Quo vadis BTMG?

Was sagen denn die Daten zu Regionen, wo Cannabis legalisiert worden ist?
Mir leuchtet z.B. nicht ein, dass eine Legalisierung automatisch den Schwarzmarkt verdrängt. Da mit einer Legalisierung auch Regulierung einhergeht, die von den bisherigen Konsumenten womöglich nicht erwünscht ist (z.B. THC Gehalt).

In Kanada hat sich nach der Legalisierung die Anzahl der Konsumenten offenbar verdoppelt. Die Anzahl derer, die täglich konsumieren ist gleich geblieben, jene die wöchentlich konsumieren hat sich verdoppelt. Gelegentlicher Konsum stieg um 50%. Sind aber noch relativ alte Daten, die ich da gefunden habe Link.

Interessant wären z.B. Kohortenstudien die aufzeigen, ob Cannabiskonsum Alkohol verdrängt oder das eher 'oben drauf' kommt. Daten zu Suchterkrankungen wären in dem Kontext auch interessant. Kanada scheint ja ein sehr ausgiebiges Monitoring zu betreiben.
 
BeBur schrieb:
Mir leuchtet z.B. nicht ein, dass eine Legalisierung automatisch den Schwarzmarkt verdrängt

Verdrängen vielleicht nicht unbedingt sofort aber mit Sicherheit schwächen. Und viel wichtiger, man weiß was drin ist, denn auf dem Schwarzmarkt ist die Gier nach dem schnellen Profit wichtiger als die Gesundheit.
 
BeBur schrieb:
Interessant wären z.B. Kohortenstudien die aufzeigen, ob Cannabiskonsum Alkohol verdrängt oder das eher 'oben drauf' kommt.
Von solchen Studien weiß ich zunächst nichts.
Ich kann aber meine eigene Geschichte erzählen.

Erste Kontakte mit Alkohol gab es schon sehr früh (mit 10 oder so)
Mit 14 begann ich Zigarretten zu rauchen.
Mit 16 begann das Saufen ... mit 18 war ich der Meinung, ein Alkoholproblem zu haben ... ich hatte allerdings nie Probleme MIT Alkohol ... nur ohne ... in dieser Zeit fing ich an, zu kiffen.
Bis zum 21 Lebensjahr war ich dann die Alkoholsucht los ... ich habe gekifft ... und der Konsum war sicherlich nicht unbedenklich.
Das ging dann lange so weiter, bis mir auffiel, dass ich zu nicht viel komme, wenn ich morgens bereits kiffe.
Seitdem ist mein Konsum stetig zurückgegangen ... heute reicht mir eine kleine Tüte am Abend ... ich würde niemals kiffen, wenn ich noch irgendwas vor habe. Breit auf eine Bühne ... NoWay ... erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Um breit zu spielen, ist mir die Musik zu wichtig ... die hat meine volle Aufmerksamkeit verdient.
Mein Konsum wird wohl weiter zurückgehen.

Natürlich locken Grasshops auch Gelegenheitskiffer an ... genauso wie die Alkoholregale im Supermarkt halt auch nicht nur durch Alkoholiker frequentiert werden.
Wer gelegentlich Lust hat, seinen Bewusstseinszustand temporär zu verändern, der hat durch die Grasshops aber wenigstens die legale Auswahl zwischen Alkohol und THC.

Wenn der Schwarzmarkt neben legalen Läden weiter existiert, dann liegt das an einer verfehlten Preispolitik in den Läden ... entweder ist das Gras da dann zwar auf jeden Fall teurer ... aber nicht in jedem Fall besser, oder man zwingt die Leute in diesen Läden dazu, zu viel von sich Preis zu geben.
Dieses Problem lässt sich allerdings nur Lösen, wenn der Nimbus des Verbotenen nicht mehr mit Gras verbunden wird. Natürlich komme ich schon aus Gewohnheit ins stocken, wenn ein Uniformierter meinen Namen haben will, bevor ich Gras kaufen darf ... das fühlt sich nach knapp 30 Jahren Einkaufen in der Illegalität einfach nicht besonders schlau an.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TheManneken und chartmix

Anhänge

  • Cannabis-geschenkt2022-03-02.jpg
    Cannabis-geschenkt2022-03-02.jpg
    36 KB · Aufrufe: 180
DerOlf schrieb:
Cannabis als Einstiegsdroge ... ja klar.
Es wird meines Wissen nirgends behauptet, daß Cannabis immer die Rolle einer Einstiegsdroge hat, aber es wird begünstigt. Und es hat noch andere Folgen.
Der ZON-Artikel ist von 2006, aber ich glaube nicht, daß sich bis heute eine gravierende Änderung ergeben hat was den Gebrauch von Cannabis anbelangt.

