Quo vadis BTMG?

Naja sind wir mal ehrlich - wenn man sich richtig betrinkt und dann sagen wir um 3:00 ins bett fällt und dann um 9:00 nach Hause fährt - da hat man auch noch zuviel drin und müsste eigentlich noch bis Nachmittags warten.

Solange es dann mit dem kleinwenig was evtl zuviel ist einfach nur ne Geldstrafe und nen Punkt gibt reicht mir das schon. Was mich so nervt ist dieses "dein leben ist so richtig gefickt" wenn man mal angehalten wird.
 
Corto schrieb:
"dein leben ist so richtig gefickt" wenn man mal angehalten wird.
Genau das muss als erstes weg - die ganze Lobby der MPU sträubt sich hier...

Und genau das ist das Problem, Alkohol wird zu verhamlost. Mann sollte bestimmt kein Auto um 9:00 fahren nach intensiven Alkoholkonsum bis 3:00 nachts - korrekt.
 
Erathosti schrieb:
Man sollte bestimmt kein Auto um 9:00 fahren nach intensiven Alkoholkonsum bis 3:00 nachts - korrekt.
An dem Versuch, die Zündung eines Autos an einen Alkoholtester zu koppeln, kann man sehen, wie viel das mit Lobby zu tun hat.
Man hält es zwar für vernünftig,. nicht besoffen ins Auto zu steigen ... aber ein Auto, welcxhes in einer solchen Situation dann nicht trotzdem losfahren kann (weil das technisch verhindert wird), nimmt der Markt eben auch nicht an. Viele Autohersteller haben solche Sicherheitssysteme entwickelt ... und ALLE haben sie nach kurzer Testphase wieder eingestellt, weil klar wurde, dass niemand ein Auto kaufen würde, das er nicht auch mit 2,5 Promille noch starten kann.
Der Markt hat geregelt, dass man auch weiterhin sturzbesoffen losfahren kann.

Freiheit ist eben auch die Freiheit, sich für etwas extrem Dummes entscheiden zu können ... und gerade die Deutschen schätzen diese Freiheit sehr hoch.
 
Die Aussage, dass Verbote nichts bringen, ist in der Regel richtig. Verbote können zwar dazu beitragen, ein bestimmtes Verhalten zu reduzieren, aber sie können es nicht vollständig verhindern. Im Gegenteil, Verbote können sogar dazu führen, dass das verbotene Verhalten attraktiver wird.

Freiheit ist ein hohes Gut, das auch die Freiheit beinhaltet, sich für etwas extrem Dummes entscheiden zu können. Verbote sollten daher nur als letztes Mittel eingesetzt werden, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
 
Das wäre richtig, wenn die Dummheit dann in konsequenz nur einen selbst betrifft. Das ist aber zumeist nicht der Fall und unbeteiligte Dritte werden geschädigt oder gefährdet. Und da endet "deine" Freiheit, sich für etwas absolut dummes zu entscheiden.
 
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Das Gesetz wird nicht durchgesetzt. Drogen dürfen nicht legalisiert werden. Ausnahme: In der Medizin.

Wenn ich an den fürchterlichen Gestank, den Joints verursachen, denke.......

Keine Macht den Drogen.
 
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Den angestandenen Gestank von Bier etc finde ich auch unerträglich. Zigarettengeruch ist total widerlich.
 
"legale Drogen bitte nur in der Medizin" (@Jungbulle):
Zählen nicht auch Koffein, Nikotin und Alkohol zu den Drogen? ... und wenn die legal sind, dann muss das ja "Medizin" sein, und da alle drei Dinge in Deutschland täglich konsumiert werden, muss das deutsche Volk schwer krank sein (nichts anderes rechtfertigt die Dauermedikation mit Suchtmitteln).

