Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Das sehe ich in dieser Hinsicht komplett anders:

Als erstes ist in den Niederlanden das Verbot von Drogen nicht nur auf Cannabis beschränkt, sondern auch der Konsum von Alkohol ist in der Öffentlichkeit verboten (zumindest in weiten Teilen).
So kostet in Nijmegen wenn man auf einer Parkbank sitzt und Bier trinkt mal eben 80 Euro Strafe. Auch in Skandinavischen Ländern kommt das nicht so gut an mit Alkohol auf der Straße erwischt zu werden.
Der Vorteil ist: Man sieht keine Zusammenrottungen von alkoholisierten Elendsgestalten die erstens das Erscheinungsbild stören und zweitens eigentlich Hilfe brauchen die sie auf der Parkbank nicht bekommen.
In meiner Geburtsstadt Dortmund wurde aus diesem Grund ein Trinkerraum erschaffen http://www.derwesten.de/staedte/dor...-12-650-besuche-im-ersten-jahr-id7298398.html

Das nimmt natürlich nicht jeder Alkoholiker an, ist aber eine große Hilfe um die Stadt sauberer zu bekommen. Das hat nichts mit Geheimniskrämerei zu tun sondern dient imo der öffentlichen Ordnung. Ebenso sollte es sich beim Drogenkonsum verhalten und unabhängig ob nun Cannabis oder andere Drogen.
Mal ein anderes Beispiel:
Pornos sind auch ab 18 Jahren legal zugänglich, und aus gutem Grund. Das sie natürlich heutzutage über das Internet für jeden jugendlichen zugänglich sind ist eine andere Sache und sollte in einem anderen Threat mal erläutert werden.
Oder Gewaltfilme ab 18 Jahre oder selbst PC-Spiele. Es gibt eine Grenze wo man versuchen muss jugendliche zu schützen.

Natürlich bin ich dafür jugendliche genauso wie es den Sexualunterricht an Schulen gibt, auch über legale und illegale Drogen aufzuklären.

Ich bin wie du ja vielleicht aus dem Threat bisher entnehmen konntest kein Kiffer ( rauche ja noch nicht mal Zigaretten ), und muss nicht unbedingt auf der Straße den Geruch um mich haben.
Strafrechtlich bin ich natürlich 100% dafür den Konsum und Verkauf geregelt freizugeben, und Colorado ist da ein gutes Beispiel:
Konsum in der Öffentlichkeit verboten, Verkauf und Konsum in dafür vorgesehene Location oder zuhause legal.
Mein Motto ist, jeder soll machen was er möchte solange man keinen anderen belästigt. Beim Kiffen in Parks oder auf öffentlichen Plätzen werden andere Menschen involviert die vielleicht nicht involviert werden möchten. Das ist ja auch der Grund warum der Tabakkonsum immer mehr eingeschränkt wird.
In einem Wald wo keine Menschenseele ist kann natürlich jeder rauchen was er möchte, in einem Park wo unter Umständen Kleinkinder spielen sollte dann aber Rücksicht genommen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

dacapo schrieb:
... muss nicht unbedingt auf der Straße den Geruch um mich haben.
...
Wie ich schonmal (vor Monaten) geschrieben habe, riechen Kräuterzigaretten (Apotheke/Internet), die keinerlei Rauschmittel enthalten, ziemlich genauso wie Kiff - deswegen finde ich das Geruchsargument völlig fehl am Platz. Geh mal in irgendeine Theatervorstellung, in der auf der Bühne geraucht wird - die Kiffen nicht, riecht aber so als ob, weil die auf der Bühne (nicht immer aber oft) Kräuterzigaretten rauchen.

Und was die Verbannung des Rauschmittelkonsums aus der Öffentlichkeit angeht: Entscheidend sollte sein, ob Leute jemanden belästigen - das tun sie aber nicht, indem man sehen kann, dass sie ein Bier trinken, einen Joint oder auch eine Zigarette rauchen. Hast du oder irgendwelche anderen Leute, die pro Verbannung sind, irgendwas gewonnen, wenn die randalierende, besoffene Horde nur in der Kneipe oder zu Hause gesoffen hat und anschließend in der Öffentlichkeit randaliert? Mit gesitteten Leuten passiert nicht, egal ob sie berauscht sind oder nicht, mit ungesitteten passiert immer was.

Ich hab schon an der Uni im Aschenbecher Jointreste gesehen und kann nur sagen: wayne...

P.S.
Kleine Anekdote: Vor den letzten Berliner Abgeordnetenhauswahlen gabs im Radio Zuhörermeinungen zum damals von der CDU geforderten Parkalkoholverbot. Ein zuhörer meinte tatsächlich, man solle doch lieber im eigenen Garten trinken, da könne man auch die Natur genießen. Meine Frage dazu: Schenkt mir der Staat einen Garten?
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