Vom Joint an die Nadel

CANNABIS ALS EINSTIEGSDROGE

Was Alkohol anbetrifft, da kommt es allein auf die Menge an. Wer z. B. abends zwei, drei Glas Wein, oder ein, zwei Flaschen Bier trinkt, hat damit keine Probleme. Die hat man dagegen, wenn man jeden Tag eine Flasche Schnaps trinkt, oder sich zwei Flaschen Wein reinkippt..
Ergänzung ()

Erkekjetter schrieb:
Ich hatte dir eine Frage gestellt, was Oxycodon und Opiate m it Cannabis zu tun haben, . . .
Warum soll ich das noch mal erklären? Das hat doch schon ausführlich @DerOlf getan. Übersehen?
 
Incanus schrieb:
Nur weil einige junge Mitbürger meinen Kiffen sei cool, gehört Cannabis noch lange nicht zur Kultur.
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/kiffen-als-begraebniskultur/
Danke für die Blumen bezüglich des Alters. Und wo habe ich von cool gesprochen?
Incanus schrieb:
Ein weiteres Rauschmittel zu legalisieren ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Die Büchse der Pandora bekommen wir bei Alkohol und Tabak schon nicht mehr zu. Bei Cannabis sollte sie dringendst geschlossen bleiben.
Wieso sollte man die Büchse nicht mehr zubekommen? Einfach Alkohol und Tabak verbieten.
Schonmal was vom Prinzip der Verhaltensmäßigkeit gehört?
Befürwortest du ein Verbot von Alkohol und Tabak? Nur weil einige Mitbürger meinen das geht nicht...
Achja, die angebliche Büchse der Pandora ist doch schon längst geöffnet. Cannabis wird konsumiert. Egal ob legal oder illegal. Genauso bei Alkohol.
KernelpanicX schrieb:
Aber das ist typisch für die Kifferszene.
Ich gehöre keiner Szene an. Was ist überhaupt die Kifferszene?
Gibt es auch eine Alkiszene? Sind das die, die sich in Kneipen treffen?
KernelpanicX schrieb:
Ansonsten gibt es keine Cannabis-Kultur. Das ist Gerede aus der Kifferszene
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/kiffen-als-begraebniskultur/
Gehören Wissenschaftler und Mediziner auch zur Kifferszene?
Incanus schrieb:
Ich erkenne eher, dass ein paar Teilnehmer in diesen Diskussionen nicht auf ihre Rauschzustände verzichten wollen und daher jedes auch noch so abstruse Argument hervorholen, um sie zu verteidigen.
Dann ist ja ein Verbot von Tabak und Alkohol kein Problem.
Wie kommst du überhaupt dazu über Menschen zu urteilen, die du gar nicht kennst?
Incanus schrieb:
Im Gegenteil. Nicht noch ein Problem mehr.
Der Konsum findet statt. Egal wie.
Incanus schrieb:
Nein, der richtige Weg ist den Konsum zu unterbinden. Alles andere ist doch nur eine Bankrotterklärung.
Noch ein Punkt für ein Verbot von Alkohol und Tabak. Und bei Alkohol:
Incanus schrieb:
Abseits der medizinischen Verwendung gibt es keinen Grund, warum Cannabis-Konsum nötig oder sinnvoll wäre.
Ich habe noch keinen validen Punkt gehört, der gegen ein Verbot von Alkohol und Tabak spricht. Abseits der medizinischen Verwendung natürlich.
Incanus schrieb:
Denn so wie Kinder und Jugendliche auch leider immer wieder Zugang zu Alkohol und Tabak erhalten, werden sie ihn auch zu Cannabis bekommen, wenn es legal verfügbar ist.
Die Jugend hat bereits über den illegalen Markt Zugang zu Cannabis, Alkohol, etc.
Da wird bei abnehmendem Schwarzmarkt wie in Kanada und mehr fachlicher Präventionsarbeit der Zugang eher schwieriger und uninteressanter.
Und wenn sie doch an Cannabis aus dem Fachgeschäft kommen, ist es wenigstens sauber und es werden ihm vom Dealer nicht noch weitere Drogen wie Alkohol angeboten.
BeBur schrieb:
Mir leuchtet z.B. nicht ein, dass eine Legalisierung automatisch den Schwarzmarkt verdrängt. Da mit einer Legalisierung auch Regulierung einhergeht, die von den bisherigen Konsumenten womöglich nicht erwünscht ist (z.B. THC Gehalt).
Automatisch bestimmt nicht. Da sollten einige Bedingungen erfüllt sein.
Zum Beispiel breiter diskriminierungsfreier Zugang, konkurrenzfähiges Preis-Leistungsverhältnis und Angebot, mehr Aufklärungsarbeit, weiterhin gegen den Schwarzmarkt vorgehen, sinnvolle Grenzen für die Arbeit oder das Auto fahren festlegen.
Meines Wissens nimmt der Schwarzmarkt in Kanada stetig ab. Das braucht wahrscheinlich Zeit und komplett wird er wohl nie verschwinden.
 
