Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

@ WhiteShark

Es ist auch ein Trugschluss, dass eine Legalisierung den Schwarzmarkt verhindert. Weder bei Medikamenten, Zigaretten oder sogar beim Alkohol ist dies der Fall. Sobald etwas eingeschränkt erhältlich ist oder die Kosten steigen (durch z.B. Besteuerung oder durch den gesteigerten Aufwand im Zuge der Qualitätskontrolle) wird es auch weiter illegalen Handel geben.
 
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UsarXF schrieb:
Und sobald du mehr als eine Droge konsumierst, bist du de facto "akut suchtgefährdet".
Aha ... wer also jeden Tag einen Kaffee trinkt und hin und wieder mal ein Bier ist "akut suchtgefährdet".

Das ist hier schon wieder so eine naive Vereinfachung der Dinge, da fehlen mir wirklich die Worte. Wie kommt man auf so einen Schwachsinn?

Und stell dir vor, es gibt Leute, die leben komplett Drogen-frei und sind viel eher suchtgefährdet.
Die fressen vielleicht jeden Tag ne Tafel Schokolade und spielen 10 Stunden am Tag WoW.
Ergänzung ()

ZeroZerp schrieb:
Sagt wer? Wo ist der Beleg oder die empirische Studie zu dieser Behauptung?
Das ergibt sich aus logischem Denken:
Wer sein Dope in der Apotheke kauft, statt beim Türken um die Ecke, gerät weniger in Gefahr, überhaupt in Versuchung geführt zu werden.
Lies dazu meinen Post.
Ergänzung ()

ZeroZerp schrieb:
Nur weil 99% der Menschheit falsch parkt, oder die Geschwindigkeit überschreitet, ohne jemanden zu gefährden, so ist es trotzem nicht OK.
Genau ... diese Verbrecher gehören alle in den Knast!!!
Genau so wie diese Psychopathen, die bei fehlendem Verkehr doch glatt über die rote Ampel gehen. Sowas ist voll nicht OK!
 
AW: Cannabis Legalisierung

Genau so wie diese Psychopathen, die bei fehlendem Verkehr doch glatt über die rote Ampel gehen. Sowas ist voll nicht OK!

Wieso genau denkst Du denn wurden Ampeln erfunden und aufgestellt? Wieso gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen?
Weil die Menschen aufgrund ihres perfekten Einschätzungsvermögens der Situation völlig sicher durch den Straßenverkehr gekurvt sind?

Das ist doch gerade das beste Beispiel, dass man die Menschen maßregeln muss, weil sie sonst andere totfahren.
Das ist keine Frage des Verkehrsaufkommens.

Ob ich an einer ausgestorbenen Kreuzung ob meines tollen Beurteilungsvermögens bei rot über die Straße gehe und überfahren werde, weil ich eben doch jemanden übersehen habe, oder an einer viel befahrenen Kreuzung macht keinen Unterschied.
Menschen machen Fehler und haben eben nicht alles unter Kontrolle. Aufgrund der großen Masse an fatalen Fehlern wurden Gesetze geschaffen. Das führt einem aber auch vor Augen, wie unzuerlässig das Urteilsvermögen von Menschen oftmals ist. Und wie oft sie sich selbst, obwohl sie sich sicher wähnen in Gefahr bringen.

Da schliesst sich der Kreis wieder zu den Drogen. Den die machen das ganze bestimmt nicht besser...

Wer sein Dope in der Apotheke kauft, statt beim Türken um die Ecke, gerät weniger in Gefahr, überhaupt in Versuchung geführt zu werden.

Aus logischem Denken ergibt sich aber auch Folgendes:
Whiteshark hat ja genau ein passendes Gegenargument geliefert: Die Jugend will ja das Verbotene, das Ilegale. Der Rest ist ja uncool etc. Der Reiz des Verbotenen ist höher.
Wollen wir diese angesprochene Gruppe also durch Legalisierung jetzt zu den noch härteren Drogen treiben?
 
