Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

UsarXF schrieb:
Es gibt weder Beweise dafür, noch dagegen.
Also das rechtfertigt natürlich ein Verbot!
Woher kennt man das noch gleich ...? Ah, richtig ... "Killerspiele" ... auch die sind natürlich völlig zurecht verboten!
Meiner Meinung nach sollte man Tennis verbieten! Ich glaube, das macht Leute zu Vergewaltigern! Ich kann es zwar nicht beweisen ... aber hey, es gibt auch keine Beweise dagegen!

UsarXF schrieb:
... eine Legalisierung in D wäre ein Massenexperiment mit nicht vorhersehbaren Auswirkungen.
Und was ist der jetzige Zustand? Ein bereits fehlgeschlagenes "Dauermassenexperiment"?

UsarXF schrieb:
Alkoholiker verarbeiten Traumata und Despressionen
Kokser verarbeiten oft narzistische Persönlichkeitsstörungen und ähnliches
Heroiner verarbeiten... naja, alles...

und die Kiffer? Die verarbeiten sehr sehr oft Minderwertigkeitsgefühle.
Oh ja ... die Welt ist so schön einfach und unkompliziert. :rolleyes:
Bayern trinken Bier, Deutsche sind pünktlich, Chinesen sind fleißig, in London gibt's Nebel, und in Afrika scheint die Sonne.

Sind die Minderwertigkeitsgefühle eigentlich schon vor dem Kiffen da, oder kommen sie erst als Nebenwirkung?



Sorry, aber was du hier machst, ist pure Polemik.

UsarXF schrieb:
Mein Fazit: Legalisierung, damit sich die 'besseren Junkies' in ihrer realitätsverzerrten Sicht bestätigt fühlen? Lieber nicht.
Nein, und zum tausendsten Mal:
Legalisierung zur Entmystifizierung und Aufklärung.
 
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Konti schrieb:
Legalisierung zur Entmystifizierung und Aufklärung.
Das funktioniert ja bei Alkohol auch so gut.
 
AW: Cannabis Legalisierung

alk ist in unserer gesellschaft schon so stark verankert, dass die leute gar keine aufklärung mehr brauchen. glauben sie zumindest. wenn du dein ganzes leben schon trinkst (in maßen), wieso musst du denn da noch aufgeklärt werden?

bei cannabis dauert das aber noch. damit kennen sich die leute eben nicht aus.
 
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Seppuku schrieb:
Das funktioniert ja bei Alkohol auch so gut.
Tja ... du weißt ja nicht, wie es mit Verbot aussehen würde. ;)
Das mit der Prohibition hat damals auch so gut geklappt. Deshalb gibt's die auch heute noch.

On a more serious note:
Das Problem beim Alk ist, daß er einen wirklich in jedem Laden anlächelt.
Ich hatte zu dem Thema mal eine Doku gesehen, bei der es unter anderem um Leute ging, die versucht haben, davon wieder weg zu kommen.
Viele dieser Leute werden dadurch rückfällig, daß sie einfach nur einkaufen wollen, aber im Supermarkt vom Bier/Schnaps angelächelt werden.

Man kann sich dem Zeug ja kaum entziehen. Auf jeder Feier wird kräftig ausgeschenkt, im Sommer trinkt man mal ein Bier zu Erfrischung, zum guten Essen gibt es einen Wein, an Silvester muss jeder Sekt trinken (bah, ich hasse dieses Zeug), oder am Abend genehmigt man sich mal einen leckeren Whisky oder so.
Und das ist auch alles kein Problem, solange das "mal" in Maßen genossen wird, und nicht täglich, um Langeweile, Kummer und Sorgen zu vertreiben.

Ich wäre im Falle einer Cannabis-Legalisierung auch dafür, daß das nur in entsprechenden Läden verkauft werden darf und nicht überall vom Supermarkt bis zur Tanke.
Und wenn das z.B. auch in Tabak-Läden verkauft werden darf, daß das dann trotzdem nicht gleich überall in den Regalen liegt, sondern daß man als Kunde den Verkäufer ansprechen muss.

