Quo vadis BTMG?

h00bi schrieb:
Und wo ist jetzt der Unterschied ob sich jemand neben dir mit Cannabis (THC) oder HHC zukifft?
Außer dass HHC legal ist und THC nicht?
Hinzu kommt, das ich ja auch einfach Kekse backen oder nen Tee draus machen kann. Ich bin mir sicher das sehr viele Nichtraucher THC in einer anderen Form als rauchen konsumieren.

Und dann würde man überhaupt nicht mehr merken wenn jemand neben dir THC konsumiert oder nicht.
Ergänzung ()

h00bi schrieb:
Auch das ist noch kein befürworten. Das ist verharmlosen.
Befürworten wäre ein "trinken sie unbedingt 2 Maß bevor sie gehen, Autofahren geht ja trotzdem noch".
Okay, aber dann würde ich gerne wissen weshalb eine THC Legalisierung den Konsum "befürwortet". Das war ja die eigentliche Aussage auf die ich eingegangen bin.

Also können wir daraus schließen, das eine Legalisierung nicht den Konsum von THC befürwortet, ebenso wenig wie ein Beckstein den Konsum von Alkohol befürwortet.

Meine Aussage war natürlich zynisch gemeint, da weder die Legalisierung von Alkohol oder THC den Konsum befürwortet sondern eben duldet. Leider ging der ursprüngliche User nicht mehr auf diese Aussage ein aber andere sind mit fehlendem Kontext auf meine Aussage aufgesprungen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
TheManneken schrieb:
Das würde bedeuten, dass man nach einem Bier nach 2 Stunden wieder fahren darf, nach einem Joint aber erst nach Tagen oder gar Wochen - wie verhältnismäßig soll das sein?
Naja, er schreibt Betäubungsmittel, nicht deren Abbauprodukte.
Die Betäubungsmittel sind ja halbwegs schnell wieder raus.

Ich erhoffe mir ja von der Legalisierung hauptsächlich, dass man als Gelegenheitskonsument ohne feste Quellen keine mit Kleber oder Blei gestreckte Scheisse mehr angedreht bekommt, weil man halt einfach Kifferkumpel XY fragen kann, der aus dem Eigenbau sowieso noch 4 Pfund beste Ware daheim liegen hat.
 
Man sollte sich erstmal die Frage stellen ob ein Fahrer, der Drogen konsumiert überhaupt gewissenhaft genug ist und verantwortungsvoll genug um ein Kraftfahrzeug zu führen. Jemand der sich regelmäßig betrinkt oder im vollsuff durch die Straßen torkelt kann deshalb auch eine MPU angeordnet bekommen, selbst wenn er nicht betrunken fährt.
 
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Momo-CN schrieb:
Man sollte sich erstmal die Frage stellen ob ein Fahrer, der Drogen konsumiert überhaupt gewissenhaft genug ist und verantwortungsvoll genug um ein Kraftfahrzeug zu führen.
Das ist wesentlich komplexer. Als Drogen Schublade auf und zu.
Beispiel Schmerzpatienten. Richtig ein dosiert und nach einer Gewöhnungsphase.
Gibt es mit dem richtigen Medikament kaum oder keine Signifikanten Beeinträchtigungen.
Natürlich auch nur wenn der Patient das genauso sieht.

Geht man jetzt von Cannabis aus. Ist man immer erstmal vorverurteilt.
Nur wegen der Illegalität und dem Klischee Quark.
Gerade wenn man es mit der Polizei zutun bekommt. Merkt man sehr schnell das da was nicht korrekt ist.

Der andere Fall von Schmerzpatient, bekommt Opioide. Die selbst nach Eingewöhnung. Mit dauerhaftenten
Beeinträchtigungen verbunden sind oder sein können.
Da kräht kaum ein Hahn danach. Geschweige denn das es die Polizei interessieren würde.
Solange es ordentlich verschrieben wurde.

Opioide sind aber bislang in Deutschland nicht so im Fokus wie Cannabis.
 
Wir haben mehr Opioide zu Hause als manch Apotheke. Und in quasi jedem Beipackzettel (Zettel des Todes) steht, dass das führen eines KFZ nicht zulässig ist. Ob es hier abweichende Genehmigungen bedarf nach der Eingewöhnung, ist mir allerdings nicht bekannt.
 
baytheway schrieb:
Beispiel Schmerzpatienten. Richtig ein dosiert und nach einer Gewöhnungsphase.
Gibt es mit dem richtigen Medikament kaum oder keine Signifikanten Beeinträchtigungen.
Natürlich auch nur wenn der Patient das genauso sieht.
Das kann aber nicht das richtige Vorgehen sein. Der Patient wird vermutlich genauso wie der Alkohol- oder Drogenkonsument sich überschätzen.