KernelpanicX schrieb:
Was Alkohol anbetrifft, da kommt es allein auf die Menge an.

Ach ja? Ich widerspreche. Bei Alkohol kommt es auf die Menge, aber auch die Häufigkeit und die Dauer an. Selbst kleine Mengen richten Schaden an, dauerhafter und/oder regelmäßiger/gewohnheitsmäßiger Konsum umso mehr und ist Anzeichen von Alkoholismus. Selbst das Feierabendbier kann schon dazuzählen, wenn es zur Gewohnheit wird. "Weil man das halt so macht." Aber so ist das eben mit gesellschaftlichen Konventionen. Die werden seltener infrage gestellt. Im Gegenteil: man wird schief angeschaut, wenn man mal nichts trinken will.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BeBur, Bonanca und chartmix
KernelpanicX schrieb:
Was Alkohol anbetrifft, da kommt es allein auf die Menge an. Wer z. B. abends zwei, drei Glas Wein, oder ein, zwei Flaschen Bier trinkt, hat damit keine Probleme.
Für mich ist jeder (!) ein Alkoholiker, der sich an den regelmäßigen Alkoholkonsum gewöhnt hat.
Ob man süchtig ist, oder nicht, das stellt man bei allen Drogen erst fest, wenn man sie nicht nimmt.
Die Dosierung spielt dabei NICHT die Hauptrolle. Die Dosis macht das Gift, aber die Dauerversorgung macht die Sucht (sowohl die körperliche, als auch die psychische).

Ein Glas Wein am Tag ist kein Problem ... aber ein Glas Wein an JEDEM Tag kann zu einem Problem werden.

Die Logik aus deinem zweiten Artikel kenne ich aus eigener Erfahrung (ich arbeite seit zwei Jahren im Einzelhandel ... wir verkaufen auch alkoholische Getränke).
Es gibt Kunden, die kaufen bei jedem Besuch ein paar Dosen oder Faschen Bier ... und bei nicht ganz wenigen davon, gesellt sich nach einer gewissen Zeit noch eine kleine Flasche Jägermeister dazu, oder die Biermenge wird immer größer.
Natürlich bleibt es nicht sehr lange bei der kleinen Flasche Jägi.

Der Gewöhnungseffekt ist bei Alkohol definitiv vorhanden ... und dennoch kann man Bier und Schnapps im gleichen Laden kaufen und niemandwundert sich, wenn statt 1 Kasten Bier pro Woche dann zwei gekauft werden ... oder wenn zu dem Kasten Bier eben noch ne Flasche Mariacron dazukommt.

Und nun zum Gewöhnungseffekt bei Cannabis.
Ich kiffe seit mehreren Jahrzehnten und ich habe eine ganze Weile jede Droge ausprobiert, die mir angeboten wurde.
Irgendwie hatte ich aber nie das Bedürfnis, ein zweites mal Opium zu rauchen, bei Koks und Speed geht die Wirkung einfach in die falsche Richtung, XTC fand ich unangenehm und LSD ist mir einfach zu heftig.
Ich habe mir die Devise zugelegt "keine Chemie" ... dafür habe ich viele natürliche Mittel ausprobiert ... und auch da blieb es meist bei ein oder maximal zwei Versuchen.
Die große und einzige Ausnahme ist Gras ... ich rauche eben mein Feierabendbierchen und ich sehe darin bis heute kein echtes Problem.