Auf den Päckchen, die man kauft, könnten außerdem Warnhinweise platziert werden. Am besten gleich mit Link zu einer Internetseite, auf der man sich umfassend informieren und sensibilisieren kann.
ABER ohne das Zeug zu dämonisieren. Wenn man es übertreibt, führt das nur dazu, daß es keiner mehr ernst nimmt.
 
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AW: Cannabis Legalisierung

und die Kiffer? Die verarbeiten sehr sehr oft Minderwertigkeitsgefühle. Ist euch schon mal beim Gro des Kiffer-Klientel was aufgefallen? Ästethische Defizite, intellektuelle Defizite, kaum talentiert, mäßig erfolgreich im Allgemeinen. Natürlich sind nicht alle so, aber der Großteil ist so! Und wie gesagt, ich kenne/kannte mehr Kiffer als mir lieb ist!
https://www.computerbase.de/forum/threads/quo-vadis-btmg.795430/page-84#post-13220557
 
AW: Cannabis Legalisierung

Konti schrieb:
Also das rechtfertigt natürlich ein Verbot! Woher kennt man das noch gleich ...? Ah, richtig ... "Killerspiele" ... auch die sind natürlich völlig zurecht verboten!

Mit dem Unterschied, dass Cannabis schon längst verboten ist. Wir müssen uns daher nicht darüber streiten, warum es verboten werden sollte, sondern warum es erlaubt werden sollte.

Das einzige worüber wir uns streiten könnten, wäre warum es damals verboten wurde. Also welche Argumente dort verwendet wurden. Is ja nicht so, dass eine Münze geworfen wurde.

Konti schrieb:
Und was ist der jetzige Zustand? Ein bereits fehlgeschlagenes "Dauermassenexperiment"?

Nein, der jetzige Zustand nennt sich "aktuelle Gesetzgebung". Und warum sollte es, wenn es ein Dauermassenexperimt wäre, fehlgeschlagen sein? Ernsthafte Frage - würde mich mal interessieren!

Konti schrieb:
Oh ja ... die Welt ist so schön einfach und unkompliziert. :rolleyes:
Bayern trinken Bier, Deutsche sind pünktlich, Chinesen sind fleißig, in London gibt's Nebel, und in Afrika scheint die Sonne.

Manche Dinge sind einfacher, manche Dinge sind komplizierter und Drogen gehören (leider oder glücklicherweise? Keine Ahnung...) zu den einfachereren Dingen. Suchtverhalten gehört nämlich zu den Urtrieben, selbst Tiere können süchtig werden. Und die psychische Abhängigkeit bei THC ist Fakt. Und warum nehmen manche diese oder jene Drogen? Am Geschmack kanns nicht liegen, man nimmt ja nicht Droge X weils besser schmeckt, sondern weil es einen in dieser oder jener Hinsicht am besten/angenehmsten Zudröhnt. (Von extrem süchtig machenden Drogen wie Opiaten usw. mal abgesehen...)

Welche Droge man am besten findet hat neurologische Hintergründe, genau wie verschiedene psychischer Störungen Auswirkungen auf das Gehirn haben. Man kann also sagen, dass man für eine bestimmte psychische Störung auf eine bestimmte Droge anspringt. Frag mal einen Pillen verschreibenden Psychiater ;)


Konti schrieb:
Sind die Minderwertigkeitsgefühle eigentlich schon vor dem Kiffen da, oder kommen sie erst als Nebenwirkung?

