Quo vadis BTMG?

KernelpanicX schrieb:
Ja, ich bin dem Alkohol verfallen. Zufrieden?
KernelpanicX schrieb:
Ja, ich bin deshalb Alkoholiker. Zufrieden?
1. Um meine Zufriedenheit gehts hier nicht.
2. Macht nichts, ich auch ... in dem Umfang ist es normal, sonst hätte sogar die Mortler ihre Probleme gehabt, das "Alkohol gehört zur deutschen Kultur, Cannabis nicht"-Narrativ zu nutzen.
Dafür muss der milde Suff auch zur Kultur gehören ... und das kann in Deutschland einfach niemand bezweifeln.

Ich wünsche mir im Grunde nur, das meine Feierabendtüte dir genauso am Arsch vorbeigeht, we mir deine ein oder zwei Gläser Wein (das Getränk ist mir sogar egal).
Es ist dein eigener Körper.

Ich trinke halt keinen oder nur extrem wenig UND extrem selten Alkohol. Ich mag den Geschmack von Whisky (aber nur schottischer), aber mit einer solchen Flasche komme ich auch locker 5 Jahre hin.
ich weiß sogar, dass man meinen langjährigen und durchgehenden Kosnum als durchaus kritisch ansehen kann, aber man muss dabei eben auch betrachten, was der betreffende Mensch noch so macht.
Feierabend bedeutet für mich meist 22:30 ... bei Auftritten oder Proben wirds auch gerne mal später, bis ich ins Bett komme.
Und ich kiffe erst nach der Arbeit ... also wenn alles getan ist.
Für mehr als einen habe ich danach meistens gar keine Zeit.
 
@KernelpanicX

Gehst du noch auf meine wissenschaftlich fundierten Argumente ein oder hast du ihn nur übersehen?

Ich bin weiterhin an einer sachlichen Diskussion interessiert. Ohne Polemik. Ohne inhaltslose Fronts.
 
Eldok schrieb:
Verdrängen vielleicht nicht unbedingt sofort aber mit Sicherheit schwächen. Und viel wichtiger, man weiß was drin ist, denn auf dem Schwarzmarkt ist die Gier nach dem schnellen Profit wichtiger als die Gesundheit.
DerOlf schrieb:
Wenn der Schwarzmarkt neben legalen Läden weiter existiert, dann liegt das an einer verfehlten Preispolitik in den Läden ... entweder ist das Gras da dann zwar auf jeden Fall teurer ... aber nicht in jedem Fall besser, oder man zwingt die Leute in diesen Läden dazu, zu viel von sich Preis zu geben.
Da bin ich nicht 100% überzeugt von. Ein Grund besteht darin, dass soweit ich weiß der THC Gehalt in Schwarzmarkt Gras seit Jahren ansteigt. Ich würde daher vermuten, das er auch weiterhin tendenziell ansteigt. Der THC Gehalt von legalem Gras wird aber sicherlich nicht (im gleichen Maße) steigen. D.h. regelmäßige Legalkiffer könnten mit der Zeit vermehrt auf stärkeres und damit illegales Gras ausweichen. Im radikalsten Fall ist der Effekt so stark, dass die Legalisierung den Schwarzmarkt stärkt und nicht schwächt. Ich sage nicht, dass ich das für wahrscheinlich halte, aber solche second order effekte sollte man genau anschauen, vorab.

DerOlf schrieb:
Ich kann aber meine eigene Geschichte erzählen.
Danke dafür, das war definitiv interessant. Bei mir klingt noch nach 15 Jahren nach, was ein damaliger Kumpel, Waldorfschüler, zum Thema Cannabis gesagt hat. Viele in seinem Umfeld waren damals Kiffer und sein persönliches Fazit war, dass die Gefahren üblicherweise unterschätzt werden und er sei keinesfalls ein Freund der Legalisierung, einfach weil er so viele kennen gelernt hat, denen die Droge geschadet hat.

