Quo vadis BTMG?

Das mit den Maßkrügen habe ich auch nie verstanden, bin halt Kölner und daher 0,2l gewohnt ;).

Den Unterschied mit Alkohol als Genuss- oder Rauschmittel und beispielsweise Cannabis als reinem Rauschmittel habe ich im Verlaufe dieses Threads ja auch schon erwähnt.

Was ich am Gesetzentwurf -aber auch das hatten wir schon- bis heute nicht verstehe ist:
Geplant ist außerdem eine Stärkung der Prävention durch eine Aufklärungskampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) über die Wirkung und Risiken von Cannabis.
Warum muss ich erst legalisieren und dann Aufklären, anstatt die Legalisierung erst nach einer ausführlichen Aufklärung voranzutreiben? Weil dann die Legislaturperiode schon vorbei ist? Das ist dann aber eine rein politische Entscheidung, um das Gesicht zu wahren und keine, die der Sinnhaftigkeit des Vorhabens geschuldet ist.
Samurai76 schrieb:
Zum Jugendschutz: Wenn Cannabis nicht mehr flächig verboten ist, kann man viel entspannter mit Kindern darüber reden, geht ja bei Alkohol auch.
Wieso das denn? Ich kann also nicht aufklären indem ich sage, das Zeug ist für Euch Heranwachsende gefährlich, daher ist es verboten und zur Sicherheit auch für Erwachsene? Bei Alkohol und Nikotin schaffen wir das eventuell auch noch, aber das kommt erst später.
 
Incanus schrieb:
Warum muss ich erst legalisieren und dann Aufklären, anstatt die Legalisierung erst nach einer ausführlichen Aufklärung voranzutreiben? Weil dann die Legislaturperiode schon vorbei ist? Das ist dann aber eine rein politische Entscheidung, um das Gesicht zu wahren und keine, die der Sinnhaftigkeit des Vorhabens geschuldet ist.
Weil oft das Argument ist: "Warum denn aufklaeren, es ist verboten, darueber brauchen wir nicht reden".
Sowohl seitens der Lehrer "Da haben wir eh keine Zeit fuer, schaut ein paar "Drugs are bad, mkay" Videos", als auch von Seiten einiger Eltern: "Warum redent ihr mit unseren Kindern ueber verbotene Sachen?"

Und solange es verboten ist, kann - ohne das es scheinheilig wird - nur ausschliesslich ueber negative Aspekte gesprochen werden, was meilenweit von "Aufklaerung" entfernt ist.

Sogar die medizinische Forschung war lange verpoent, erst in den letzten Jahren ist da endlich auch was ermoeglicht worden, aber auch immer noch sind Opiate einfacher zu bekommen.
 
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Incanus schrieb:
Den Unterschied mit Alkohol als Genuss- oder Rauschmittel und beispielsweise Cannabis als reinem Rauschmittel habe ich im Verlaufe dieses Threads ja auch schon erwähnt.
Einspruch! Subjektiv.
Incanus schrieb:
Warum muss ich erst legalisieren und dann Aufklären, anstatt die Legalisierung erst nach einer ausführlichen Aufklärung voranzutreiben?
Seit 1990: keine Macht den Drogen. Aber auch solche Aufklärungskampagnen haben ihre Grenzen, denn:
Wie das Institut für Therapieforschung (IFT) in München ermittelte, war die Kampagne zwar bei 78 % der Befragten im Alter zwischen 18 und 69 bekannt, hatte aber für den Einzelnen und seinen Umgang mit Drogen kaum Bedeutung. Mehr als die Hälfte der befragten Personen glaubten zudem, die Kampagne richte sich an bereits Drogenabhängige, obwohl die Kampagne für Jugendliche ab zwölf Jahren konzipiert worden war, die noch keine Drogen konsumierten. Die Kampagne verfehlt also nicht nur die anvisierte Zielgruppe – sie erfüllt zudem auch nicht den erwünschten präventiven Effekt. Allerdings betrifft diese Studie die Kampagne der damaligen Bundesregierung, nicht jedoch die Arbeit des Fördervereins.
Mal abgesehen davon, wird seit Jahrzehnten auch über die Gefahren von Alkohol aufgeklärt. Dennoch saufen sich jedes Jahr hunderte Jugendliche ins Koma, es fahren noch immer etliche Menschen besoffen Auto und Heinz verhaut trotzdem seine Alte im Suff.
 