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ZeroZerp schrieb:
Ob ich an einer ausgestorbenen Kreuzung ob meines tollen Beurteilungsvermögens bei rot über die Straße gehe und überfahren werde, weil ich eben doch jemanden übersehen habe, oder an einer viel befahrenen Kreuzung macht keinen Unterschied.
Auf einer viel befahrenen Kreuzung ist die Trefferquote höher.
Im Übrigen würden weniger Gesetzte dieser Art schneller die Spreu vom Weizen trennen.
 
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ZeroZerp schrieb:
Wieso genau denkst Du denn wurden Ampeln erfunden und aufgestellt? Wieso gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen?
Na, damit Spießbürger wie du den Zeigefinger heben und ihre Mitmenschen anschwärzen und verpetzen können, wenn sie jemanden beim Brechen dieser Regeln erwischen natürlich. :rolleyes:

ZeroZerp schrieb:
Ob ich an einer ausgestorbenen Kreuzung ob meines tollen Beurteilungsvermögens bei rot über die Straße gehe und überfahren werde, weil ich eben doch jemanden übersehen habe, oder an einer viel befahrenen Kreuzung macht keinen Unterschied.
Du gibst dir aber echt Mühe, hier immer noch absurderen Schwachsinn abzulassen, was?

Wer ohne zu Gucken auf die Straße latscht -am besten noch bei Rot- und dann überfahren wird, hat's echt nicht anders verdient. Nennt sich "Natürliche Auslese".

Und nur weil es möglicherweise ein paar wenige solcher Deppen gibt, heißt das nicht für den Rest der Welt, daß keiner mal eine Regel brechen darf, wenn er einfach weiß, daß das gerade kein Problem ist.

Das scheint für dich ja unvorstellbar zu sein, bei Rot über sie Straße zu gehen.
Das ist für mich ein Zeichen dafür, daß du nicht in der Lage bist, selbst zu denken, sondern einfach nur stumpf das befolgst, was dir irgendwelche "Führer" befehlen.
Seien es die Eltern, der Staat, der Lehrer ... wenn's eine Autorität befielt, muss es so sein.
Deshalb kommen von dir auch keine gültigen Argumente.

ZeroZerp schrieb:
Aus logischem Denken ergibt sich aber auch Folgendes:
Whiteshark hat ja genau ein passendes Gegenargument geliefert: Die Jugend will ja das Verbotene, das Ilegale. Der Rest ist ja uncool etc. Der Reiz des Verbotenen ist höher.
Wollen wir diese angesprochene Gruppe also durch Legalisierung jetzt zu den noch härteren Drogen treiben?
1. Cannabis bliebe auch im Fall einer Legalisierung immer noch absolut illegal für Minderjährige.

2. Cannabis ist so beliebt, weil es bekanntermaßen nicht nur illegal, sondern -im Vergleich zu anderen Drogen- auch noch ziemlich ungefährlich ist.
Dadurch daß Cannabis legal wird, werden andere Drogen nicht attraktiver. Die Wenigsten trauen sich, harte Drogen auszuprobieren, weil hier eine tatsächliche und spürbare Gefahr besteht.

Das hängt einerseits mit der reellen Gefahr zusammen, andererseits mit der Darstellung in den Medien. Kiffen ist gesellschaftlich kein Tabu-Thema. Politiker, Künstler, Promis bekennen sich dazu, in Filmen ist es meistens als "lustiger Spaß für Jugendliche" dargestellt.
Harte Drogen sind verpönt. Ich kenne keinen Politiker, der in verharmlosender Art und Weise über Koks, Heroin, Crack oder Ecstasy spricht. In Filmen sieht man normalerweise die Negativ-Folgen dieser Drogen.



Du -und andere- müssen endlich mal raffen, daß man Cannabis nicht mit den harten Drogen gleich setzen kann. Beide funktionieren anders und werden auch anders in der Gesellschaft wahrgenommen. Und beide sollten auch gesetzlich entsprechend unterschiedlich behandelt werden.
 