Ich finde das Thema mit den Kräuterzigaretten unpassend da ist dann schon ein Unterschied ob in einem Theater geraucht wird oder Joints in der Öffentlichkeit.
Auch ob in einer Uni Joints im Achsenbecher gefunden werden ist was anderes als draußen zu kiffen, wo jeder Bürger das sehen und riechen kann. Das hat mit Respekt und Anstand zu tun. Wie ich schrieb, wenn man etwas abseits geht wo es wirklich keinen stört, bitte gerne kann jeder rauchen was er möchte.
Du musst das mal so sehen, einer raucht einen Joint, der andere dann eine kleine Pfeife, wieder ein anderer kommt mit einer riesen Wasserpfeife an. Der nächste macht dann ein Eimer oder Erdloch fertig. Verstehst du was ich meine? Ich finde es da nicht verkehrt statt der heutigen Rechtslage den Kiffern eine Möglichkeit zu geben ungestört und ohne Störung der anderen ihr Kraut zu genießen.
Ebenso verhält es sich mit dem Alkohol:
Es geht nicht darum wenn jemand gepflegt sein Bier trinkt, auch nicht darum ob er zuhause trinkt und draußen randaliert. Sondern hauptsächtlich um sowas:


oder

Ich denke ihr wisst was ich meine......viele Menschen fühlen sich einfach unbehaglich wenn solche Leute sich zusammenrotten und ihrem Drogenkonsum frönen. Sollen sie gerne machen, aber nicht auf öffentlichen Straßen und die Politik muss da Gelegenheiten schaffen wenn sie es weg haben möchte.
Ich empfehle jedem mal in die Niederlande zu fahren, ein tolerantes Land aber mit schärferen Regeln bezüglich der öffentlichen Sicherheit. Nehmen wir mal Kleve und Nijmegen zwei große Städte in unmittelbarer Nachbarschaft.
In Nijmegen was 4 mal größer wie Kleve ist sieht man so gut wie keine Penner Typen auf der Straße, in Kleve sieht man dafür eine Unmenge an Penner und Alkoholiker die draußen abhängen und saufen.
Wie kann so was sein? Warum sieht man das nicht in den Niederlanden? Im übrigen haben andere Länder wie Polen oder Tschechei auch spezielle Vorschriften was den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit betrifft.
Ich denke wenn man sich aber gepflegt irgendwo in die Natur zurückzieht und da ein paar Bierchen trinkt oder Joints raucht dann auch niemand etwas dagegen hat. In einer Fußgängerzone wo tausende Menschen am Tag vorbei gehen muss das nicht sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

Es muss ja auch nicht sein, dass man in der Oper und im Theater Wein bekommt. Soll sich doch jeder zu hause die Hucke vollhauen.

Das hat mit Respekt und Anstand zu tun.
Es geht nicht darum wenn jemand gepflegt sein Bier trinkt,...

Für mich schon. Das hat nämlich was mit Respekt zu tun. Könnten das doch ebenso nur zu hause trinken. Wie die Raucher zu hause rauchen sollten, die "Kiffer" zu hause kiffen und die Schokoladensüchtigen zu hause nur Schokolade essen.

Wie kann so was sein?
Das ist doch die Frage. Wie kann es generell noch "Penner und Alkoholiker" am hellichten Tag auf den Straßen und Parkbänken geben. Nicht wie man die aus den Augen aus dem Sinn, sondern wie man denen helfen kann.

Ich denke wenn man sich aber gepflegt irgendwo in die Natur zurückzieht und da ein paar Bierchen trinkt oder Joints raucht dann auch niemand etwas dagegen hat. In einer Fußgängerzone wo tausende Menschen am Tag vorbei gehen muss das nicht sein.
Richtig. Nach deinem Empfinden.
 
AW: Cannabis Legalisierung

Onkelhitman schrieb:
Wie kann es generell noch "Penner und Alkoholiker" am hellichten Tag auf den Straßen und Parkbänken geben. Nicht wie man die aus den Augen aus dem Sinn, sondern wie man denen helfen kann.

genau, warum arbeiten die nicht? weil sie die wenigsten chefs einen einstellen würden. was bleibt daher: nichts tun -> zeit tot schlagen
bei uns im ort (knappe 5000 einwohner) kommt ein obdachloser 2/3 mal die woche auf den bauhof um sich was dazuzuverdienen. er sammelt dann zb müll im park oder fegt mal den rathausplatz oder gießt auf öffentlichen plätzen das grünzeug. das war eine idee eines parteimitglieds (bürgerpartei, die großen scheren sich ja eh einen dreck ums volk). der obdachlose kommt aus freien stücken und freut sich über ein paar euro. [er ist durch familiäre umstände obdachlos geworden - und job bekommen ist halt sauschwer wenn du nichtmal einen wohnsitz hast, über 50 bist, und auch nicht über eine tolle karrierelaufbahn verfügst oder einen guten schulabschluss - er ist kein alki].

das problem ist halt, dass viele sich irgendwann aufgeben und dann dem alk verfallen. da wäre es angebracht vorher zu helfen.
wenn man das bsp aus unserem ort nimmt, ist es eigentlich eine klasse idee. denn es kostet ja nicht viel, und solche arbeiten gibts sicher auch überall, und man würde den betroffenen wenigsten ein wenig unterstützen oder eine perspektive geben. denn aus der gesellschaft ausgrenzen und die augen vor einem problem zu verschließen, führt doch letztendlich dazu, dass sich die betroffenen noch schlechter wiedereingliedern können.
 