In der Regel sind sie schon vorher da (Stichwort "Suchtgefährdete Personen"), aber da Drogen zu einem bestimmten Lifestyle führen, der nicht unbedingt förderlich fürs seelische Gleichgewicht ist, kann das auch eine Folge sein. Speziell bei Kiffern: Die meisten Kiffer hängen den ganzen Tag nur sinnfrei rum und "chillen", aber das steht im krassen Gegensatz zu unserer Leistungsgesellschaft. Sobald du unsere Gesellschaft zu einer Chiller-Gesellschaft gemacht hast (in Afrika und Südamerika wird viel gechillt, deswegen haben die einen so hohen Lebensstandard und sonst auch keine Probleme!), können wir das Thema gerne noch mal aufgreifen, denn dann sieht die Sache wieder anders aus - zumindest was die Minderwertigkeitskomplexe durch das Kiffen und Hardcore-Chillen betrifft.



Konti schrieb:
Legalisierung zur Entmystifizierung und Aufklärung.

Da muss nichts Entmystifiziert werden. Die Kids entmystifizieren sich da schon selbst und die meisten Älteren haben es folgerichtig dann eh schon mal probiert - laut Umfragen >70% der Bevölkerung je nach Altersgruppe. Und für die restlichen 20-30% willst du es jetzt legalisieren, damit die sagen "Neee, wollte ich damals schon nicht"?!?

Edit:

@Merle: Hast du richtig verlinkt? Ich hab ja nichts von exsessiven Konsum oder berauschtem Autofahren geschrieben, sondern von exsessiven Chillen ;) Und da reichen auch schon 1-2 Joints (insg. 0,5 - 0,7g) am Tag, um völlig lethargisch rumzuhängen.
 
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Intelligenz ≠ Intellekt :)

Intellekt ist das, was man aus seiner zur verfügungstehenden Intelligenz macht. Und wenn man nie etwas aus seiner Intelligenz gemacht hat (zB: IQ durchschnittlich, aber trotzdem ungebildet wie Knäcke) oder nie die Chance dazu hatte, weil man weniger davon hat, dann kann das zu Minderwertigkeitsgefühlen führen. Darum ging es mir.

Und in den Artikeln steht leider nichts über den Zusammenhang zu Cannabis im speziellen und Intelligenz. Da sollten die "Forscher" vielleicht noch mal genauer hinschauen.

PS: Nur um das noch mal klarzustellen... nicht jeder der kifft ist ein geistesgestörter Psychopath oder strunzdumm und ungebildet. Das sind wenn, nur relativ kleine Abweichungen zur "Norm", aber diese reichen aus und verschlimmern das Ganze sehr oft.
 
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UsarXF schrieb:
Nein, der jetzige Zustand nennt sich "aktuelle Gesetzgebung". Und warum sollte es, wenn es ein Dauermassenexperimt wäre, fehlgeschlagen sein? Ernsthafte Frage - würde mich mal interessieren!
Da ich a) an jeder Ecke was besorgen kann, und b) gerade der maßlose Hardcore-Konsum durch das Verbot eher begünstigt als verhindert wird.
Ich spreche da aus Erfahrung.

UsarXF schrieb:
Und die psychische Abhängigkeit bei THC ist Fakt.
Komisch.
Warum konnte ich dann nach 3jährigem Hardcore-Konsum aufhören, ohne auch nur den Hauch von Entzugserscheinungen zu haben?

Es handelt sich hierbei eher um eine schlechte Angewohnheit bzw. ein Hobby bzw. ein Mittel, seine Zeit totzuschlagen bzw. ein Mittel sich abzugrenzen (Illegalität sei dank).

UsarXF schrieb:
- laut Umfragen >70% der Bevölkerung je nach Altersgruppe. Und für die restlichen 20-30% willst du es jetzt legalisieren, damit die sagen "Neee, wollte ich damals schon nicht"?!?
Es ist völlig unerheblich, wie viel Prozent "mal" einen gekifft haben. Wichtig ist es, den Dauerkonsum einzudämmen.
Und da sehe ich mit einer kontrollierten Legalisierung deutlich bessere Chancen als es derzeit der Fall ist.
 
