Lumin
Lt. Junior Grade
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AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?
Du musst deutlich zwischen direkten Effekten und indirekten Effekten unterscheiden. Die indirekten Effekte sind nicht Drogenspezifisch.
Z.B. kann Verwahrlosung andere Gründe haben, wie Krankheiten die viel Aufmerksamkeit brauchen. Willst du nun Kranke bestrafen und einsperren sofern sie eine bestimmte Krankheit haben? Der Vergleich ist hier sogar sehr passend: Drogenabhängige sind Kranke, die Hilfe benötigen anstatt einer Strafe und einer Ausgrenzung aus der Gesellschaft wegen ihrer Krankheit.
Wir sind uns ja alle einig, dass die Nachfrage nicht sinkt, egal ob etwas legal oder illegal ist. Wir sind uns auch einig, dass fast alle Drogen außer auf dem Schwarzmarkt nicht zu bekommen sind, sie sind ja illegal.
Daraus ergibt sich der folgende logische Schluss: die Bekämpfung des Schwarzmarktes führt aufgrund des benötigten höheren Aufwandes der Hersteller dazu, dass Preise für Drogen steigen oder die Qualität sinkt (mehr schädliche Streckmittel). Das zweite wird eher der Fall sein, Preisänderungen kann der Konsument direkt sehen, Qualitätsänderungen nicht.
Außerdem steigt die Korruption und Gewaltbereitschaft, denn das sind die einzigen Mittel mit denen die kriminellen Banden ihr Geschäft gegen den Staat "verteidigen" können. Zusätzlich kommt es zu mehr Bandeninternen Kämpfen (auch mit zivilen, unbeteiligten Opfern), beispielsweise um die Position eines inhaftierten Bosses. Und hier gewinnt sicher nicht der sanfteste Anwärter.
Zusammengefasst beendet der Kampf der Schwarzmarkt erfolgreich hier und da kriminelle Karrieren, doch in der Gesamtheit kostet er Leben, Gesundheit, Geld und Zeit. Deswegen ist hat die Illegalität einen wesentlich negativeren Effekt als die Legalität.
Diese Argumentation schlägt fehlt, da Selbstmord, nicht unter Strafe steht.Mustis schrieb:Gegenfrage: Warum steht Selbstmord unter Strafe? Wenn du dir diese Frage beantworten kannst, weißt du, warum nicht alle Drogen legalisiert gehören.
Niemand sagt, Drogen wären harmlos. Drogen sind schädlich, nur die Prohibition ist wesentlich schädlicher.Mustis schrieb:Des weiteren tut ihr so als wären alle Drogenkonsumenten harmlos. Leute unter Heroin haben andere getötet, gleiches ist für diverse Legal Highs finden. Es gab einen Fall, da hat jemand im Rausch einem Freund das Gesicht abgekaut. Von verwahrlosten Drogenkindern die sterben während die Eltern High sind ganz zu schweigen. Das sind natürlich extrem Fälle. Dient aber zur Verdeutlichung, dass der Rauschzustand keineswegs nur eine Selbstschädigung ist wie von einigen her zu gern propagiert sondern sehr wohl eine Gefahr auch für die Gemeinschaft darstellt.
Du musst deutlich zwischen direkten Effekten und indirekten Effekten unterscheiden. Die indirekten Effekte sind nicht Drogenspezifisch.
Z.B. kann Verwahrlosung andere Gründe haben, wie Krankheiten die viel Aufmerksamkeit brauchen. Willst du nun Kranke bestrafen und einsperren sofern sie eine bestimmte Krankheit haben? Der Vergleich ist hier sogar sehr passend: Drogenabhängige sind Kranke, die Hilfe benötigen anstatt einer Strafe und einer Ausgrenzung aus der Gesellschaft wegen ihrer Krankheit.
Das ist wieder ein Beispiel, dass du nicht weit genug denkst bevor du etwas schreibst.Mustis schrieb:Dein Satz zum Schwarzmarkt ist auch wieder eine völlige Verzehrung der Realität. Drogen werden nicht dem Schwarzmarkt überlassen. Dieser wird bekämpft. Das hat nichts mit der Legalität von Drogen zu tun.
Wir sind uns ja alle einig, dass die Nachfrage nicht sinkt, egal ob etwas legal oder illegal ist. Wir sind uns auch einig, dass fast alle Drogen außer auf dem Schwarzmarkt nicht zu bekommen sind, sie sind ja illegal.
Daraus ergibt sich der folgende logische Schluss: die Bekämpfung des Schwarzmarktes führt aufgrund des benötigten höheren Aufwandes der Hersteller dazu, dass Preise für Drogen steigen oder die Qualität sinkt (mehr schädliche Streckmittel). Das zweite wird eher der Fall sein, Preisänderungen kann der Konsument direkt sehen, Qualitätsänderungen nicht.
Außerdem steigt die Korruption und Gewaltbereitschaft, denn das sind die einzigen Mittel mit denen die kriminellen Banden ihr Geschäft gegen den Staat "verteidigen" können. Zusätzlich kommt es zu mehr Bandeninternen Kämpfen (auch mit zivilen, unbeteiligten Opfern), beispielsweise um die Position eines inhaftierten Bosses. Und hier gewinnt sicher nicht der sanfteste Anwärter.
Zusammengefasst beendet der Kampf der Schwarzmarkt erfolgreich hier und da kriminelle Karrieren, doch in der Gesamtheit kostet er Leben, Gesundheit, Geld und Zeit. Deswegen ist hat die Illegalität einen wesentlich negativeren Effekt als die Legalität.
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