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Incanus schrieb:
Gerade weil es wohl kaum noch möglich ist das etablierte Suchtmittel Alkohol aus dem Leben der Menschen zu verbannen, habe ich ein sehr ungutes Gefühl ein weiteres zuzulassen.
Cannabis ist kein Suchtmittel. Weis jeder Kiffer. Die ersten 2 Tage nix mehr zum kiffen zu haben is zwar Scheisse, aber danach is auch schon egal. Bei einem Alkoholiker sieht das ganz anders aus.

Aber eigentlich wollte ich auf etwas anderes hinaus. Alkohol ist Gift. Das schädigt den Körper auf vielerlei Ebenen nachhaltig.

Wenn nun eine Alternative erlaubt wird, die nachweislich viel geringere Schäden anrichtet, dann wäre das doch eigentlich zu begrüßen.
Ergänzung ()

Incanus schrieb:
Den Unterschied mit Alkohol als Genuss- oder Rauschmittel und beispielsweise Cannabis als reinem Rauschmittel habe ich im Verlaufe dieses Threads ja auch schon erwähnt.
Was leider mal wieder völlig falsch ist. Oder warum rauchen Leute CBD Weed was nachweislich keine berauschende Wirkung hat?
 
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Ranayna schrieb:
Und solange es verboten ist, kann - ohne das es scheinheilig wird - nur ausschliesslich ueber negative Aspekte gesprochen werden, was meilenweit von "Aufklaerung" entfernt ist.
Der Logik kann ich nicht folgen, denn gerade weil es verboten ist, kann ich doch darüber aufklären warum.
Leeway schrieb:
Einspruch! Subjektiv.
In welcher Hinsicht?
Leeway schrieb:
Dennoch saufen sich jedes Jahr hunderte Jugendliche ins Koma, es fahren noch immer etliche Menschen besoffen Auto und Heinz verhaut trotzdem seine Alte im Suff.
Es lebe die objektive Meinungsäußerung. Merkst Du eigentlich wirklich nicht wie einseitig Du das Thema siehst?
ZeT schrieb:
Cannabis ist kein Suchtmittel. Weis jeder Kiffer. Die ersten 2 Tage nix mehr zum kiffen zu haben is zwar Scheisse, aber danach is auch schon egal. Bei einem Alkoholiker sieht das ganz anders aus.
Zwei Tage keinen Alkohol zu trinken zu haben ist für jemanden der mal ab und an ein Bier trinkt überhaupt kein Problem, nicht mal spürbar, geschweige denn 'scheiße'. Schon wieder dieser infame Versuch jeden Alkoholtrinker zum Alkoholiker abzustempeln. Alkoholiker zu sein ist eine Endstufe, nicht der Einstieg bei Alkoholkonsum.
 
Incanus schrieb:
Der Logik kann ich nicht folgen, denn gerade weil es verboten ist, kann ich doch darüber aufklären warum.
Der Logik musst auch du nicht folgen, aber die "Aufklaerer" tun es in der Regel. Zumindest war es zu meiner Schulzeit so, die aber auch ~30 Jahre her ist.
Letztendlich liefs auf "Drogen sind Boese. Punkt" hinaus.
 
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Ranayna schrieb:
Letztendlich liefs auf "Drogen sind Boese. Punkt" hinaus.
Das ist aber doch eine Frage der Qualität der Aufklärung und nicht der Situation. Außerdem zielte ich doch auf den Teil des Gesetzesentwurfs ab, der Aufklärung zum Thema hat, also was jetzt nach der Legalisierung verbessert werden soll, nicht den Zustand von vor 30 Jahren.
Leeway schrieb:
Witzig, aus deinen Fingern.
Hast Du auch was substantielles oder nur Retourkutsche?
TheManneken schrieb:
also wieso Cannabis ursprünglich verboten wurde, das hatte hauptsächlich ideologische Gründe
Passt aber jetzt nicht zu meiner Aussage, und 'cannabisfakten.de' wirklich ;)?
 
