Quo vadis BTMG?

@DerOlf
Ich verstehe durchaus, dass man in gewisserweise vorsichtig sein möchte, halte es aber für unangemessen eine Entkriminalisierung nicht vorzuziehen.
Der illegale Markt kann ja weiter bekämpft werden, es würde nur um die Konsumenten gehen die dann die Möglichkeit hätten Eigenanbau zu betreiben, oder sich in Cannabis Social Clubs einzudecken und eben keine Strafverfolgung mehr befürchten müssten.
Wer auf den illegalen Markt sich eindeckt, der macht es heute genauso.
Neben der Führerscheinfrage (Grenzwertanpassung) ist die Entkriminalisierung absolut notwendig. Danach kann dann ganz in Ruhe mit der EU ein Gesetz abgestimmt werden, der den Vertrieb von Cannabis EU Konform reguliert.
Denn nur darum geht es bei dem EU Notifikationsverfahren.
Ob ein Staat den Besitz und Anbau zum Eigenkonsum kriminalisiert ist Sache der EU Staaten und tangiert nicht den EU Rahmenbeschluss.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 7LZ
dutchflyer schrieb:
Ich verstehe durchaus, dass man in gewisserweise vorsichtig sein möchte, halte es aber für unangemessen eine Entkriminalisierung nicht vorzuziehen.
Ich warte seit über 20 Jahren auf eine Entkriminalisierung/Legalisierung, da kommt es nun auf ein paar Monate oder Jahre auch nicht an.

Irgendwann ist es dann eben legal ... ich freue mich darüber, denn auch in meinem Konsumalltag wird sich dadurch wahrscheinlich etwas ändern.

Der Anstand gebietet mMn, nicht gerade neben Schulen oder Spielplätzen zu eimern, sondern sich auch in der Legalität weiterhin an ungestörte Orte zurückzuziehen. Egal, was man da dann raucht/isst/trinkt/vaporisiert oder wie die Menschen halt Cannabis konsumieren.
Die Kiffer haben das dank Illegalität ja einigermaßen drauf (hust ... naja ... sagen wir "viele" haben das drauf), weil sie sich ohnehin meist versteckt haben (manchmal sogar einfach nur aus Gewohnheit ... fühlt sich halt "falsch" an, beim Kiffen beobachtet zu werden ... zumindest bei mir wird das noch ein paar Jahre halten - mindestens).
Dem Rest muss beigebracht werden (vielleicht im Shop), dass es "sich einfach nicht gehört", sich den Docht gerade dort anzuzünden, wo viele Kids unterwegs sind.
Und wenn man ihnen nur sagt, dass es dabei darum geht, einer Illegalisierungskampagne kein Futter zu geben (ich rechne fest mit solchen Kampagnen ... bis in alle Ewigkeit).
Allerdings sollte das gleiche auch für Kippen und Alk gelten ... ganz selbstverständlich.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: [ChAoZ] und 7LZ
Wenigstens schauen sie sich auch die Grenzwerte für den Straßenverkehr an.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 7LZ
Hallo, habe jetzt die ganzen 254 Seiten nicht durchgelesen, evtl. wurde meine Fragen schon beantwortet, indem Fall sorry.

Ich gestehe, ich konsumiere Cannabis regelmäßig, mal zuhause auf dem Balkon, manchmal im Park, weit weg von allen Menschen, wie DerOlf schon gesagt hat, fühlt man sich "kriminell" bzw. es fühlt sich merkwürdig an in Anwesenheit fremder Menschen die Tüte zu rauchen.

Nun zu meiner Frage:
Sollte das Gesetz kommen und mir erlauben nach 20 Uhr draußen (nach Einhaltung aller Regeln) zu smoken, wie will die Polizei, sollte diese mich kontrollieren, feststellen woher ich das Zeug bezogen habe? Ich müsste nachweisen dass ich in einem Social Club Mitlied bin ja? Ist das als Beweis genug? Und wenn ich in keinem Club Mitglied bin, was dann? Wird es mir nur weggenommen oder gibt es dennoch eine Anzeige?
 
