Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Seppuku du hast es nicht verstanden. Alkohol ist ein Zellengift und eigentlich ziemlich toxisch. Selbst bei Bestimmungsmäßigen Gebrauch führt es zu gravierenden gesundheitlichen Schäden.

Heroin ist natürlich wie alle Opiate ab einer gewissen Dosis tödlich aber anders wie Alkohol eben nicht unbedingt mit solchen toxischen Eigenschaften versehen. Wie ich schrieb könnte ein Patient mit kontrolliertem Opiatkonsum (Heroin, Morphium,Opium, Methadon,etc.) 90 Jahre alt werden wenn er es ohne geworden wäre.

Leider ziehst du das Niveau der Diskussion mit deinen Äußerungen wieder unnötig runter, und dir fällt nichts anderes ein als polemisch darauf zu antworten.
Echt super!
Es würde bei Beachtung der richtigen Dosis unter ärztlichen Beistand niemand zwingend an irgendwelchen Folgen sterben, beim Alkohol sieht das dann wieder anders aus. Ebenso wie Tabak führt der Bestimmungsgemäße Gebrauch dieser beiden Drogen definitiv zu gravierenden körperlichen Schäden und sogar u.U. zum Tode.
Die Gesellschaft kann verständlicherweise anhand der extrem Abhängigkeit von Heroinsüchtigen diese Droge verbieten, aber sollte dann auch klipp und klar sagen das der Preis dafür die Verelendung der Junkies ist und ein Anstieg der Beschaffungskriminalität durch die verbundene Illegalisierung in Kauf genommen wird.
Aber die Verelendung oder gar die Drogentoten als Begründung für das Verbot herzunehmen ist leider auch hier nur Stammtischgeschwätz und hat mit seriösen Fakten nichts zu tun.
 
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Ich weiß nicht, warum sich dieser Irrglaube immer so stark in den Köpfen festsetzt:
Dem Körper ist es egal, ob eine körperfremde Substanz über Enzyme katalysiert oder im Reagenzglas synthetisiert wurde. Woher soll der Organismus bei einer körperfremden Substanz auch wissen, woher sie kommt?
Damit ein Faktor (hier Substanz) auf die Evolution einen Einfluss haben kann, muss er generationsübergreifend einen Selektionsdruck auf den entsprechenden Organismus ausüben. Dies geschieht unabhängig davon, ob es ein synthetischer oder "natürlicher" Stoff ist...
Ist dir schon mal aufgefallen, dass die giftigsten Substanzen die man kennt aus der der Natur kommen?

Der Irrglaube besteht deiner Seits. Andernfalls möchte ich sofort einen Link zu deiner Quelle und besagter Theorie bitte.



Heroin ist nämlich nicht toxisch wenn es rein und in der richtigen Dosierung angewendet wird


Auf welchen Stoff trifft das denn nicht zu...

Hormone!
 
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dacapo schrieb:
Selbst bei Bestimmungsmäßigen Gebrauch führt es zu gravierenden gesundheitlichen Schäden.
Das könntest du bestimmt mal genauer ausführen. Was ist bestimmungsgemäßer Gebrauch bei Alkohol und was gravierende gesundheitliche Schäden?
Ist dir überhaupt bewusst, dass du kaum "alkoholfrei" leben kannst, da alleine durch z.B. Frucht- Brotkonsum im Körper selbst Alkohol entsteht? Ich kann dir versichern, dass mein Körper wunderbar mit den Mengen an Alkohol die in meinem Körper selbst produziert werden und in den Fällen, in denen ich alkoholische Geträne zu mir nehme wunderbar klar kommt (dank CYP und ADH...).

@ culo

Stimmt, Hormone sind total ungefährlich. Mit z.B. Insulin bring ich dich schneller um, als du niedriger Blutzuckerspiegel sagen kannst.
Und Hormongaben haben ja auch keine Nebenwirkungen. Meine Güte, vielleicht mal etwas nachdenken (und ewas Fachwissen besitzen), bevor man etwas schreibt...
Aber mir Irrglauben unterstellen...
 
