Bärbone
Cadet 4th Year
- Registriert
- Apr. 2011
- Beiträge
- 121
AW: Cannabis Legalisierung
Wie gesagt....du drehst dich mit dieser Ansicht schon mit dieser Antwort im Kreis, da du Argumente nach wie vor ignorierst.
"What you see depends mainly on what you look for" (Lubbock)....
Ich sehe auf der anderen Seite der Medaille z.B. eine Gesellschaft, die ihren Kindern lieber "Kinder-Koks" (Ritalin) ärztlich verschrieben und legal verabreicht (hat das Kind eine Wahl oder Zwang?), als sich um das Kind selbst zu kümmern und nach der Ursache zu forschen, die immer individuell ist und in keinem allgemeinen Krankheitsbild definiert werden kann, sofern man die Symptome ausblendet. Diesen Kindern gibt man also gerne Drogen, da sie nichteinmal mit ihren Eltern kommunizieren können. Naheliegend ist natürlich, dass sich herausstellten könnte, das Kinder hier als Symptom herhalten und die Ursache bei den Eltern zu suchen wäre. "Problem" beseitigt, Mensch funktioniert und steht der Wirtschaft zur Verfügung - entspricht damit dem ideal, Eltern haben ein gutes Gewissen und ihr ideales Wunschkind, die Pharmaindustrie etc. hat so auch noch was dran verdient.
Es geht doch immer nur darum, menschliche Probleme(eher Bedürfnisse) auszublenden, damit eine gewisse Selektion und Kontrolle stattfindet, die mit Verboten bzw. einem Ideal begründet wird.
Was aus den ganzen Ritalin-Kindern später wird, lässt sich nur erahnen...(*)
Edit: (*) Wie passend: Am 15.04. wurde jüngst die Zulassung auch auf über 18-Jährige erweitert. Voraussetzung für die Verschreibung: Es wurde seit der Kindheit mit Ritalin "behandelt" bzw. das "ADHS" bestand seit der Kinderheit...nur um die offene Frage geklärt zu haben.
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45517/Ritalin_jetzt_auch_fuer_Erwachsene.htm
http://www.bfarm.de/DE/BfArM/Presse/mitteil2011/pm02-2011.html
@ZeroZerp:
Es würde nach wie vor einem Indikator für ein individuelles Problem entsprechen, welches der Mensch manchmal auch nur für sich alleine lösen kann. Damit meine ich nicht unbedingt nur offensichtliche - also mit "Krankheit" definierte, sondern auch gesellschaftlich akzeptierte "Abweichungen". Es ist eben alles nur eine Frage der Definition innerhalb des Zeitgeistes, ob Menschen damit klarkommen, also akzeptiert werden, oder eben nicht und damit ausgegrenzt und letztendlich ausselektiert werden....
Gruppenzwang: Warum kann ich selbst keine Entscheidungen für mich treffen ?
Spaß: Warum habe ich nur Spaß wenn ich mich betäube ?
Coolness: Warum habe ich ein Bedürfnis meine Persönlichkeit zu verstecken ?
(usw....)
Das sind alles Fragen, die sich ein Mensch vielleicht nicht stellen würde, käme er durch diese individuellen Defizite nicht in Probleme. Man kann z.B. durch Drogen auf seine eigenen Defizite aufmerksam gemacht werden - letztendlich wäre das aber beliebig austauschbar, da diese Defizite, solange keine Probleme dadurch entstünden, auch ohne legale Drogen bestand hätten und das Leben - früher oder später - negativ beeinflussen würden.