Ich mag vielleicht nicht alles richtig zu der Regelung im Kopf haben...
Die Clubmitgliedschaft war doch nicht verpflichtend, oder?
Das ist ja eher was fuer diejenigen, die zuhause keine eigenen Planzen hochziehen koennen, weil nur innerhalb der Clubs gehandelt werden darf.

Wenn die Polizei jeden Raucher noch ueberpruefen muesste, wuerde das ja auch einen Aspekt der Neuregelung ad absurdum fuehren, denn schliesslich soll das ja auch die Behoerden entlasten.

Spannender finde ich die Frage woher ich eigendlich die Samen bekommen soll, wenn der Handel nicht erlaubt ist...
 
Ranayna schrieb:
Spannender finde ich die Frage woher ich eigendlich die Samen bekommen soll, wenn der Handel nicht erlaubt ist...
In dem Gras was du dir gekauft hast?
Wie will dir jemals wer beweisen dass es nicht so war 🤷‍♂️
 
DerOlf schrieb:
Der Anstand gebietet mMn, nicht gerade neben Schulen oder Spielplätzen zu eimern, sondern sich auch in der Legalität weiterhin an ungestörte Orte zurückzuziehen. Egal, was man da dann raucht/isst/trinkt/vaporisiert oder wie die Menschen halt Cannabis konsumieren.
Die Kiffer haben das dank Illegalität ja einigermaßen drauf (hust ... naja ... sagen wir "viele" haben das drauf), weil sie sich ohnehin meist versteckt haben (manchmal sogar einfach nur aus Gewohnheit ... fühlt sich halt "falsch" an, beim Kiffen beobachtet zu werden ... zumindest bei mir wird das noch ein paar Jahre halten - mindestens).
das ist ja mal interessant zu lesen wie andere in DE mit btm umgegangen sind.
ich wohne am unteren niederrhein 5km von NL entfernt, dh 5km weiter ist kiffen erlaubt.
hier hat es keinen interessiert wenn man heimlich im auto in der city nen joint rauchte, natürlich
lüftung vom auto eingeschaltet, damit sich der rauch schön verteilt und abzieht .
ich wohne hier sehr ländlich (kr kleve) sind dann zum rauchen zum baggerloch gefahren oder
mitten in die pampa in den wald, gab nie probs.

wir sind 2x die woche nach NL (nijmegen/nimwegen) zum coffeeshop gefahren, oder alternative
kneipen, war alles recht entspannend.
andere sind sonntags zur familie kuchen essen gefahren, wir nach NL zum dakota.
hab dann von einem zum anderen tag (nach 10j) kein bock mehr aufs kiffen gehabt und
ohne probs damit aufgehört.

wird zeit das es legalisiert wird und keine straftat mehr ist ...
 
Micday schrieb:
ich wohne am unteren niederrhein 5km von NL entfernt, dh 5km weiter ist kiffen erlaubt.
Die knapp 200km mehr bis NL waren bei mir ein Argument, diese Reise nicht so oft zu unternehmen.
Es war ja auch in der Heimat keinerlei Problem, an gutes Gras zu kommen.
Ich war schon mit 25 der Meinung, dass die Reise nach NL eigentlich nicht lohnt ... im Vergleich zum Schwarzmarkt hier, hatten die Coffeeshops aber halt auch "Apothekenpreise", sodass sich das nur für die armen Schweine unter uns gellohnt hat, die halt keine andere Quelle hatten, als die allseits bekannten "Abzug-Zonen" an einigen Plätzen in der Innenstadt.
Wer €10,- für ein Gramm Henna bezahlt, für den lohnt es sich auch, nach Holland zu fahren.
Für jemanden, der vor Ort vergleichbare Qualität für 50% weniger Geld bekommt, lohnt sich das eher nicht.

Ob es hier irgendwen interessiert hätte, war mir meist egal ... aber es war halt illegal und hätte daher Konsequenzen haben können ... also habe ich drauf geachtet, dass das nicht gerade die Nachbarn meiner Eltern mitbekommen ... oder jemand, der dann gleich zur Bullerei rennt.
Ich wollte diesen Problemen einfach nur aus dem Weg gehen ... und ich finde es sehr positiv, dass dieses Versteckspiel demnächst hoffentlich der Vergangenheit angehört und es dann nur noch darum geht, nicht am falschen Ort und zur falschen Zeit zu harzen (nachtzs um 3 kann man auch auf dem Kinderspielplatz kiffen ... zwischen den ganzen Zigarettenkippen und bierdosen fallen ein paar Tütenstummel ja eh nicht so auf.
 
