Incanus schrieb:
'Keiner mehr' is natürlich bewusst provokativ ausgedrückt, aber die Zahlen sind aufgrund aller bisherigen Maßnahmen zumindest rückläufig.
Bei Zigarretten, und Tabak ja ... die Absatzzahlen für Wegwerfzigarreten (z.B. Elfbar und andere "e-Shishas") schießen allerdings durch die Decke.
Ich sehe da leider keinerlei echte Verbesserung ... nach dem Umstieg aufs Dampfen kommt bei vielen zur Nikotinsucht einfach nur ein kleiner Berg schlecht recyclebarer Müll dazu.
schmalband schrieb:
Ja ist es.
Mit der Volljährigkeit wird dem Bürger zugemutet, selbst mündige Entscheidungen zu treffen.
Und das gilt auch für die Entscheidung, Alkohol zu trinken und zu rauchen solange man sich dabei im Rahmen der Gesetzgebung bewegt.
Der Katalog der DInge, die man ab 18 darf, wird mit der Legalisierung lediglich etwas erweitert.
Regulierungen wird es geben (wie es die auch bei Alkohol und Nikotin gibt ... siehe den JuSchG-Auszug in JEDEM Laden, wo man diese Stoffe erwerben kann).
Zudem plant die Ampel ja auch nicht ganz so viele Verkaufsstellen für Cannabis, wie es derzeit für Kippen und Alk gibt ... Cannabis wird man im Unterschied zu Zigarretten und Alkohol (oder e-Shishas) eben NICHT in jedem Supermarkt oder Kiosk bekommen sondern (hoffentlich) nur in Fachgeschäften mit speziell ausgebildetem Personal, welches dann auch einen Teil der Aufklärung übernehmen kann.
Mir wäre es wichtig, dass diesem Personal auch erlaubt wird, einen Kunden auf seinen möglöicherweise kritischen Konsum hinzuweisen. Niederschwellige Therapieangebote sollten ebenfalls in diese Infrastruktur eingebunden sein.
Du hast recht, es ist ein komplexes Thema. Wäre dem nicht so, dann wären wir wohl nicht bereits auf Seite 253. Es gibt aber eben Menschen, die sich über das "wie" seit einigen Jahren (eigentlich sind es Jahrzehnte) Gedanken machen.
Ob die nun selbst kiffen, oder nicht, das sollte bei der Bewertung ihrer Kompetenzen einfach mal keine Rolle spielen.
Wenn eine Aussage sich bestätigt, dann wird sie das auch tun, wenn ihre Quelle ein Kiffer war.
Natürlich würde ich gerne legal in der Öffentlichkeit kiffen können (aber die Illegalität ist halt auch kein echtes Hinderniß). Aber es geht in dieser Debatte nunmal nicht darum, was ich gerne hätte, sondern darum eine riesige Geldverschwendung einzustellen ... denn mehr, als viel Geld zu verbrennen, ist durch die Prohibition offensichtlich nicht erreicht worden.
Zum Kiffen im Strassenverkehr habe ich im Grunde nur einen Apell.
Bitte geht zu Fuß oder fahrt mit dem ÖPNV oder dem Fahrrad, wenn ihr gekifft habt.
Auch wenn es irgendwann legal ist ... im Auto hat das genau wie Alkohol nichts zu suchen.