KernelpanicX schrieb:
Einzelne Studien sind eher weniger interessant. Offensichtlich ist die Frage aber noch ein offenes Forschungsgebiet. Ich habe noch das hier gefunden, aber fand die Argumente für die MGH wenig überzeugend, vor allem das was man an Tieren untersucht hat ist regelmäßig nicht auf Menschen übertragbar.

chartmix schrieb:
Es geht ja eher um die Frage, ob Kiffen Teil der aktuellen Gesamtdeutschen Kultur ist. Das würde ich auch eher verneinen, wenn auch hier in NRW vielleicht sogar fraglich ob es nicht doch so sein könnte.

chartmix schrieb:
Wieso sollte man die Büchse nicht mehr zubekommen? Einfach Alkohol und Tabak verbieten.
chartmix schrieb:
Befürwortest du ein Verbot von Alkohol und Tabak? Nur weil einige Mitbürger meinen das geht nicht...
Jede Gesellschaft hat ihre Drogen, Muslime z.B. neigen zu sehr starkem Koffein und Tabakkonsum in Mengen, die einem Rausch recht nahe kommen. In einer westlichen Demokratie ist ein Verbot von Alkohol jedenfalls auf absehbare Zeit nicht durchführbar und die Geschichte zeigt auch, dass das keine kluge Idee gewesen ist in der Vergangenheit. Dazu ist Alkohol zu sehr in unserer Gesellschaft normalisiert.

chartmix schrieb:
Achja, die angebliche Büchse der Pandora ist doch schon längst geöffnet. Cannabis wird konsumiert. Egal ob legal oder illegal.
Es gibt auch Waffen in Deutschland, legal und illegal. Dennoch will ich nicht, dass Waffenbesitz weiter legalisiert bzw. vereinfacht wird.

KernelpanicX schrieb:
Ein, zwei Flaschen Bier am Abend, oder zwei Glas Wein sollen eine Sucht darstellen. Das ist so daneben, da kann man nicht mal mehr darüber lachen.
Ich weiß nicht, ob das für sich genommen schon eine Sucht bedingt. Aber jedenfalls ist es bei diesem regelmäßigen Drogenkonsum nicht abwegig, dass hier eine Suchtproblematik vorliegt. Ein Kumpel von mir musste vor einigen Jahren Entzug machen, der hat sich immer ne Flasche Bier aufgemacht, wenn er nach der Arbeit an der Konsole gezockt hat. Danach dann zwei Flaschen... irgendwann wurde es mehr, bzw. zu viel.

Ich für meinen Teil bin eher für eine Legalisierung, aber insgesamt unschlüssig. Jedenfalls ist es gut, dass andere Länder damit angefangen haben, von denen kann man lernen. Rein aus Eigennutz bin ich definitiv für eine Legalisierung, ich würde mir dann sofort ab und an ein wenig Gras mit ausgewogenem CBD/THC Gehalt dampfen.
 
BeBur schrieb:
Gras mit ausgewogenem CBD/THC Gehalt dampfen.
Ich hoffe, dass es sowas in den Shops dann auch geben wird.
Ich habe wenig interesse an Gras, was mich einfach nur "ins Sofa nagelt" ... aber mir ist sonnenklar, dass es vielen Kiffern (vor allem den Jüngeren) ganz genau um dieses Erlebnis geht.

Bei dem hier normal beim Strassendealer erhältlichen Gras würde ich nicht von "hochpotent" reden, denn das bekommt man auch ganz problemlos auf jeden deutschen Balkon oder im Schrank auf die Reihe.

Ich befürchte, dass der deutsche Markt über die Läden erst so richtig mit hochpotentem Material versorgt werden wird. Und das wird einen kleinen Teil des Schwarzmarktes das Leben retten ... nämlich dem Teil, der "alte Landrassen" selbst anbaut und vertreibt.
Ich hoffe inständig, dass es in den Läden dann auch Grassorten mit dem oben genannten "ausgewogenen" Verhältnis zwischen CBD und THC gibt ... mit einem angenehmen High aber eben ohne diesen doch auf Dauer recht störenden Sesselmagneten-Effekt.
Eben Vielfalt im Warenangebot ... wie es das bei Alkohol ja auch gibt. Auf dem Gebiet weiß jeder, dass Bier, Wein, Sekt, Champagner, Gin oder Whisky "anders" knallen. Nicht ganz wenige kaufen gezielt das, womit sie ihren gewünschten Rausch effektiv erreichen können.
Den Trend zum hochpotenten Gras könnte man mit einem Trend zu "Stroh 80" vegleichen ... niemand kann ernsthaft behaupten, dass soetwas wünschenswert wäre.
Aber der Trend ist eben da, und der legale Markt wird ihn aufnehmen müssen, wenn er dem Schwarzmarkt das Wasser abgraben will.