Wo sind beim Canabiskonsum eigentlich die Geschädigten?
Meist sind es die Konsumenten selbst (und da steht der Schaden oft eher mit dem Tabak in Verbindung ... Mischkonsum ist noch immer Standard).
Der Schaden durch "Passivkiffen" dürfte nicht bedeutend größer sein, als der durch Passivrauchen allgemein. Und noch sind Zigarretten legal und Joints sind es nicht.
Bei Alkohol hat man dann Geschädigte durch inner- und aussserhäusliche Gewalt, Unfälle unter Alkoholeinfluss treffen auch oft nicht nur den Bertunkenen.
Von Alkohol geht eine weitaus höhere Gefahr für Dritte aus ... also warum ist diese Droge legal?
Nur weil sich Opa so gern ein "Konjäckchen" angezogen hat?

Zitat Spock: "Ich vermag darin keine Logik zu entdecken".

Natürlich verdient die Alk-Industrie an jemandem wie mir nicht so viel Geld ... das ist allerdings wirklich nicht mein Problem (und sollte nicht das Problem unseres Staates sein) ... ich mag Alk halt nicht so gerne (weder Geschmack noch Wirkung).
 
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Jungbulle schrieb:
Das Gesetz wird nicht durchgesetzt. Drogen dürfen nicht legalisiert werden. Ausnahme: In der Medizin.

Wenn ich an den fürchterlichen Gestank, den Joints verursachen, denke.......

Keine Macht den Drogen.

"Und ihr sollet nur das konsumieren/glauben was ich euch vorschreibe sonst seid ihr Sünder und schmort in der Hölle"

Sorry, das so zu formulieren aber solche Aussagen sind finsteres Mittelater - jedoch selbst da haben die herrschenden mehr Substanzen erlaubt als heute - in unseren Breiten. Da fällt mir nix zu ein... Roflcopter...


Oder so:
"Ich hasse Käse, das Kasein darin macht dumm - könnte man sagen. Das muss verboten werden - und da wird sich jeder dran halten".
 
Die letzte Konsequenz vermisst man tatsächlich bei dem Ganzen. Eigentlich müsste man entweder alles erlauben oder alles verbieten. Dass eine derart gefährliche Substanz wie Alkohol voll OK ist und ein bisschen Gras ne Straftat darstellt, das kannste logisch tatsächlich nicht erklären. Alkohol ist in Form von Bier und Wein dann sogar noch bei Minderjährigen erlaubt. Ich glaube, das nennen viele dann "Kultur" oder so.

Gibt's dann nächste Woche wieder in Kombination mit Sprengstoff. Das nennen wir Silvester. Die Krankenhäuser freuen sich. Prost Neujahr.
 
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DerOlf schrieb:
Zitat Spock: "Ich vermag darin keine Logik zu entdecken".
Ich sehe hier eher die für mich falsche Logik der Cannabis-Befürworter. Weil etwas nicht verboten ist, woran sie kein Interesse haben, muss das erlaubt werden, was sie möchten.
Dann werden die schrecklichen Folgen des Alkoholkonsums aufgezählt und anstatt daraus zu schließen, dass der freie Zugang zu einer weiteren Droge tunlichst vermieden werden sollte, fordert man das Gegenteil.
Im Gegensatz zu Alkohol, was man auch als Genussmittel konsumieren kann, ist Cannabis ein reines Rauschmittel. Ich kann ein Glas Wein zum Essen trinken oder einen Grappa danach ohne berauscht zu sein, aber ich nehme wohl kaum ein paar Züge an einem Joint, nur weil es so gut schmeckt.
Auch das Argument der Entkriminalisierung kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt einen viel einfacheren Weg: Den Konsum einstellen, dann gibt es auch keine kriminelle Beschaffung oder Verbreitung.
 
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Incanus schrieb:
Dann werden die schrecklichen Folgen des Alkoholkonsums aufgezählt und anstatt daraus zu schließen, dass der freie Zugang zu einer weiteren Droge tunlichst vermieden werden sollte, fordert man das Gegenteil.
Ich versuche mal, das zu erklären.