AW: Cannabis Legalisierung

dacapo schrieb:
Als erstes ist in den Niederlanden das Verbot von Drogen nicht nur auf Cannabis beschränkt, sondern auch der Konsum von Alkohol ist in der Öffentlichkeit verboten (zumindest in weiten Teilen).
So kostet in Nijmegen wenn man auf einer Parkbank sitzt und Bier trinkt mal eben 80 Euro Strafe. Auch in Skandinavischen Ländern kommt das nicht so gut an mit Alkohol auf der Straße erwischt zu werden.

Das ist an sich auch ein interessanter Aspekt. Derzeit sitzen in Parks oder auf Spielplätzen gerne Jugendliche die kiffen.
Oft auch tagsüber wenn dort Familien anwesend sind.
Die Polizei weiß das zwar, unternimmt aber nichts. Warum ist klar. Die haben meist nur wenige Gramm dabei und die Anzeige wird fallengelassen oder es gibt nur eine geringe Geldstrafe. Selbst bei einer Geldstrafe deckt das nicht im geringsten die Kosten durch die Verfolgung.

Würde man nun Cannabis legalisieren, aber Konsum an öffentlichen Plätzen zur Ordnungswidrigkeit machen, könnte man dem Einhalt gebieten.
Bei einer Ordnungswidrigkeit muss sich kein Staatsanwalt drum kümmern, sondern nur das Amt.
Genau wie bei Blitzern wäre das eine zusätzliche Einnahmequelle. Daher würde das Ordnungsamt an solchen Plätzen auch kontrollieren.
 
AW: Cannabis Legalisierung

Onkelhitman schrieb:
Es muss ja auch nicht sein, dass man in der Oper und im Theater Wein bekommt. Soll sich doch jeder zu hause die Hucke vollhauen.

Das kommentiere ich nicht das geht nun ins lächerliche rein ;)

Onkelhitman schrieb:
Für mich schon. Das hat nämlich was mit Respekt zu tun. Könnten das doch ebenso nur zu hause trinken. Wie die Raucher zu hause rauchen sollten, die "Kiffer" zu hause kiffen und die Schokoladensüchtigen zu hause nur Schokolade essen.

Solange keine anderen Menschen belästigt werden soll jeder machen was er möchte, wer wird beim Schokolade essen gestört? Bei Zigaretten sieht das schon anders aus, aber klar deswegen haben wir ja nicht eine Verschärfung in diesem Bereich. Der Staat denkt sich einfach etwas aus um die (rauchende) Bevölkerung zu schikanieren.

In meiner Jugend gab es bei der Bahn mehr Raucher- als Nichtraucherabteile, in den neunziger Jahren dann nur noch ein Raucherabteil pro Zug und nun mittlerweile gar keine mehr. Macht die Deutsche Bahn natürlich auch nur aus Schikane, sollen doch die Nichtraucher lieber laufen wenn die sich gestört fühlen^^


Onkelhitman schrieb:
Das ist doch die Frage. Wie kann es generell noch "Penner und Alkoholiker" am hellichten Tag auf den Straßen und Parkbänken geben. Nicht wie man die aus den Augen aus dem Sinn, sondern wie man denen helfen kann.

Dazu zitiere ich mal aus dem verlinkten Artikel:

Die Beratung
„Der Trinkraum ist keine therapeutische Einrichtung“, so Steitz. Aber auch keine Kneipe. Dafür soll die „sanfte Beratung“ sorgen in den Händen von Sozialarbeiterin Viktoria Kuhl. Ihr Job: Weichen stellen. Angebote vermitteln. Kontakte aufzeigen. Das gilt für die Drogenberatung, für Schuldnerberatung, für Arztbesuche oder auch für die Kleidersuche. 401 Gespräche hatte sie bis gestern, 62 Kunden suchen regelmäßig ihren Rat. Zudem kommt einmal die Woche ein Arzt vorbei, zur Sprechstunde. Steitz: „Wir haben eine bestimmte Klientel erreicht, wir haben vermitteln und Menschen helfen können.“

Und mich selber:
Der Vorteil ist: Man sieht keine Zusammenrottungen von alkoholisierten Elendsgestalten die erstens das Erscheinungsbild stören und zweitens eigentlich Hilfe brauchen die sie auf der Parkbank nicht bekommen.

Also dreh mir das Wort nicht herum sondern ließ den Post bitte richtig. Aus den Augen ja, aber mit der Möglichkeit zur adäquaten Hilfe und Beratung. Wer den ganzen Tag auf Teufel komm raus Alkohol trinkt oder kifft hat ein derbes Problem.

Onkelhitman schrieb:
Richtig. Nach deinem Empfinden.

Das ist nicht mein Empfinden sondern wenn man darüber nachdenkt eine logische Konsequenz, und dies wird mit Drogen und Alkohol auch in vielen Ländern erfolgreich angewandt.
In Deutschland wird dies auch im Bereich harten Drogen angewendet, oder warum lassen wir dann nicht auch Junkies ihren Schuss in der Fußgängerzone setzen, oder den Crack rauchenden Süchtigen sein Crackpfeifchen neben einer Famillie an einer Bushaltestelle rauchen. Schön wenn dann die ganzen Spritzen oder sonstige Utensilien im Sandkasten bzw. Straße liegen wo Kinder sich verletzen können.
Aber nein viele Großstädte haben aus diesem Grund die Drogenkonsumräume erschaffen, eine imo sinnvolle Einrichtung.