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Incanus schrieb:
Zwei Tage keinen Alkohol zu trinken zu haben ist für jemanden der mal ab und an ein Bier trinkt überhaupt kein Problem, nicht mal spürbar, geschweige denn 'scheiße'. Schon wieder dieser infame Versuch jeden Alkoholtrinker zum Alkoholiker abzustempeln. Alkoholiker zu sein ist eine Endstufe, nicht der Einstieg bei Alkoholkonsum.
Du redest hier über Suchtmittel.

Und ein Alkoholabhängiger hat nun mal ein gravierendes Problem davon loszukommen. Ich kenn einige die das nur über eine Therapie geschafft haben und danach nie wieder einen Tropfen anfassen. Die die das doch getan haben sind fast alle wieder in Therapie gelandet. Hardcorekiffer sind ein paar Tage genervt und dann wars das.

Und ganz ehrlich, ich bin kein Kind von Traurigkeit. Ich bin in den 80ern als Sohn von Eltern aufgewachsen die eine Studentenkneipe geführt haben. An Drogen hab ich eigentlich so alles relevante mal ausgetestet. Legale und illegale.

Da ich selbst Alkohol trinke (und das vermutlich mehr als die meisten hier), aber keine Abhängigkeit entwickle, bin ich auch der letzte der jedem der Alkohol trinkt eine Abhängigkeit unterstelle.

Kiffen tu ich eigentlich nur wenn ich eingeladen werde. Dürfte sich ändern sobald ich mir ne Pflanze auf den Balkon stellen darf. Und dann dürfte auch mein Alkoholkonsum drastisch abnehmen, weil ich dann eine legale Alternative habe um mein Recht auf Rausch wahrnehmen zu können.
 
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@Incanus
Ja, wirklich. Was soll das? Zweifelst du auch schon die Quellen an, macht das hier ja absolut keinen Sinn mehr mit dir. Du kannst natürlich auch die angegeben Quellen im Artikel konsultieren. Letztenendes läuft das aber aufs Gleiche raus.
 
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ZeT schrieb:
um mein Recht auf Rausch wahrnehmen zu können.
Ich glaube genau da sind wir an einem Punkt, warum wir uns wohl nie bei dem Thema werden einigen können.

Ja, ich trinke auch mal ab und an ein Glas, und ich gehe auch mal zum Nachbarn auf ein Bier und es sind dann am Ende drei oder vier oder vielleicht auch mal sechs geworden. Aber das Ziel ist nie der Rausch, ein 'Recht auf Rausch' würde ich nie für mich fordern. Wenn der Alkohol verboten würde, so what, dann wär das halt so. Daher kann ich es auch nicht nachvollziehen. warum man sich dauerhaft über Gesetze hinwegsetzt, um an Rauschmittel zu kommen und jetzt eine Legalisierung herbeisehnt. Das ist für mich einfach absurd.
Genauso wie diese Aussage:
ZeT schrieb:
Und dann dürfte auch mein Alkoholkonsum drastisch abnehmen, weil ich dann eine legale Alternative habe
Ja ich kenne auch genug Menschen, für die Alkohol zum täglichen Ablauf gehört, und leider auch einige, die ihren Körper und ihren Geist schon durch die Sucht weitestgehend zerstört haben. Ich kann daher nichts positives daran erkennen weitere legale Möglichkeiten für den Rausch zu schaffen, auch wenn noch so oft gesagt wird, das bisher wohl kein Hardcore-Kiffer seine Familie verprügelt hat.
 
Incanus schrieb:
Aber das Ziel ist nie der Rausch, ein 'Recht auf Rausch' würde ich nie für mich fordern. Wenn der Alkohol verboten würde, so what, dann wär das halt so. Daher kann ich es auch nicht nachvollziehen. warum man sich dauerhaft über Gesetze hinwegsetzt, um an Rauschmittel zu kommen und jetzt eine Legalisierung herbeisehnt. Das ist für mich einfach absurd.
Bei mir ist es primär der Rausch. Alkohol schmeckt mir nicht wirklich - ist aber die einzig legale Option. Naja, man könnte sich irgendwelche Medikamente wie Dias usw verschreiben lassen, aber Chemie is halt Bullshit und ich will mich ja nicht ausschalten.

Und das Recht auf Rausch muss man nicht fordern - das ist im GG Artikel 2 Absatz 1 abgedeckt.

Deswegen ist der ja auch nur der Besitz und der Erwerb strafbar, jedoch nicht der Konsum selbst.