Einen Gewöhnungseffekt sehe ich auch bei Cannabis ... aber der bezieht sich bei mir nur auf die benötigte Menge ... die Wirkung, die ich haben möchte, verschafft mir keine der härteren Drogen, und dass ich das weiß, das verdanke ich einem sehr zwanglosen Umgang mit Drogen in meiner damaligen Peer-Group und damit dem Umstand, dass ich kritischen Konsum und seine Folgen oft erlebt habe. Zum Glück hatte ich Leute, mit denen ich drüber reden konnte (nein, das waren definitiv nicht meine Eltern).
 
Zuletzt bearbeitet:
KernelpanicX schrieb:
Wer z. B. abends zwei, drei Glas Wein, oder ein, zwei Flaschen Bier trinkt, hat damit keine Probleme.
Steile These. Gerade die Regelmäßigkeit begründet doch die Sucht? 🤷‍♂️
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bonanca und niteaholic
KernelpanicX schrieb:
Es wird meines Wissen nirgends behauptet, daß Cannabis immer die Rolle einer Einstiegsdroge hat, aber es wird begünstigt.
Das mit der Einstiegsdroge ist nur eine Hypothese.
Nach der Logik ebendieser ist Alkohol mit Abstand die Einstiegsdroge Nummer 1.
Was wird durch Cannabis in Bezug auf die Einstiegsdrogen-Hypothese begünstigt?
Was ist zum Beispiel mit Faktoren wie genetischer Disposition (für psychische Probleme und Verhalten), soziale Struktur, etc.
Die Forschung ist da eher noch am Anfang. Wurde ja über Jahrzehnte eigentlich unmöglich gemacht.
KernelpanicX schrieb:
Was Alkohol anbetrifft, da kommt es allein auf die Menge an. Wer z. B. abends zwei, drei Glas Wein, oder ein, zwei Flaschen Bier trinkt, hat damit keine Probleme. Die hat man dagegen, wenn man jeden Tag eine Flasche Schnaps trinkt, oder sich zwei Flaschen Wein reinkippt
Alkohol ist ein Zellgift. Auch kleine Mengen über längere Zeit schaden dem Körper. Und 1-2 Bier oder 2-3 Gläser Wein regelmäßig abends können schon auf ein problematisches Konsumverhalten hinweisen.
Bei Cannabis kommt es ebenso auf das Maß an. Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen sind im Gegensatz zu Alkohol und Tabak sehr sehr gering. Und ich spreche hier von Erwachsenen. Nicht Kindern.
Und es gibt einen medizinischen Nutzen.
Haben medizinische Cannabiskonsumenten deiner Meinung nach ein Suchtproblem und gehören der Kifferszene an, die diesen "Dreck" konsumieren?
 
Eigentlich müsste jeder Gegner von Cannabis den Verbot von Alkohol, Tabak und eine sehr strenge Regulierung von Zucker fordern. Alles andere wäre eine Art Heuchelei.

Eine Kulturzugehörigkeit (die jemand hier Alkohol zuspricht und Cannabis nicht) begründet keine Legalisierung oder Illegalisierung und hat mit der Bewertung der Substanz nichts zu tun.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: knoxxi, niteaholic und chartmix
KernelpanicX schrieb:
Warum soll ich das noch mal erklären? Das hat doch schon ausführlich @DerOlf getan. Übersehen?
Aha. Weder nimmt Olf auf mich Bezug, zitiert mich noch sonstwas. Er erzählt was zu Oxycodon, nimmt dabei aber nirgends irgendwo Bezug auf Cannabis. Die an dich gestellte Frage von mir, ist durch ihn nirgends beantwortet....
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: niteaholic
Erkekjetter schrieb:
Er erzählt was zu Oxycodon
und das nichtmal direkt.
Mir sind nur gewisse Parallelen zwischen Oxycodon und anderen Medikamenten aufgefallen, die wir heute eher als Drogen kennen.

Darauf habe ich anhand der Beispiele Heroin und Pervitin hingewiesen.
 
Ein, zwei Flaschen Bier am Abend, oder zwei Glas Wein sollen eine Sucht darstellen. Das ist so daneben, da kann man nicht mal mehr darüber lachen. Die Verteidiger von Cannabis & Co scheuen sich wirklich vor nix!