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mit der legalisierung geht der dialog los. gesellschaftliche regeln können aufgestellt werden. das gibt es momentan nicht. jeder kiffer macht sich seine eigenen konsumregeln. weils verboten ist, ist das reden darüber natürlich auch dementsprechend schwer. man kann sich also nicht mal mit kollegen, familien, freunden über den konsum unterhalten.

"du, ich kiffe jeden tag, ist das schlimm?" wer kann diese frage schon korrekt beantworten? es gibt da keine gesellschaftlich definierten regeln. das zeug ist verboten, ende. nur konsumieren es halt trotzdem millionen ohne gesellschaftlich etablierte konsumregeln. gesundheitlich ist natürlich generell vom kiffen abzuraten aber der gesundheitsaspekt spielt für viele nur eine untergeordnete rolle (fragt mal raucher, wie wichtig denen ihre gesundheit ist).
 
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PS: Nur um das noch mal klarzustellen... nicht jeder der kifft ist ein geistesgestörter Psychopath oder strunzdumm und ungebildet. Das sind wenn, nur relativ kleine Abweichungen zur "Norm", aber diese reichen aus und verschlimmern das Ganze sehr oft.
So kann man das auch sehr viel eher stehen lassen als zuvor :)

*edit1:
Komisch.
Warum konnte ich dann nach 3jährigem Hardcore-Konsum aufhören, ohne auch nur den Hauch von Entzugserscheinungen zu haben?
Das kannst du mir nicht erzählen. Nach mehrjährigem Konsum von ca. 5-8g am Tag habe ich 2006 aufgehört. Damals hatte ich 2 Monate Probleme beim Einschlafen und war extrem nervös. In so ziemlich jeder alltäglichen Situation.
Psychische Abhängigkeit bei THC und bei jedem anderen Suchtmittel (inklusive Adrenalin, Spielsucht, Kaufsucht und alles andere denkbare) sind einfach normal.
Körperliche Abhängigkeit existiert bei THC abseits von Schlaflosigkeit nicht. Psychische existiert. Ganz sicher. Das ist Erfahrung.
Der Konsum ging, zur Erläuterung, ca. 10 Jahre, angefangen mit 3g/Woche und endete mit 5-8g/Tag.

Dennoch denke ich, dass eine Legalisierung gerade aus diesem Grund wertvoll ist. Aufklärung wäre der wichtigste Part.
 
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Merle schrieb:
Aber im Schnitt kann der Intelligentere eher die Konsequenzen des eigenen Handelns abschätzen (bzw. die Tiefe derer).

Um Konsequenzen abschätzen und sich Verantwortung bewusst zu sein braucht man Lebenserfahrung. Man muss eben "Erwachsen" sein. Und ich meine das hat sehr wenig mit Intelligenz (im sinne von IQ) zu tun. Es gibt genug Genies welche Skrupellos durchs leben gehen und nichts gutes aus ihren Hirnzellen machen.
Menschen aus ärmeren Umfeld mit schlechter Bildung sind vielleicht anfälliger für Drogen. Aber Bildung/Intellekt hat nichts mit Intelligenz zu tun, da muss man differenzieren. So sehe ich das.
 
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Ja das ist nun persönliche Ansicht. Das ist aber schwierig. Realitätsflucht zu begründen ist ein vielschichtiger Prozess.
Daher ist es weder so einfach, wie du es darstellst, noch so einfach, wie es Konti und Zornbringer versuchen darzustellen.
Es sind sowohl als auch (also unabhängig der eigenen Position) beide Positionen zu berücksichtigen.

Das ist ja wohl der Punkt, warum diese Legalisierungsproblematik überhaupt existiert.
Im Endeffekt ist es einfach so, und das ist auch nur eine Meinung (meine), dass man sich irgendwo halt entscheiden muss.
Meine Ansicht zu generell vielen Dingen ist eher liberalistischer Natur:
- Wenn jemand sich mit Drogen (oder beliebiges anderes) umbringt, ist das Selektion.
- Man kann Bürger nicht in Dingen einschränken (pauschal), die niemanden ausser dem Bürger selbst Schaden zufügen.
- Bei mittelbaren Schäden für andere Bürger muss dieser Teil individuell evaluiert werden.
- Freiheit besteht darin, dass jeder Mensch ALLES tun kann, was niemandem anders unmittelbar Schaden zufügt.

Das ist allein meine Begründung für Legalisierung. Allerdings ist mir die Crux der Begründung bewusst; so verurteile ich viele danach zum Tode. Ist das aber wiklich immer nachteilhaft?
*Akutelle Gedankengänge*
 
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Merle schrieb:
Das kannst du mir nicht erzählen. Nach mehrjährigem Konsum von ca. 5-8g am Tag habe ich 2006 aufgehört. Damals hatte ich 2 Monate Probleme beim Einschlafen und war extrem nervös.
Wow, das nenn ich sportlich. Und ich dachte schon, ich hätte damals viel gekifft.

Ich bin allerdings auch von etwa 3g pro Tag direkt auf Null gegangen.
Bei mir war das so, daß ich mir ne derbe Erkältung zugezogen hatte, und zunächst wegen dem starken Halsjucken erstmal eine kurze Pause machen wollte (die erste seit etwa einem Jahr).
Das hat sich dann über etwa 3 Wochen hingezogen.
Ich hatte während der gesamten Zeit noch etwa einen Fuchs bei mir zu Hause rumliegen. Trotzdem hatte ich wirklich null Motivation einen zu kiffen. Ich habe mich selbst gewundert, daß das so war.

Ich war dann allerdings auch so konsequent, jetzt nicht wieder mit den "Kiffer-Kumpels" abzuhängen.
Zu Beginn hatte ich deshalb schon ein wenig Langeweile ... was irgendwie normal ist, wenn man quasi sein "Vollzeithobby" und einen Großteil seines Freundeskreis aufgibt.
Irgendwann war ich dann aber positiv überrascht, wie viel Zeit ich plötzlich hatte.

Das restliche Dope hab ich zum größten Teil an nen Kumpel verkauft.
Jegliches Verlangen danach, einen zu Kiffen, ist bis heute nicht wieder zurück gekehrt.
Ich habe seit damals (fast 10 Jahre her) geschätzte 10 mal an nem Joint gezogen ... allerdings ausschließlich in trunkenem Zustand. Ich habe allerdings auch schon mindestens so oft "nein" gesagt, als mir angeboten wurde, einen mitzukiffen.

Schlafstörungen habe ich bis heute.
Gut möglich, daß das einer der Dauerschäden des übertriebenen Konsums ist.
Ich habe mir allerdings vorgenommen, demnächst mal zu einem Therapeuten zu gehen.
Letztendlich könnte das auch eine rein psychologische Sache sein ... gibt ja genug Leute mit ähnlichen Problemen, die keine Vergangenheit mit Cannabis haben.
Hatte dazu vor kurzem diverse Artikel im "GEO Wissen" und "bild der wissenschaft" gelesen. Schlafstörungen sind mittlerweile halt auch eine Volkskrankheit.

Merle schrieb:
Der Konsum ging, zur Erläuterung, ca. 10 Jahre, angefangen mit 3g/Woche und endete mit 5-8g/Tag.
In welchem Alter fand das statt?

Merle schrieb:
Dennoch denke ich, dass eine Legalisierung gerade aus diesem Grund wertvoll ist. Aufklärung wäre der wichtigste Part.
+1
Ich bin auch der Meinung, daß ich deutlich weniger gekifft hätte und nicht in diesen "Hardcore-Konsum" rein geraten wäre, wenn die Gesellschaft ein gesünderes und vor allem realistischeres Verhältnis zu dem Zeug gehabt hätte.
 
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Konti schrieb:
Schlafstörungen habe ich bis heute.

hier mal ein kleiner einblick in meine vergangenheit. die "schlafstörungen" hab ich während der letzten paar jahre meiner schulzeit/ausbildung bekommen. prüfungsstress und so langsam die ersten gedanken, was man später mal mit seinem leben im beruf anstellen will usw. eigentlich sind es auch keine schlafstörungen, sondern nur "einschlafstörungen". (bis heute kriege ich einfach meinen kopf nicht leer, wenn ich mich abends ins bett lege. ständig muss ich über irgend etwas nachdenken.)

im selben zeitraum hab ich auch das erste mal alkohol getrunken. das zeug hat mir schon sehr bei meinen schlafstörungen geholfen. bzw. es hat mir geholfen besser einzuschlafen. der schlaf selbst unter alkoholeinfluss ist ja nicht so ruhig wie man glaubt.

wenig später hab ich auch das erste mal an einem joint gezogen und irgendwann später hat das teil sogar gewirkt. schnell habe ich die wirkung lieben gelernt. die einschlafproblematik war gegessen. schlafprobleme? mit cannabis? nie wieder. keine probleme mit dem einschlafen, ich schlafe durch, keinen kater am nächsten morgen, kein rumgedusel. habe ich am vorabend gekifft, bin ich am nächsten tag besser ausgeschlafen als wenn ich nüchtern ins bett gegangen wäre. so war das.

die schlafprobleme kommen aber automatisch wieder, wenn man mit dem kiffen aufhört. das hat mehrere gründe. zum einen ist die ursache für das einschlafproblem immer noch vorhanden. zum anderen kommen die gedanken, dass man nicht mehr ohne cannabis einschlafen kann. in die gedanken steigert man sich rein und dann dreht man sich abends nur von einer seite zur anderen.

also, man sollte erstmal die ursache für die schlafprobleme lösen. wenn man das geschafft hat, wird man feststellen, dass auch nach einem kalten "entzug" das einschlafen ohne cannabis problemlos möglich ist.

wenn man nur ständig daran denkt, "ohne cannabis kann ich nicht einschlafen", dann ist man wohl in der tat psychisch abhängig. alles nur ne kopfsache.

zumindest meine erfahrungen aus der vergangenheit.
 
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AW: Cannabis Legalisierung

In welchem Alter fand das statt?
13-23.
Das war einer der größten Fehler, der mir mit Alkohol nie unterlaufen ist und wäre. Das ist einer meiner Gründe, die für eine derartige Aufklärung und Legalisierung sprechen.

*edit:
also, man sollte erstmal die ursache für die schlafprobleme lösen. wenn man das geschafft hat, wird man feststellen, dass auch nach einem kalten "entzug" das einschlafen ohne cannabis problemlos möglich ist.
Das pauschal so zu formulieren ist falsch.
Meine Schlafprobleme kamen vom Entzug. Ganz sicher. Ich habe weder persönliche, noch gesellschaftliche oder soziale Probleme. Ich habe einen (zu schlecht bezahlten aber sonst) guten Job. Eigentlich ist alles gut.
Das kam vom Entzug und war nach 2 Monaten auch weg, ohne dass sich sonst was geändert hätte.

Zornbringer. Die Kontrafraktion hier übertreibt maßlos. Und zwar beleglos. Aber du verharmlost das ganze schon auch ziemlich.
Die Legalisierung als ganzes ist eben keine "klare Sache", sonst wäre sie schon entschieden.
 
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AW: Cannabis Legalisierung

Merle schrieb:
Meine Schlafprobleme kamen vom Entzug. Ganz sicher. Ich habe weder persönliche, noch gesellschaftliche oder soziale Probleme. Ich habe einen (zu schlecht bezahlten aber sonst) guten Job. Eigentlich ist alles gut.
Das kam vom Entzug und war nach 2 Monaten auch weg, ohne dass sich sonst was geändert hätte.