Seit knapp 100 Jahren versucht man durch Verbote den Konsum ausgesuchter Drogen zu reduzieren. Der davon erwartete Erfolg blieb allerdings aus und sogar für den befürchteten Anstieg des Konsums im Falle einer Legalisierung gibt es wenig bis keine Belege.
Sogar die Drogen-GeStaPo in den USA (DEA) bezeichnete den "War on Drugs" bereits als gescheitert, als die Legalisierung noch garkein Thema in den USA war.

Die Verbote sind vor allem teuer, verfehlen ihre Wirkung aber.
Wenn etwas viel kostet (Ermittlungskosten, Gerichtskosten, Vollzugskosten), aber nichts bringt, sollte man es dann nicht lieber sein lassen?

Mir ist es persönlich komplett egal, ob Kiffen legalisiert wird, oder nicht ... denn ich weiß einfach, dass das für mich keinen großen Unterschied macht (es war die letzten 30 Jahre auch ziemlich egal ... an das Versteckspiel bin ich eh gewöhnt). Sogar selbst anbauen kann man in DE relativ risokofrei ... da ist es auf jeden Fall schwerer, eine Schwarzbrennerei zu verstecken.

Was mir aber aus langjähriger Beschaffung durchaus bewusst ist, das sind die Verknüpfungen zwischen Canabismarkt und demj Markt für harte Drogen. Durch diese Verknüpfungen wird Canmabis zur Einstiegsdroge, denn wer dir dein Gras verkauft, der bietet dir eventuell auch mal was anderes an ... jehnseits der Legalität bewegt man sich ja ohnehin. Zu "illegal" gibt es keine Steigerungsformen.
Das ist mMn das beste Argument für eine Entkriminalisierung ... diese würde die momentan nur durch "good will" bestehende Grenze zwischen Canabis und harten Drogen verhärten (viele Grasdealer wollen halt nichts mit Junks, Speedheads oder Pillenköpfen zu tun haben).

Ich habe mit 18 angefangen zu kiffen ... und nur 2 Jahre später hätte ich wirklich alles besorgen können, und es hätte keine 2 Stunden gedauert.
Meiner Meinung nach entsteht DAS erst durch die Kriminalisierung des Kiffens.
Wäre Alkohol illegal, dann wäre eben dieser der Einstieg in den illegalen Drogenmarkt (ähnliches gilt wohl für Nikotin) ... daher bin ich auch gegen ein Alkoholverbot (ein solches Geschenk sollte man der Mafia* kein zweites mal machen).

*) Stellvertretend für ein Drogenkartell deiner Wahl.
 
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Und genau diese Logik verstehe ich nicht. Nicht kiffen ist doch viel einfacher, denn dann ist die Grenze zur illegalen Beschaffung von Substanzen erst gar nicht überschritten. Und somit komme ich auch nicht ganz einfach an harte Drogen.
Für mich ist die Legalisierung daher keine logische Konsequenz sondern einfach eine Kapitulation.
 
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hmm...
Hanf ist k e i n rauschmittel , sondern ein Lebensmittel . weil es kaum als solches verwendet wird , sondern meist als Platzhalter zur Initialisierung der Besinnungslosigkeit mit anschließnder Höllenfahrt um sich aufzublasen und dabei die Umwelt ins Verderben zu reißen , mag Dir das vlt. entgangen sein , oder auch weil Du nichts anderes damit anfangen kannst oder willst .