Würde man das denken von manchen hier akzeptieren dann müsste man das ja auf alle ausweiten, also warum nur Kiffer und Alkoholiker.
Ergänzung ()

WhiteShark schrieb:
Würde man nun Cannabis legalisieren, aber Konsum an öffentlichen Plätzen zur Ordnungswidrigkeit machen, könnte man dem Einhalt gebieten.
Bei einer Ordnungswidrigkeit muss sich kein Staatsanwalt drum kümmern, sondern nur das Amt.
Genau wie bei Blitzern wäre das eine zusätzliche Einnahmequelle. Daher würde das Ordnungsamt an solchen Plätzen auch kontrollieren.

Genauso verfährt die Niederlande und hat damit keine Probleme, warum auch? Wer kiffen will kann es tun und zwar in einem vorher festgelegtem Rahmen. Wer meint in der Stadt den kiffenden Larry zu machen wird in Holland zur Kasse gebeten.
Beim Alkohol ist das genauso und ich finde das auch richtig und konsequent.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

Ich schrieb sinngemäß, dass für mich das Naturerleben MIT Drogen eine andere, für mich irgendwie damals interessantere Erfahrung gewesen ist.
Ohne ist das auch schon was, das ich jedem nur ans Herz legen kann - vor allem Kindern.
Im Wald ist dieses Erlebnis natürlich noch intensiver (da ist irgendwie "mehr" Natur zu Erfahren), von daher bin ich dem Kiffen in der Öffentlichkeit nicht unbeding abgeneigt.

Ich kann aber eben auch verstehen (und hab es eine Zeitlang sogar richtiggehend genossen), dass und wenn das Andere stört. Ich nehme da gerne Rücksicht drauf, wenn ich über Möglichkeiten des gesellschaftlich akzeptablen Cannabiskonsums nachdenken will.
Grundsätzlich sind "Konsumräume" eine echt tolle Sache, wenn man dort auch Beratung funktionierende soziale Netzwerke, saubere Konsumbedingungen oder Reintegrationshilfe anbietet, dann macht man damit mMn nichts falsch. Ich begrüße das, auch wenn ich es wahrscheinlich nicht nutzen würde, da gibts weiß Gott bedürftigere.

Wenn man jedoch (wie in Holland) den Konsum in öffentlichen Räumen mit HOHEN strafen belegt (ich glaube ich habe was von €80 gelesen), und dann glaubt, mit einer großen Gruppe auch große Einnahmen übers Ordnungsamt generieren zu können, kann man diese Einahmequelle damit auch nahezu verschließen.

In Holland ist diese Ordnungsgeld auch und vor allem ein Mittel gegen die Drogentouristen, vor allem aus Deutschland. Die sind es eben tielweise gewohnt, in öffentlichen Parks kiffen zu können - da kann man sich auch mal in so einer Grachtenkulisse in Amsterdam einen rauchen, ist ja immerhin erlerntes Verhalten, das zuhause recht gut klappt (mir ist eigentlich nie was passiert, eher beim Saufen).
Da ist eine empfindliche Strafe (€80 sind immerhin ne menge Gras) natürlich Gold wert, wenn die Bekifften dann erstmal nichtmehr richtig drüber nachdenken.
Für die holländischen Kiffer ist das eigentlich egal, die können ganz locker bei irgendeinem in der Wohnung oder im Shop einen pöfkern und dann wieder rausgehen.

Wäre es in DE legal, hätte das von den Einahmequellen her fast die gleiche Wirkung, nur dass es in DE eben keinen deutschen Drogentourismus gäbe (den gäbe es in Holland dann auch nicht mehr). Ich wette, dass in Holland mehr Tuoristen dieses Bußgeld bezahlen, als Holländer.
Die Einahmequelle würde wahrscheinlich für BEIDE Staaten schwächer werden, wenn in beiden das gleiche Modell herrscht.


Allerdings habe ich eben auch an eine andere Funktion des im Park treffens gedacht. Wir waren da ertsmal einfach nur zusammen, haben vielleicht Fussball gespielt, Frisbee, Hackysack oder was auch immer - wir haben dort zunächst gespielt oder "gechillt". Nach der Schule, das hat sich bei den meisten auch nie groß geändert (höchstens mal 1 oder 2 Tage lang).
Nach und nach (als ich so 15 war) fingen dann die ersten an, sich hin und wieder nach Sport und Spiel mal ein Bier zu kaufen, andere Tranken Limo, oder Wasser manche hatten Tee dabei und Kekse (ohne irgendwas), und ab und zu hatte auch mal einer ein Stück hasch dabei,, oder nen Stück Kuchen (auch ohne) oder es hatten gleich drei oder vier was dabei. Ja und irgendwann dann halt 2 oder 3 nicht, sonst alle.
Wir haben aber in dem Park noch immer das gleiche getan, Nebenbei hatten noch welche Instrumente spielen gelernt oder Singen, da war immer Musik gute Laune und nette Leute (meistens sogar alle).
Wir haben dort noch immer "gespielt" haben uns wie andere in dem Alter dort getroffen, uns beim Lernen gegenseitig geholfen, Probleme besprochen (auch aus Abi und Studium, das haben auch nicht alle in der Clique gewollt oder geschafft, aber fast alle haben sich an hitzigen Diskussionen über die Studieninhalte beteiligt), das haben da alle jungen Leute gemacht, wir waren bloß nebenbei bekifft, manche angetrunken andere völlig nüchtern. Oder wir saßen friedlich auf unseren Decken zusammen und haben gekifft oder Bier getrunken, und haben dabei in Small talk Beziehungen aufgebaut, gepflegt usw.