Zornbringer. Die Kontrafraktion hier übertreibt maßlos. Und zwar beleglos. Aber du verharmlost das ganze schon auch ziemlich.
Die Legalisierung als ganzes ist eben keine "klare Sache", sonst wäre sie schon entschieden.

vielleicht bist du mit dem entzug auch anders umgegangen? ich kann mich erinnern, dass ich anfangs auch "größere" probleme hatte, wenn das zeug mal wieder alle war. hitzeschübe, appetitlosigkeit und einschlafprobleme an den ersten paar tagen, wo man nichts konsumiert und danach hat sich wieder alles normalisiert. appetitlosigkeit und einschlafprobleme kann ich mir erklären, die hitzeschübe nicht so sehr. die kommen aber auch nur, wenn ich mich abends ins bett gelegt habe. bekifft hab ich mich immer in die decke gerollt und hab geschlafen. wenn ich mich nüchtern einrolle, wird mir nach nen paar minuten zu warm (hitzeschub), dreh mich um, lasse luft unter die decke und nach nen paar minuten das selbe von vorn.

jetzt bin ich mir aber bewusst, dass ich mir viel nur eingeredet habe. und das ist diese psychische abhängigkeit, über die wir hier reden. nur, selbst wenn man sich darüber bewusst ist, schläft man immer noch nicht besser ein abends. ;) die gedanken drehen sich halt noch immer um dieses zeug. ergo, psychische abhängigkeit.

ich versuche cannabis möglichst nicht zu verharmlosen. nur hab ich halt persönliche erfahrungen und du auch... und manchmal fällts echt schwer cannabis so harmlos darzustellen, wie es tatsächlich ist, ohne es zu harmlos darzustellen. ;) um ehrlich zu sein, und dafür werde ich wahrscheinlich gesteinigt, hat sich mir die wirkliche gefahr von cannabis noch nicht offenbart. aber das ist auch wieder nur eine persönliche erfahrung. bitte nicht zitieren. ;)
 
AW: Cannabis Legalisierung

..., und schon weniger als 1 Gramm pur, können bei manchen übelste Nebenwirkungen, bis zu lebenslangen psychischen Schäden führen.

Konti schrieb:
Das ist eine Lüge.

Ich empfehle dir, dich zu informieren, statt Unfug zu verbreiten, und bei haarsträubenden Behauptungen die Quelle mit anzugeben, von der du die falschen Informationen hast.
Sofern die Quelle "Hab ich mir in meiner Inkompetenz so ausgedacht." lautet, lass es am besten gleich bleiben, hier zu posten. Trolling haben wir hier nämlich schon genug.

Der einzige der hier Lügen verbreitet bist du. ;)

Es gibt so einige Studien dazu, eine aus England.
http://www.dailymail.co.uk/health/a...es-similar-schizophrenia-damaging-memory.html
 
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pushorfold schrieb:

uh, dailymail. ist das nicht die britische bild zeitung? gibt ja nicht mal einen link für die studie.

zwei minuten comments gelesen offenbart sich mir das:

I suggest reading the fulltext of the study. The compound used was not cannabis, nor was it cannabis extract. The compound used is known as CP99540 (45 times stronger than THC, see wikipedia) - starting with a dosage of 0.30 mg per kg. If I weigh 10 stone, roughly 63 kg, I would be given a dosage of 18.9 mgs of CP99540. Given the compound is 45x stronger than THC, this means I would mean I would have to take, relatively speaking, ~850mg of THC. That essentially means 85 joints at once [at 10mg per joint], and that's just to begin with. Also all rats recovered fully within 2 hours of being dosed. So - how do we get from the equivalent of 85 simultaneous joints can cause temporary symptoms similar to schizophrenia to "One joint can bring on schizophrenia"?
 
AW: Cannabis Legalisierung

Die Studie geht jedoch von der Dosis eines Joints für Ratten aus, die darauf hin natürlich den klassischen "Absturz" erleben. Ziemlich lächerlich was die sich da in England in der Klatschpresse wieder zusammenreimen.
 
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