Quo vadis BTMG?

Ich halte es für eine ganz wilde Theorie, dass die Liberalisierung von Cannabis oder Alkohol etc. irgendeinem geheimen, strategischen Zweck dient. Solche Theorien verorte ich im Bereich der Verschwörungsmythen und haben zu viele Logiklöcher. Progessivismus finde ich persönlich erstrebenswert, aber anderes Thema.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: knoxxi
TheManneken schrieb:
eine ganz wilde Theorie,
Geschichtsstunde: Als in den USA der Alkohol verboten war, wurde dort eine Behörde geschaffen, die nur das Alkoholverbot durchsetzen sollte. Cannabis war zu dem Zeitpunkt legal. Als das Alkoholverbot aufgehoben wurde, mussten die Behördenmitarbeiter beschäftigt werden. Kurz darauf wurde Cannabis verboten. Zusammenhänge darfst du dir selbst raussuchen.
 
Möglicherweise besteht da ein Kausalzusammenhang, möglicherweise auch nicht. Was ich meinte und so wie ich Sanjuros Beitrag verstanden habe: Cannabis würde nur legalisiert um die Bürger quasi zu "sedieren" bzw. in kollektive Lethargie zu versetzen. Was jeglicher Logik entbehrt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Leeway
Samurai76 schrieb:
Geschichtsstunde: Als in den USA der Alkohol verboten war, wurde dort eine Behörde geschaffen, die nur das Alkoholverbot durchsetzen sollte. Cannabis war zu dem Zeitpunkt legal. Als das Alkoholverbot aufgehoben wurde, mussten die Behördenmitarbeiter beschäftigt werden. Kurz darauf wurde Cannabis verboten. Zusammenhänge darfst du dir selbst raussuchen.
Meinste deshalb spricht sich der Bund deutscher Kriminalbeamten gegen die legalisierung aus?

oder weil man dann nicht mehr so easy seine Aufklärungsquote mit harmlosen heranwachsenden füllen kann und wirklich an die Kriminellen ran muss? :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Erathosti, Leeway, TheManneken und eine weitere Person
h00bi schrieb:
welches angeblich eine Cannabis Legalisierung unmöglich machen sollte?
Nichts, das existiert weiterhin in der gleichen Form. Aus diesem Grund wurde ja nur die erste Säule in Angriff genommen (entkriminalisierung) und nicht gleich die volle Legalisierung, denn die geht gegen das EU Gesetz und muss im vorwege reichlich geklärt werden.
 
Da kann ich @TheManneken nur zustimmen. So, wie ich schon auch nochmal geschrieben habe. Es dreht sich im Kreis.

Es sollte in dem Thread am besten über das WIE von Legalisierungen und Entkriminaliserungen der verschieden Substanzen gehen, anstatt "Drogen sind böse" vs gute Argumente. Außerdem, geht der aktuelle Status der Situation in DE unter.

Generell überwiegen bei dem Thema so massiv die Vorteile von liberalerer und gerechterer Drogenpolitik - was ja schon zum 1000ten mal dargelegt wurde. Mir fällt nicht mal ein Contra Argument ein. Bei vielen Themen gibt es ja in einer gewissen Form evtl. auch Nachteile, auch wenn Vorteile dort überwiegen. Nur sehe ich hier eben gar keine Nachteile.

Somit lasst uns in die Welt schauen und über Formen der Legalisierug/Entkriminalisierung diskutieren und wie man diese z.b. hier in DE umsetzen könnte - inklusive deren Nutzen in der Medizin :).
Auch wie indigene Völker damit umgehen ist interessant.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: dideldei, Samurai76 und knoxxi
Das klingt für mich allerdings wie der Versuch andere Meinungen zu unterdrücken.
Und das ist doch schon sehr ‚biased‘, wie man mittlerweile sagt:
Erathosti schrieb:
anstatt "Drogen sind böse" vs gute Argumente.
Erathosti schrieb:
Nur sehe ich hier eben gar keine Nachteile.
Wenn Du keine Nachteile siehst oder keine Gegenargumente nachvollziehen kannst, ist das ja völlig in Ordnung, ist eben Deine Meinung, aber stelle es bitte nicht als absolut zutreffend dar.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: knoxxi
@Incanus
Plausible Gegenargumente wären toll. Nur habe ich noch keine gesehen. Und die Bendenken/Sorge einiger aufgrund Unwissenheit konnten auch leicht erklärt werden. Und die unsachlichen Gegenargumente, die meist aufgeführt weden, waren ganz einfach zu widerlegen.