Was ich damit sagen will: Die Drogen waren nur ein Teil dessen, was wir da draußen ob nun im Park oder Wald oder Freibad oder öffentlicher Platz getan haben. Die meiste Zeit verging doch mit Sport und Spiel, geselligem Beisammensein, gegenseitiger Hilfeleistung oder auch nicht. Halt eben all die Dinge, die man als junger Mensch eben auch irgendwie lernen muss. Irgendwie haben wir uns natürlich auch über Werte ausgetauscht, da gab es eher konservative, manche waren eben links, andere vielleicht eher rechts orientiert, manche davon (eig. nur links) auch extremer bis hin zum "schwarzen Block" oder der Organisation zur eigenen Jugend-AntiFa (seltsames Gebilde). Aber sogar über Politik, Werte und das allgemeine Tagesgeschehen haben wir uns im Park ausgetauscht.
Ich habe in meiner Zeit im Park mMn unglaublich wichtige Erfahrungen für mein Leben gesammelt. Nicht weil da Drogen genommen wurde, sondern weil wir dort genetzwerkt haben, gelernt haben Konflikte friedlich zu lösen und und und dabei auch viel über Drogen und den verantwortungsvollen umgang mit ihnen geredet und gemeinsam gelernt haben (im Team, es waren ja von Medizin und Biologie bis Soziologie und Philosophie alle möglichen Richtungen zwischendurch dabei).

Ihr, merkt das kann lange so weitergehn, ich mach mal Schluss.

Wenn man Drogenkonsum auf öffentlichen Plätzen mit einer Ordnungsstrafe belegt, würde man damit auch diese Art von Parknutzung für z.B. einen insgesamt zwischenzeitlich polytoxen Haufen wie wir es waren blockieren. Die müssten diese Erfahrungen, die sich eigentlich am besten in der Peer-Group sammeln lassen, sehr wahrscheinlich in verschiedenen (nach Drogen differenzierten) Konsumräumen holen, oder eben Zuhause - für manche "bei Mama und Papa? - Och nee". Alles in allem, aus so welchen wie uns würdest du mit einem solchen System Waldschrate machen, weil für uns die Natur und das alles eigentlich wichtiger war, als einfach nur die Drogen zu nehmen oder "Hilfe", die man ja nicht zu brauchen glaubt, aufgezwungen zu bekommen.

Man will sie in der Natur nehmen dürfen - meinetwegen auch nur im Wald, wir haben hier direkt in der Stadt nen hübschen Teutoburger Wald. Überall muss eigentlich echt nicht sein, man sollte es aber dann schon auch konsequent für Alkohol durchziehen, denke ich. Aber auch da hängt ein Stück vielleicht etwas unansehnliche Subkultur dran.
Rebellion und Individuation sind Partner, daher sollte man sich genau überlegen, wie man mit Subkulturen umgeht, die jugendliche z.T. selbst hervorbringen und über die sie sich vielleicht bereits identifizieren, gerade weil ihre Eltern diese Subkultur für unansehnlich befinden.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

@DerOlf
Du hast etwas gutes gesagt:
"Gesellschaftlich akzeptierten Cannabiskonsum"
Diesen wird man garantiert nicht bekommen indem man sagt wenn das Zeug freigegeben ist kann jeder Kiffen wo er möchte. Da wäre eine Regelung das man sagt Cannabiskonsum bitte in festgelegten definierten Räumen eine gute Sache um gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen.
Natürlich kann man in abgelegenen Gebieten wo es keinen stört auch kiffen, meinetwegen im Wald oder auch unauffällig im Park, denn wo kein Kläger auch kein Richter.

@cruse
In erster Linie ist jeder selbst dafür verantwortlich wenn er auf öffentlichen Plätzen säuft. Auch eine schwierige soziale Situation ist kein Grund sich hängenzulassen und den ganzen Tag zu saufen.
Deswegen ist das warum eigentlich nur sekundär und nicht so wichtig. Wenn Menschen sich aufgeben ist natürlich der Staat gefordert diese Menschen aufzufangen, aber in Deutschland gibt es eigentlich ein gut gefächertes Hilfsangebot um diesen Menschen zu helfen.
Wer aber keine Hilfe haben möchte und lieber Alkohol konsumiert hat nur mein begrenztes Mitleid

Bei Drogen kann ich die Abkapselung verstehen, dies ist illegal und es ist deswegen generell sehr schwer an die Menschen ran zukommen. Dies meistens nur wenn die gesundheitliche und soziale Situation total kaputt ist.
Die landen dann in der Therapie, Psychiatrie, etc. und werden gerne als vorzeige Drogenkonsumenten benutzt, nach dem Motto "seht her das richten Cannabis und co an".
Leider ist die Repression der Hauptgrund das die Süchtigen sich abkapseln, und in ihrer eigenen Drogenwelt leben und jegliche Hilfen ablehnen.
 