Und ja, ich kann diesen Planeten bei all der Scheisse die hier abgeht nicht nüchtern ertragen. Da werd ich höchstens aggressiv. Wir treten den Planeten in die Tonne, jeder denkt nur an sich und fast jedem is der Rest völlig egal.

Das merkst du vor allem genau dann, wenn man sich für Themen einsetzt die außerhalb der normalen Umgebung des Menschen sich abspielen. Entweder weil sie abstrakt sind (Klimawandel, Umweltschutz) oder man es einfach nur ignoriert (Tierschutz).

Ja ich weis, warum sollte ich mich mit so einer Scheisse auch befassen wenn das einen eh nur runterzieht. Aber dann sind wir wieder genau bei dem Punkt das jedem alles völlig wurscht ist.
 
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ZeT schrieb:
Und das Recht auf Rausch muss man nicht fordern - das ist im GG Artikel 2 Absatz 1 abgedeckt.
Ich denke so weit würde ich bei der Interpretation dieses Artikels nicht gehen.
ZeT schrieb:
Und ja, ich kann diesen Planeten bei all der Scheiße die hier abgeht nicht nüchtern ertragen.
Wie gesagt, da ist der Punkt, warum wir uns nicht einigen können. Ja auch ich verzweifel schon mal am Verhalten der Menschen auf diesem Planeten, aber ich kann mich dann anders ablenken, als in einen Rausch zu flüchten, meistens jedenfalls ;).
TheManneken schrieb:
Ja, wirklich. Was soll das? Zweifelst du auch schon die Quellen an, macht das hier ja absolut keinen Sinn mehr mit dir.
Grundsätzlich habe ich schon das Recht auch Quellen anzuzweifeln, meinst Du nicht? Und 'cannabisfakten.de' ist bietet sich doch nun wirklich dazu an, ein wenig die Augenbraue zu heben. Aber darum ging es doch gar nicht. Ich kann weiterhin nicht erkennen, warum Gründe vor über hundert Jahren Cannabis zu verbieten jetzt etwas mit der von mir monierten Reihenfolge von Legalisierung und Aufklärung zu tun haben.
knoxxi schrieb:
Vom Bundesministerium für Gesundheit gab es, zumindest auch hier in Köln, sehr viele Plakate die für Aufklärung geworden haben
Danke dafür, ist mir nicht so bewusst geworden, vermutlich bin ich aber auch nicht der Adressat des BMs gewesen.
 
ZeT schrieb:
....

Und ja, ich kann diesen Planeten bei all der Scheisse die hier abgeht nicht nüchtern ertragen. Da werd ich höchstens aggressiv. Wir treten den Planeten in die Tonne, jeder denkt nur an sich und fast jedem is der Rest völlig egal.

Das merkst du vor allem genau dann, wenn man sich für Themen einsetzt die außerhalb der normalen Umgebung des Menschen sich abspielen. Entweder weil sie abstrakt sind (Klimawandel, Umweltschutz) oder man es einfach nur ignoriert (Tierschutz).

....
die Umweltzerstörung ist eines von vielen Symptomen die daher kommen dass man sich auf dem falschen Weg befindet. Dass es den richtigen Weg gibt, wird aber dem Denk-Horizont des Menschen mit Absicht entzogen. Damit kommt man schon zum Punkt den du ja selbst bestätigt, sich berauschen zu wollen wird mehr und mehr als Bedürfnisbefriedigung gesehen. Es ist aus christlicher Sicht eine Täuschung zu glauben Cannabis aus Gerechtigkeits- oder Freiheitssanspruch entkriminalisieren zu müssen. Durch Drogen soll möglichst viele ob Jung oder Alt, strategischerweise gerade junge Leute (da diese die nächste Generation heranziehen) noch leichter auf Abwegen bringen, weil es direkt im Denken ansetzt und das progressive Denken fördert. Da wir geistige Kämpfe auszufechten haben, zielen alle Rauschmittel auch Alkohol gegen die Nüchternheit um die geistige Klarheit zu stören. Ich sehe dass ganz deutlich wie die Thematik um psychoaktive Drogen im Trend ist, die Grünen, SPD und Linke in Berlin z.b. haben sehr liberale Vorstellungen von Amphetaminen,Ecstasy etc.
 
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