Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Ich verstehe dafür immer nie wo du hinwillst mit dem ständigen Hinweis darauf, dass "wir" "Menschen" sind - als wenn die Bezeichnung der Menschengattung die Erläuterung des gesellschaftlichen Verhältnisses und die Erklärung von Problemfeldern in irgendeinerweise ersetzen könnte.
Wenn ich die Frage aufwerfe welche gesellschaftliche Funktion der Rausch erfüllt, dann ist die Frage nach der Verwaltung des Rausches, vermittels der Legalisierung von Drogen, oder der Entkriminalisierung von Abhängigen, bzw von exzessiv Konsumierenden, samt der hin und her Schwankung von zufälligen 'Meinungen' darüber, eine subalterne (nachrangige) Frage.
 
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Ich verstehe dafür immer nie wo du hinwillst mit dem ständigen Hinweis darauf, dass "wir" "Menschen" sind - als wenn die Bezeichnung der Menschengattung die Erläuterung des gesellschaftlichen Verhältnisses und die Erklärung von Problemfeldern in irgendeinerweise ersetzen könnte.

Die Problemfelder haben wir in dem Thread hier doch schon mehrfach ausgiebig erörtert.
Zudem haben wir uns u.a. durch das Grundgesetz auf ein menschenwürdiges Miteinander geeinigt. Damit erklärt sich von selbst, warum ich das als Argument anfüge. Andere Menschen verstehen das merkwürdigerweise auch. ;)

Wenn ich die Frage aufwerfe welche gesellschaftliche Funktion der Rausch erfüllt, dann ist die Frage nach der Verwaltung des Rausches, vermittels der Legalisierung von Drogen, oder der Entkriminalisierung von Abhängigen, bzw von exzessiv Konsumierenden, samt der hin und her Schwankung von zufälligen 'Meinungen' darüber, eine subalterne (nachrangige) Frage.

Wieso ist sie dann nachrangig? Kannst du das bitte erklären? Was ist denn deine Position dazu?
Selbst wenn sie nachrangig ist, so sollte sie dennoch beantwortet werden. Und genau darum geht es hier in dem Thread.
 
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Mal ne Frage...
Die, die sich gegen eine Cannabis-Legalisierung aussprechen, habt ihr schonmal Cannabis konsumiert? (Ich weiß, die Frage muss[sollte?] man nicht beantworten jetzt)

Nur so allgemein, damit man sich ungefähr vorstellen kann ob das hier in etwa die selbe Richtung läuft wie: "Killerspielespieler sind Amokläufer" - "Haben Sie schonmal gespielt?" "Nein" ... usw...
 
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Meine Position dazu ist, dass die Frage der Legalisierung/Kriminalisierung müßig ist und ich sie für Zeitverschwendung halte, weil sie tatsächliche sozio-kulturelle und ökonomische Faktoren, die überhaupt in die Konstitution des Drogenabhängigen reinspielen und bedacht werden müssen, wenn man sich die Frage der Verwaltung von Abhängigen stellt, ausgeblendet wird.

Und was hat der Paragraph des Grundgesetzes mit der Menschengattung am Hut? Der Paragraph ist eine sozial-kulturelle Erfindung, keine ethnische.
 
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Meine Position dazu ist, dass die Frage der Legalisierung/Kriminalisierung müßig ist und ich sie für zeitverschwendung halte

Das klingt sehr ignorant und arrogant.
Für die Drogenabhängigen ist die Frage von enormer Bedeutung.

weil sie tatsächliche sozio-kulturelle und ökonomische Faktoren, die überhaupt in die Konstitution des Drogenabhängigen reinspielen und bedacht werden müssen, wenn man sich die Frage der Verwaltung von Abhängigen stellt, ausgeblendet wird.