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Konti schrieb:
Du -und andere- müssen endlich mal raffen, daß man Cannabis nicht mit den harten Drogen gleich setzen kann. Beide funktionieren anders und werden auch anders in der Gesellschaft wahrgenommen. Und beide sollten auch gesetzlich entsprechend unterschiedlich behandelt werden.

leider ist es unmöglich das zu "raffen", wenn man keine erfahrungen damit hat. ich kann dir erklären wie knoblauch schmeckt aber dadurch weißt du trotzdem nicht wie er schmeckt.

trotzdem ist es richtig, dass cannabis im vergleich zu allen anderen substanzen, auch alkohol, am harmlosesten ist. was die droge aber trotzdem nicht generell harmlos macht. es ist immer noch eine droge, die auch bei einer legalisierung weiter missbraucht werden wird.

für viele andere ergeben sich aber zusätzlich noch therapeutische anwendungsmöglichkeiten. cannabis hat medizinische indikationen, ist also mehr als nur eine "spaß droge". ich kenne leute, die wegen schlafproblemen abends einen joint rauchen. ich kannte auch mal jemanden, der sich während einer (erfolgreichen) chemo therapie zwecks appetitanregender wirkung selbst mit cannabis behandelt hat.

die verträglichkeit im gegensatz zu anderen medikamenten ist einfach ein fakt, der nicht zu verneinen ist. selbst valium (benzodiazepine) ist schädlicher als cannabis, von starken opiod-haltigen schmerzmitteln will ich garnicht erst anfangen. mit appetitanregern kenn ich mich nicht aus. auch bei übelkeit muss man sich kein mcp mit mao hemmer mehr reinhauen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis_als_Arzneimittel

Pflanzlichen Cannabisprodukten wird ein positiver Effekt unter anderem bei Spastizität im Zusammenhang mit multipler Sklerose, bei spastischen Lähmungen, Übelkeit und Erbrechen im Zusammenhang mit Chemo- und Strahlentherapie bei Krebserkrankungen und HIV-Medikation, chronischen neuropathischen Schmerzen, dem Tourette-Syndrom und in der palliativen Behandlung von Krebs und AIDS zugesprochen.[29]


Die genannten Anwendungsgebiete ergeben sich im Wesentlichen aus den Wirkungen der Inhaltsstoffe THC und Cannabidiol: da es bei Krebskranken als Nebenwirkung der Chemotherapie oft zu großer Übelkeit und Erbrechen kommt und auch schon alleine der Geruch von Essen unerträglich sein kann, kann Cannabis durch seine antiemetische (Brechreiz lindernde) Wirkung diese Übelkeit vermindern und durch seine appetitanregende Wirkung zu der erwünschten Gewichtszunahme führen. Den appetitanregenden Effekt von Cannabis macht man sich auch in der AIDS-Therapie zu Nutze. Neben der Therapie ist es nämlich oft mangelnde Nahrungsaufnahme, die den Körper zusätzlich schwächt.

Die antiataktische (Bewegungsabläufe koordinierende) und antispastische (d. h. krampflösende) Wirkung der Cannabis-Wirkstoffe begründet die Anwendung zur Unterdrückung von Spasmen, Lähmungen und Krämpfen, wie sie bei Multipler Sklerose auftreten. Es kann die Krankheit zwar nicht heilen, aber die Symptome der Krankheit unterdrücken und dem Patienten so sein Leben erleichtern.

Diverse Studien zeigten, dass Cannabis bei Krebs und gewissen Autoimmunerkrankungen positive Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf haben kann.[30]

Claudia Jensen, Kinderärztin der Universität Südkalifornien, hält Cannabis für die Therapie von ADS und ADHS geeignet.

Aus Sicht mancher Patienten soll Cannabis durch Rauchen oder Vaporisieren heilsamer wirken, da die komplexe Wirkstoffkombination besser resorbiert werde und zur Wirkung komme.

In Deutschland setzt sich die „Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin“ kurz IACM (früherer Name: „Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin“, AMC) seit 1997 für die medizinische Verwendung von Cannabis ein.

In Afrika und Asien wird Cannabis volksmedizinisch zur Behandlung von verschiedenen Schmerzen, von Menstruationskrämpfen sowie in der Geburtshilfe zur Erhöhung der Kontraktionsfrequenz der Gebärmutter und zur Blutstillung verwendet.

Auch isolierte Einzelstoffe und deren synthetische Abwandlungen sind Gegenstand der Forschung um eine therapeutische Bedeutung (siehe Artikel: Tetrahydrocannabinol, Wirkungen).