AW: Cannabis Legalisierung

Das ist doch in letzter Konsequenz wieder dasselbe. Wenn Rauchen eingeschränkt wird, wenn Cannabis-Konsum eingeschränkt wird, wieso sollte dann nicht der Alkoholkonsum nur noch zu hause utopisch sein, oder der generelle Drogenkonsum zu hause? Weil Alkohol stärker in der Gesellschaft verankert ist. Es müssten dann ja auch die Kirchen was einfallen lassen. ;)

Wer aber keine Hilfe haben möchte und lieber Alkohol konsumiert hat nur mein begrenztes Mitleid
Es gibt Menschen, die sind so tief gefallen, die brauchen mehr als ein wenig Hilfe. Das Problem ist, dass die Sucht sie daran hindert, dass sie die Hilfe auch annehmen würden. Das würde bedeuten man muss sie zwingen. Aber ist es dann eher eine schadhafte Wirkung jemanden zu zwingen, oder sollte man ihn weiter trinken lassen? Und wenn man das Trinken als schadhaft bezeichnet, sollte man dann generell Alkohol nicht als Droge anerkennen und dahingehend verbieten/einschränken auf den Konsum zu hause?

@dacapo
Entschuldige bitte, ich habe tatsächlich zwischen den Zeilen gelesen.

Das ist nicht mein Empfinden sondern wenn man darüber nachdenkt eine logische Konsequenz, und dies wird mit Drogen und Alkohol auch in vielen Ländern erfolgreich angewandt.
Hier jedoch stimme ich nicht überein. Du sagst, es ist nicht dein Empfinden. Es ist demnach ein Empfinden von anderen Ländern und Gesellschaften. Aber nehm nur unsere Gesellschaft. Die akzeptieren die Cannabis-Legalisierung nicht und Sense. Logische Konsequenzen werden doch von keinem bedacht, wenn sie nicht in irgend einer Weise damit zu tun haben. "Cannabis legalisieren? Was juckts mich? Haben die da oben nicht was besseres zu tun? Ich bin dagegen." Was daher eine Masse macht ist nicht gleichbedeutend mit Richtig oder Falsch. Das heißt, nur weil es dich nicht stört, wenn Menschen gemütlich nen Wein trinken, muss das nicht heißen, dass es andere Leute nicht doch stört. Nur weil es dich stört, dass Menschen in Menschenmassen eine rauchen, muss es nicht bedeuten, dass es alle stört.

Im Bus würds mich z.B. stören, draußen an der Luft nicht. In einem Lift würds mich stören. In einer Gaststätte, an der klar erkenntlich: "Hier wird auch geraucht" steht wiederum nicht, denn ich kann ja woanders hingehen. Die Entscheidung jedoch hätte in die Hände der Gaststättenbesitzer gelegt werden müssen.
 
AW: Cannabis Legalisierung

dacapo schrieb:
@cruse
In erster Linie ist jeder selbst dafür verantwortlich wenn er auf öffentlichen Plätzen säuft. Auch eine schwierige soziale Situation ist kein Grund sich hängenzulassen und den ganzen Tag zu saufen.
Deswegen ist das warum eigentlich nur sekundär und nicht so wichtig. Wenn Menschen sich aufgeben ist natürlich der Staat gefordert diese Menschen aufzufangen, aber in Deutschland gibt es eigentlich ein gut gefächertes Hilfsangebot um diesen Menschen zu helfen.
Wer aber keine Hilfe haben möchte und lieber Alkohol konsumiert hat nur mein begrenztes Mitleid

Bei Drogen kann ich die Abkapselung verstehen, dies ist illegal und es ist deswegen generell sehr schwer an die Menschen ran zukommen. Dies meistens nur wenn die gesundheitliche und soziale Situation total kaputt ist.
Die landen dann in der Therapie, Psychiatrie, etc. und werden gerne als vorzeige Drogenkonsumenten benutzt, nach dem Motto "seht her das richten Cannabis und co an".
Leider ist die Repression der Hauptgrund das die Süchtigen sich abkapseln, und in ihrer eigenen Drogenwelt leben und jegliche Hilfen ablehnen.
Ich glaub du beziehst dich bei deiner Aussage grad mehr auf Leute wie z.b. auf deinen beiden Spoilern gezeigt. Das müssen nicht immer irgendwelche Penner sein. Den auf der Bank ordne ich schon eher ein, die Typen an der Wand nicht unbedingt.