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@seppuku
ebenso kommt dein Körper bestimmt auch wunderbar mit selbsterzeugten Endorphinen (körpereigene Opiate) zurecht, und nun? Also lebst du auch nicht Opiatfrei ;)

edit :
laut letzten Berichten ist wohl jeder Schluck Alkohol ungesund, insofern gibt es bei dem Bestimmungsmäßigen Konsum keine Grenze.
https://www.berlin.de/special/gesun...alkohol-auch-geringer-regelmaessiger-kon.html
 
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Green Mamba schrieb:
Es ist immer wieder unschön, wie eine eigentlich sinnvolle und fruchtbare Diskussion zerschlagen wird, indem platt seine Meinung dazuwischen gepostet wird, ohne an der eigentlichen Diskussion teilzunehmen.

warum hab ich daran nicht teilgenommen? hab euch aufgezeigt, dass es schon reicht, wenn man alkolenker hat, da muss man nicht mit dem feuer spielen und noch mehr drogen zulassen.
und klar sinkt die hemmschwelle. warum? weil es dann jeder kaufen und rauchen darf. die, die jetzt vielleicht bock auf einen jolly haben, aber kein gras kaufen trauen (oder nur selten welches kaufen, aus angst erwischt zu werden) werden dann eventuell öfters zum tütchen greifen. und leider sind nicht alle menschen so intelligent, und erkennen, wenn sie drogen konsumieren, das sie zb im straßenverkehr sich selbst und andere gefährden wenn sie fahrzeuge lenken. das sieht man ja schon an den zahlen der alkolenker. ich für meinen teil kann mit reinem gewissen behaupten, noch nie angetrunken gefahren zu sein (und habs nicht vor). aber wieviel idioten trifft man am wochenende, die sich noch hinters steuer setzen? ich bezweifle, dass sich das bei anderen drogen anders verhählt (egal ob hanf, hero&co).
ob sich jemand dahei mein tütchen anraucht oder einen über den durst trinkt, ist mir im prinzip egal, solange er dann keinen scheiß baut. aber wenn man den drogen tür und tor öffnet, gibts leider immer welche die sich nicht im griff haben (egal ob alk, hanf oder anderes zeug). ich bin auch ehrlich gesagt gegen alk am steuer, aber leider gibts da scheinbar eine lobby die zumindestens einen gewissen grat der alkoholisierung durchsetzen können.
 
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warum hab ich daran nicht teilgenommen?

weil das was du schreibst schon ausführlich diskutiert und widerlegt wurde. deine aussagen widersprechen den tatsachen die bereits in diversen ländern, angefangen bei den niederlanden über jahre hinweg beobachtet werden können. und im straßenverkehr sind sinnesbeeinträchtigende mittel, egal ob legal oder illegal grundsätzlich verboten.

dein punkt, dass du cannabis am steuer schlimm findest (zu recht), wird doch von der legalisierung von cannabis überhaupt nicht tangiert.
 
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jud4s schrieb:
hab euch aufgezeigt, dass es schon reicht, wenn man alkolenker hat, da muss man nicht mit dem feuer spielen und noch mehr drogen zulassen. und klar sinkt die hemmschwelle. warum? weil es dann jeder kaufen und rauchen darf.
Cannabis am Steuer ist jetzt illegal, wenn Cannabis legal ist, bleibt Cannabis am Steuer illegal. In den Ländern die Cannabis (quasi-)legalisiert haben, gab es zunächst einen Konsumanstieg, dann aber einen Abfall auf ein Niveau welcher tiefer war als vor der Legalisierung.

Aber hier ist vielleicht tatsächlich ein Argument gegen die Legalisierung, auch wenn es ein wirklich mickriges ist, welches einem Universum an Pro-Argumenten gegenüber steht:
Wenn etwas legal wird, sinkt die Hemmschwelle es illegal zu verwenden.

Man muss nur Prüfen ob beispielsweise das heutige "ich habe schon etwas Illegales gemacht (Cannabis konsumiert), wenn ich jetzt noch Auto fahre, ändert es nicht an der Illegalität" oder das evtl. künftige "Cannabis ist legal, es wird nicht so schlimm sein, wenn ich bekifft Auto fahre" überwiegt.
 