Für alle (Kiffer) die jetzt nicht so recht verstehen, was ich gegen hochpotente Sorten habe.
Je potenter ein Wirkstoffpräparat ist, desto größer sind auch die Gewöhnungseffekte an den Wirkstoff.
Auf deutsch übersetzt ... auch von dem 15%-THC-Gras brauchst du irgendwann 2g am Tag und wünschst dir Sorten, mit noch höherem THC-Gehalt.
Ich weiß, dass man das nicht so nennt, aber auch die Potenzsteigerung ist eine Suchtspirale, denn ob man immer mehr nimmt, oder bei gleichbleibender Menge immer potentere Präparate, das kommt am ende auf's gleiche raus.
Ergänzung ()

BeBur schrieb:
Der THC Gehalt von legalem Gras wird aber sicherlich nicht (im gleichen Maße) steigen.
Das meiste hochpotente Material kommt doch aus legalen Läden ... die sind nur eben nicht in Deutschland.
Was meinst du, wo die vielen Superskunk-Hybriden herkommen ... das Zeug kommt aus Holland.
Man kann seit jahrzenten Saatgut bei verschiedenen "Seedbanks" bestellen ... und natürlich werben die entsprechenden Prospekte auch damit, wenn eine neue Kreuzung ganz besonders viel THC enthält.

Privat ist die gezielte Züchtung immer potenterer Pflanzen problematisch ... denn gerade die hochpotenten Holland-Hybriden neigen ab der 2. Generation zur Degeneration ... das ist dann eben nicht mehr ein Hybrid ... du bekommst wieder die reinen Ursprungssorten ... und die sind nicht ansatzweise so potent.
Die krassesten Grassorten sind ohnehin impotent ... garantiert Sensi, aber das Saatgut musst du (wie bei modernem Genmais) eben jedes mal neu kaufen.

Hinter gezielter Potenzsteigerung steht eigentlich immer eine art Industrie ... mit Laboren, in denen eben auch Kreuzungen gelingen, welche in der Natur nicht den Hauch einer Chance hätten, wenn sie überhaupt zustande kämen.
 
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Interessant, danke für die Aufklärung. Das ist ja schon noch was anderes als bei Alkohol. Schnaps hat in aller Regel 40%, darüber wird es langsam unlecker und wird unverdünnt höchstens von hardcore-alkis konsumiert.
Das heißt die Legalisierung hatte bereits eine negative Auswirkung, nämlich die Züchtung hochpotenter Pflanzen, die sich sonst gar nicht ohne weiteres züchten lassen. Dann wäre natürlich eine Vermutung, dass eine Legalisierung in weiteren Ländern diese Entwicklung befeuern könnte.
In jedem Fall folgt denke ich aus deinen Ausführungen, dass eine Legalisierung auf einen Schlag insbesondere hochpotente Produkte deutlich verfügbarer macht, was ein Problem sein kann. Andererseits kommt der größte Zuwachs an Gelegenheitskiffern in Kanada wohl aus einer höheren Altersgruppe (ich glaube es war 40-65 Jahre). Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese überwiegend solch hochpotentes Gras konsumieren.

Hat sich eigentlich schon eine Partei vorgewagt und eine mögliche Legalisierung genauer ausformuliert? Denkbar wäre ja zum Beispiel, dass nur bis X% THC Gehalt legalisiert wird.
In Tschechien ist ja der private Anbau in kleinem Rahmen legal. Das wäre ja ein Ansatz zur Legalisierung um einer zusätzlichen Drogenlobby bw. Industrie ein wenig entgegen zu wirken.
 
DerOlf schrieb:
Für alle (Kiffer) die jetzt nicht so recht verstehen, was ich gegen hochpotente Sorten habe.
Je potenter ein Wirkstoffpräparat ist, desto größer sind auch die Gewöhnungseffekte an den Wirkstoff.
Auf deutsch übersetzt ... auch von dem 15%-THC-Gras brauchst du irgendwann 2g am Tag und wünschst dir Sorten, mit noch höherem THC-Gehalt.

Sorry aber so funktioniert rauchen nicht. Wenn du nicht so gutes Cannabis hast, dann ist es völlig egal ob du 1 Tüte oder 10 Tüten davon rauchst, du wirst nicht breit(er). Das ist ein Fakt.

15 % THC Gehalt sind jetzt auch nicht viel, das ist maximal der durchschnitt. Umso besser Cannabis umso länger bleibt man high und die höhe des THC Gehalts hat nix damit zu tun das man auf dem Sofa kleben bleibt.

