DerOlf
Admiral
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- März 2010
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AW: Quo vadis Cannabislegalisierung?
@YesWeedCan
Schöner Beitrag ... ich hatte die Geschichte erst ab den 90ern verfolgt (und auch nur aus Deutschland), und habe daher die lächerlichen Hetzkampagnen von (fuck)Chirac und Birne Kohl mitbekommen ... größtenteils bestand das mMn aus Falschinformationen, mit denen Angst geschürt wurde. Ich war richtig betroffen, als die Niederlande diesem Druck nachgaben.
Der Wietpas ist daran gescheitert, das er die Errungenschaften mehrerer Jahre liberaler Drogenpolitik innerhalb weniger Monate zunichte machte - der Schwarzmarkt war wieder da, er war öffentlöich und störend und brachte Kiffer wiedermal in Kontakt mit Heroin, Koks u.Ä.. Vor allem deswegen wurde das Programm aufgegeben, denn es torpedierte die bereits erreichte Trennung der Konsumentenmärkte.
Letztlich ist die Situation in NL nicht viel anders als in DE. Auch hier ist der Besitz von kleinen Mengen THC-haltiger Produkte straffrei (ermittelt werden muss trotzdem), allerdings sind Anbau, Verkauf UND Erwerb faktisch noch Straftaten ... ganz genau genommen gibt es also in DE keinen Weg, an Cannabis zu kommen, ohne dabei straffällig zu werden - da liegt der Unterschied, denn in NL ist wenigstens der Kauf und Verkauf in Coffeshops straffrei ... auch wenn der Stoff da nicht legal hinkommen kann.
Modellversuche gab es in DE in den 90ern auch. So gab es z.B. in Kiel mehrere Jahre lang einzelne Kneipen, in denen der Verkauf von Cannabis geduldet wurde ... genutzt wurde das allerdings nur im Notfall, da allen potentiellen Kunden klar war, dass diese Läden polizeilich bekannt sind und daher überwacht werden. Die Drogenkriminalität nam trotzdem leicht ab.
Ich habe keine Ahnung, ob das Modell weiterverfolgt wurde ...
Die Niederländer, die in den 70ern schon dachten, es werde bald eine europaweite Cannabislegalisierung stattfinden müssen aber ganz schön dicht gewesen sein. Das wird vielleicht in ein paar hundert Jahren kommen, wenn endlich realsiert wrd, dass auch Kiff Teil der abendländischen Kultur ist ... seit Jahrtausenden.
@YesWeedCan
Schöner Beitrag ... ich hatte die Geschichte erst ab den 90ern verfolgt (und auch nur aus Deutschland), und habe daher die lächerlichen Hetzkampagnen von (fuck)Chirac und Birne Kohl mitbekommen ... größtenteils bestand das mMn aus Falschinformationen, mit denen Angst geschürt wurde. Ich war richtig betroffen, als die Niederlande diesem Druck nachgaben.
Der Wietpas ist daran gescheitert, das er die Errungenschaften mehrerer Jahre liberaler Drogenpolitik innerhalb weniger Monate zunichte machte - der Schwarzmarkt war wieder da, er war öffentlöich und störend und brachte Kiffer wiedermal in Kontakt mit Heroin, Koks u.Ä.. Vor allem deswegen wurde das Programm aufgegeben, denn es torpedierte die bereits erreichte Trennung der Konsumentenmärkte.
Letztlich ist die Situation in NL nicht viel anders als in DE. Auch hier ist der Besitz von kleinen Mengen THC-haltiger Produkte straffrei (ermittelt werden muss trotzdem), allerdings sind Anbau, Verkauf UND Erwerb faktisch noch Straftaten ... ganz genau genommen gibt es also in DE keinen Weg, an Cannabis zu kommen, ohne dabei straffällig zu werden - da liegt der Unterschied, denn in NL ist wenigstens der Kauf und Verkauf in Coffeshops straffrei ... auch wenn der Stoff da nicht legal hinkommen kann.
Modellversuche gab es in DE in den 90ern auch. So gab es z.B. in Kiel mehrere Jahre lang einzelne Kneipen, in denen der Verkauf von Cannabis geduldet wurde ... genutzt wurde das allerdings nur im Notfall, da allen potentiellen Kunden klar war, dass diese Läden polizeilich bekannt sind und daher überwacht werden. Die Drogenkriminalität nam trotzdem leicht ab.
Ich habe keine Ahnung, ob das Modell weiterverfolgt wurde ...
Die Niederländer, die in den 70ern schon dachten, es werde bald eine europaweite Cannabislegalisierung stattfinden müssen aber ganz schön dicht gewesen sein. Das wird vielleicht in ein paar hundert Jahren kommen, wenn endlich realsiert wrd, dass auch Kiff Teil der abendländischen Kultur ist ... seit Jahrtausenden.
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