Naja. Hier geht es ja vorrangig eben um die Frage nach der Legalisierung. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass die Frage nach der Legalisierung automatisch die gesellschaftlichen und ökonomischen Zusammenhänge ausblendet. Das tun meiner Erfahrung nach vornehmlich sowieso nur die Verbotsbefürworter. Da die sich sehr häufig über nichts wirklich Gedanken machen. Sonst würden sie nämlich zu einem anderen Ergebnis kommen.

Welche gesellschaftlichen und ökonomischen Faktoren, die noch nicht genannt wurden, hälst du denn in dem Zusammenhang für so wichtig, und warum?

Und was hat der Paragraph des Grundgesetzes mit der Menschengattung am Hut?

Er ist von Menschen für Menschen gemacht.
 
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Cadoc schrieb:
Ihr habt einfach eine absolut falsche und naive Vorstellung von Drogen.
Man kann einem Süchtigen nicht einfach sein Zeug geben, und schon ist für ihn alles gut. Irgendwann wird die Sucht zu seinem einzigen Lebensinhalt und er ist nicht mehr in der Lage sich um irgend etwas anderes zu kümmern.

Wieso unterstellst Du uns denn sowas? Wir sind uns allen bewusst, wieviele 'Menschen jaehrlich an Drogen zugrunde gehen (rund 15 Millionen Tabaksuechtige, 100.000 Tote, 1,6 Millionen Alkoholsuechtige, 50000 Tote, 300000 Heroinsuechtige, 2000 Tote, 300000 Cannabissuechtige, 0 Tote).
So schlimm das auch alles ist, Verbote helfen leider nicht, wie Du ja bereits selber am Beispiel der Alkoholprohibition erkannt hast. Dennoch befuerwortest Du Prohibition.Wer von uns ist also naiv?
 
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Ein Verbot bestehen zu lassen ist ein klein wenig anders als etwas zu verbieten, dass seit mehreren Tausend Jahren erlaubt ist und eine riesige Industrie hinter sich stehen hat.
 
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Er ist von Menschen für Menschen gemacht.

Ich liebe Deine Naivität.
 
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Ich liebe Deine Naivität.

Ist das alles, was du zu sagen hast?
Meines Erachtens sind noch ein paar mehr Fragen offen.

Ich verstehe auch garnicht, was du damit jetzt schon wieder sagen willst.
Auf der Argumentationsbasis von mir haben schon ganz andere Umdenkprozesse stattgefunden: Religionsfreiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften in vielen Ländern, etc.
Das gleiche muss auch endlich in der Drogenpoltik geschehen. Teilweise finden da ja zum Glück schon Umdenkprozesse statt.
 
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Mit dem kleinen Unterschied, dass eine Drogensucht eine Krankheit ist und nicht eine persönliche Vorliebe.
 
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@Landknecht
Das Thema ist Cannabis und dessen Legalisierung.

Ich denke auch, dass es besser ist, wenn man sowieso schon dabei ist, auch die gesellschaftlich anerkannten Drogen durch Verbote und höhere Steuern etc. zurückzudrängen, nicht wieder ein neues Fass aufzumachen.

Von mir aus, kann jeder Drogen nehmen, wie er will, solange er der Umwelt dabei keinen Schaden zufügt.
Und daran hapert es meistens.

Denn eine Droge hat nunmal den unangenehmen Effekt, süchtig zu machen.
Sucht führt dazu, dass Menschen ihre Handlungen und Entscheidungen in diversen Bereichen nicht mehr kontrollieren können/wollen.
Sucht führt logischer Weise auch zu unkontrolliertem Konsumverhalten. Ob staatlich rationiert, oder nicht.

In meiner Jugend sind einige meiner Freunde mit Cannabis "versumpft".
Kiffen und breit sein hat einen großen Teil des Lebens ausgefüllt. Schulische Leistungen sanken, sozial wurde sich nur noch mit einem kleinem Kreis der Kiffer abgegeben.
Ausnahmslos ALLE, die ich jetzt auf die damaligen Zeiten anspreche, bereuen den damalig hohen Konsum, weil er wie eine Bremse gewirkt und in alle Richtungen gelähmt hat.