Na ja, ich bin hier wieder raus. - Und das paßt hier gut hin:

„Es gibt drei Wahrheiten: Meine Wahrheit, deine Wahrheit und die Wahrheit.”
Chinesisches Sprichwort
 
KernelpanicX schrieb:
Ein, zwei Flaschen Bier am Abend, oder zwei Glas Wein sollen eine Sucht darstellen. Das ist so daneben, da kann man nicht mal mehr darüber lachen. Die Verteidiger von Cannabis & Co scheuen sich wirklich vor nix!
Es kommt einfach für Sucht nicht auf die konsumierte Menge an ... auch wenn du nur eine Zigarrette in der Woche rauchst, kannst du eine Nikotinsucht entwickeln.
Ich schließe von deiner Äusserung mal drauf, dass du täglich Alkohol trinkst.

Es gibt nur eine Probe, mit der man herausfinden kann, ob man süchtig ist, oder nicht:
Wenn du 1 oder 2 Flaschen Bier am abend für unproblematisch hältst, dann lasse sie einfach mal weg und genieße diese diffuse Unzufriedenheit, von der du nichtmal weißt, woher sie kommt.

Auf diese Weise habe ich meinen Alkoholismus entdeckt.
Du kannst das für überzogen halten und reihst dich damit in eine sehr lange Ahnereihe von unbewusst Abhängigen ein.
Beim Gedanken "Ich kann das ja jederzeit sein lassen" sollte man hellhörig werden ... denn eigentlich ist das schon Autosuggestion mit dem Ziel des Suchterhalts. Psychologen sprechen auch von Copingverhalten.

PS:
Alles, was iczh in den letzten Posts zu Sucht gesagt habe, gilt selbstverständlich auch für Cannabis ... natürlich habe ich ein Suchtproblem, wenn ich entweder platt auf dem Sofa hänge oder Nachschub besorge. In dem Fall ist die Sucht sogar ziemlich extrem, da die Substanz das Leben bestimmt ... der Name der Substanz ist für die Abhängigkeit unerheblich.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: S.a.M. und knoxxi
KernelpanicX schrieb:
Ein, zwei Flaschen Bier am Abend, oder zwei Glas Wein sollen eine Sucht darstellen. Das ist so daneben, da kann man nicht mal mehr darüber lachen.
Bei zwei Bier je 0,5 Liter am Tag bist du bei sage und schreibe 28 Standardgläser, ...

Bier, Wein, Sekt oder Schnaps. Um das "Wieviel" greifbar zu machen, sprechen Suchtmediziner vom sogenannten "Standardglas" - und das entspricht 10 bis 12 g reinem Alkohol. Die sind enthalten in einem kleinen Glas Bier (0,25 l), einem Achtelliter Wein oder einem Glas Sekt.
... damit ist dein Alkoholkonsum nicht nur riskant, ...

Riskant wird ein Alkoholkonsum ab 21 Standardgläsern pro Woche bei Männern und 14 bei Frauen.
... sondern sogar mit einem hohen gesundheitlichen Risiko verbunden.

Bei mehr als fünf (bzw. vier) Standardgläsern pro Tag besteht bereits ein hohes gesundheitliches Risiko.

Das gilt übrigens nur für einen Mann. Die Werte für eine Frau liegen deutlich darunter.

Davon abgesehen, dass man zwei bis drei Tage in der Woche gar keinen Alkohol konsumieren sollte.

Quelle: https://www.mdr.de/brisant/ratgeber/alkoholiker-test-gesicht-100~amp.html

Eine behandlungsbedürfrige Alkoholsucht kann laut den Bedingungen der WHO schnell gegeben sein. Die Details kann man in der Quelle nachlesen.

Mit Cannabis habe ich übrigens nicht das Geringste zu tun. Ich habe nur einmal an einem Joint gezogen (und das noch nicht einmal auf Lunge) und habe ihn direkt weitergegeben. Rauchen ist generell nichts für mich.

Alkohol dagegen trinke ich seit mehreren Jahren nur noch auswärts, kenne aber aus familiären Kreisen die Thematik, dass ein zwei Bier am Abend doch nichts sind. Diese Personen waren/sind definitiv behandlungsbedürftige Alkoholiker.
 