es geht bei dem Hanf nicht darum Effekte von Glückseeligkeit etc. herzustellen , sondern um die Auseinandersetzung , nicht nur die geistige . leider wird sich oft mit einem Stimmungs"kostüm" , Verhaltens"kostüm" usw. zufrieden gegeben , anstatt sich eben daran zu stören und das (eigene) Leben zu suchen . das liegt wohl hauptsächlich an der Raffsucht und Leibeigenenmachungssucht einiger weniger im Umfeld .
Unrecht und Lebensunwerte die sich über die Zeit angesammelt haben werden hier genausowenig ungeschehen , wie überhaupt jemals etwas ungeschehen wird , auch wenn man es noch so gerne hätte und morgen ein neuer Tag anfängt .

bereits in der Präambel zum Sinn des Hanfes geraten Lebensfunktionen zum erliegen , weil das oder das "Zuckerl" iwie "lustig machen tut" . dafür gibt es wohl keine andere Ursache als Versäumnisse in der menschlichen Entwicklung , insbesondere der charakterlichen , insbesondere in den Lebensanfängen . das ist eine nicht hinnehmbare tödliche Katastrophe , das läppert sich seit der leider auch etwas in Verirrung geratenen Flowerpower-Genese irgendwann im vorigen Jhdt. ...

Hanf ist grundsätzlich anstrengend , sei es nur ein bißchen , um in einen guten Schlaf zu fallen bspw. ; oder etwas mehr , um mal das eigene Gehirn und Menschsein durchzuarbeiten , bis hin zum erschöpfenden 'mal was tun' , ehe uns die ganze Menscheitsgschichte um die Ohren fliegt bspw. . trotzdem kannst Du dich dabei wohlfühlen oder sogar persönliche Erfolgserlebnisse erreichen (falls dir daran gelegen sein sollte ).

Wirkung und Entzug der nicht-nominellen Rauschgifte wie Geltungssucht , Verlogenheit , Raffsucht , Macht und Gewalt usw. ( = charakterliche Entstellungen und deren Konsequenzen ) sind das eigentliche Problem nicht erst seit vorgestern . bei Ergänzung durch die nominellen Ätzmittel und Nervengifte noch dazu , brauchen wir uns die Ergebnisse nicht auszurechnen .

Hanf kann u.a. ein Hilfsmittel sein , diese Sachen zu bemerken und , wenn Du dich daran stören würdest , dagegen vorzugehen . damit ist es weniger eine Droge o.ä. , als vielmehr ein (alleindimensionales) Phänomen . außerdem ist es ungiftig und benötigt sehr wenig Kräfte und Mittel um es herzustellen .

gemäß der Definition : Droge = Rauschgift , hat es mit Drogen rein gar nichts zu tun , es fehlt das Merkmal 'giftig' .

wenn wir das mal lernen und uns angewöhnen würden , nicht nur wenn zufällig grade Weihnachten ist .
 
Wie immer verstehe ich von Deinen Beiträgen kein Wort und frage mich, ob die automatisch übersetzt oder gar generiert sind.
 
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@Incanus

Ich denke in diesem Thread wurde bestimmt schon erklärt warum eine regulierte Abgabe von Drogen sinnvoll ist. @DerOlf hat es teilweise wiedergegeen.


Das willkürliche Verbot aus den 1920ern beruht auf Lobbyinteressen und bis heute halten sich dogmatisch erzählte Fantasiegeschichten.


Dir kann es doch egal sein, wer was konsumiert?
Es geht ausschließlich über ehrliche und sachliche Aufklärung. Verbote beruhend auf Fantasiegeschichten helfen nicht, wenn man mal herausbekommt wie es wirklich ist (z.b. Cannabis).

Um die Gerechtigkeit wie Bürgerrechte zu stärken, ist die einzige Lösung, eine regulierte Abgabe aller Substanzen.

Und der Alkohol ist tatsächlich gefährlich und gehört ganz klar ganz nach oben in der Gefährlichkeitsskala und ist eher eine harte Droge. Warum ist das dann legal?
Das ist auch gut so, dass er legal ist - nur wird dieser zu verhamlost und beworben anstatt sich hier vernüftig darüber zu sprechen, wie man es besten reguliert.