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dacapo schrieb:
ebenso kommt dein Körper bestimmt auch wunderbar mit selbsterzeugten Endorphinen (körpereigene Opiate) zurecht, und nun? Also lebst du auch nicht Opiatfrei
Kann dein Körper Alkaloide synthetisieren? Meiner kann es nicht, von daher lebe ich weitestgehend opiatfrei, da ich mir diese, außer in Spuren im Mohn und in Form von Codein und Dextrometorphan auch nicht exogen zuführe.
Endorphine, welche Peptide sind, haben außer dem gemeinsamen Target absolut nichts mit Heroin/Morphin zu tun. Du musst dir ja nur einmal den Metabolismus der beiden Stoffe vergleichen.

Beim Alkohol ist nicht jeder Schluck gefährlich, sondern täglicher Konsum über einen längeren Zeitraum (wobei man das auch relativieren muss, wenn man Schwangere in die Betrachtung mit einbezieht und die Folgen für das ungebohrene Kind betrachtet. Da kann man je nach Entwicklungsstadium schon eher von "jedem Schluck" sprechen. Da gab es vor 1-2 Jahren eine interessante Studie dazu, dass selbst ab und zu ein Glas Wein entsprechend Auswirkungen auf das Kind haben können). in dem von dir verlinkten Artikel steht täglicher Konsum von 12g Ethanol (Frau)/24g (Mann) (wobei nichts über die Dauer geschrieben wurde).
Ob man das als normalen/"bestimmungsmäßigen Gebrauch" ansieht, halte ich für mehr als fraglich.
Wer diese Mengen doch als völlig normal aansehen sollte, wirft die Frage auf, durch was man diese Einstellung erlangt hat. Eventuell liegt dieser laxe Umgang doch an der Omnipräsenz und der erschreckenden gesellschaftlichen Akzeptanz? Dann muss man sich die Frage stellen: Wie ist es so weit gekommen (das gleiche gilt für Nikotin)?
 
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1g reines Heroin ist NICHT tödlicher als 1g reines Nikotin (soweit ich weiß , sind in dieser Dosierung beide Substanzen absolut tödlich). Letzteres kann man aber ohne Mengenbegrenzung frei kaufen (an jeder beschissenen Ecke), bei Alkohol tötet meist nicht der Stoff, sondern die mit seiner Wirkung zusammenhängende Selbstüberschätzung bei gleichzeitigem Kontrollverlust (z.B. im Bez. auf die Motorik und die Reaktionszeit). Die meisten Todesfälle durch Alkohol sind eher seinen Nebenwirkungen zu verdanken, als der Giftigkeit dieses Stoffes selbst, tödliche Alkoholvergiftungen gibt es trotzdem.
1g reines THC sorgt hingegen mWn nur für einen recht tiefen Schlaf. Würde ich mich vergiften wollen, ich würde es mit diesem Stoff erst gar nicht versuchen, denn die Chancen stehen denkbar schlecht.
Als "Gift" ist THC schlicht untauglich.
Bevor wir uns also auf die Giftigkeit versteifen, sollten wir uns darüber klar werden, bei welchen dieser Substanzen überhaupt eine lineare Korrelation zwischen ihrer Giftigkeit für den menschl. Organismus und ihren beobachtbaren Folgen besteht. Auch hier unterscheiden sich verschiedene Substanzen entscheidend, Alkohol ist aber auch dann wohl noch eine der gefährlicheren.

Meine Evolutions-Bemerkung muss ich ganz offensichtlich nochmal erklären.
Die übelsten Gifte stammen aus der Natur. Vollsynthetische Stoffe hatte ich ausgeklammert, weil die in der natürlichen Evolution allgemein keine besondere Rolle spielen (dafür gibt es sie meist noch nicht lang genug).
In eben dieser Natur hat die GANZE Evolution der menschlichen Spezies stattgefunden.
Viele der Gifte, die z.B. von Pflanzen produziert werden (THC, Opium undandere Alkaloide, sowie Amphetamine) dienen dem Schutz dieser Pflanze vor "Fressfeinden", der Sonneneinstrahlung, Kälteperioden u.Ä. - es gibt also definitiv einen guten Grund, für die Existenz dieser Stoffe.

