Quo vadis BTMG?

Buddha1337 schrieb:
Billiger als mit Eigenanbau wird man das Zeug nie bekommen
Wenn ich mich in meinem Bekanntrenkreis so umschaue, dann liegt die Quote derer, die wissen, wie Eigenanbau funktioniert (und auch brauchbare Ergebnisse liefert), nahe bei 100%.

Kein einziger von uns würde Strassenpreise bezahlen, wenn der Anbau für den Eigenbedarf legal wäre.
 
DerOlf schrieb:
Wenn ich mich in meinem Bekanntrenkreis so umschaue, dann liegt die Quote derer, die wissen, wie Eigenanbau funktioniert (und auch brauchbare Ergebnisse liefert), nahe bei 100%.

Kein einziger von uns würde Strassenpreise bezahlen, wenn der Anbau für den Eigenbedarf legal wäre.
Ziemlich ähnlich siehts bei mir auch aus.
Außerdem muss man sagen dass Anbau in Zeiten von Autoflower auch echt kein Hexenwerk mehr ist. Da bekommt man selbst ohne grünen Daumen als kompletter Neuling schon sehr (b)rauchbare Ergebnise
 
Buddha1337 schrieb:
Außerdem muss man sagen dass Anbau in Zeiten von Autoflower auch echt kein Hexenwerk mehr ist.
Das ist es auch ohne Autoflower nie gewesen.

Momentan hoffe ich, dass den Entscheidern nicht bewusst ist, wie chancenlos die Hanfindustrie dastehen wird, wenn man den privaten Eigennedarf-Anbau legalisiert.
Ich befürchte aber, dass diese Hoffnung enttäuscht werden wird.
 
Ich kenne jemanden, der mal selbst angebaut hat... der wollte natürlich nicht auffliegen, also indoor in den eigenen vier Wänden. Das hieß bei ihm: geschlossener Raum mit Growbox, aktive Beleuchtung, aktive Belüftung mit Filterung wegen des Geruchs, tägliches (!) Gießen, regelmäßiges Düngen und das über Monate. Der konnte nicht mal ein Wochenende außer Haus, weil er auf seine Pflanzen aufpassen musste, sein Stromverbrauch war auch exhorbitant - bei den aktuellen Strompreisen hat er gesagt: "lohnt sich nicht mehr" und geht stattdessen wieder auf den Schwarzmarkt.

Also für mich als Laien sah das ziemlich aufwendig aus und wenn man nicht gerade einen großen Garten mit Gewächshaus besitzt, geht das anscheinend enorm ins Geld was Strom betrifft. Dann auch noch der zeitliche Aufwand. Okay, anscheinend kann man, zumindest theoretisch, so eine Pflanze auch einfach auf der Fensterbank gedeihen lassen, wenn einen selbst (und die Nachbarn!) der Geruch nicht stört und das Ding wie eine typische Zimmerpflanze behandeln - kommt dann letztlich aber noch Qualität bei der Abernte raus?
 
TheManneken schrieb:
Okay, anscheinend kann man, zumindest theoretisch, so eine Pflanze auch einfach auf der Fensterbank gedeihen lassen, wenn einen selbst (und die Nachbarn!) der Geruch nicht stört und das Ding wie eine typische Zimmerpflanze behandeln - kommt dann letztlich aber noch Qualität bei der Abernte raus?
"outdoor" gibt spätestens nach einigen Generationen Einbußen bei der Qualität im Vergleich zu "indoor".
Ausserdem ist es outdoor so gut wie unmöglich "Sensi" zu ziehen. Da hast du immer Samen dabei, und wenn die Blüte bestäubt ist, produziert sie auch lang nicht mehr so viel THC.
Ausserdem nervt das, wenn man einen übersehen hat, und die Tüte dann explodiert.

Dafür hast du eben nicht den gleichen Aufwand ... im Grunde kannst du auch einfach ein paar Samen auf einer Waldlichtung verteilen ... die größte Gefahr dabei ist, dass dir die Waldtiere die jungen Pflänzchen wegfuttern (einige finden das scheinbar richtig lecker).
Gießen musst du sowas dann garnicht ... düngen kannst du es natürlich auch im Wald.