Und was mache ich jetzt mit meinem legalen Kaffe, wenn ich mal mehr als 2 Tassen am Tag trinke? Der einzige Unterschied ist, dass es legal ist.

PS: Mir konnte noch nie bisher jemand ein plausibles Argument für etwaaige Verbote nennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Denkt auch mal an die Folgen: Arbeitgeber werden sicherlich keine Kiffer oder berauschte Menschen einstellen. Der stinktende Geruch verfliegt zudem nicht so schnell.

Außerdem wird immer unterschwellig von der Gesellschaft ein/e Kiffer/in mit was Negativen assoziiert.

Wenn ihr Jemanden im Bundestag kennt, dann versucht auf jeden Politiker dort einzuwirken und entsprechend gegen den Gesetzesentwurf zu stimmen.

>>>Cannabis nur im medizinischen Bereich<<<
 
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herman munster schrieb:
gemäß der Definition : Droge = Rauschgift , hat es mit Drogen rein gar nichts zu tun , es fehlt das Merkmal 'giftig' .
Das wird allerdings durch den in Deutschland stark verbreiteten Mischkonsum mit Tabak relativiert.
Nikotin ist definitiv ein Rauschgift (wer mit dem Rauchen gerade erst anfängt, der merkt das auch noch).

THC selbst ist eher eine Stimulantie ... es regt Drüsen im Hirn an. Der Rausch ist also (anders als bei Alkohol oder Nikotin) nicht Teil des Abwehrmechanismus und des Substanzabbaus, sondern eine direkte Wirkung der Einnahme.
Allerdings besteht bei solchen Sachen auch die Gefahr, dass der Körper sich an die Zuführung gewöhnt ... und dann Stoffe, die dadurch ersetzt werden können, nicht mehr in ausreichendem Maße produziert.

Wenn eine Substanz dafür sorgt, dass Dopamine ausgeschüttet werden, diese über einen längeren Zeitraum eingenommen wird, sodass der Körper die eigene Dopaminproduktion drosselt, dann wird der Konsum mit einer längeren Phase "belohnt", in der man sich halt "down" fühlt, und einen irgendwie nichts mehr so richtig "kickt". Man kommt da wieder raus, aber der Körper muss die Dopaminproduktion halt auch erstmal wieder ankurbeln ... was halt länger dauert, als die Substanz einfach nochmal zu besorgen.

Cannabinoide sind auch Substanzen, welche der Körper produziert und braucht und deren Produktion durchs kiffen gedrosselt werden kann. Gefahrlos ist Cannabis also keinesfalls und ein zu früher Konsum kann nach den geltenden Erkenntnissen entwicklungshemmend wirken.
Ist aber bei den legalen Drogen auch so ... und dennoch hat die Gesellschaft das einigermaßen im Griff und betreibt eine ganze Menge Gesetzgebung und Aufklärung, um junge Menschen vor eben diesen Gefahren zu schützen.
Und bei Cannabis funktioniert das auch ... allerdings (bisher) nur innerhalb einer leider kriminalisierten Gruppe. Die meisten kiffenden Eltern, die ich so kennen gelernt habe, hätten nicht gewollt, dass ihre Kinder das Kiffen heimlich anfangen. Die wollten das mitbekommen, um ihre Kinder von ihren eigenen Erfahrungen und Beobachtungen profitieren lassen zu können (so gut das bei den eigenen Kindern eben klappt).
Die hatten alle mehr Angst davor, dass das Kind mit dem Saufen anfangen würde.