Meine Meinung basiert auf wissenschaftlichen Fakten und Erfahrung aus anderen Ländern und ja ein vergleich mit legalen Substanzen wie Alkohol - es spricht einfach nichts gegeen eine Liberalisierung. Und eben nicht auf der jahrzehntenlangen unwissenschaftlichen Verteufelung... Ganz einfach.

Mir ist bewusst, dass alle Substanzen - egal was - auch gewisse gesundheitlich Einschränkungen haben können (auch Kaffe / Zucker /etc). Deshalb nicht einfach planlos legaliseren alles, sondern mit Plan und auf die jeweilge Substanz abgestimmt.


Hier mal ein aktueller Artikel über Uruguay - und warum Uruguay nur bedingt als Vorbild fungieren kann. Zu überreguliert und Registrierungszwang und nur Apothekenkauf möglich (Immerhin dennoch Reduktion vom Schwarzmarkt um 50%) Kanada (ist noch nicht so lange legal wie in Uruguay, jedoch besser umgesetzt und Schwarzmarkt um bis zu 80% gesenkt) und einige US-Bundesstaaten sind besser geeignet:

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/uruguay-cannabis-legalisierung-100.html
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Leeway
Sehe ich ganz anders. Deine Argumente/Bedenken konnten ganz leicht entkräftet werden. Es wurde aufgezeigt wie es in anderen Regionen dee Welt gehandhabt wird inklusive deren wissenschaftlicher Auswertung und Vergleich mit legalen Substanzen.

Steht alles mehrmals auf den fast 5.400 Beiträgen.

Vllt schaffst Du es ja mal Dich damit näher zu beschäftigen um gegen die Unwissenheit/Ängste was zu tun (Ich kenne mich in manch anderen Themen irgendwo ja schließlich auch nicht aus - man kann nicht alles wissen).
Und es läuft halt einfach meist auf Bullshitbingo heraus, wenn es gegen liberalere Drogenpolitik geht - werden im Stile von Flacherdlern / Populisten Ängste geschürt usw (ganz allgemein). Das ganze jahrzehntelang, da kann ich mir ein bissle vorstellen, warum sich manche am Anfang etwas schwer tun - aber irgendwann ist auch mal gut und man kann offen den positiven Eigenschaften gegenüberstehen und sich in die Thematik "einlesen".
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Leeway
Ok, um dem Thread dann mal eine etwas andere Richtung zu geben, wie @Erathosti vorgeschlagen hat.

Ich wohne in einer laendlichen Gegend in der Naehe zu den Niederlanden. In D darf ich ja, auch nach Freigabe, nicht kaufen, ob hier in meiner Umgebung ein Club entsteht weiss ich nicht. (Nebenfrage: In wie weit darf so ein Club Werbung fuer sich machen?) Duerfte ich dann aber offiziell nach Holland fahren, bis zu 25 Gramm einkaufen, und die nach Deutschland einfuehren? Oder ist das immer noch nicht erlaubt weil dabei eine Grenze ueberschritten wird?
Wie sieht das aus mit Edibles? Ich bin Nichtraucher, und wuerde ungern einen Joint rauchen nur um den Effekt auszuprobieren. Ich wuerde mir vermutlich die Lunge aus dem Hals husten :D
Und zuguterletzt: Man soll ja drei Pflanzen selber ranziehen duerfen. Wo soll man die Samen/Setzlinge kaufen koennen?
 
Incanus schrieb:
Keine, die Du akzeptierst.
Das ist doch bei dir so ziemlich das selbe.
Ranayna schrieb:
Und zuguterletzt: Man soll ja drei Pflanzen selber ranziehen duerfen. Wo soll man die Samen/Setzlinge kaufen koennen?
An dieser Frage kann man gut erkennen, dass du bisher keine Erfahrungen hast bzw. nie in die Szene reingeschnuppert hast.

Oft findet man Saman im Weed, welches man gekauft hat ... vieles davon wird nämlich in DE angebaut und es ist nicht leicht, ohne entsprechendes Saatgut sensimilia zu bekommen. Ich kiffe schon recht lange, und mit den in diesem Zeitraum gefundenen Samen hätte ich einen ganzen Wald pflanzen können.

Ansonsten gibt es "Seedbanks", bei denen man Samen bestellen kann (die sind dann auch garantiert weiblich und impotent) ... noch ist das allerdings illegal ... aber wie in diesem Thread schon sehr oft geschrieben:
Legal - Illegal - Scheißegal ... für die Versorgung war die Illegalität immer absolut irrelevant. Egal ob verboten oder erlaubt ... wer was haben wollte, der hat auch immer was bekommen können.
Genau deswegen steigen die Konsumentenzahlen ja auch nach den Legalisierungen in den allermeisten Ländern nicht an, sondern bleiben stabil. Nur der Lieferweg ist eben ein etwas anderer.
Konsumentenzahlen haben ganz offensichtlich nichts mit dem rechtrlichen Status zu tun, sondern mit der Zugänglichkeit ... und die wurde durch die Kriminalisierung kaum tangiert. Ganz egal, welche Substanzen da verboten wurden.

