenkonsument zum Abschätzen der Gefährlichkeit alles andere als geeignet (was du aber durch deine Aussage und die Auflistung von Nebenwirkungen suggerierst).
Drogen sind immer gefährlich, das sollte der Drogenkonsument erstmal wissen. Ich habe weder Nebenwirkungen aufgezählt noch etwas suggeriert, sondern Dinge aufgezählt, die für wahr gehalten werden, es aber nicht sind.

Der (bzw. die) Artikel sind gut um die Gefährlichkeit, Abhängigkeit, usw. ungefähr einstufen zu können. Natürlich sind sie die Zahlen nicht exakt, die Unlogik der aktuellen Gesetzgebung wird jedoch deutlich.


Wieso ist Alkohol und Tabak legal und das weniger schädliche Cannabis nicht? Entweder alles legalisieren, oder auch Alkohol und Tabak verbieten. Oder siehst du da eine Logik?

Der Staat greift in die Privatsphäre der Menschen ein. Nur durch Cannabis-Konsum wird niemand sonst direkt geschädigt, ebenso wenig durch Alkohol, Zucker, MDMA, fettreiches Essen, LSD, usw. Dies Eingreifen ähnelt sehr dem Verbieten von Homosexualität oder gewisser sexueller Praktiken. Wo zieht man also die Grenze?

Wieso müssen Konsumenten kriminalisiert werden und sich im wirklich kriminellen Millieu bewegen um an ihr Produkt zu kommen?

Wieso werden Drogen nicht staatlich kontrolliert, so dass Konsumenten unwissentlich Streckmittel wie Blei, oder Haarspray zu sich nehmen und damit nochmal zusätzlich aber diemal unkalkulierbar stark ihrer Gesundheit schaden?

Wieso müssen die Bürger die eigene Kriminallisierung und Verfolgung über Steuern bezahlen (Steuern) statt von den möglichen Steuereinnahmen zu profitieren?


Es gibt so viele Fragen. Ich bin kein Konsument, die Schwachsinnigkeit der weltweiten Gesetzgebung verblüfft mich einfach.


dacapo schrieb:
..., aber das darf natürlich nicht sein da für Seppuku eine Welt zusammenbricht :D
Das glaube ich eher weniger. Seppuku wird sich selbst kaum über die Illegalität von Drogen definieren.
Für Viele sind diese Tatsachen einfach neu, man selbst und alle eigenen Vorfahren sind mit dem geglaubten Wissen, dass Drogen sehr gefährlich sind und Alkohol harmlos ist, aufgewachsen.
Ich war auch überrascht als ich mich vor einigen Monaten mit dem Thema tiefgründiger befasst habe.
Es braucht einige Zeit bis man versteht, dass das eigene gelaubte Wissen zum Thema keine Grundlage hat und die Fakten anders sind. Ich behaupte sogar, dass nicht Jeder dazu in der Lage ist, je älter man ist, desto unflexibler wird man und desto schwerer wird es.
 
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