...ich finde ja , daß alles andere als "nahezu kostenlos " bereits eine elendsbringende Verirrung ist . ein paar Pflänzchen wenige reichen doch für 1-2 Jahre Verbrauch , auch dann wenn ich viel und in vernünftiger Menge verwende . für 20 -50 EuroMark etwa läßt sich das erreichen .
der Vorteil am Hanf ist doch die Ungiftigkeit , einfache Handhabe und Herstellung quasi aus der halben Kaffeekasse .

nicht ganz einfach und in nicht kurzer Zeit wird es außerdem sein , die gegenwärtige seit Jahrzehnten andauernde Elendsveranstaltung an uns Menschen und unseren Mitteln "rauszuschmeißen " , und eine unaufgeregte Normalität herzustellen ; ohne das ganze ätzende Getue und Gehabe und diverse Totalentgleisungen an den Grundlagen fürs Leben und alles usw. .

das alleindimensionale Phänomen Hanf befördert die Verwendung unserer Lebenselemente und die Auseindersetzung mit dem ganzen Zeug , um schließlich vermächtens der Selbst-Kräfte des selbstmächtigen Individuhums eine vielschichtige menschliche Güte zustandezubringen : einer der lebenswichtigen Lerninhalte des Lebens , die gleichzeitig auch nie zu Ende gehen .

das ist kein automatisches glücklich-glücklich Todes-Graffel und soll uns nicht in die Besinnungslosigkeit , Hölle , Böswilligkeitssuppe der Menschheitsgeschichte , Beliebigkeit , larifari hahaha machen , römisches reich , charakterliche Entstellungen... , führen , wie immer man es nennen möge .

es ist zu befürchten , daß ein paar wenige Deppen an den falschen Stellen versuchen könnten , alles wieder ins Elend zu schubsen , um der Minderheit des Hanfes unser Lebens(hilfs)mittel weiterhin zu verunmöglichen etc. und uns von innen und außen zu lackieren . das macht mir Sorge und Kopfzerbrechen manchmal .

naja , die Niederlande haben jetzt fast ein halbes Jahrhundert gebraucht um neben dem entkrampften Verbrauch zu bemerken , daß die entkrampfte Herstellung ein wesentlicher Bestandteil ist bei dem Hanf , da fragt man sich schon : was soll das eigentlich bedeuten , daß existenzielle Sachen dermaßen fahrlässig bis tödlich verschleppt werden können .
 
Ich habe wirklich keine Ahnung, was Du uns mitteilen möchtest. Vielleicht noch mal ohne Drogen ;).
 
Äh so ähnlich dachte ich gerade auch. Hä?
 
Es ist durchaus möglich, dass bei den nächsten Wahlen in Deutschland eine konservative oder rechtsgerichtete Partei die Mehrheit gewinnt. Das würde die Legalisierung von Hanf in Deutschland voraussichtlich noch weiter verzögern.

Ich bin da sehr pessimistisch.
 
Aktueller Stand der Cannabis-Legalisierung/Entkriminalisierung:

Die Ampel hat endlich, nach etlichen Verschiebungen, Anhörungen und Diskussionen den Gesetzentwurf fertig. Am 15. Dezember hätte alles in trockenen Tüchern sein können, und ab 1. Jan 2024 wäre es entkriminalisiert gewesen.

Doch die SPD Parteispitze hat das Gesetz blockiert, sagt sie wurde nicht involviert. Jetzt nachdem alle Experten weg sind, schraubt die SPD Parteispitze im Alleingang (heimlich) daran rum wie es ihnen gefällt, bzw wird die ganze Entkriminalisierung/Legalisierung ersticken, obwohl es im Koalitionsverstrag vereinbart wurde.

In ganz Deutschland auf den Plakaten des Gesundheitsministeriums steht Cannabis legal... aber dem ist nicht so.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: knoxxi
Nach sehr langer Zeit habe ich mir auch mal Infos zu diesem Thema geholt - dachte schon da kommt gar nichts mehr...