Alle sind auch einheilig der Meinung, dass Alkohol zwar gesundheitsschädlicher ist, aber man aufgrund der Abschreckung des "Morgens danach" die Konsequenz des Konsums unvermittelt im wahrsten Sinne des Wortes "in den Kopf gehämmert" bekommt.

Drogen per se sind schädlich. Man sollte sie alle verbieten.
Der anfängliche Schock wäre groß, weil man auf lieb gewonnene Gewohnheiten verzichten muss.
Letzten Endes wäre aber jedem damit geholfen.
 
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Drogen per se sind schädlich. Man sollte sie alle verbieten.
Ouch. Jemand, der das so sieht wie du, der ist doch so wie es ist gut bedient. Dich zwingt ja keiner, Alkohol zu trinken. Aber deshalb so weit zu gehen und einen großen Teil der Bevölkerung, die anderen keinen Schaden zufügen, zu bevormunden, geht zu weit, finde ich.

Diese Bevormundung ist ja wohl ein Witz... Also echt.
Das muss doch jeder für sich entscheiden!

Schneller als 60 km/h Autofahren ist auch für den Fahrer und potentiell für alle aussenrum gefährlich bei Unfall.
Also lasst uns doch ein gesetzliches Limit für 30km/h setzen. Das mag am Anfang nervig sein, denn man ist ja gewohnt, in 30 Minuten anstatt 90 im Geschäft zu sein, aber man gewöhnt sich dran o.o

*edit1:
Das war nur so ne Grundsatzanmerkung... Ich bin weder per se dafür, noch dagegen. Ich bin da geteilter Meinung.
 
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@Merle
Ich korrigiere mich.
Die Anzahl derjenigen, die eben nicht verantwortungs- und vor allem maßvoll umgehen können ist hoch.
Drogen per se sind natürlich nicht schädlich. Die Dosis und der Umgang damit machts.
Ein Süchtiger pflegt aber nunmal keinen Vernünfitgen Umgang mit seinem Suchtmittel.

Schneller als 60 km/h Autofahren ist auch für den Fahrer und potentiell für alle aussenrum gefährlich bei Unfall.
Also lasst uns doch ein gesetzliches Limit für 30km/h setzen. Das mag am Anfang nervig sein, denn man ist ja gewohnt, in 30 Minuten anstatt 90 im Geschäft zu sein, aber man gewöhnt sich dran o.o

Das ist eine Abwägung eines Risikos. So steigt das Unfallrisiko, trotz verringerter Geschwindigkeit wiederum mit der Fahrtdauer.
Noch ist der Individualverkehr überlebensnotwendig, Cannabis jedoch nicht.
Deshalb ist dieser Vergleich unzulässig.

Wie gesagt:Cannabis gerne für Industrie, Medizin etc.
Bezüglich des Konsums schadet es in Summe mehr, als dass es einen positiven Nutzen bringen würde.
 
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Die Anzahl derjenigen, die eben nicht verantwortungs- und vor allem maßvoll umgehen können ist hoch.
Das ist doch schon wieder eine ganz andere Sache. Da werden dir viele uneingeschränkt zustimmen.
Dennoch wirft das erneut Fragen auf: Kann verantwortungsbewußt mit WoW umgegangen werden? Die Menschen gefährden sich selbst (indirekt, durch Verlust sozialer Kontakte, eventuell sogar Verlust des Jobs, Beziehungen, etc...). Automatenspielsucht? Einkaufssucht? (=> Beide finanzieller Ruin, nachher muss vielleicht noch der Staat dafür einstehen => gefährden eigenen Status und kosten dann die Allgemeinheit).

Ich behaupte in keinster Weise, dass das der gleiche Fall ist, aber man sollte drüber nachdenken, wenn man deinen Gedanken zu ende denkt. Denn dann müsste so ziemlich alles verbieten, was nicht absolut überlebensnotwendig ist.

Daher bin ich da auch nicht so abgeneigt. Der mündige Bürger sollte nicht derart bevormundet werden. Wie gesagt, prinzipiell ist es mir eh latte. Wenn ich mal wieder einen kiffen wollen sollte, tu ich das. Auch ohne Legalisierung ist Cannabis heute sehr sehr leicht zugänglich. Am Ende hätte nur der Staat mitverdient anstatt den Dealern.
 
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Cadoc schrieb:
Mit dem kleinen Unterschied, dass eine Drogensucht eine Krankheit ist und nicht eine persönliche Vorliebe.


Da liegt vermutlich dein Verständnisproblem begraben. Die Drogensucht kann sowohl die Krankheit selbst, als auch Symptom, besser Indikator für ein schon davor bestehendes Problem sein. Letzteres trifft auf den absoluten Großteil der nach außen hin "auffälligen" zu. Wenn man es ganz genau nimmt, und den dahinterstehenden Themenkomplex (Drogensucht) bis zum Ende durchdacht hat, würden jedoch erstere letztendlich ebenfalls zur Gruppe der Letzteren gezählt werden. Sprich: Es gibt immer einen Grund um irgendetwas zu tun bzw. warum man über irgendetwas die Kontrolle verliert.

Wenn man "Drogensucht" nun gedanklich durch "Indikator für individuelle Probleme" ersetzt, fällt es etwas leichter bestimmte Argumentationen zu folgen und diese vielleicht auch anzunehmen, ohne durch das Denkschema blockiert zu werden, dass Drogen selbst das Problem wären.

Die Grundlegende Frage sollte doch eigentlich sein, warum man diese Indikatoren verbietet, wenn man doch auf der anderen Seite weiß, dass dahinter ein Problem steht und ein Verbot somit den Menschen darin stört, sich dazu zu bekennen und das ursächliche Problem anzugehen.
 
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Blöderweise verharmlost diese Ansicht die Auswirkungen von Drogen völlig. Natürlich sind die meisten Drogenprobleme durch andere soziale Probleme bedingt, aber das ändert nichts an der Schädlichkeit der Drogen an sich.
Es gibt einfach keinen vernünftigen Grund noch mehr Drogen zu legalisieren, als es eh schon sind. Für Süchtige bieten Staat und andere Organisationen Entzugsprogramme an und das ist auf lange Sicht der einzig richtige Weg.
 
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@Bärbone
Das fatale ist ja, dass beim Erstkonsum bzw. den ersten Kifferrunden mitnichten irgendwelche indikatoren eines Problems zu erkennen sind oder diese ursächlich wären.
Das machen viele aus Gruppenzwang, Spaß, Coolness und und und...
Da gibt es viele Gründe, die nichts mit einer Krankheit, einer Persönlichkeitsstörung oder ähnlichem zu tun haben.

Wenn man etwas nicht kennt, kann man keinen Gefallen daran finden.
Wenn man auf normalem Wege nicht an das Zeug kommt, ist durch die Trägheit der Menschen sichergestellt, dass sich nicht Hinz und Kunz aus Langeweile im nächsten Supermarkt einfach mal ne Dosis besorgen.
Das ist zwar nur eine kleine Hemmschwelle, aber es ist zumindest mal eine....
 
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Ich bin strikt gegen eine derartige Legalisierung, genauso wie ich auch für härtere Anti-Alkoholismusbestimmungen bin sowie härtere Rauchergesetze.

Sowas braucht die Welt nicht! Nur ein klarer Kopf ist ein gesunder Kopf.
 
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blacksycho schrieb:
Ich bin strikt gegen eine derartige Legalisierung, genauso wie ich auch für härtere Anti-Alkoholismusbestimmungen bin sowie härtere Rauchergesetze.

ja nur schade, dass sowas nie funktioniert, alles was es bringt ist erhoehte Kriminalitaet, ueberlastete Gerichte, ueberfuellte Gefaengnisse, Drogenkriege.
 
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