Ich bezieh mich jetzt mal auf die generelle Aussage/Frage(?!) "Warum machen die das nicht zuhause?" - Ja vielleicht schwänzen die Schule/wohnen noch zuhause/haben keinen (sonstigen) gemeinsamen treffpunkt? ^^
Saufen die den ganzen Tag da ? Sind es immer die selben ?
Also find den Grund nicht unbedingt soo zweitrangig - hier spielen klischeegründe deinerseits keine untergeordnete rolle (meine vermutung ^^)

aber hier gehts nicht um alkoholkonsum auf öffentlichen plätzen (was quasi überall wäre).
ich wär ebenfalls für generelles verbot nach dem holland-prinzip (kleines bußgeld)

drogenkonsum ist btw. kein "problem" der unterschicht - man findet es in allen bereichen vom bäcker bis zum banker.
meistens entscheidet hier der preis(welche droge konsumiert wird) - wie überall ;)


Wer aber keine Hilfe haben möchte und lieber Alkohol konsumiert hat nur mein begrenztes Mitleid
Wer nicht will der hat schon

Leider ist die Repression der Hauptgrund das die Süchtigen sich abkapseln, und in ihrer eigenen Drogenwelt leben und jegliche Hilfen ablehnen.

sind nicht alle hero abhängig und spritzen sich oder aktuell meth.
für viele ist kiffen einfach nur da um mal stress abzubaun, mal "runterkommen" - vor allen in der jetzigen zeit, in der immer mehr leistung kommen muss und alles schneller läuft und vor allem in der es auch dank internet immer mehr auswahl gibt.
immer mehr informationen die verarbeitet werden müssen. burnout's häufen sich und jeder kennt den begriff.

solange merkel und co an der macht sind wird es meiner meinung nach keine veränderung an der derzeitigen drogenpolitik geben.
es wird auf ignorieren gesetzt und an der realität vorbeigelebt.

inzwischen ist übrigens ein starker anstieg der homegrower zu beobachten - die revolution aus dem schrank


und btw 1g gras kostet atm ~7-12 € (+/- je nach sorte, menge und loc.) (weil ich vorhin was von 40€ gelesen hab oO)
 
AW: Cannabis Legalisierung

Ich habe für meinen Teil wichtige Erfahrungen sammeln können, WEIL dieses ganze Gesocks eben im Park rumgelungert hat. Hätte ich diese Erfahrungen heute nicht, könnte ich mMn nicht so effektiv Aufklärungsarbeit leisten.

Ich sage auch ab und zu mal Leuten, die Drogen glorifizieren "Alter, lass die Finger von dem Scheiß". Ich tue das nicht so sehr, weil sie eben keine bösen, geächteten oder einfach illegalen Drogen nehmen sollten, sondern weil jemand, der Drogen glorifiziert unglaublich fix in einen Strudel geraten kann, wenn er nicht verdammt aufpasst und zur richtigen Zeit die passenden entglorifizierenden Erfahrungen, macht oder krasse Beispiele kennenlernt.
Ich kenne das alles aus meiner Jugend und frühen Erwachsenenzeit, kann denen zu fast jeder Drogen persönliche oder fremde Erfahrungen schildern. Und auf den Spruch "Ach, ich kann schon auf mich aufpassen, ist doch eh alles übertrieben" kann ich ihne glaubhaft vermitteln, dass tatsächlich alle aus meinem ehemaligen Drogenumfeld, die tatsächlich im Sumpf versunken sind, am Anfang ganz genau die selbe Einstellung hatten, wie sie jetzt.
Es gibt einige Drogen, die wollte ich nichtmal ausprobieren, weil es in meinem Umfeld eben immer wieder Leute gab, an denen man sehen konnte, was das tatsächlich für ein Zeug ist (Heroin, Crack, Speed, Pillen aller Art usw.), und wie die Leute nach und nach zu dauerkonsumenten mutierten, irgendwann ihre ganze Zeit entweder mit Breitsein oder mit der Drogenbeschaffung verbracht haben - im Falle von Speed einfach strunzendumm geworden waren, oder nach einem halben Jahr dauer High mit Koks oder MDMA einfach NUR depressiv wurden, wenn ihre externen Endorphinpusher mal nicht zu haben waren. Denen hätte man die ganze Welt schenken können, es hätte ihnen nichts gebracht. Aber eine Dosis ihres Stoffes hob die für kurze Zeit wieder auf Wolke 7, und dann wurden sie panisch, weil der Stoff ja irgendwann uach wieder alle ist, und es dann zwingen wieder talwärts gehen würde.

Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass eine Legalisierung jenseits von "macht doch was ihr wollt" auch dieses - von mir ja für meine persönliche Entwicklung positiv empfundene Anregungs- und Abschreckungsumfeld zerstören würde.
In festen Konsumräumen würde sich das mMn NICHT entwickeln.

Es hilft gegen die Negativfolgen der Drogen oder der gesellschaftlichen Isolation (ob nun sichtbar im Park oder in der Fixerstube ist da echt egal), aber das ist eben nur eine Folge von gemeinschaftlichem Drogenkonsum - eine andere ist Erfahrung im Umgang mit Leuten auf Droge oder Turkey.
 
AW: Cannabis Legalisierung

Naja, THC ist sicherlich nicht das einzige, was da gefunden werden konnte. Man muss sich auch mal überlegen, wieviel ungefilterten Tabakrauch sich ein Kiffer mit einem Zug am Joint in die Lungen pfeffert. Dass das Nikotin da keine Rolle spielt, wird außer der GMX-Redaktion vermutlich auch niemand erwarten.