Hier noch meine Beiträge aus dem anderen Thread zu diesem Thema:
https://www.computerbase.de/news/ne...bka-und-zit-schalten-kingdom-market-ab.86494/

"Die Drogenpolitik hierzulande (und leider auch in den meisten anderen Ländern) ist grundlegend und in jeglicher Hinsicht gescheitert. Aufgebaut auf Fantasiegeschichten und willkürlichen Drogenverboten.
Alkohol, als einer der gefährlichsten (wenn nicht gar härtesten Drogen) wird zelebriert und auch noch beworben und fast alles andere verteufelt - das hat schon was von Flacherdlern.""

"Man könnte mal mit wissenschaftsbasierter ehrlicher Aufklärung beginnen.
(Willkürlich ausgewählte) legal Substanzen wie Alkohol und Nikotin nicht verharmlosen und dafür über alles andere vernünftig diskutieren"



Es ist ein richtiges Trauerspiel, wie es nicht einmal geschafft wird, ein viel zu restriktives Gesetz abzustimmen und zu beschließen - dazu noch weiter zu blockieren/verzögern oder gar versucht zu stoppen. Es wäre immerhin eine Verbesserung des Status Quo...

Es wäre eigentlich so einfach mit einem vernünftigen Gesetz zur Cannabislegalisierung (Ist dieses leider nicht - es ist ja nicht mal eine Legelisierung) die Bürgerrechte zu stärken - das wird mMn unterschätzt, was das für positive gesellschaftliche Änderungen anstoßen könnte - eben hin zu mehr bzw. gestärkten Bürgerrechten (In dem Fall ein Schritt zur freien Substanzwahl).
Es wäre eigentlich so einfach und ein "easy win". Anschließend könnte man sich dann mit den wirklichen Problemen auseinandersetzen welche viel schwerer umzusetzten sind bzw. viel länger dauern (Bildung, Pflege, Klima, etc...) - erst mal das machen was schneller geht ;-).

Und das sage ich, als jemand der eigentlich nur Koffein relativ regelmäßig konsumiert.


Weiß eigentlich jemand wie es um die "Führerscheinfrage" steht?
Die momentane Regelung ist ja völlig absurd und dient nur zur Schikane (mit teilwiese schlimmen Folgen für Betroffene) und Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für z.b. MPU...
 
Das letzte was angeteasert wurde waren die 0,3-0,4 ng die auch in anderen europäischen Ländern gelten und eben ein wegfall der passivwerte.
Zumindest das mit den passivwerten ist aus dem eingereichten Gesetzesvorschlag abzuleiten, die ng-Zahl muss aber erst noch festgelegt werden und ist nur eine Vermutung.
 
Corto schrieb:
Ja immerhin ein Wegfall der Passivwerte.
Ich denke du meinst 3-4ng/ml?

Wenigstens da mit 5-10ng analog Alkoholpromileabstufungen o.Ä. wäre mal etwas. Aber bei diesem restriktiven Verhalten, kann man von sowas nur träumen.
 
Also ich kenn jemanden der ab und an noch wenn er länger frei hat mal kifft - und der überwacht sich selbst mit 25ng Cutoff Urintests.

Selbst nach mehreren Tagen intensivem Konsum ist dieser jene nach 5-6 Tagen wieder clean im Urin - im Blut geht das noch viel schneller.

eine 3ng/ml Grenze für aktives THC würde bedeuten das du nach 8-12 Stunden wieder Fahrtauglich bist - selbst wenn du dich voll weggebrezelt hast.

Mehr finde ich muss auch nicht sein. Abends ne Tüte rauchen, 8 Stunden pennen und wieder fahren. Ein Dauerkonsum ist nicht anzustreben.
 
Dann verwechsle ich vllt. etwas?

Ich meine immer gelesen zu haben, dass 5-10ng als Interval ein Startpunkt sein kann (Kanada, NL US-Bundesstaaten?).
Wobei die Schwierigkeit besteht, dass jeder Mensch anders abbaut (eigentlich egal was) - im Falle von deinem Bekannten mag das ausreichen, bei anderen mit gleichem Konsummuster nicht.

Das ist nicht zu vergleichen mit Alkohol, der generell relativ schnell abgebaut wird.
 
Zurück
Oben