Hier sollte man aus meiner Sicht klare Verhältnisse schaffen. Höchstgrenze für den Konsum von Medikatmenten oder Drogen wie bei einer Beeinträchtigung bei 0,3 Promille Alkohol. Alles darüber sollte noch drastischer geahndet werden und es sollte keine Teilschuld mehr geben.

Die Leute sollten sich halt dann entscheiden, ob man gerade Autofahren oder Konsumieren will. Beides geht aus meiner Sicht nicht zusammen.
 
@Momo-CN Was für Fragen du dir gerne stellst, ist sehr interessant. Da schwingt auch überhaupt kein Bias mit, nein. Was konstruierst du als Nächstes für Extremfälle, die so in der Praxis kaum vorkommen?
 
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@TheManneken
Extremfälle? Wenn kiffen entkriminalisiert werden einige Drogenkonsumenten bestimmt die Scheu vorm Autofahren verlieren, vor allem wenn die Ampel jetzt an die Grenzwerte geht. Einen Extremfall sehe ich hier nicht, das wird eher der Regelfall, wenn die null-Toleranz Grenzwerte gekippt werden.
 
Dann muss es halt mehr Kontrollen geben.
Die sind eh viel zu lasch, meiner Meinung nach. Ich wohne in einer Gegend die als Saeufergegend sogar im Ausland bekannt ist. Und ich bin in meiner ueber 20 jaehrigen Autofahrer-Karriere nicht ein einziges Mal ueberhaupt in einer Polizeikontrolle gewesen.
Ich will garnicht wissen wieviele hier beduselt unterwegs sind, und sei es der Restalkohol am naechsten Morgen.

Nur kann es nicht sein, das wenn bei der Kontrolle ein Abbauprodukt festgestellt wird, das eine Woche oder laenger nach Konsum nachweisbar ist, der Schein weg ist, wenn die eigendliche Wirkung wesentlich kuerzer ist.
Das wuerd das ganze ad absurdum fuehren.

Waere aber sicherlich vielen Kritikern Recht wenn so immer noch ein effektives Verbot fuer jeden Autofahrer vorliegt, ist aber garantiert nicht Sinn des ganzen.
 
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Ja natürlich werden Cannabiskonsumenten dann weniger Angst haben müssen, sich ans Steuer zu setzen. Und das ist doch auch gut so. Denn bisher spielte es ja keine Rolle, ob die Fahrtüchtigkeit tatsächlich eingeschränkt war, um Probleme mit der Fahrerlaubnis zu bekommen. Das Problem an der Sache war und ist Stand jetzt nämlich (noch): Generalverdacht - und das ist auch das, worunter du hier die Konsumenten stellst. Argumente hast du dagegen keine.
 
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Incanus schrieb:
Eine Grenze gibt es ja schon, sie soll aber wohl nach oben verschoben werden, damit der Konsum nicht praktisch unmöglich bei Nutzung von Kraftfahrzeugen gemacht wird.
Aktuell gibt es keine Grenze. Aktuell wird mittels Drogenschnelltest getestet und ist man positiv, geht man zu Fuß. Das Problem dabei ist, dass der Test bis zu vier Wochen nach dem Konsum anschlagen kann, obwohl die Wirkung schon Stunden nach dem Konsum verfliegt. Das ist in etwa so, als würdest du drei Bier trinken und dürftest dann über Wochen kein Fahrzeug mehr führen.
Incanus schrieb:
Dass nicht jeder Kiffer ‚verblödet‘, Psychosen bekommt oder andere schwere Nebenwirkungen ist ja klar, aber dass es schädliche Folgen, vor allem im jugendlichen Alter geben kann, ist wohl wissenschaftlicher Konsens.
Wissenschaftlicher Konsens ist auch, dass Alkohol wesentlich gefährlicher als Cannabis ist. Wird hier regelmäßig ignoriert oder relativiert.
 
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Leeway schrieb:
Aktuell gibt es keine Grenze. Aktuell wird mittels Drogenschnelltest getestet und ist man positiv, geht man zu Fuß.
Also ist die Grenze 0, so wie auch in dem von mir beantworteten Beitrag vorgeschlagen.
Leeway schrieb:
Wird hier regelmäßig ignoriert oder relativiert.
Alkohol wird hier meist als Ablenkungsmanöver benutzt, immer und immer wieder, obwohl es darum in diesem Thread gar nicht geht.
 