Im Tierversuch wurde, nach den Ergebnissen einer Schweizer Studie (2005), bei Knockout-Mäusen, welche eine Arteriosklerose entwickeln, das Fortschreiten der Krankheit durch die Gabe von Tetrahydrocannabinol deutlich gemindert. Die Effekte waren ausgeprägt und wurden mit einer geringen oralen Dosis erzielt, welche üblicherweise bei Mäusen noch keine psychotrope Wirkung auslöst.[31] Eine chinesische Studie (2010), bestätigte die Ergebnisse. Tierversuche -ebenfalls mit gentechnisch veränderten Mäusen- hatte zum Ergebnis, dass ein synthetisch hergestelltes Cannabinoid die Bildung arteriosklerotischer Ablagerungen signifikant minderte.[32]
 
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@konti

Na, damit Spießbürger wie du den Zeigefinger heben und ihre Mitmenschen anschwärzen und verpetzen können, wenn sie jemanden beim Brechen dieser Regeln erwischen natürlich

Du gibst dir aber echt Mühe, hier immer noch absurderen Schwachsinn abzulassen, was?

Sag mal, was legst Du denn für ein Diskussionsniveau hier an den Tag? Wie wärs mal mit Argumenten statt Phrasendrescherei und Verunglimpfung? Nenne mir mal nur einen vernünftigen Grund (vom Ist- Zustand mal abgesehen - Die Menschheit will sich ja verbessern), eine Droge zu legalisieren. Ganz abgesehen vom derzeit praktizierten Konsum und Verfolgungsarten und von der legalität anderer Drogen.

Wer ohne zu Gucken auf die Straße latscht -am besten noch bei Rot- und dann überfahren wird, hat's echt nicht anders verdient. Nennt sich "Natürliche Auslese".

Der Mensch schätzt allerlei Alltagsrisiken nicht reell ein. Ganz einfach. Wenn dies in einem Sektor zu oft passiert, wird die Gesetzgebung tätig. Die Droge an sich ändert das Einschätzungsvermögen. Wenn man also vorher schon oftmals daneben greift, so wird es unter Drogeneinfluss noch häufiger passieren.

1. Cannabis bliebe auch im Fall einer Legalisierung immer noch absolut illegal für Minderjährige.
Du schreibst Doch die ganze Zeit, dass das keinen Unterscheid macht! Wenn der Jugendliche kiffen will, dann tut er das so oder so.
DAS ist doch immer Eure Argumentation! Was soll denn das dann plötzlich bringen?
Wieso sollte Kiffen für einen Minderjährigen (wie die Praxis bei Alkohol zeigt) dann plötzlich als schädlich oder gefährlich eingestuft werden, wenn es an jeder Straßenecke zu haben ist und der Konsum in aller Öffentlichkeit erfogen darf und es doch so harmlos ist?
Da soll ein Verbot dann plötzlich "wirken"? Wenn der Vorbildcharakter von den Konsumenten ein ganz anderer ist?

Cannabis ist so beliebt, weil es bekanntermaßen nicht nur illegal, sondern -im Vergleich zu anderen Drogen- auch noch ziemlich ungefährlich ist.

Falsch- Cannabis ist so beliebt, weil man die Nachwirkungen des Rausches nicht wie z.B. nach dem Alkoholkunsum nicht als Quittung präsentiert bekommt und weil einem eingeredet wird, dass es harmlos sei.

Du -und andere- müssen endlich mal raffen, daß man Cannabis nicht mit den harten Drogen gleich setzen kann. Beide funktionieren anders und werden auch anders in der Gesellschaft wahrgenommen. Und beide sollten auch gesetzlich entsprechend unterschiedlich behandelt werden.

Ihr müsste endlich mal raffen, dass Cannabis eine Droge ist und keine Limo. Keine Droge kann mit einer anderen gleichgesetzt werden. Sollen wir jetzt ein Institut auf Kosten der Steuerzahler einrichten, die unterschiedlichste Drogen testet und dann mit unterschiedlicher Abstufung freigibt?
Am besten einen Drogenführerschein einführen, wer Charakterlich dazu geeignet ist, diverse Arten von Drogen konsumieren zu dürfen?
Gehts noch?