Gutes Cannabis gibt es seit zig Jahren auf dem Schwarzmarkt dafür braucht man keine Legalisierung, die das befeuert.
 
Eldok schrieb:
15 % THC Gehalt sind jetzt auch nicht viel, das ist maximal der durchschnitt.
Bei dem, was du momentan an hochgezüchteten Hybriden bekommst, sind 15% nicht viel.

Allerdings wirst du nirgends Wildwuchs finden - nichtmal unter idealen Bedingungen - der über 10% kommt.

Hier mal ein Artikel zum Thema:
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/thc-cannabis-wirkt-heute-staerker-als-frueher
Zwei Zahlen aus dem Artikel.
Durchschnittlicher THC-Gehalt 2006 - 8%
Durchschnittlicher THC-Gehalt 2016 - 17%
Die Zahlen beziehen sich allerdings auf Haschisch ... ich gehe aber davn aus, dass es Strassenhasch war ... also mehrfach gestreckt. Direkt nach der Herstellung hat Haschisch einen weit höheren THC-Anteil.
Bei Gras schwanken die Anteile stark und liegen nach der Studie zwischen 2 und 20% (bei medizinischem Hanf sogar mal über 25%).
Im Artikel wird auch gefragt, warum der Anteil hochgezüchtet wurde.
Eine gegebene Antwort (Leute schneller süchtig machen) lehne ich ab. Potenteres Zeug kann man aber einfach besser strecken. Eine Pflanze mit 18 oder 20% THC, die man kräftig geschüttelt hat (zur Hasch-Herstellung), macht auch danach noch gut breit, und in ein Kilo Haschisch, dass statt 8% nun 17% THC mitbringt, kann man auch mal 4 Kilo Henna reichmischen, ohne dass der Kunde nichts mehr davon hat.
Der Grund ist wirtschaftlicher Natur ... es geht um Gewinnmaximierung - aber das ist eine andere Bühne.

Wenn man jetzt noch Zahlen für 1996, 1986, 1976, 1966 hätte (die es leider nicht wirklich gibt), würde man feststellen, dass es zwar schon vorher eine Steigerung gab ... aber eben keine Verdoppelung des durchschnittlichen THC-Gehalts inerhalb von 10 Jahren.
 
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Ich kann eine Legalisierung nicht befürworten.

Ich war ca. 21 Jahre lang funktionierender Abhängiger. Hab ca. 6Kg in meinem Leben weg.

Das hat sich so eingeschlichen.
Vor dem zu Bett gehen als Schichtarbeiter einen zu quarzen für „Guten Schlaf“.

Dann wurden mit der Zeit ein paar Töpfe und 1-3 Tüten draus.
Natürlich schläft man da subjektiv wie ein Stein und fühlt sich am nächsten Tag wie neu geboren- abgesehen vom dunkelgrauen Schleim natürlich, den man jeden Morgen erstmal abhustet- aber ist ja egal😉.

Dann wieder Job und Familie unter einen Hut gebracht und sich auf den Abend gefreut/gewartet??😉.

Alkohol war nie ein Thema- der versaut nur den Turn.

So ging das 20 Jahre, bis ich gedacht habe, ich tue Mir/meiner Gesundheit und meiner Familie was gutes und höre auf.-auch Tabak.


Vornweg: 1/2 Jahr später war ich freiwillig 4 Wochen stationär.

Nicht durch den Entzug sondern durch die Entwöhnung des Nervensystems danach hatte ich Panikattacken, hypochondrischen Wahn uvm. entwickelt.
Durch die resultierende Schlaflosigkeit von “mehreren Wochen“! schaukelte es sich es soweit hoch, dass ich gedacht habe, ich würde ersticken, sobald mir die Augen zufallen und bin aufgeschreckt- zum Schluss gefühlt bis zu 100x pro Nacht.

Dann habe ich mich selbst eingeliefert.

Dort wurde ich medikamentös wieder aufgebaut und die Medikamente anschliessend über 1/1/2 Jahre lang vom Psychiater kontrolliert wieder ausgeschlichen.

Jetzt bin ich wieder der Alte auch ohne diesen Mist, der einem so das Hirn verdreht.
Der nicht jeden Tag nur auf den Abend wartet um sich zu entspannen.
Das geht auch so- ohne Gras.

Rückwirkend reflektiert, war das so ziemlich das dümmste, was ich machen konnte, nimmt man aber während dem Trip so nicht war - man funktioniert ja.

Wenn man täglich kifft ist man auch 4-6 Wochen nach dem letztem Mal noch dicht- bis das Fettgewebe die letzten Depos geleert hat- dann werden sich viele langjährige Kiffer umsehen…

In diesem Sinne: Ich kann eine Legalisierung aus eigener Erfahrung nicht empfehlen.


Gruss
 
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Legalisierung bedeutet nicht, dass jeder ab sofort 24/7 dichtgedröhnt ist und dein verkorkstes Leben nachstellen muss. Legalisierung bedeutet, dass Erwachsene nicht in die Illegalität gedrängt werden, nur weil man ab und an einen buffen möchte. Und dass man weiß, dass dem Zeug nichts anderes beigemischt ist und ggf. sogar noch, wie hoch die THC Konzentration ist. Und dass man nicht den Führerschein angenommen und eine MPU aufgezwängt bekommt, nur weil die letzte Tüte eine Woche her ist.

Wenn ich mir jeden Tag eine Flasche Vodka hinter die Binde kippe, ist das auch nicht gesund - denn fordert hier keiner eine US-like Prohibition.

Schau dir einfach die positive Entwicklung in den USA an...
 
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Na du musst es wissen.
24/7 hab ich nicht gedröhnt- hättest du aber auch rauslesen können.
Ich habe ber letztlich die Droge irgendwann nicht mehr zum Spass sondern zur Zweckbewältigung (dem einigermaßen guten Schlaf) konsumiert.
So etwas kommt schleichend.
Also mein Leben ist nicht verkorkst im Gegensatz zu vielen Kiffern. Da hab ich Schlimmstes gesehen.


Was mich stört ist, dass das Suchtpotential hier so oft als Larifari abgetan wird und Cannabis ja so gar keine schädigende Wirkung hat.

Desweiteren habe ich Alkohol hier kein einziges mal gut geheisen- oder auf was du mit deiner Flasche Wodka auch immer hinaus willst.

Ich habe lediglich berichtet, warum ich aus eigener Erfahrung eine Legalisierung und damit noch leichteren Zugang zur Droge nicht für Richtig halte.
Gruss
 
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'Xander schrieb:
Was mich stört ist, dass das Suchtpotential hier so oft als Larifari abgetan wird
Ich konsumiere seit ~20 Jahren - und mache alle ~2 Jahre eine Pause von 3-4 Monaten. Ist überhaupt kein Problem.
Ja... das Einschlafen ist in der ersten Woche etwas schwerer - aber kein Grund, ein Drama zu veranstalten.
 
Jaja- die 3-4 Monate kenne ich zu gut, lass es mal ganz weg, dann reden wir weiter😉

Aber im Endeffekt- macht doch was ihr wollt, ich habe bur meine Erfahrung niedergeschrieben und Meinung wiedergegeben.


Gruss
 
'Xander schrieb:
Also mein Leben ist nicht verkorkst im Gegensatz zu vielen Kiffern.

Seltsames Bild von Kiffern, das du hast. Oder in der falschen Bubble unterwegs. Fakt ist: jeder* kifft. Alle sozialen Schichten, jedes Alter, jede Berufsgruppe... du findest sie überall. Und die meisten haben ihr Leben im Griff. Die meisten "Trinker" ja auch.

'Xander schrieb:
Was mich stört ist, dass das Suchtpotential hier so oft als Larifari abgetan wird und Cannabis ja so gar keine schädigende Wirkung hat.

Wird es das? Aus meiner Sicht haben nicht nur die Befürworter sondern auch die meisten Kritiker hier einen sehr realistischen Blick auf Cannabis, dessen Wirkung und die Risiken als auch Chancen aus der Legalisierung. Was mich stört, ist dass Konsumenten oft pauschal als ständig "zugedröhnt", dumm oder verkorkst gebrandmarkt werden. Natürlich gibt's die auch! Aber das sind eben relativ gesehen die wenigsten. Zudem ist die schädigende Wirkung extrem von der Art der Aufnahme, dem Alter des Konsumenten und psychischen Vorbelastungen abhängig.