Anpassung an die Umwelt kann auch beinhalten, dass es von Zeit zu Zeit kaum etwas anderes zu essen gibt, als eben diese Pflanzen mit ihren "unangenehmen" Nebenwirkungen (Ich hab weiter oben schon geschrieben, dass Cannabis eine Pionierpflanze ist, also gut zu den ersten Pflanzenarten gehören kann, die sich in einem unfruchtbaren Landstrich nach einer Naturkatastrophe wieder ausbreiten).

Nicht ganz wenige dieser Planzen sind unter entsprechenden Vorkehrungen essbar. Beispiele sind Mohn - die Samen der Pflanze aus der auch Opium hergestelllt werden kann, Cannabis (Blätter und Samen), Coca-Blätter, die noch heute als Appetitzügler und Durchhaltehilfe gekaut werden, oder Mate - Mate-Tee beinhaltet in der ursprünglichen Zubereitung (Club-Mate hat damit rein garnichts zu tun) z.B. Ephidrin. Alles dies sind Pflanzen, welche einer kleinen Population (uber Jahrtausende der Menschheitsentwicklung gab es scheinbar keine wirklich großen Gruppen) ein überleben in Notzeiten ermöglichen oder erleichtern können.
Damit kann der Umgang (i.e. Abbau von bzw. Umgang mit giftigen Inhaltsstoffen d. Nahrung) für eine solche Population zeitweise zum Evolutionsfaktor werden (wer's nicht verträgt, stirbt z.B. an den Vergiftungserscheinungen oder er verhungert einfach, wenn es sonst eben nix gibt). Im Fall von Alkohol verlängert die Verträglichkeit ganz simpel die Dauer, für die eingelagerte Früchte noch genießbar sind, oder erhöht den essbaren Anteil an Fallobst.
Bei einigen anderen Giften ist eine Anpassung der Körperchemie über Generationen hinweg u.U. notwendig, weil diese Toleranz eben das zeitweise knappe Nahrungsangebot erweitert (z.B. um so leckere Dinge wie Mohnstreifen).

So hatte ich das in etwa gedacht. Dabei ging es nicht mal direkt um die Stoffe, die wir mometan als "Drogen" kennen. Es geht dabei einfach darum, dass jeder Stoff, den der Körper verträgt (i.e. verarbeiten kann) die Nahrungspalette erweitert. Und das es sich beim Aufbau dieser Verträglichkeiten um Entwicklungen handelt, die über Generationen hinweg stattgefunden haben. Auch für alle anderen Nahrungsmittel musste sich irgendwo zwische Einzeller und modernem Menschen ein Organismus entwickeln, der sich eben davon ernähren KANN. Genaugenommen gilt das hier gesagte also nicht mal nur für Drogen sondern für jeden Stoff, der in unserer Nahrung enthalten sein kann.
MAO-Hemmer können z.B. dafür sorgen, das sogar Bananen Rauschzustände hervorrufen, je nach dosierung kann das sogar böse Folgen haben. Zum Glück hat Mensch unter normalen Umständen reichlich Monoaminooxidase, und kann daher gefahrlos Bananen (und viel anderes Obst) essen.

Wäre unsere Evolution (vom Einzeller bis zum modernen Menschen) anders verlaufen, hätten wir heute auch andere Rauschmittel. Vielleicht würden wir dann hier um Bananen und Äpfel diskutieren?

Für sicher halte ich jedoch, dass es Menschen gibt, weil sich Organismen über Jahrmillionen hinweg an verschiedene natürlich vorkommende Nahrungsgifte gewöhnt haben und es dadurch ein ständiges Wettrüsten gab. Ein Gift, welches seine unangenehmen Wirkungen verfehlt, weil der Fressfeind sich einfach dran gewöhnt hat, erfüllt für die Spezies, von der es als Schutz eingesetzt wird nicht mehr seinen Zweck. Diese Spezies muss nun etwas entwickeln, das ihr diesen Schutz wieder bietet oder den Schaden durch den Fressfeind anders minimiert - oder sie stirbt über kurz oder lang aus. Die logische Folge sind immer wirksamere Schutzmechanismen (z.B. potentere Gifte) auf der einen Seite, und (i.d.F.) immer höhere Gift-Toleranzen auf der anderen.
Für Körperpanzerung und Körperwaffen ist dieses Wettrüsten einigermaßen allgemeinverständlich. Die Panzerung wurde dicker, und dementsprechend wurden z.B. die Zähne länger, die Kiefer stärker und andersrum. Auch auf dem Gebiet der "Körpergifte" sind ähnliche Mechanismen mMn einfach logisch.
Es gibt sogar eine altägliche durch Menschen geschaffene Wettrüst-Situation. Resistente Stämme durch Hygienemaßnahmen in Krankenhäusern. Viren, die über die aggressivsten bekannten Desinfektionsmittel nur müde lächeln können, oder Bakterien, die sich in einer Penicilin-Lösung noch viel schneller vermehren, als in der freien Natur. Ganz normale Anpassungen an Stoffe, die in der Lebensumwelt dieser Organismen "natürlich" vorkommen.