@Zornbringer
leider ist es unmöglich das zu "raffen", wenn man keine erfahrungen damit hat. ich kann dir erklären wie knoblauch schmeckt aber dadurch weißt du trotzdem nicht wie er schmeckt.

Na gut- Dann last uns mal alles ein wenig koksen - Sonst rafft man ja nicht, wie das Zeug wirkt.
Die Argumentation wird immer abstruser :(

trotzdem ist es richtig, dass cannabis im vergleich zu allen anderen substanzen, auch alkohol, am harmlosesten ist.

Falsch- Es ist nicht harmloser. Wie bereits oben geschrieben, sind die direkten Folgen des Rausches nicht mit hohen körperlichen Leiden zu bezahlen, was sie harmloser erscheinen lässt! Die körperlichen Schäden sind also nicht so hoch.

@zornbringer

für viele andere ergeben sich aber zusätzlich noch therapeutische anwendungsmöglichkeiten. cannabis hat medizinische indikationen, ist also mehr als nur eine "spaß droge".

Zum hundertsten Mal:Auf medizinische Indikation ist Cannabis bereits heute erhältlich. Nebenwirkungen gibt es auch da- Nur sind diese anders geartet.

Grüße
Zero (der Spießbürger ;) )

p.S. Ich betone noch einmal. Das hier ist kein Kriegsschauplatz, wo man jemandem an die Gurgel gehen muss, der nicht seiner Meinung ist. Hier werden Meinungen, Erfahrungen und Argumente ausgetauscht. In meinen Augen sollte dies auf höfiche Art und Weise stattfinden und mit einer gewissen emotionalen Distanz zum Thema. Ich bitte Euch alle, das Geschriebene weniger persönlich zu nehmen und einen etwas neutraleren Blick über die Sachlage schweifen zu lassen.

Langfristiges Ziel der Gesellschaft, kann es doch nur sein, sich von allen Drogen loszusagen und die Glücks-, Beruhigungs oder auch Rauschzustände vermehrt wieder auf natürliche Weise erleben zu können.
Die Momente des Glücks, der Geselligkeit, Gelassenheit und Zufriedenheit werden sich in der heutigen Zeit des Leistungsdrucks, des Egoismus und der gesellschaftlichen Härte auch aufgrund von kompromissloser Individualisierung auf fast null heruntergefahren.
Diese momente holt man sich, wenn man sie sonst schon nicht so oft erlebt, auf Knopfdruck per Chemie.

Die Lebensart und die Basis muss geändert werden anstatt noch weitere Wege des Zudröhnens und Abdriftens zu schaffen, um den derzeitigen Lebensstil erträglicher zu machen.
 
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ZeroZerp schrieb:
Langfristiges Ziel der Gesellschaft, kann es doch nur sein, sich von allen Drogen loszusagen und die Glücks-, Beruhigungs oder auch Rauschzustände vermehrt wieder auf natürliche Weise erleben zu können.

es ist schwer emotionen aus dieser diskussion zu lassen, wenn man die fakten kennt, die solche aussagen ohne weiteres widerlegen.

drogen sind schon so lange teil menschlicher kultur/gesellschaft, wie es menschen gibt. es gibt hanf funde von vor 7000 jahren hier in deutschland. und nach dieser ganzen zeit der menschlichen entwicklung, teilweise vielleicht sogar beschleunigt von bewusstseinsERWEITERNDEN substanzen, kommen dann leute und behaupten, das ziel sei es, alle drogen abzuschaffen. das ist realitätsfremd, verblendet, kurzsichtig, was immer... das, was drogen mit deinem gehirn machen, kannst du nicht nüchtern "simulieren".

achja, wir reden hier übirgens weiterhin über cannabis und nicht über kokain.


edit:
http://www.chanvre-info.ch/info/de/Geheimnisvolle-7000-Jahre-alte.html
http://www.lebensweise-magazin.at/2011/06/10/neue-hoffnung-für-alte-kulturpflanze/

edit zur antwort:
mal wieder abstruse vergleiche.

welcher fortschritt überhaupt? wir machen ständig rückschritte oder stagnieren. nur die technik entwickelt sich weiter. unser geist aber nicht.
 
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AW: Cannabis Legalisierung

@zornbringer
Der Fortschritt der Menschheit beruht aber nunmal nicht auf einem "Es ist gut, weil es immer so war".

Das wäre meiner Meinung nach eine eher verblendete, kurzsichtige und realitätsfremde Anschauung.
Nur weil etwas kulturell gefestigt ist und es schon vor tausenden Jahren gemacht wurde soll es plötzlich toll sein?

Sind Opferrituale toll? Ist es toll, Jungs und Mädels zu Beschneiden? Ist es toll Krieg zu führen?

Diejenigen, die nach Cannabis rufen, sind für mich die ewig Gestrigen.
 
AW: Cannabis Legalisierung

@ Zornbringer

In der menschlichen Kultur/Gesellschaft war es über tausende von Jahre auch üblich Fliegenpilze zu essen und den Urin zu trinken, um sich nochmals zu berauschen. Machst du das auch, weil es ja Kulturgut ist?
Was eine Droge, die man gesellschaftlich absolut akzeptiert hat, bei der man sogar durch den Nichtkonsum komische Blicke auf sich zieht, für negative Auswirkungen hat, sieht man sehr gut am Alkohol. Angefangen bei minderjährigen "Alkoholleichen" die jedes Wochenende in Deutschlands Notfallstationen eingeliefert werden bis hin zu der erschreckend hohen Anzahl mit einem Abhängigkeitssyndrom.
das, was drogen mit deinem gehirn machen, kannst du nicht nüchtern "simulieren".
Also LSD auch legalisieren? Als ob Dorgen die einzige Möglichkeit zur "Bewusstseinserweiterung" wären. Welche Entwicklung wurde "vielleicht teilweise" beschleunigt durch Droge bzw. in welchen Bereichen ist die Stimulation mit psychoaktive Substanzen "wichtig"?

Um nochmal auf das Thema Alkohol zurückzukommen:
Du kennst sicherlich die ganzen Placebo-Versuche, bei denen die Leute sich betrunken gefühlt haben und sich auch dementsprechend verhalten haben, obwohl sie 0,0 Promille gehabt haben...
Und trotzdem behaupten immer noch viele Leute, Alkohol sei für eine lockere Stimmung nötig...
 
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es werden heutzutage tatsächlich immer noch fliegenpilze in der medizin angewendet. es gibt z.b. homöopathische medikamente, die gegen wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden. für medizinisch einsetzbare psychoaktiva empfehle ich dir "die enzyklopädie der psychoaktiven pflanzen" von christian rätsch.

eigenurin werde ich mit sicherheit nie im leben trinken. aber das soll auch für irgendwas gut sein, habe ich mal gehört. kann aber auch nur gefährliches halbwissen sein. weiß aber auch nicht was das fürn bezug hier hat.

aber ich schaue mir z.b. deutsche filme an, weil das auch kultur ist. auch musik ist teil der kultur und ebenfalls stark geprägt vom drogenkonsum allgemein. ich bin allgemein ein fan von kunst in bild- und tonform und es ist ja durchaus bekannt, dass einige inspiration auf drogen unterschiedlicher art beruht.

lsd war mal legalisiert. es wurde nur verboten, weil es missbraucht wurde. es wurde ja eigentlich für therapeutische zwecke entwickelt, bzw. nur durch zufall entdeckt. übrigens auch eine sehr "harmlose" droge. ;)

wikipedia schrieb:
LSD wird als nicht-abhängigkeitserzeugende Substanz angesehen, da es kein Suchtverhalten erzeugt.[27] Viele LSD-Konsumenten verringern ihren Gebrauch mit der Zeit freiwillig oder stellen ihn ganz ein.[28]

Tierversuche lassen vermuten, dass das Verhältnis von Wirkdosis zu tödlicher Dosis beim Menschen bei etwa 1:1000 liegt, d. h., die tausendfache Dosis einer wirksamen Dosis würde beim Menschen zu tödlichen Vergiftungen führen (zum Vergleich: bei Alkohol und Nikotin liegt dieser Wert bei etwa 1:8). Pharmazeuten gehen von einer therapeutischen Breite von 280 aus. Damit wäre LSD ein sicheres Medikament.[32] Direkte Todesfälle sind bisher nur bei Tierversuchen bekannt, bei denen bewusst Tieren eine Überdosis intravenös verabreicht wurde.[4]

http://de.wikipedia.org/wiki/LSD

nein, die placebo alkohol versuche kenne ich nicht. ich weiß aber, dass eine party nüchtern anders ist als eine party mit alkohol oder anderen drogen. ich hatte auch nüchtern viel spaß aber betrunken hat man einen anderen spaß. unmittelbar fühlt sich das vielleicht besser an aber das ist nur die typische lüge vom alkohol. am nächsten tag gleicht sich das alles wieder aus mit allen konsequenzen. ;) und alkohol lockert die stimmung tatsächlich auf, ist aber nicht nötig dafür, absolut richtig.
 
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Über "Wirkstoffe" in der Homöopathie brauchen wir nicht wirklich ernsthaft diskutieren...
Fliegenpilze wurden von den Germanen und wurden/werden von sibirischen Völkern jahrtausende lang direkt als Rauschmittel eingesetzt. Wenn z.B. von dem Schamanen eingenommen, wurde der Urin des Schamanen, welcher noch psychoaktive Metabolite enthält, von anderen getrunken. Das nur nebenbei.

Was willst du mit dem Zitierten Abschnitt aus Wikipedia (wie man zu Wikipedia als Quelle steht, lass ich jetzt einmal offen...) bezüglich LSD aussagen? Willst du dir ernsthaft anmaßen eine Substanz an Hand eines Wikipedia-Artikels als harmlos einzustufen? Oder was ist dein beruflicher Hintergrund? Wenn du schon so fleißig am zitieren bist, dann sollte man zumindest eine Sache auch neutral darstellen.
 
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ZeroZerp schrieb:
und der Konsum in aller Öffentlichkeit erfogen darf und es doch so harmlos ist?
Da soll ein Verbot dann plötzlich "wirken"? Wenn der Vorbildcharakter von den Konsumenten ein ganz anderer ist?
Warum in der Öffentlichkeit ? Ist in den Niederlanden auch nicht gestattet. Leider sieht man natürlich Idioten-Turis...

ZeroZerp schrieb:
Falsch- Es ist nicht harmloser. Wie bereits oben geschrieben, sind die direkten Folgen des Rausches nicht mit hohen körperlichen Leiden zu bezahlen, was sie harmloser erscheinen lässt! Die körperlichen Schäden sind also nicht so hoch.
Natürlich ist es harmloser(aber natürlich nicht harmlos) als die meisten anderen Drogen. Hör mal mit deinen Lügen auf ! Das ist nur noch lächerlich, was du hier abziehst. Es ist ein wissenschaftlicher Fakt

Drogen-schadenspotenzial-nutt-2007.svg

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Komische Statistik. Wie kommen die auf diese Zahlen? Was genau ist der soziale Schaden? Wieso ist der Fremdschaden bei Cannabis so hoch?
Ergibt für mich irgendwie keinen wirklichen Sinn, sieht für mich aus wie aus der Luft gegriffen.
 
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Seppuku schrieb:
Oder was ist dein beruflicher Hintergrund? Wenn du schon so fleißig am zitieren bist, dann sollte man zumindest eine Sache auch neutral darstellen.

mein beruflicher hintergrund ist IT. ich habe mir das wissen über psychoaktiva über jahre autodidaktisch selbst angeeignet. auch hat mein aktuelles berufliche umfeld mit dazu beigetragen. das unternehmen, in dem ich momentan arbeite setzt ich allgemein mit ökologie und naturschutz auseinander. so kam ich zu biologischer fachliteratur und irgendwann, aus persönlichem interesse, zu den entheogenen (pflanzen der götter).

wenn ich eine sache zitiere, stelle ich sie neutral dar. ich habe keine stellung zu den zitaten genommen oder hast du meinen letzten satz mit dem smily vielleicht nicht richtig interpretiert? das war vielmehr nur als scherz gemeint.
 
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@ Cokocool

Könntest du bitte auch erklären, auf welcher Basis diese Einteilung zustande kommt?
Bzw. welche Bewetungskriterien sich innerhalb von 3 Jahren so stark verändert haben, dass Alkohol 2010 mit Abstand das größte Schadenspotential hat und 2007 noch im Mittelfeld aufgeführt ist?
 
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Möglicherweise der hohe Verbreitungsgrad von Alkohol.

Ich habe keine Zeit und Lust mich mit den Einzelheiten der Studien zu beschäftigen. Man kann sicher über Kleinigkeiten streiten. Aber die grobe Tendenz der Studie ist absolut richtig.
 
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Ich habe keine Zeit und Lust mich mit den Einzelheiten der Studien zu beschäftigen.
Dann zitiere sie auch nicht...
Das ist wirklich Bild-Niveau. Aus wissenschaftlichen Arbeiten wird sich irgendwas rausgepickt, ohne die Arbeit überhaupt gelesen (denn in keiner Studie, in keiner Wissenschaftlichen Arbeit, die ich gelesen habe, ist alles schwarz und weiß) zu haben, und dann sich die vermeintlichen Fakten für sich interpretiert...
Das hatten wir ja schon mal in dem Thread. Da wurde auf ständig auf einen "Artikel" auf Telepolis verlinkt, der angeblich an Hand Aussagen einer wissenschaftlichen Studie eine Aussage treffen wollte. Wenn man aber einmal in die Studie reingeschaut hat, kam heraus, dass die Autoren diese Aussagen nie getätigt hatten...

Wenn ich keine Zeit und Lust habe, mich mit einer Studie zumindest ansatzweise auseinanderzusetzen, dann zitiere ich sie auch nicht...
So wird man schnell bloß gestellt.
 
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Seppuku schrieb:
Aus wissenschaftlichen Arbeiten wird sich irgendwas rausgepickt, ohne die Arbeit überhaupt gelesen (denn in keiner Studie, in keiner Wissenschaftlichen Arbeit, die ich gelesen habe, ist alles schwarz und weiß) zu haben, und dann sich die vermeintlichen Fakten für sich interpretiert....
Tut mir Leid, dass ich keine 300+ Seiten eines englischen Fachartikels eben lesen kann. Manchmal muss man sich auf andere Experten verlassen.

Nach deiner Argumentation können wir hier keine einzigen Studienergebnisse einbringen. Auf welcher Grundlage sollen wir hier diskutieren ? Auf persönlichen und subjektiven Erfahrungen ? Das ist noch schlimmer !

Seppuku schrieb:
Wenn ich keine Zeit und Lust habe, mich mit einer Studie zumindest ansatzweise auseinanderzusetzen, dann zitiere ich sie auch nicht...
So wird man schnell bloß gestellt.
Wo soll ich dann wissenschaftliche Fakten herkriegen ? Wir alle haben hier keine andere Wahl ! Keiner von uns ist Neurowissenschaftler, Psychologe oder Mediziner.

PS.

Immerhin bringe ich hier nen paar Fakten rein. ZeroZerp kommt hier mit seiner Meinung an und stellt es, als erwiesen dar, dass Cannabis so gefährlich wie harte Drogen ist. Ich komme dann mit Fakten und wiederlege ihn.
 
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@Cokocool
ZeroZerp kommt hier mit seiner Meinung an und stellt es, als erwiesen dar, dass Cannabis so gefährlich wie harte Drogen ist. Ich komme dann mit Fakten und wiederlege ihn.

Zeige mir bitte den Absatz, in dem ich die Aussage treffe, dass Cannabis so gefährlich wie eine harte Droge ist, oder ähnlich schnell Schäden herbeiruft. Das ist doch absurd. Es ist echt mühsam auf diesem Niveau zu diskutieren.

Ich bitte hier nochmals um Sachlichkeit.
Ich wäre froh, wenn hier tatsächlich mal Fakten auf den Tisch kämen und nicht "logische Herleitungen", Spekulationen oder haltlose Behauptungen welche auf einem utopischen "was wäre wenn" basieren.

Ich belege meine Argumente mit Praxisbeispielen anhand bereits legalisierter Drogen, also Dingen die tatsächlich passieren oder erwiesen sind. Diesen Praxisbeispielen abzusprechen als Fakt zu gelten ist schlichtweg ignorant.
Darauf kann keine Diskussion fußen.
 
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