Ob die Beschaffung illegaler Drogen in Deutschland ein Problem darstellt....naja....es sieht vergleichsweise wohl eher so aus, als ob ein hoher Preis entweder die "Lieferkosten" inkludiert oder der Dealer in der Regel fast ebenso nah wie der nächste Supermarkt ist. Eine Hemmschwelle wäre es doch eher, wenn es denn die Trägheit verhindern würde, wenn man es bei der nächsten für diesen Zweck eingerichteten Anlaufstelle (von Supermarkt redet eigentlich niemand) kaufen könnte und man sich zuallerst mal aus den eigenen vier Wänden bewegen müsste - um zuletzt in einen Kreis zu kommen, wo man direkt mit kompetenten Leuten reden könnte, wenn man bei sich ein Problem festgestellt hat. Der illegale Dealer interessiert sich garantiert nicht für seine "Kunden", da dieser bei wegfall der Ursache so einige "Kunden" verlieren würde. Er könnte dann auch nicht mehr davon sein Leben finanzieren, da er preislich und qualitativ, sowie bei der für diesen "Beruf" eigentlich nötigen "psychologischen" Kompetenz nicht mithalten könnte. Die Menschen würden dort hingehen, wo man ihnen auch hilft, sich selbst zu helfen - wo keine Endgültigkeit/Perspektivlosigkeit kommuniziert wird bzw. wo alles einfach ignoriert wird. Davon bin ich überzeugt. In einem solchen Kreis, der nur mit der Legalisierung aller Drogen exisitieren könnte, hätten die Menschen eventuell keine Wahl - sie müssten sich ihrem Problem stellen, da man ihnen die Wahl zugesteht. (*)
Edit: (*) Nicht zuletzt würden auch die "Anfänger" etc. die z.B. zum Spaß konsumieren, dort auch auf die fortgeschrittenen "Probleme" der Abhängigen -wenn auch nur visuell- stoßen, was vielleicht auch zum Umdenken anregt bzw. dazu animiert, die angebotene Hilfe auch anzunehmen bzw. in Anspruch zu nehmen, damit es erst garnicht soweit kommt...ganz gleich ob und inwieweit ursächliche Probleme vorhanden bzw. überhaupt bewusst sind.
Cadoc schrieb:Blöderweise verharmlost diese Ansicht die Auswirkungen von Drogen völlig. Natürlich sind die meisten Drogenprobleme durch andere soziale Probleme bedingt, aber das ändert nichts an der Schädlichkeit der Drogen an sich.
Es gibt einfach keinen vernünftigen Grund noch mehr Drogen zu legalisieren, als es eh schon sind. Für Süchtige bieten Staat und andere Organisationen Entzugsprogramme an und das ist auf lange Sicht der einzig richtige Weg.
Wie gesagt....du drehst dich mit dieser Ansicht schon mit dieser Antwort im Kreis, da du Argumente nach wie vor ignorierst.
"What you see depends mainly on what you look for" (Lubbock)....
Ich sehe auf der anderen Seite der Medaille z.B. eine Gesellschaft, die ihren Kindern lieber "Kinder-Koks" (Ritalin) ärztlich verschrieben und legal verabreicht (hat das Kind eine Wahl oder Zwang?), als sich um das Kind selbst zu kümmern und nach der Ursache zu forschen, die immer individuell ist und in keinem allgemeinen Krankheitsbild definiert werden kann, sofern man die Symptome ausblendet. Diesen Kindern gibt man also gerne Drogen, da sie nichteinmal mit ihren Eltern kommunizieren können. Naheliegend ist natürlich, dass sich herausstellten könnte, das Kinder hier als Symptom herhalten und die Ursache bei den Eltern zu suchen wäre. "Problem" beseitigt, Mensch funktioniert und steht der Wirtschaft zur Verfügung - entspricht damit dem ideal, Eltern haben ein gutes Gewissen und ihr ideales Wunschkind, die Pharmaindustrie etc. hat so auch noch was dran verdient.
Es geht doch immer nur darum, menschliche Probleme(eher Bedürfnisse) auszublenden, damit eine gewisse Selektion und Kontrolle stattfindet, die mit Verboten bzw. einem Ideal begründet wird.