In meiner Jugend mussten wir das fast unter uns ausmachen. Meine Eltern waren zwar beide "68er", aber in den 1970ern, 80ern und 90ern wurde mit den eigenen Kindern allgemein sehr wenig über Drogen geredet.
Natürlich merkt man, was Drogen anrichten können, wenn man regelmäßig bei einem Dealer vorbeischaut und dort feiert, wo eben auch mal Drogen im Spiel sind.
Ich habe nie Heroin, Kokain, Extacy oder Speed genommen (und habe auch lange zu allem anderen als Alkohol und Zigarretten Nein gesagt), aber ich habe schon recht früh (mit 16 oder so) einige Negativbeispiele Mitte 20 erlebt und genau das hat mich wohl weit effektiver von diesen Drogen ferngehalten, als jedes Verbot. Ich habe sie aber auch nicht nur gesehen (beim Schnorren, oder halt breit in der Ecke), sondern mich mit ihnen in verschiedensten Bewusstseinszuständen (von breit bis affig) auch unterhalten. Das IST krass, was Drogen aus einem machen können ... und auch Cannabis ist da nicht ungefährlich ... auch das musste ich früh lernen (Hasch-Psychose bei einem Freund).

Ich nehme Drogen, um die Welt anders wahrzunehmen als nüchtern. Nicht, um mich "cooler", "energiegeladener", "lustiger", "geiler" oder einfach "partytauglicher" zu fühlen.
Alk ist halt in diesem Bezug ziemlich langweilig.


Historisch betrachtet ist Alkohol übrigens auch nicht primär Rauschmittel.
Der Rausch ist Nebenwirkung des Konservierungsmittels Alkohol. Bier (auch mit deutlich unter 3% alc) bleibt länger Keimfrei als abgekochtes Wasser - vor allem, wenn man Behälter noch nicht luftdicht verschließen kann. Genau deswegen war Bier das häufigste Getränk in Mesopotamien ... nicht weil das so schön duselig macht, sondern weil abgestandenes Bier meist noch gesünder war, als abgestandenes Wasser.

Die meisten Drogen (egal ob legal oder illegal) begleiten die Menschheit in Pflanzenform seit Jahrtausenden, und wurden tatsächlich die ganze Zeit über genutzt. Rituell, Medizinisch und immer auch von einigen "missbräuchlich" als Rauschmittel.
Die meisten Gesellschaften fanden damit einen einigermaßen gesunden Umgang, ohne diese Drogen zu dämonisieren.

Allein die Geschichte führt die Erklärung "das gehört halt zu unserer Kultur" bei der Frage "warum ist Alkohol legal?" ad absurdum. Denn im Grunde gilt das für alle bewusstseinsverändernden Substanzen, die man in der Natur so finden kann. Die gehören alle irgendwie zu unserer Kultur dazu.

Der ganze Chemokram ist da was komplett anderes ... das ist wirklich noch keine 100 Jahre alt.
Alkohol, Koka, Kath, Ephedrakraut, Mohn (Opiate), Cannabis und viele andere nutzen Menschen seit Jahrtausenden, da kann man schlecht behaupten, es gehöre nicht zu unserer Kultur.

Sorry für die Wall of Text.


Jungbulle schrieb:
Außerdem wird immer unterschwellig von der Gesellschaft ein/e Kiffer/in mit was Negativen assoziiert.
DAS ist nur eine Frage der Zeit (soll heißen: dieses Problem wird irgendwann aussterben).
Und genauso wird es irgendwann auch egal sein, ob jemand nun nach Feierabend lieber kifft oder säuft.
Morgens um 8:00 schon das erste Bier genehmigen, ist zwar nicht illegal, wird deinem Chef aber auch nicht gefallen.
Dass ein Arbeitgeber jemanden für den Job haben will, der bei klarem Verstand ist und sich gut konzentrieren kann, ist doch logisch. Ich bin überzeugter Kiffer und auch Befürworter der Legalisierung, aber für mich ist ganz klar, dass ich mir keinen rauche, so lange ich noch was zu tun habe. Vor oder gar auf der Arbeit zu kiffen, ist einfach nur saudumm.
Aber das gleiche gilt halt auch für das Saufen.
Ein bisschen Hirn sollte das verhindern können.
 
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