Erst das Verbot schafft den Schwarzmarkit mit all seinen negativen Folgen ... und daran, dass diese Geschichte immer gleich abgelaufen ist (mafiöse Strukturen bildeten sich um die illegalen Substanzen und ihre Zugänglichkeit wurde dadurch beinahe verbessert), sieht man, dass es offensichtlich doch eine Art Bedürfnis nach Rausch gibt.

Um die Masse zu sedieren brauchts doch keine Drogen ... dafür haben wir seit Jahrhunderten Religionen, die diesen Job bestens erledigen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Leeway, Samurai76 und knoxxi
Erathosti schrieb:
Und es läuft halt einfach meist auf Bullshitbingo heraus, wenn es gegen liberalere Drogenpolitik geht - werden im Stile von Flacherdlern / Populisten Ängste geschürt usw (ganz allgemein).
Da zeigst Du doch mal wieder ganz klar Deine Haltung, nur Deine Ansicht ist richtig, die anderen sind nicht anderer Meinung, sondern sie werden niedergemacht.
DerOlf schrieb:
Das ist doch bei dir so ziemlich das selbe.
Ja, schon richtig, weil ich die Argumente aus meiner Sicht eben nicht nachvollziehen kann und einen anderen Standpunkt habe. Das heißt aber nicht, dass ich sie mit Buzzworten niedermache, wie es hier mit der Gegenseite ständig passiert.
 
Ich lese da zwei Meinungen von Laien. Sorry, aber das kann man hier genauso gut ;)

Incanus schrieb:
Da zeigst Du doch mal wieder ganz klar Deine Haltung, nur Deine Ansicht ist richtig, die anderen sind nicht anderer Meinung, sondern sie werden niedergemacht.

Gebe ich stellvertretend mal zurück. Wer von euch soll nun das letzte Wort haben? Ist wie eine springende Schallplatte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Leeway
Incanus schrieb:
er gibt es einen -wie ich finde- neutral geschriebenen Pro/Contra-Vergleich:
https://www.t-online.de/nachrichten...arum-ist-sie-eine-gefahr-fuer-die-jugend.html
Was mich daran am meisten stört ist die "Kinder... oh G*tt, denkt doch mal jemand an die Kinder" Mentalität der Contra-Argumente.


Es ist egal ob das Kiffen für Erwachsene legal ist oder nicht. Das Kiffen ist und bleibt für Kinder illegal.
Ob die Kinder nun vorher oder nachher illegal kiffen ist in erster Linie der Zuständigkeitsbereich der Eltern.
Aber ist ja in den letzten 15 Jahren Mode geworden jegliche Eigenverantwortung komplett von sich zu weisen.

Natürlich wird es für Kinder leichter illegal an Gras zu kommen, wenn verantwortungslose Eltern das nicht mehr irgendwo sicher verstauen sondern im Wohnzimmerschrank neben den Weinflaschen lagern und es dann ggf. von dort den Weg auf den Schulhofhandel findet. Aber das darf doch nicht das Argument sein. Den Wein daneben saufen sie ja auch nicht weg (gut, manche schon).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: knoxxi, Samurai76, Ranayna und eine weitere Person
h00bi schrieb:
Den Wein daneben saufen sie ja auch nicht weg (gut, manche schon).
Doch, mit Aufsicht der Eltern, aus meinen Erfahrungen, schon mit ab 14 Jahren auf Familienfesten. Aber stunk machen gegen kiffen und dabei fordern, regulieren bis 25. Merkt die Contra Seite überhaupt die Realität? Wenn schon das komplett Verbot mal so gar nicht wirkt, wie soll dann eine Kontrolle bis 25 Jahren funktionieren? Das kann doch nur das Elternhaus wirlkich kontrollieren und Einfluss darauf nehmen, so wie bei Alkohol auch. Und die Kosten für diese Kontrolle, und die Arbeitszeit.....Genauso scheinheilig wie die Justiz jetzt warnt for dem Cannabis Kollaps. Wer hat denn die Verfahren vorher mit Nachdruck abschliessen wollen, gegen die Kleinkonsumenten? Alle schreien danach, dass das nicht fair und Kontraproduktiv ist, einen Konsumenten für 2 Jahre wegzusperren. Aber hinterher den Mist aufräumen wird dann zuviel arbeit, richtig?
 
Zurück
Oben