In unserer modernen Gesellschaft ist das sicherlich nicht von so großer Bedeutung, man sollte es aber nicht komplett ausblenden (vor allem, wenn man die gleiche evolutionstheoretische Argumentation anderswo gerne mal bemüht, um soziale Ungleichheiten zu legitimieren).
Die Anpassungsfähigkeit an verschiedenste Lebensumwelten ist dafür verantwortlich, dass die Menschen zu den erfolgreichsten Spezies der Erde gehören - und diese Anpassung macht eben keinen Bogen um "böse" Drogen (in der Tat ist es dieser Anpassung scheißegal, was unser Denken oder unsere Gesetze zu einzelnen Stoffen sagen).

Mit dieser Argumentation ist es leider möglich (und eigentlich auch logisch) restlos jede Einnahme dieser Stoffe zu Rauschzwecken als Missbrauch zu verstehen - also auch das "wohlverdiente" Feierabend-Bier.

@Seppuku
Woher hat Mensch etwas, das von Medizinern "Endocannabinoid-System" genannt wird? Und warum kann dieses System nicht nur beim Menschen nachgewiesen werden, sondern bei nahezu allen Säugetieren?
Woher hat Mensch die "passenden" Rezeptoren für eine Vielzahl von "Drogen" oder kann diese innerhalb recht kurzer Zeitspannen generieren bzw. aus existierendem umbauen?
Warum empfinden wir Vergiftungserscheinungen teilweise als "angenehm"? Und warum wirken Drogen auf andere Nervensysteme so komplett anders als beim Menschen?
Warum begegnen einem bei der Suche nach Psylos viel mehr Katzen (zumindest gefühlt), als zu Jahreszeiten, in denen diese Myozäne (?) keine Früchte tragen? Die suchen doch nicht etwa auch nach einem kleinen "Kick".

Du scheinst einiges über Körperchemie zu wissen, dann kannst du sicherlich diese Fragen recht einfach beantworten.

Bei der Verträglichkeit von Alkohol geht es nebenbei bemerkt nur um EIN Gährungsprodukt (Ethanol), in Nahrungsmitteln sind aber alle Gährungsprodukte unter Umständen enthalten, auch solche, die Mensch nur in sehr kleinen Mengen verträgt. Das Rauschmittel Alkohol ist das Produkt einer Jahrtausendelangen Geschichte, die Herstellungsverfahren dahingehend verfeinerte, z.B. keine "Fusel-Öle" in den fertigen Spirituosen zu haben, möglichst nur eine Form von Alkohol zu produzieren usw.
Da muss man nur mal Produktionsstätten für Brennspiritus und Wodka miteinander vergleichen, beides enthält Alkohol, aber beim Letzten kann man sich aber durch das Herstellungsverfahren drauf verlassen, keine besonderen Überaschungen zu erleben.
Und all das war nur möglich, WEIL Alkohol nicht illegal war/ist, seine Herstellung also kontrolliert stattfand.
Ich halte es für durchaus denkbar, dass unsere Ethanol-Toleranz inzwischen das für die Verarbeitung von Lebensmitteln notwendige um ein Vielfaches übersteigt. Da geht es nicht mehr darum, von leicht gegorenem keine Bauchschmerzen zu bekommen, da geht es ausschließlich um den Rausch.
 