Wenn eine Grenze vom Wirkstoff auf 0 festgestet wird, von mir aus.
Da waere mal interessant zu wissen wielange der Wirkstoff noch nachgewiesen werden kann.
Aber wenn wir schon dabei sind, gerne dann auch 0 Promillegrenze beim Alkohol einfuehren. Was man wahrscheinlich nicht durchbekommt :P

Aber solange eine Grenze auf den Abbauprodukten ist, bleibt es Sinnfrei.
 
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Incanus schrieb:
Also ist die Grenze 0, so wie auch in dem von mir beantworteten Beitrag vorgeschlagen.
Schön, dass Du unvollständig zitierst. Da fehlt etwas.
Incanus schrieb:
Alkohol wird hier meist als Ablenkungsmanöver benutzt, immer und immer wieder, obwohl es darum in diesem Thread gar nicht geht.
Abgelenkt wird gar nicht, es wird ins Verhältnis gesetzt. Die Argumente, warum man Alkoholkonsum tolerieren "muss" (Bezug Kultur, isso, etc.), wurden ja auch regelmäßig von der Gegenseite ins Feld geführt.
 
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Ranayna schrieb:
Aber wenn wir schon dabei sind, gerne dann auch 0 Promillegrenze beim Alkohol einfuehren.
Da schon Fruchtsäfte eine kleine Menge Alkohol enthalten, ist das mit den 0,0‰ halt schwierig, aber die bisherigen 0,3‰ sind ja nicht so weit davon weg. Es hat da eine ständige Korrektur nach unten gegeben, ist ja nicht so, als wäre bei Alkohol kein Umdenken passiert. Auf dem Fahrrad ist die Grenze, solange man nicht negativ auffällt, allerdings immer noch viel zu hoch.
Leeway schrieb:
Abgelenkt wird gar nicht, es wird ins Verhältnis gesetzt.
In welches Verhältnis? Der Titel des Threads lautet 'Quo Vadis BTMG' und aktuell geht es da um die Legalisierung von Cannabis, nicht um Kaffee, Tee, Alkohol oder Nikotin. Es wird ständig abgelenkt, und gerne Alkoholismus unterstellt, weil man nicht gleichzeitig nach einer Prohibition ruft, wenn man gegen die Cannabis-Legalisierung argumentiert.
 
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Leeway schrieb:
Aktuell gibt es keine Grenze. Aktuell wird mittels Drogenschnelltest getestet und ist man positiv, geht man zu Fuß.
Das stimmt doch nun überhaupt nicht.

1. Nur der Bluttest im Labor ist rechtssicher. Der Schnelltest dient nur dazu einen Verdacht zu erhärten der dann zur Blutentnahme führt.
2. Außer das man dir wenn du superstoned bist den Führerschein für einen Tag einbehält - wie bei Trunkenheit übrigens auch - passiert erstmal garnichts. Du bekommst den Lappen spätestens am nächsten Tag wieder.

3. Wochen später bekommst du dann erstmal den Laborbericht sowie die Geldstrafe über 500€ bei Erstverstoß (genau wie bei Alkohol) und dein Fahrverbot von 4 Wochen (oder 8?)

4. Nochmal eine ganze Zeit später bekommst du die Post von der Kreisverwaltung/Stadtverwaltung mit dem Entzug der Fahrerlaubnis. Da kann man auch Einspruch erheben - wenn man z.b. Lieferfahrer ist und den Lappen für den Job braucht.

Zwischen 1 und 4 liegen gut und gerne 3 Monate oder mehr in denen du ganz normal fahren kannst.
 
Incanus schrieb:
Es wird ständig abgelenkt, und gerne Alkoholismus unterstellt, weil man nicht gleichzeitig nach einer Prohibition ruft, wenn man gegen die Cannabis-Legalisierung argumentiert.
Eigentlich wird ziemlich sachlich argumentiert. Schwierig wird es halt nur, wenn Cananbis verteufelt wird, weil es ja eine ganz ganz böse Droge ist. Natürlich muss die Frage gestattet sein, warum die Personen, die in der Legalisierung den Untergang unserer Kultur sehen, kein Problem mit einer wesentlich gefährlicheren Substanz haben, nur weil diese ihrer Meinung nach gesellschaftlich akzeptiert ist. Ist aber nicht angenehm mit der eigenen Bigotterie konfrontiert zu werden, ich verstehe das.

Zwei Punkte sind mir dennoch nicht ganz klar:
1. Wo genau wurde wem Alkoholismus unterstellt?
2. Und wer ruft nach Prohibition?

Dein Avatar ist in diesem Zusammenhang ziemlich amüsant. Gandalf, der alte Kiffer...
 
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