Indoor kannst du halt alles kontrollieren - und für den maximalen Ertrag willst du das auch.
Es fängt ja bei der Beleuchtungsdauer schon an ... für viele hochpotente Sorten ist es in unseren Breitengraden einfach nicht lange genug hell ... die brauchen halt mal 8 Monate mindestens 12 Stunden Sonne ... und das gibts bei uns nur in einer Growbox.
Du kannst bei künstlicher Beleuchtung frei entscheiden, eine Pflanze schon nach 2 Monaten Wachstum in die Blüte zu schicken, denn den Faktor, von dem das abhängig ist (Beleuchtungsdauer), hast du in der Hand.
Zusätzlich hast du indoor zwar das Risiko, durch Geruch aufzufliegen (das bedingt einigen Aufwand), ansonsten bist du aber safe ... niemand findet deine Pflanzen, und erntet sie selbst ab (im Wald kann das schon mal passieren ... sogar die Polizei findet manchmal was).

Die Qualität ist outdoor anders ... aber es gibt auch Menschen, die meinen, man würde merken, dass die Pflanze "echte Sonne" hatte.
Wer maximalen turn will, der nutzt wohl eher eine Growbox ... zumindest in unseren Graden und ja ... das ist Aufwand und das kostet ... allerdings keine 20-25 Euro pro Gramm.
Momentan kannst du auch nochmal locker 3-5 Euro für das Risiko berechnen ... noch ist das alles illegal. Gemessen an dem 24/7 Risiko mit Pflanzen im Schrank sind nur wenige Minuten Risiko beim Kauf einiges wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt kommerzielle intelligente Bewässerungssysteme und massiv Bastelanleitungen für einen RasPi um das selbst nachzubauen.
TheManneken schrieb:
wenn man nicht gerade einen großen Garten mit Gewächshaus besitzt, geht das anscheinend enorm ins Geld was Strom betrifft
Fun fact: Gras kaufen geht auch ordentlich ins Geld.
Und man hat Zuhause keinen gestreckten Scheiss und gleichbleibende Wäre.
 
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h00bi schrieb:
Und man hat Zuhause keinen gestreckten Scheiss und gleichbleibende Wäre.
Wenn wir in einen regulierten Markt eintreten, was beim Anbau von Rauschmitteln wohl auch unter sehr starken Auflagen passieren wird, hast du das auch nicht.
 
Apacon schrieb:
Wenn wir in einen regulierten Markt eintreten, was beim Anbau von Rauschmitteln wohl auch unter sehr starken Auflagen passieren wird, hast du das auch nicht.
Da ist eben die Frage, ob kommerzieller Anbau und Anbau zum Eigenbedarf gleich behandelt werden.

Ich würde mir natürlich wünschen, dass die Regularien erst ab einem gewissen Jahresertrag greifen, und man es unterlässt, den privaten Eigenbedarfanbau technisch und finanziell unmöglich zu machen.
Dann bleibt nämlich keine andere Wahl, als es weiterhin illegal zu tun ... oder eben die horrenden Preise im Handel zu zahlen (es gibt da leider ein paar peistreibende Faktoren, die man nicht wegbekommt ... Miete für den Laden, Löhne für die MItarbeiter ... und das alles muss der Kunde mitbezahlen ... ich glaube nicht, dass er dabei wirklich billiger wegkommen wird, als bei den mafiösen Strukturen, in denen er momentan kauft.
Ich denke eher, dass das um einiges teurer werden wird.
Es wird sich zeigen, ob das Qualitätsplus und die Qualitätsgarantie den Aufpreis für den Kunden rechtfertigen.
 
Ich denke, dass der TO alles zu einem Brei verrührt, der keinen Sinn ergibt.

Ich habe über 10 Jahre meines Lebens gekifft. Ich bin für Legalisierung. Habe aber keine Idee wie.
Einfach so verkaufen ab 18: Nein!
 
Zumindest Aufklaerung ueber Wirkung, Wirkdauer, evtl. Einschraenkungen und wann man wieder nuechtern ist/als nuechtern gilt, sollte IMHO gegeben sein.
Nur weil Alkohol legal ist, muss man ja nicht gleich jede andere Droge auf die gleiche Stufe stellen. Alkoholkonsum haben wir eigentlich ja auch nicht im Griff, es wird gesellschaftlich nur eher akzeptiert.
 