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DerOlf schrieb:
Woher hat Mensch etwas, das von Medizinern "Endocannabinoid-System" genannt wird? Und warum kann dieses System nicht nur beim Menschen nachgewiesen werden, sondern bei nahezu allen Säugetieren?
Willst du wissen, warum man dieses System endocannabinoid-system nennt bzw. woher der Name kommt? Man kann (evolutionsbedingt) deutlich mehr Systeme bei Säugetieren nachweisen. Warum sollte dieses also eine Ausnahme darstellen?
Woher hat Mensch die "passenden" Rezeptoren für eine Vielzahl von "Drogen" oder kann diese innerhalb recht kurzer Zeitspannen generieren bzw. aus existierendem umbauen?
Jetzt zäumst du aber das Pferd von hinten auf...
Schon mal geschaut, wie viele sekundäre Pflanzenstoffe es gibt? Gerade weil einige durch die pflanzliche Evolution dahingehend verändert wurden, dass sie eben im (Säugetier)Körper etwas bewirken, ist es eher wahrscheinlich, dass irgendetwas auch im Körper Effekte hat, als nicht. Den zweiten Teil verstehe ich nicht, was du damit meinst? Willst du etwas über Up-/Downregulation von Membranrezeptoren wissen?
Warum empfinden wir Vergiftungserscheinungen teilweise als "angenehm"? Und warum wirken Drogen auf andere Nervensysteme so komplett anders als beim Menschen?
Und ob du wirklich Vergiftungserscheinungen als angenehm betrachtest, wage ich zu bezweifeln. Ob du den Effekt in niedriger Dosis als angenehm empfindest oder nicht, ist glaube ich Ansichtssache. Auf welches Nervensystem wirken welche Drogen denn komplett anders? So pauschal gestellt verstehe ich die Frage nicht.

Und obwohl Alkohol so rein hergestellt wird, legal und kontrolliert wird, kommt es regelmäßig zu Einlieferungen in die Notaufnahme und sogar zu Todesfällen auf Grund von Alkoholvergiftungen (gemeint ist Ethanol).
 
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Lumin schrieb:
Cannabis am Steuer ist jetzt illegal, wenn Cannabis legal ist, bleibt Cannabis am Steuer illegal.

schön, und? alkohol am steuer ist auch verboten, und trotzdem fahren genug irre besoffen durch die gegend. also was hilft es wenn es verboten ist, aber zu wenig kontrolliert wird und noch viel weniger gestraft wird? wenn es dann mal einen unfall gab, ist es zu spät zu sagen "der lenker war bekifft/esoffen", im nachhinein nutzt das einfach gar nichts. stell dir vor, da stirbt ein unbeteiligter: was het der davon, wenn der lenker dann bestraft wird und ein paar järchen hinter gitter ist. nichts!
 
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Könntest Du bitte mal mit sachlichen Argumenten darlegen, warum ein Verbot von Cannabis (oder gerne auch wahlweise Alkohol) an der Situation, dass Einzelne verbotswidrig bekifft/betrunken Auto fahren etwas ändert? Du unterstellst ja hier implizit, dass jeder Betrunkene oder Bekiffte automatisch auch in diesem Zustand noch Auto fährt - oder zumindest eine Vielzahl von Personen. Wie bereits von anderen angeführt, an der strafrechtlichen Konsequenz der §§315c, 316 StGB (oder der Ordnungswidrigkeit nach §24a StVG) ändert sich ja nichts. Vom "leichteren Zugang" einer Droge kausal auf strafbares Verhalten zu schließen halte ich jedoch für gewagt.
Außerdem würden mich deine Quellen zu den zu wenigen/geringen Strafen interessieren..
 
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härteres durchgreifen der exekutive würde da vielleicht den einen oder anderen mal abhalten im (drogen)rausch zu fahren.

was mich am meisten interessiert, weil hier ja scheinbar (fast) alle hanf konsumieren wollen:
was ist da der kick? warum braucht man das?

bei medizinischen angelegenheiten sollte man den betroffenen den zugang ermöglichen, aber nicht für ottonormalverbraucher der nur einen rauschzustand erleben will.
wie soll man quellen darbieten für situationen die so nicht eingetroffen sind. aber vielleicht habt ihr ja quellen die eure meinung unterstreichen (falls die hier schon gepostet wurden, sorry ich kann jetzt nicht 129 seiten lesen)
 
