AW: Cannabis Legalisierung
@Merle
THC (aktiv) ist bei normalem Konsum, welchen ich hier mit 1 Joint beziffere, nach ca. 48-72h aus dem Körper, je nach Gewicht (und weiteren Faktoren) des Konsumenten.
Die 2 weiteren Abbaustufen beeinflussen den Körper und Geist nicht mehr nennenswert.
Um dem "länger" mal Form zu verleihen.
Es gäbe kein Thema mit Drogen, wenn man diese in einer Dosierung zu sich nehmen würde, die Körperfreundlich ist.
Das Wesen der Droge per se ist, dass man mit der Zeit ein Verlangen nach dem Rauschzustand entwickelt.
Dieses ist durch Abwehr- und Gewöhnungsreaktionen des Körpers immer schwieriger zu erreichen. Deshalb steigert man die Häufigkeit des Konsums bzw. erhöht die Dosis.
Das THC von Cannabis lagert sich in den Fettreserver an. Kumuliert wird es für den Körper immer mühsamer und langwieriger, das THC abzubauen. Somit wirkt der Stoff in immer höherer Konzentration nach. Komisch, dass ich das Euch aufgeklärten Cannabis Konsumenten, die hier kritisch diskutieren wollen, erklären muss?
@gaunt
Mir ist es lieber der eine Kifft, der nächste macht Extremsport ... Ich zahle lieber mal nen € mehr Steuern und Sozialversicherung als in einer Welt zu vegetieren in der es nur eine vorgeschriebene richtige Lebensweise gibt.
Bist Du also auch befürworter, dass Koks, LSD und sonstige andere Drogen legalisiert werden? Wo ziehst Du die Grenze?
Das kommt mir so vor, wie die Diskussion um schmutzige Bomben. Diese sind ja laut genfer Konvention strikt verboten.
Das töten von Menschen mit automatischen Gewehren wird aber nicht geächtet?
Das ist genause inkonsequent, mittelalterlich und schizophren, wie die lapidare Haltung hier gegenüber Suchtmitteln jeglicher art.
@zornbringer
zum thema kosten. kiffer verursachen momentan kosten durch unnötige gerichtskosten für verfahren, die meistens eingestellt werden. das zahlt der steuerzahler.
Sag ich ja die ganze Zeit, dass der Staat diesbezüglich extrem inkonsequent ist. Wenn jeder die Gerichtskosten für seinen Kiffer- Gerichtsfall selbst tragen müsste, dann wär bei den Jugendlichen schnell schluss mit lustig.
Die von Dir beschriebenen Fälle, müssen unterschieden werden.
Die Punkte 1+6 haben in logischer Folge Deiner Aufzählung nichts zu suchen, da diese auf eine unaufmerksame Lebensweise zurückzuführen sind und sicherlich nicht mutwillig herbeigeführt werden.
Die anderen Punkte sind schlichtweg nur Suchtbefriedigung zum Selbstzweck, die im Normalfall gesellschaftlichen Schaden nach sich ziehen.
@konti
Wenn der Freund lieber mit Kumpels rumhängt und sich die Birne zu kifft, wird er eben abserviert.
Darum geht es nicht. Es geht um die direkten Auswirkungen durch entsprechendes Konsumverhalten.
Es wird ja hier in Abrede gestellt, dass Cannabis die Verhaltensweise, Denkweise, Motivation etc. beeinflusst.
Zudem wird in Abrede gestellt, dass sich das soziale Verhalten von Kiffern ändert.
Da werden von den Kiffern allesamt die indirekten Folgen vom Konsum einfach ausgeblendet.
Die Freundin müsste sich nämlich nicht trennen, wenn der Freund nicht der Sucht fröhnen würde.
Ohne Sucht müsste der Freund auch seine Freundin nicht "kicken", wie Du es so schön nennst.
Es gäbe in diesem Punkt nämlich keine Veranlassung.
Interessant diesbezüglich ist tatsächlich, dass gerade dieser Fall (Freund kifft/Freundin kann plötzlich mit Freund nix mehr anfangen, weil der plötzlich "in einer anderen Welt lebt") in meiner Jugend in meiner Umgebung zu Hauf vorkam.
Drogen ändern das sozialverhalten immer, direkt und sofort. Nach jedem Konsum. Das Wesen des Rauschzustandes ist ja gerade eine veränderte Wahrnehmung. Wenn Zustände anders Bewertet werden ändert sich immer auch die darauf folgende Reaktion.
Durch legalisierten und kontrollierten Verkauf von Cannabis + Einsparungen für überflüssige Bagatelle-Verfahren würde jede Menge Kohle REIN kommen.
Dafür bitte ich um einen stichhaltigen Beleg. Das ist eine reine Behauptung. Die Folgekosten die zur Suchtbekämpfung und zum Ausgleich des wirtschaftlichen Schadens, der vielfältig angerichtet wird, wird hier völlig außen vor gelassen.
Genau ... wenn man ein mal an einem Joint zieht, wird man sofort ein anderer Mensch.
Exakt. Das ist der Sinn und Zweck des Rausches. Man will die Veränderung des Bewustseins herbeiführen.
Sonst bräuchte man die Droge nicht.
Es gibt einen Riesenunterschied zwischen ungültigen Begründungen, die bereits wiederlegt wurden, und gültigen, mit fakten untermauerten Argumenten.
Sehe ich auch so. Nur kann die pro Cannabis- Seite bis Dato keinen empirischen Beleg für das Argumentationskonstrukt liefern, welches fiktiv aufgebaut wird und einfach mal als "Fakt" deklariert wird.
Das gilt allerdings auch für Spiele-Sucht, Internet-Sucht, Fernseh-Sucht, Porno-Sucht, etc.
Auch ist nicht jeder, der ab und zu mal kifft, süchtig.
Dein "Argument" ist also mal wieder ungültig, und aus den Fingern gesaugt.
Das nennt man den Teufel mit dem Belzebub austreiben wollen.
Es geht hier nicht um andere Suchtstoffe- Das wird hier in dem Thread immer noch nicht begriffen. Es geht um Cannabis.
Soll man das jetzt zusätzlich zu dem anderen Dreck auch noch erlauben, oder nicht?
Da wird der Kiffer- Vater schön in Argumentationsnöte kommen, wenn sich der Sohnemann täglich die Birne wegdübelt.
Nach dem Motto:"Wieso? Ist doch erlaubt? Kann also doch garnicht so schädlich sein!".
Die wirtschaftlichen Kosten (mal ganz zu schweigen vom gesellschaftlichen Leid) durch Stress, Burnout, Depressionen sind astronomisch (Tendenz steigend):
Immer wieder die gleiche für mich nicht zu begreifende "Argumentation". XY ist schädlich, schlecht etc, also muss man das weniger schlechte erlauben.
Das ist unlogisch. Das weniger schlechte muss verboten bleiben und das Schädliche muss bekämpft werden. Im Fall von Burnout der krankhafte Leistungs- und Geltungsdruck in unserer Gesellschaft.
Unsere Welt wäre frei von Verbrechen, wenn alles legalisiert würde. So einfach ist Eure Denkweise. Bloß nicht die Problematik tangieren, warum man überhaupt kiffen muss...
Und das bekifft sein dann auch noch als völlig normalen Zustand darstellen. Weil man ja ein Recht auf Rausch hat... Ja- Ist klar.
Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.