Was aus den ganzen Ritalin-Kindern später wird, lässt sich nur erahnen...(*)
Edit: (*) Wie passend: Am 15.04. wurde jüngst die Zulassung auch auf über 18-Jährige erweitert. Voraussetzung für die Verschreibung: Es wurde seit der Kindheit mit Ritalin "behandelt" bzw. das "ADHS" bestand seit der Kinderheit...nur um die offene Frage geklärt zu haben.
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45517/Ritalin_jetzt_auch_fuer_Erwachsene.htm
http://www.bfarm.de/DE/BfArM/Presse/mitteil2011/pm02-2011.html
@ZeroZerp:
Es würde nach wie vor einem Indikator für ein individuelles Problem entsprechen, welches der Mensch manchmal auch nur für sich alleine lösen kann. Damit meine ich nicht unbedingt nur offensichtliche - also mit "Krankheit" definierte, sondern auch gesellschaftlich akzeptierte "Abweichungen". Es ist eben alles nur eine Frage der Definition innerhalb des Zeitgeistes, ob Menschen damit klarkommen, also akzeptiert werden, oder eben nicht und damit ausgegrenzt und letztendlich ausselektiert werden....
Gruppenzwang: Warum kann ich selbst keine Entscheidungen für mich treffen ?
Spaß: Warum habe ich nur Spaß wenn ich mich betäube ?
Coolness: Warum habe ich ein Bedürfnis meine Persönlichkeit zu verstecken ?
(usw....)
Das sind alles Fragen, die sich ein Mensch vielleicht nicht stellen würde, käme er durch diese individuellen Defizite nicht in Probleme. Man kann z.B. durch Drogen auf seine eigenen Defizite aufmerksam gemacht werden - letztendlich wäre das aber beliebig austauschbar, da diese Defizite, solange keine Probleme dadurch entstünden, auch ohne legale Drogen bestand hätten und das Leben - früher oder später - negativ beeinflussen würden.
Ob die Beschaffung illegaler Drogen in Deutschland ein Problem darstellt....naja....es sieht vergleichsweise wohl eher so aus, als ob ein hoher Preis entweder die "Lieferkosten" inkludiert oder der Dealer in der Regel fast ebenso nah wie der nächste Supermarkt ist. Eine Hemmschwelle wäre es doch eher, wenn es denn die Trägheit verhindern würde, wenn man es bei der nächsten für diesen Zweck eingerichteten Anlaufstelle (von Supermarkt redet eigentlich niemand) kaufen könnte und man sich zuallerst mal aus den eigenen vier Wänden bewegen müsste - um zuletzt in einen Kreis zu kommen, wo man direkt mit kompetenten Leuten reden könnte, wenn man bei sich ein Problem festgestellt hat. Der illegale Dealer interessiert sich garantiert nicht für seine "Kunden", da dieser bei wegfall der Ursache so einige "Kunden" verlieren würde. Er könnte dann auch nicht mehr davon sein Leben finanzieren, da er preislich und qualitativ, sowie bei der für diesen "Beruf" eigentlich nötigen "psychologischen" Kompetenz nicht mithalten könnte. Die Menschen würden dort hingehen, wo man ihnen auch hilft, sich selbst zu helfen - wo keine Endgültigkeit/Perspektivlosigkeit kommuniziert wird bzw. wo alles einfach ignoriert wird. Davon bin ich überzeugt. In einem solchen Kreis, der nur mit der Legalisierung aller Drogen exisitieren könnte, hätten die Menschen eventuell keine Wahl - sie müssten sich ihrem Problem stellen, da man ihnen die Wahl zugesteht. (*)
Edit: (*) Nicht zuletzt würden auch die "Anfänger" etc. die z.B. zum Spaß konsumieren, dort auch auf die fortgeschrittenen "Probleme" der Abhängigen -wenn auch nur visuell- stoßen, was vielleicht auch zum Umdenken anregt bzw. dazu animiert, die angebotene Hilfe auch anzunehmen bzw. in Anspruch zu nehmen, damit es erst garnicht soweit kommt...ganz gleich ob und inwieweit ursächliche Probleme vorhanden bzw. überhaupt bewusst sind.
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