Axxid schrieb:
Zumindest Aufklaerung ueber Wirkung, Wirkdauer, evtl. Einschraenkungen und wann man wieder nuechtern ist/als nuechtern gilt, sollte IMHO gegeben sein.
Hier scheint ja im Grund aber ohnehin die ganze Legalisierungsdebatte zu scheitern, denn wenn es nachwievor, anders als beim Alkohol, ausreicht Abbauprodukte monatelang nach Cannabiskonsums für einen möglichen Führerscheinentzug bzw. MPU zu gebrauchen, hat sich das eh für die Allermeisten erledigt. Die Polizei muss ja dann im grunde nur an einer Ausgabestelle halten und "Stichprobenartig" kontrollieren.

Und ich rede hier nur von den Abbauprodukten nicht von der Wirkung, das jemand der "High" ist und beim Autofahren erwischt wird definitiv keinen Führerschein mehr haben sollte, ist wie auch bei der Alokohlfahrt völlig logisch.
 
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Axxid schrieb:
Nur weil Alkohol legal ist, muss man ja nicht gleich jede andere Droge auf die gleiche Stufe stellen.
Nein das stimmt, Canabis ist vieeel weiter unten anzusiedeln als Alkohol.
drogen.png


Weiss nicht ob die Tabelle schon mal geteilt wurde, aber sie zeigt mal wieder wie absurd es ist dass Alkohol legal und Canabis Illegal ist.
Wenn wir ganz ehrlich sind kann doch nur Geld das Thema sein und die Lobby der Sprithersteller ist viel zu Groß das Alkohol jemals verboten wird.

Genau wie die NRA in den U.S.A die knallen sich da alle über den haufen und würden nie das Recht an der Waffe aufgeben.
 
Wir haben also einmal annekdotisch "die armen Kiffer werden drangsaliert!" und einmal "Aber Alkohol ist viel schlimmer! Hier ein Graph ohne Quelle oder Erklaerung. Das ist alles nur wegen Big-Spiritus!".
Ich formuliere meinen Post mal aus:

Mir geht es ausschliesslich um den Strassenverkehr. Was andere Menschen in ihren eigenen vier Waenden treiben interessiert mich nicht, da es keinen anderen gefaehrdet.
Kiffen beeintraechtigt die Fahrtuechtigkeit LINK. Der gesetzliche Grenzwert fuer THC (1ng/ml) liegt nahe an den Werten, bei denen die Fahrtuechtigkeit beeintraechtigt wird.
Gerade bei Keksen oder Brownies besteht die Gefahr der Ueberdosierung, da die Wirkung zeitversetzt eintritt und stundenlang anhalten kann LINK. Generell wirkt Canabis auf jeden unterschiedlich und es gibt keine gesicherte Formel wie schnell der THC-Wert wieder sinkt LINK. Das sind Dinge ueber die man IMHO aufgeklaert sein sollte bevor man Canabis konsumiert.

Alkohol ist tief in der Gesellschaft verankert und wird daher geduldet. Allerdings ist Alkohol auch gefaehrlich und wird daher im Strassenverkehr oft kontrolliert und bestraft. Ab 2024 muessen Neufahrzeuge mit einer Schnittstelle fuer eine Alkohol-Wegfahrsperre ausgestattet sein LINK.
 
Axxid schrieb:
Das sind Dinge ueber die man IMHO aufgeklaert sein sollte bevor man Canabis konsumiert
Jo, ich gehe mal stark davon aus, dass das Thema bei der Führerscheinprüfung sein wird.
"Die cannabisbezogene Aufklärungs- und Präventionsarbeit sowie zielgruppenspezifische Beratungs- und Behandlungsangebote werden weiterentwickelt" (Quelle: Eckpunktepapier der Bundesregierung zur Kontrollierten Abgabe von Cannabis.)
Also es wird bestimmt auch noch diverse Flyer zu den Thema geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei ich mich ernsthaft frage, warum man nicht bereits jetzt die Aufklärung vorantreibt, wenn man der Meinung ist, dass das die Kinder und Jugendlichen vom Konsum abhält, bevor man an eine Legalisierung denkt?
Für mich klingt das wie ein Ablenkungsmanöver, da man doch eigentlich der Meinung ist, das Verbot habe nicht zum Konsumverzicht geführt, die Legalisierung und damit Banalisierung von Cannabis in Verbindung mit ein wenig mehr Aufklärung aber könne das.
 
Vielleicht reichen ja Schockfotos auf den Tütchen wie bei Zigaretten.
Seit dem raucht ja auch keiner mehr. :evillol:
 
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