P.S.
Früher war fast jeder Kiffer mittelstarker Raucher und damit an hohe Nikotinlevels gewohnt. Heute gibts viele Leute die Nikotin nur beim Kiffen konsumieren. Man sollte vielleicht wirklich mal überdenken, ob ein Joint unbedingt mit Tabak gemischt werden muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

Interessant, weil genetische Gründe ausgeschlossen wurde, muss Cannabis Schuld sein. Die Möglichkeit das andere Stoffe dafür verantwortlich waren, besteht natürlich nicht..
Die Meldung ist einfach lächerlich, da es nur eine Vermutung ist.
Wahrscheinlich war das Zeug mit irgendwas gestreckt. Das wäre dann eher ein Argument für eine Legalisierung mit kontrolliertem Verkauf.
Oder die beiden haben noch etwas anderes eingenommen, was aber nicht mehr nachweisbar ist.
Vielleicht waren sie durch eine andere Droge so aufgepuscht, das sie mit THC wieder runterkommen wollten.

Man sollte vielleicht wirklich mal überdenken, ob ein Joint unbedingt mit Tabak gemischt werden muss.
Naja Gras pur brennt sehr viel schneller ab und für viele wäre ein purer Joint auch zuviel, bzw Verschwendung.
Peace lässt sich erst Recht nur schwer pur rauchen.
Was würdest du als Alternative vorschlagen?
 
AW: Cannabis Legalisierung

Irgendwo hier im Thread wurden schonmal irgendwann Alternativen vorgeschlagen - ich bin grad zu faul zum suchen, aber der, ders vorgeschlagen hatte, hatte auch ausdrücklich Nikotinvermeidung als grund dafür geliefert.

Das einfachste wäre vermutlich, sich in der Apotheke oder im Versandhandel Kräuterzigaretten zu bestellen. Die stinken eh von sich aus nach Kiff, da kann man sie auch damit mischen.

(über Apotheken gibts mehr als nur die NTB-Obst-Zigarette)
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Cannabis Legalisierung

HongKong Fui schrieb:
So, jetzt haben die Gegner endlich ein einzelnes Argument, auch wenn ich Zweifel habe...: http://www.gmx.net/themen/gesundheit/krankheiten/88b3y50-herzversagen-kiffen-cannabis-tote
Die beiden haben Wasser getrunken. Weil genetische Ursachen ausgeschlossen werden konnten, musste der plötzliche Herztod durch Wasser hervorgerufen worden sein.

Der Artikel verschweigt viel. Zumindest einer der beiden hatte ihm unbekannte Probleme mit dem Herzen ... siehe Zeit-Artikel dazu.


Aber nehmen wir an die beiden sind durch Cannabis gestorben. Rechtfertigt das vor dem Hintergrund der 184000 (!) Alkohol- und Nikotintoten in Deutschland pro Jahr die Illegalität von Cannabis und zugleich die Legalität von Alkohol und Nikotin?
 
AW: Cannabis Legalisierung

GMX-News als Quelle ... also ich erwarte von der gmx-news Redaktion nicht viel mehr als von der BILD.

Naja, wenigstens gibt es jetzt schonmal Tote, die tatsächlich THC im Blut hatten.
Ich freue mich für die Gegner, denn die können sich jetzt zumindest für eine Schrecksekunde über ein Argument freuen.

Die erste ernsthafte Beschäftigung mit den Fällen wird mMn von diesen angeblichen "Cannabistoten" nicht ein Haar übriglassen.
Leider wird das dann wahrscheinlich nicht auf der gmx-news Seite landen, sondern in Fachblättern, die ohnehin kaum einer liest.

Ich glaube, dass wir mit diesem Artikel noch in Jahrzehnten zu kämpfen haben werden, denn eines ist der ganz unabhängig von der Haltbarkeit der "Argumente" - Öl ins Feuer.

PS:
Es gibt haufenweise Möglichkeiten, THC nikotinfrei zu konsumieren, z.B. kann man das essen ;).
Einige dieser Alternativen sind sogar weitestgehend frei von Verbrennungsrückständen OBWOHL die Atemwege als Zugang genutzt werden (z.B. beim Vapi).
Von Tabak-Ersatz muss ich allerdings abraten - in den meisten Fällen schmeckt das Zeug einfach nur Scheiße - das ist dann allenfalls was zum Abgewöhnen (und zumindest mit meinen Zielen deckt sich das nicht).
Alternativen haben übrigens auch eine Schattenseite. Ich habe meist mit Tabak vermischt. Zwischenzeitlich habe ich alerdings auch pur gekifft, mit der Folge, dass ich nach einem kleinen Stickie unglaublich großen Schmacht hatte - da hat dann irgendwie doch was gefehlt. Das gleiche mit dem Vapi - den habe ich knapp ein halbes Jahr genutzt, dann war mir klar, dass ich mittlereile pro Woche ein Päckchen Tabak mehr geraucht habe, als vorher ohne Vapi.
Wozu soll ich denn nikotinfrei kiffen, wenn ich dann an anderer Stelle (Zigaretten) das Nikotin hochdosiere? Das ist ja irgendwie auch sinnfrei.

Auch sollte man nicht denken, dass man nun "gesund" kifft, weil man pur raucht - auch dabei entstehen hübsche Stoffe, die der Körper nicht ganz so nett findet (z.B. Kohlenmonoxid). Verbrennungsrückstände sind definitiv nicht gesund, da iist es dann eigentlich auch relativ egal was da verbrannt wird - eigentlich sollte man das lieber garnicht einatmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben