Quo vadis BTMG?

Melu76 schrieb:
und das wünscht du dir jetzt auch fürs Kiffen?

ich kannte auch Leute die aus kaputten Elternhäusern kamen, wo sich die Eltern im Beisein der Kinder morgens nen Bong geraucht haben, die Blagen waren entsprechend kaputt und selber von Kindesbeinen an am Kiffen.

Letztlich gehts hier auch wieder darum möglichst industriell (und das wird so kommen) im großen Stil richtig Kohle auf Kosten einer heranwachsenden Generation zu machen.

Das stelle ich also mal ganz massiv in Frage, inwieweit eine Legalisierung und Verharmlosung von Cannabis der Gesellschaft in der Breite nützt und nicht nur einigen wenigen, die dann im großen Stil Geld machen werden - auf dem Nacken von Jugendlichen die sowieso noch keinen Plan haben.
weil man vielleicht endlich das Thema Cannabis im Jugendschutzgesetz verankern kann und dadurch aktiv Kinder und vor allem Jugendliche schützt? Außerdem Prävention und Aufklärung über Risiken des Konsums etc. pp.

Willst mir doch auch nicht weißmachen dass es sinnlos ist Tabak und harten Alk erst ab 18+ im Geschäft kaufen zu können, Bier + Wein dementsprechend ab 16 Jahren.
Es wird immer Wege geben dass Jugendliche trotzdem an Alkohol und zukünftig dann Cannabis kommen, die Hürden werden aber deutlich erhöht.

Außerdem muss es eben empfindliche Strafen geben wenn ü18-jährige das Zeug an Minderjährige abgeben.

Corto schrieb:
das ist doch Quatsch.

Zur Mpu musst du wenn:
a) der Grenzwert von 1ng/ml aktivem THC im Blut überschritten wird
b) die abbauprodukte einen so hohen Spiegel haben das von dauerhaftem Konsum auszugehen ist. Das lässt dann schließen das die charakterliche Eignung nicht vorhanden ist ein Kraftfahrzeug zu führen.
Die Abbauprodukte können sich in Fettzellen einlagern und jeder Körper baut diese verschieden schnell wieder ab.
Wer definiert hier was dauerhafter Konsum ist?
Wenn ich mir ne Woche Urlaub nehme und da jeden Tag n Gramm rauche, kann ich u.U. auch in 3-4 Wochen noch inaktive Abbauprodukte im Blut haben und dadurch meinen Führerschein verlieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Incanus schrieb:
Warum? Alkohol ist ja legal beschaffbar, dennoch muss man zur MPU wenn von dauerhaftem Konsum auszugehen ist.

Wenn man vom arzt gemeldet wird vllt, aber nicht wegen einer Kontrolle bei der irgendein Leberabbauprodukt überprüft würde.
 
Buddha1337 schrieb:
Es wird immer Wege geben dass Jugendliche trotzdem an Alkohol und zukünftig dann Cannabis kommen, die Hürden werden aber deutlich erhöht.
Im Gegenteil, wenn jeder Erwachsene problemlos Cannabis wie Alkohol oder Tabak in einem entsprechenden Laden kaufen kann, ist die Hürde doch drastisch niedriger.
 
Incanus schrieb:
Im Gegenteil, wenn jeder Erwachsene problemlos Cannabis wie Alkohol oder Tabak in einem entsprechenden Laden kaufen kann, ist die Hürde doch drastisch niedriger.
Wenn ein Erwachsener dann in der Apotheke Cannabis kauft ist das ja auch kein Stress und sein gutes Recht?

Mir gings um das Thema Jugendschutz.
Der 15-jährige kann nämlich dann nicht in den Laden laufen und Cannabis kaufen.
Der Dealer ums Eck wird ihm jedoch nicht nach dem Ausweis fragen
 
Buddha1337 schrieb:
Wenn ich mir ne Woche Urlaub nehme und da jeden Tag n Gramm rauche, kann ich u.U. auch in 3-4 Wochen noch inaktive Abbauprodukte im Blut haben und dadurch meinen Führerschein verlieren.

also aus selbstversuchen kann ich sagen das eine Woche rauchstopp ausreicht um wieder clean zu sein im Urin und somit nicht bei ner Kontrolle aufzufallen.
Also 5 Tage bubatz und dann 7 Tage nix haben bei mir immer ausgereicht um im Urin den cutoff zu unterschreiten.
 
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Corto schrieb:
also aus selbstversuchen kann ich sagen das eine Woche rauchstopp ausreicht um wieder clean zu sein im Urin und somit nicht bei ner Kontrolle aufzufallen.
Also 5 Tage bubatz und dann 7 Tage nix haben bei mir immer ausgereicht um im Urin den cutoff zu unterschreiten.
Aber da haben wir ja schon das Problem dass du maximal 4 Tage nachdem letzten Konsum kein aktives THC mehr im Blut hattest und die 3 Tage darauf trotzdem noch den Führerschein verlieren konntest.

Ich bin der Meinung die inaktiven Abbauprodukte sollten keine Auswirkungen auf meinen Führerschein haben, weil sie mich ja in keinster Weise in meiner Fahrtüchtigkeit einschränken.

Bin aber guter Dinge dass die Bundesregierung, falls die Legalisierung durchgeht, da anständige Grenzwerte festlegen wird.

Incanus schrieb:
Das wird er auch nach der Legalisierung nicht tun.
Der Schwarzmarkt um Cannabis sollte bei vernünftiger Preisgestaltung aber immens einbrechen und dann gibt es den Dealer ums Eck vielleicht nicht mehr
 
@Buddha1337
Jain, verlieren würde ein normaler Bürger seinen Lappen nicht, da auch eine Woche Konsum nicht ausreicht um auf die astronomischen Abbauprodukt-Werte zu kommen die ein langzeit Dauerkonsument hat.
ich wäre meinen Lappen trotzdem los, da ich ihn schonmal vor 10 jahren wegen kiffen abgeben musste. seither gehe ich da keine kompromisse mehr ein. Ich hole minimum eine Woche mehr Urlaub als ich bubatz habe und fahre dann konsequent kein Auto bis ich 100% safe bin.



wie @Incanus ja schon schrieb reicht auch eine alkoholabhängigkeit oder der einmalige gebrauch anderer Drogen um "die charakterliche Eignung" zum führen von KFZ abgesprochen zu bekommen. So auch bei regelmäßigem Cannabiskonsum.
Und das unabhängig davon ob du jemals betrunken fahren würdest.
 
Melu76 schrieb:
In dem von dir genannten Beitrag (der nicht von mir war) war von "Gedächtnisverlust u.s.w. (!)" die wortwörtliche Rede
Was der User mit "usw." meinte müsste der User erläutern, der sich in nebulöse Behauptungen gewindet hat.
Weil er dabei nur den "Gedächtnisverlust" klar benannt hat ging es entsprechend auch (nur) um diesen. Und dahingehend(!) ist eben nichts klar und sowieso nichts belegt.

Gedächtnisverlust durch Cannabis ist schlichtweg ein Mythos, nicht mehr und nicht weniger.

Melu76 schrieb:
Cannabiskonsum macht Jugendliche und junge Erwachsene im wahrsten Sinne des Wortes "doof", weil es die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigt.
Auch das ist in dieser Sache nicht relevant, einfach weil es bei der Freigabe/Legalisierung nicht darum geht, Jugendlichen den Zugang zu erleichtern.

Dauerhafte Schäden durch den Konsum ist bei Menschen einfach nicht zu erwarten (bzw. konnte nie beobachtet werden) - sofern die Entwicklung des Gehirns weitestgehend abgeschlossen ist.

Melu76 schrieb:
Also kannst du deine Behauptung nicht belegen.
Doch; als Beispiel hier eine Studie zu den USA: https://www.stern.de/gesundheit/us-...-legalisierung-wohl-ruecklaeufig-8792004.html

Es bleibt dabei: Es wird schlichtweg von keiner Statistik unterstützt. Weder in den Niederlanden, noch in Spanien, Portugal oder den USA hat sich ein Anstieg durch die Legalisierung von Cannabis gezeigt.

Schau sie dir doch an. Ein Negativ-Beweis meinerseits ist dahingehend nicht möglich. Ich könnte dir nur die einzelnen Daten nennen und jeweils aufzeigen, dass das in diesen jeweiligen Fällen nicht so ist, ohne Verbindung zu potenziellen anderen Fällen.
Ergänzung ()

Incanus schrieb:
Im Gegenteil, wenn jeder Erwachsene problemlos Cannabis wie Alkohol oder Tabak in einem entsprechenden Laden kaufen kann, ist die Hürde doch drastisch niedriger.
Nö...
 
Buddha1337 schrieb:
Bin aber guter Dinge dass die Bundesregierung, falls die Legalisierung durchgeht, da anständige Grenzwerte festlegen wird.
Da sind wir an genau den Stellen, bei denen ich die Bauchschmerzen bekomme. Anstatt davon auszugehen, dass sich häufig oder ständig Rauschzustände zu verschaffen mit einem 'normalen' Leben in der Gesellschaft nicht zu vereinen ist, passen wir die Regeln so lange an, bis es irgendwie geht.

Ich für mich möchte nicht, dass es 'normal' wird Cannabis zu konsumieren. Es hat für mich einen völlig anderen Charakter als, z.B. Alkohol, den ich in geringen Mengen auch ohne merkbaren Rauschzustand konsumieren kann, der aber bei Cannabis wohl immer das Ziel ist.
Buddha1337 schrieb:
Der Schwarzmarkt um Cannabis sollte bei vernünftiger Preisgestaltung aber immens einbrechen und dann gibt es den Dealer ums Eck vielleicht nicht mehr
Dann gäbe es auch keinen Zigarettenschwarzmarkt oder einen Markt für schwarz gebrannten Alkohol. Daran kann ich also nicht glauben.
Novar schrieb:
Hast Du den Artikel selber gelesen?
Wichtig: Die Umfragen waren repräsentativ – die Ergebnisse können also durchaus von den tatsächlichen Fakten abweichen.
Das ist also schon mal interessant. Man merkt schon selber an, dass die Studie gar nicht die tatsächlichen Fakten wiedergeben kann.

Zusätzlich steht dann auch noch dort:
Eine andere Studie aus Washington [/URL]kommt jedoch zu ganz anderen Ergebnissen und konnte keinen Abwärtstrend im Bezug auf den Cannabis-Konsum bei Jugendlichen feststellen. Wissenschaftlich fundierte Fakten und Langzeitstudien zu dem Thema sind also (noch) nicht bekannt.
Also keine echten Erkenntnisse.
Novar schrieb:
Doch 😛.
 
Incanus schrieb:
Hast Du den Artikel selber gelesen?
Ja; und eure "Angst", der Konsum würde ansteigen wird in dieser Studie sowie in sämtlichen anderen weltweit entkräftet.
Tja... dumm gelaufen... ;)

Incanus schrieb:
Zusätzlich steht dann auch noch dort
Das macht nichts; auch wenn z.B. in Washington keine Abnahme(!) des Konsums festgestellt werden kann geht es am Ende halt darum, dass nirgendwo(!) eine Zunahme festzustellen ist.
Und das war ja die Behauptung hier; dass der Konsum ansteigen würde. Das tut er halt mal nicht. ^_-

Incanus schrieb:
Nö, noch immer.
 
Incanus schrieb:
Da sind wir an genau den Stellen, bei denen ich die Bauchschmerzen bekomme. Anstatt davon auszugehen, dass sich häufig oder ständig Rauschzustände zu verschaffen mit einem 'normalen' Leben in der Gesellschaft nicht zu vereinen ist, passen wir die Regeln so lange an, bis es irgendwie geht.

Ich für mich möchte nicht, dass es 'normal' wird Cannabis zu konsumieren. Es hat für mich einen völlig anderen Charakter als, z.B. Alkohol, den ich in geringen Mengen auch ohne merkbaren Rauschzustand konsumieren kann, der aber bei Cannabis wohl immer das Ziel ist.

Gut dann haben wir da eben komplett unterschiedliche Ansichten was ein ''normales Leben'' ist. Der Mensch berauscht sich seit Jahrtausenden aus unterschiedlichsten Gründen. Wenn der persönliche Grund purer Hedonismus ist, dann finde ich das legitim und vollkommen in Ordnung sowie mit einem geregelten Leben ohne Probleme vereinbar.

Incanus schrieb:
Dann gäbe es auch keinen Zigarettenschwarzmarkt oder einen Markt für schwarz gebrannten Alkohol. Daran kann ich also nicht glauben.
also ich würde gerne wissen wie viele Leute ihren Alkohol auf dem Schwarzmarkt kaufen, wenn man den auch im Supermarkt bekommt. Von Zeiten der Prohibition oder irgendwelchen Hillbillies in USA brauchen wir wohl nicht reden.

Den Zigarettenschwarzmarkt gibt es, wie viel % der Raucher diesen als Bezugsquelle benutzen, wenn Sie Zigaretten auch einfach im Geschäft kaufen können? Ich denke der Prozentsatz befindet sich im niedrigen, einstelligen Bereich.
Ich bin Raucher und hab noch nie am Zigarettenschwarzmarkt Kippen gekauft, genausowenig wie ich mir jemals schwarz gebrannten Alkohol besorgt habe

Habe außerdem auch nie gesagt dass der Schwarzmarkt für Cannabis plötzlich komplett verschwinden wird, er wird aber immens einbrechen und für viele auch einfach unlukrativ.
 
Novar schrieb:
Das macht nichts; auch wenn z.B. in Washington keine Abnahme(!) des Konsums festgestellt werden kann geht es am Ende halt darum, dass nirgendwo(!) eine Zunahme festzustellen ist.
Wie kann man denn aus Studien, die selber zugeben nicht valide zu sein, sicher herauslesen, dass es bei Minderjährigen keine Zunahme des Konsums gäbe?
Von Erwachsenen ist hier zudem gar nicht die Rede. Ob da der Kosum zunimmt, müsste man dan mal separat suchen.
 
Incanus schrieb:
Wie kann man denn aus Studien, die selber zugeben nicht valide zu sein, sicher herauslesen, dass es bei Minderjährigen keine Zunahme des Konsums gäbe?
Natürlich ist sie Valide; aber keine Studie kann mit absoluter Sicherheit von sich behaupten, die Realität abzubilden.

Es gibt ja auch weitere, eindeutigere Studien und Untersuchungen dazu; wenn eine Veränderung festgestellt wird, dann ist das stets eine Abnahme.
Damit bleibt es dabei: Die Behauptung, eine Legalisierung würde zur Zunahme führen ist völlig wirklichkeitsfremd.

https://www.bundestag.de/resource/b...9633685a1cdc2d823525/WD-9-072-19-pdf-data.pdf

Incanus schrieb:
Da sind wir an genau den Stellen, bei denen ich die Bauchschmerzen bekomme.
Das macht doch nichts; dann sind wir eben genau an den Stellen, an denen ich merke froh zu sein, dass Menschen wie du nichts zu entscheiden haben. :D

Incanus schrieb:
Ich für mich möchte nicht, dass es 'normal' wird Cannabis zu konsumieren.
Niemand wird dich zum Konsum zwingen; wenn du es für dich nicht möchtest, wirst du weiterhin darauf verzichten dürfen.

Incanus schrieb:
Es hat für mich einen völlig anderen Charakter als, z.B. Alkohol
Das ist es auch; Alkohol ist deutlich(!) schädlicher. Alkohol besitzt ein viel größeres Suchtpotenzial. Alkohol kann zu Aggressionen führen. Alkohol erlaubt tödliche Überdosen, an denen jedes Jahr unzählige Menschen sterben.

Also besser: Alkohol durch Cannabis ersetzen.
:)

Incanus schrieb:
den ich in geringen Mengen auch ohne merkbaren Rauschzustand konsumieren kann
Man kann alles ohne größeren Rauschzustand konsumieren.
 
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Incanus schrieb:
Sicher, aber welcher Cannabsis-Konsument macht das?
Könnte man über Bier-Trinker ebenso fragen. ;)

Und klar gibt es Menschen, die z.B. nen guten Whiskey des Genuss wegen trinken. Aber auch da kommt man um nen "Rauschzustand" nicht umhin, will man mehr als zwei mal dran die Lippen befeuchten.
 
Ist halt absolut nichts haltbar was du hier verzapfst. Wenn du gegen jedes Rauschmittel wärst, könnte ich den Standpunkt verstehen aber Alkohol und Kippen akzeptieren aber Cannabis nicht ist eben heuchlerisch.
 
In welcher Art habe ich 'Alkohol und Kippen' akzeptiert?
Allerdings ist es richtig, dass ich der Meinung bin dass sich da ein Verbot niemals durchsetzen ließe. Da ist der Zug schon abgefahren.
 
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