Zuletzt bearbeitet:
KernelpanicX schrieb:
Na ja, ich bin hier wieder raus.
Komm bitte nicht wieder. Außer pöbeln ist von dir nichts gekommen und auf die frage hast du noch immer nicht geantwortet obwohl olf selbst bestätigt hat, dass er entgegen deiner aussage das nicht beantwortet hat. Also neben pöbeln auch noch lügen.

Falls du dich demnächst wieder fragst, warum deine posts versenkt werden..
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Bonanca und knoxxi
KernelpanicX schrieb:
Die Verteidiger von Cannabis & Co scheuen sich wirklich vor nix!
Sind Wissenschaftler und Mediziner Verteidiger von Cannabis und Gegner von Alkohol und Tabak weil sie die Sachlage anders belegen oder bewerten?
Was ist mit & Co gemeint?
KernelpanicX schrieb:
Na ja, ich bin hier wieder raus.
Ich vergaß: du bist nicht an einem Austausch aka Diskussion interessiert.
 
KernelpanicX schrieb:
„Es gibt drei Wahrheiten: Meine Wahrheit, deine Wahrheit und die Wahrheit.”
Chinesisches Sprichwort
Soweit ich mich recht erinnere, ist "die Wahrheit" dabei mit keiner der beiden anderen Identisch.

Ich bin mir absolut sicher, dass man mit Substanzen jeder art nicht scherzen sollte, wenn die die körpereigenen Substanzsysteme triggern oder die körpereigenen Substanzen gar ersetzen oder blockieren.
Wenn eine Substanz zum Ausstoss von Endorphinen führt, dann stellt ihr Dauergebrauch eine Gefahr dar, da sich das System an diesen Raiz von aussen gewöhnt und das System herunterfährt um weiter einen normalen Betrieb gewährleisten zu können (auch eine Erklärung für Gewöhnungseffekte bei Drogen).

Ich habe im Zivildienst viele alte Leute betreut, die ihr leben lang Schmerzmittel eingenommen hatten ... eine recht häufige Nebenwirkung waren Phantomschmerzen ... die haben teilweise schon das Gesicht vor Schmerz verzogen, wenn die Hand mit dem Waschlappen noch 15cm von der Haut entfernt war.
Völlig ausgeleierte Schmerzrezeptoren, die so hyperaktiv waren, dass sie einfach ständig gefeuert haben ... leider bei nicht ganz wenigen eine irreversible Folge langjährigen Schmerzmittelkonsums (auch Medikamente sind letztlich Drogen mit ähnlichen MIssbrauchsfolgen).

Auch an Schlafmittel hatten sich einige gewöhnt ... die waren fest davon überzeugt, dass sie ohne "ihre Tropfen" nicht schlafen können.
Nach einem Pinnchen Wasser gingen die dann ins Bett, und schliefen durch.
Hatte die Spätschicht "ihre Tropfen" mal vergessen, standen die halt bei der Nachtwache im Schwesternzimmer, und fragten nach "ihren Tropfen".

Einer bekam Atemnot, wenn er sein ACC-akut nicht bekam ... laut Arzt ohne erkennbaren Grund. Aber er nahm das Zeug halt seit 20 Jahren.

Die langjährgen Säufer hatten einfach nur ständig Durst ... und alle wussten irgendwie, dass ihnen nur <Bitte alkoholisches Getränk der Wahl einfügen> wirklich helfen würde, diesen Durst los zu werden (was natürlich nicht stimmt ... das Gegenteil ist der Fall).

Nebenbei:
Das waren fast alles "gestandene Leute". Handwerksmeister, Standortleiter, Firmengründer, Ärzte, Beamte.
Die waren lange stark süchtig gewesen (bis zu 30 Jahre), und hatten trotzdem ihre Leben gut genug auf die Reihe bekommen, dass die Familie aus allen Wolken gefallen ist, als man ihr gesagt hat, dass Opa säuft wie ein Pferd. "Nein, das kann garnicht sein". Aber dass er gerne "mal nen Schnäppschen" getrunken hat, das mussten alle bestätigen.

Mit der körpereigenen Chemie sollte man keinen schindluder treiben ...egal, was man nimmt, wenn es keinen medzinischen Grund für die dauernde Einnahme gibt, dann sollte man das Zeug auch nicht dauernd nehmen oder dem Körper zumindest regelmäßig ausgedehnte Pausen gönnen.
... man sollte ... aber recht Wenige kriegen das auch wirklich auf die Kette ... so zumindest mein Eindruck.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: chartmix
Zurück
Oben