AW: Cannabis Legalisierung
So,
als Mensch, der sich... ähm... in der Welt der Pflanzen recht gut ausgekannt hat

möchte ich dieses Thema auch mal kommentieren.
Ich bin für eine Legalisierung. Die Vorteile überwiegen klar die Nachteile.
Den medizinischen Wert von Cannabis lasse ich mal aussen vor, ich beschränke mich auf Cannabis als Genuss- und Rauschmittel / Droge.
Klar ist; auch Cannabis ist mittlerweile ein zweischneidiges Schwert, dessen Klinge immer schärfer wird. Durch die Züchtung immer stärkerer Sorten ist auch Gras so stark, dass einige Sorten richtig böse Auswirkungen haben (können).
Auch ist die Suchgefahr gegeben und noch immer ist / kann Gras eine Einstiegsdroge sein.
Doch grade diese Kontrapunkte lassen sich ja auch mit einer Legalisierung wunderbar handhaben.
Legalisierung bedeutet Kontrolle; Kontrolle der Abgabe, Kontrolle der Quallität / des THC-Gehalts, Entkiminalisierung...
Ich spinne mal folgende Situation: Cannabis mit dem Maximalgehalt X (also eine nicht speziell gezüchtete Sorte, sondern normales Cannabis) wird wie eine Mischung aus Alkohol und Tabak eingestufft. Das würde z.B. heißen:
-freier Erwerb ab 18.
-Kontrollierte Quallität
-Abgabe meinetwegen in der Apotheke
-normale Massnahmen zur allgemeinen Sicherheit; nicht fahren (wie beim Alk), Raucherräume für Kiffer (wie bei Rauchern)...
-Aufklärung über die Folgen (Sucht, Rauchen kann tödlich sein, Saufen auch... wissen auch alle, kümmert aber niemanden)
So gewinnen fast alle. Sogar der Staat, denn der würde an der Sache kräftig verdienen und es würde ein ganz neuer Industriezweig entstehen (jetzt müßte doch selbst ein Konservativer sagen: "Oho, Arbeitsplätze.")
Ist ja sonst auch immer ein Totschlagargumment... "was das kostet"... und nun bringt es auch noch etwas ein

Ja, ich weiß, Krankenkassenkosten für dann mindestens 80 Mio. neue Süchtige... ist eben ein ZWEISCHNEIDIGES Schwert
Natürlich kann ich auch die Kritiker verstehen... das läd gardezu ein, macht es für Jugendliche bestimmt leichter, viele wissen nicht, was sie sich damit antun, der Suchtfaktor, Nebenwirkungen ... und so weiter. All diese Argummente greifen aber nicht, denn die gelten ebenso für Alkohol.
Und natürlich würden die Zahl der Kiffer und die mit dem Missbrauch von Cannabis in Verbindung stehenden Probleme nach der Legalisierung wohl erst einmal sprunghaft in die Höhe schnellen.
Aber ich will gar nicht wissen wie es in Amerika an dem Tag (und in der Zeit danach) aussah, als die Prohibition fiehl.
Nebenbei sei kurz angemerkt: ich halte jeden, der jeden Tag sein Feierabendbier trinkt für süchtig, genauso wie jeden Kaffeetrinker, Raucher... jeder von uns hat eine/seine "Sucht". Und mich nehme ich da nicht aus.
Wie gesagt; ich denke, dass die Vorteile überwiegen. Aber das sieht freilich jeder anders. Meinungen sind Ars.. ähm... unangenehm riechende Körperöffnungen. Hat eben jeder