Ansonsten was eigentlich mittlerweile bekannt sein müsste: gekifft wird so oder so. Ein "leichterer Zugang" bedeutet allerdings Jugendschutz, Aufklärung und Wissen über die tatsächlich enthaltenen Substanzen, die man da konsumiert. Kontrollierter Verkauf und Anbau, Transparenz in jeglicher Form, Entstigmatisierung... die häufigste "Nebenwirkung" des Cannabiskonsums ist i.d.R. die Strafverfolgung und Konflikte mit der Fahrerlaubnis. Direkte Folgen aus dem tatsächlichen Konsum rangieren eher dahinter.
 
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'Xander schrieb:
Aber im Endeffekt- macht doch was ihr wollt, ich habe bur meine Erfahrung niedergeschrieben und Meinung wiedergegeben.

Ja richtig, und da ist doch auch alles völlig okay dran? Du hast deine Erfahrung mitgeteilt und deine Meinung begründet. Ist völlig legitim. Allerdings sind Einzelerfahrungen eher ein schlechter Maßstab für ein ganzes Kollektiv. Für mich las sich dein Beitrag auch eher so, als stündest du dem ganzen Thema relativ emotional gegenüber - verständlich sogar nach deinen negativen Erfahrungen. Aber Emotionen sind kein gutes Argument für oder gegen etwas.
 
@'Xander Eine Legalisation beinhaltet mMn. auch Aufklärung, Prävention und vor allem Hilfe für diejenigen, die sie brauchen. Deswegen sehe ich deine durchaus berechtigten Einwände anders als du nicht als Gründe gegen, sondern gerade für die Legalisierung. Aber wie auch bei dir ist das nur meine Meinung und die muss man natürlich nicht teilen.
 
'Xander schrieb:
Was mich stört ist, dass das Suchtpotential hier so oft als Larifari abgetan wird und Cannabis ja so gar keine schädigende Wirkung hat.
Ich glaube wer statistisch regelmäßig drei halbe Bier (für alle nicht Bayern: Das sind 3x 0,5 Liter) trinkt gilt medizinisch als Alkoholiker.

Mir sind auch die Massenschlägereien und Rumpöbeleien von bekifften Menschen unbekannt, noch habe ich Streit zwischen Kiffern schlichten müssen oder musste eingreifen nachdem irgendein volltrunkener Rüpel meinte eine Frau aus unsere Runde "sehr schwach und anzüglich" anreden zu müssen.

Ja ich kiff mir eigentlich jedes Wochenende meine "Feierabend Tüte", gelegentlich auch unter der Woche um vom Stress runter zu kommen. Fahre danach bis zum nächsten Tag nicht mehr Auto und hab am Morgen danach auch keinen "dicken Schädel auf".

Vermutlich hat so ziemlich alles ein Suchtpotential. Schokolade, Koffein, Alkohol, Heroin und eben auch Cannabis. Wer selbst suchtgefährdet ist schüttet dann halt drei Liter Kaffee pro Tag in sich hinein oder raucht seine 20 Kippen + am Tag oder trinkt halt gerne mal einen über den Durst.

Was bei einer Cannabis Legalisierung auf jeden Fall hilft: Die Inhaltsstoffe sind bekannt und man bekommt reines Gras und nicht irgendeine gestreckte K*cke von irgendwo her.

Aber besonders hier in Bayern erzählen einem dann die größten Schluckspechte mit offenen Hosenstall was vom "verkifften Junkies". Da muss ich dann immer lachen...
 
Ich bin nicht gegen eine Legalisierung von Cannabis. Das sehe ich im Grunde so wie mit dem Konsum von Alkohol, Zigaretten und Wasserpfeifentabak. Ist alles gesundheitsschädlich, aber trotzdem legal.

Man sollte sich nur von dem Gedanken verabschieden, dass durch eine Legalisierung von Cannabis der illegale Handel eingedämmt oder trocken gelegt würde.
Das Gegenteil wird der Fall sein.

Wenn man davon ausgeht, dass der Staat auf Cannabis Steuern erheben wird -und das wird er ganz sicher und die Steuer wird hoch sein- dann wird das den illegalen Handel mit unversteuertem Cannabis forcieren.
Das wird genauso ablaufen wie mit dem illegalen Handel von unversteuerten Zigaretten und unversteuerten Wasserpfeifentabak.

Dann landet, wie bisher auch, dieser mit irgendwelchen fragwürdigen Substanzen gestreckte Dreck trotzdem bei den Konsumenten.
 
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Novar schrieb:
Dann solltest du wissen, dass alles darüber hinaus keinerlei Hürde mehr darstellt...
Probiers aus…
 
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