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Siehst Du, und genau wegen deinem letzten Satz war die Kritik von Green Mamba zwei Seiten zuvor berechtigt. Zudem finde ich es schade, dass Du Lübkes und meine Fragen nicht beantwortet hast. Deine will ich aber gerne beantworten:

Hättest Du einige wenige Seiten des Thread gelesen, wäre dir aufgefallen, dass es hier den wenigsten um den persönlichen Konsum geht, wenngleich ich zugeben muss Alkohol bewusst als Rauschmittel zu konsumieren (aber ich fahre dann kein Auto mehr). Vielmehr steht hier die grundsätzliche Frage auf dem Prüfstand: Wie sehr darf ein Staat durch Verbote in die Freiheit der Bürger eingreifen, wenn nachweislich diese Verbote (hier von Cannabis) einen zweifelhaften Nutzen haben?
 
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also dann gehts hier darum wie sehr euch der staat einschränkt.
und dann ist das euer hauptproblem? ihr werdet in vielen anderen bereich eingeschränkt, aber hauptsache cannabis wird legalisiert?

für lübke war die antwort mit der exekutive.
und ein verbot mit hartem durchgreifen führt sicher auch dazu, dass es weniger konsumenten gibt. oder warum kennt jeder seinen dealer, jeder weiß, dass an straßenecke XY der herr ABC jeden tag dort drogen vertickt, aber die exekutive nichts dagegen unternimmt (oder nur unzureichend) - bsp wien: karlsplatz oder mexikoplatz - anlaufstelle nr1+2 für drogensüchtige (jetzt zwar nicht ausschließlich für hanf, aber trotzdem weiß ganz österreich, was dort vorsich geht). und das ist ja in anderen städten nicht unbedingt anders.
und solange ein verbot nicht wirklich durchgesetzt wird, wird es immer genug menschen geben die es missachten.
das trifft auch auf alko-lenker zu. jeder weiß wenn in dorf XY ein fest ist, stehen dort wenig polizisten. sollte doch gerade andersrum sein.

auch finde ich mambas post nicht für gerechtfertigt. nur weil es gegen seine meinung ist, muss es ja nicht falsch sein. muss man hier seine meinung gegen eine andere tauschen um posten zu dürfen?
 
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Es ging nicht um deine Meinung, sondern lediglich die Tatsache, dass das was Du schreibst, hier im Thread z.T. schon mit Quelle widerlegt wurde. Und nur weil es andere (dringendere) Probleme gibt, darf ein Thema, das ggf. nur eine Minderheit interessiert, nicht diskutiert werden? Interessantes Demokratieverständnis.

und ein verbot mit hartem durchgreifen führt sicher auch dazu, dass es weniger konsumenten gibt.
Beleg? Oder anders gefragt: Woran machst Du fest, dass ein "härteres Durchgreifen" erfolgreich i.S. einer Verbotsdurchsetzung ist/wäre?
 
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klar kann man diskutieren. aber dann muss man auch akzeptieren, dass es auch gegenstimmen gibt.

ich bin der überzeugung, dass ein hartes vorgehen mit harten strafen führt dazu, dass es weniger vergehen gibt. wenn es zb jeden samstag verschärfte kontrollen im umkreis von festen/diskos/etc gäbe, würden weniger leute betrunken fahren, da sie vermehrt mit konsequenzen rechnen würden. und wenn man die strafen mal höher ansetzen würde, dann würde es auch zu einem umdenken führen.
 
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Ich denke wir können festhalten, dass diese Einschätzung auf deinem Bauchgefühl und einer Vermutung basiert. Empirisch konnte die Kriminologie diese Annahme bislang nämlich nicht belegen. Im Gegenteil: Mit einem Anstieg der Strafandrohung steigt zumeist auch die Rückfallwahrscheinlichkeit und auch, wenn die negative Generalprävention ein derzeitger Strafzweck ist, konnte deren Wirksamkeit bislang ebenso wenig nachgewiesen werden.
 
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klar, aber eure einschätzungen beruhen ja auch auf vermutungen.

bisweilen wurde aber nicht geklärt, warum man unbedingt cannabis legal konsumieren sollte. außer dem punkt das vater staat euch in dem bezug einschränkt. mal abgesehen vom medizinischen standpunkt für betroffene.
 
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