Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

Also verstehe ich dich richtig? Du bist fahrlässig, also nimmst in Kauf süchtig zu werden, bekommst Psychosen, wirst Schizophren usw, und dann soll der Staat für deine Heilung investieren? Wofür? Damit du wieder konsumieren kannst?

Die meisten Krankheiten werden durch indirekte Handlung hervor gebracht. Wenn ich zum Beispiel seit 40 Jahren am Schreibtisch sitze, werde ich bestimmt Rückenschmerzen haben. Das ist nun mal so. Aber man kann das ja nicht direkt verhindern. Oder wenn du dich erkältest, dann hast du dich eben erkältet. Du kannst ja nicht viel dafür, außer du hast die Nacht nackt draußen verbracht.

Aber bei Drogenkonsum ist es ja anders. Du weißt ja von vornherein, dass das gefährlich ist, Krankheiten auftauchen werden, usw. und dennoch konsumierst du weiter. Nimmst das also in Kauf. Gut von mir aus, aber dann siehst du auch selbst zu wie du später deine Krankheiten behandeln lässt, also aus eigener Tasche.

Ich, der so ein Zeug nicht nimmt, soll dir das alles bezahlen nachdem du krank wirst oder die Krankenkassen? Bin ich bescheuert oder die Krankenkassen?


Mit den anderen von dir genannten Mitteln kenne ich mich nicht ganz so gut aus wie mit Cannabis und den Opiaten. Aber ich weiß, dass deren therapeutischer und heilender Effekt nahezu gleich null ist. Deswegen müsste man da vielleicht eine etwas andere Lösung finden.
Willst du jetzt Cannabis und andere Opiate wegen der Medizin legalisiert haben oder für die Konsumierung? Das erstere ist verständlich, das zweite ja nicht, denn die Konsumente konsumieren es ja nicht, weil sie geheilt werden wollen, sondern wollen im Rauschzustand sein. Und das hat bestimmt keine therapeutische und heilende Wirkung. Denn nur der Arzt kann dir das verschreiben, du dir das selbst ja nicht. Also sollten wir hier vielleicht auch eine andere Lösung finden, wie du ja für Ecstasy, Anabolika und Amphetamine vorgeschlagen hast? Oder Cannabis als eine Extrawurst behandeln?
Mit "Erleichterung" meine ich, dass die ganzen negativen Begleiterscheinungen der Kriminalisierung wegfallen würden. Das heißt, der Betroffene müsste sich nicht mehr 24Std am Tag mit Geld- und Drogenbeschaffung rumplagen. Daraus folgt, dass er weiterhin soziale Kontakte pflegen könnte, ggf. sogar einer Arbeit nachgehen könnte
Auch nach der Legalisierung werden die Dinger etwas kosten. Die meisten abhängigen müssen 24Std am Tag deswegen sich mit Geldbeschaffung rumplagen, weil sie ja abhängig sind und nicht weil sie wenig Geld haben. Es gibt natürlich arme Schlucker, die haben kein Geld, prostituieren dann, aber es gibt viele reiche Leute, die haben keine Geldsorgen. Dennoch müssen sie auch irgendwann mit Geldsorgen rechnen, weil ihnen irgendwann 2x/3x in der Woche nicht ausreicht. Es werden immer mehr. Ich sehe keinen Grund warum sich das nach der Legalisierung verändern sollte. Die müssen dann nicht mehr auf die Straße gehen und was besorgen, sondern gehen dafür in ein Geschäft. Dennoch billig werden die Dinger bestimmt nicht, so wie du es annimmst. Denn man möchte daran ja auch Gewinn machen und der Staat muss besondere Maßnahmen treffen, damit alles reibungslos abläuft.
Dazu kommen viele weitere (in deinen Augen wahrscheinlich erstmal) "Kleinigkeiten", wie, dass der Betroffene nicht mehr soviel lügen muss, weil er mit seiner Sucht offener umgehen könnte. Er müsste sich nicht dauern vor der Polizei in Acht nehmen, usw usf
Das wären auf alle Fälle alles Faktoren, die zu seiner Gesundung beitragen würden. Mit der aktuellen Kriminalisierung ist genau das Gegenteil der Fall.
Lügen tut jeder. Keiner zwingt jemanden zu lügen, wieso sollte man denn lügen? Ich dachte da gibt es nichts "Schlimmes" an Drogen, also wieso lügen? Das wäre doch ein Anzeichen dafür, dass doch etwas mit einem nicht stimmt oder (den Staat belügen lasse ich mal weg) ? Und offener mit ihrer Sucht würden sie nicht umgehen, wie kommst du nur darauf? Wenn einer doch offen damit umgehen würde, würde er direkt eine Klinik besuchen. Auch wenn Drogen heute verboten sind, freut sich der Staat und das Volk, wenn einer mit seiner Sucht offen umgeht. Aber das tun ja die wenigsten. Wieso sollten sie plötzlich nach der Legalisierung offener sein? Der Suchti bleibt ein Suchti. Der, der offen damit umgehen möchte, kann es auch jetzt tun. Und zu seiner Gesundung führt nur eine Heilung durch therapeutische Maßnahmen, keine Legalisierung oder Illegalisierung.


Und das mit den Opiaten finde ich fragwürdig. Ja, ich denke staatlich festgelegte Dosierungen wären in der Tat einfacher Hand zu haben. Dennoch heißt es ja nicht, dass es zu wenigen Überdosierungen kommen würde. Man hätte aller höchstens die Zeit des Todes (des Vorfalles) hinausgezögert, mehr nicht.

mfg
 
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Da muss ich zustimmen.
Natürlich muss der Konsument, egal in welcher Lage, selbst für seinen Konsum aufkommen. Zigaretten bekommt man auch nicht beim Arzt, wenn man erstmal süchtig ist.

Für die Folgen der Sucht ist es schwierig. Man kann erstens nicht genau bestimmen, was durch Konsum ausgelöst wurde und was "auch sonst" gekommen wäre. Das zweite ist, dass auch typische Erkrankungen von Alkohol- und Tabaksüchtigen auf Kosten der Allgemeinheit behandelt werden.
 
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1) Cannabis bzw Thc macht nicht süchtig. Wer sich auf dem Gebiet auskennt weiß das. Jeder Mensch hat eine natürliche THC Produktion im Gehirn. (Es gibt anscheinend sogar Mittel und Wege diese Gehirnpartie mittels Meditation anzusprechen aber das ist nicht meine Welt)

Was süchtig macht ist zu 90% die Verbindung Cannabis + Tabak. Oh ja auch hier ist der Tabak der Hauptträger der Suchtstoffe.

2) Es gibt weltweit noch keinen Beleg über einen Tod verursacht durch Cannabis. Genauso sind die Behandlungskosten und Therapiekosten im Vergleich zu Alkohol und Tabak lächerlich gering.

3) Gibt es diese Droge schon seit mehreren tausend Jahren, gehört also eigentlich auch zur menschlichen Kultur

4)Würde durch eine Legalisierung die Kleinkriminalität unter den Dealer enorm sinken

5) In meinen Augen der wichtigste Punkt, die Mehreinnahmen durch die Steuern. Das könnte man dann z.b direkt in unser halbmarodes Bildungssystem pumpen.

Natürlich gibt es auch eine Kehrseite, die gibt es immer. Psychosen z.B wie schon angesprochen können ein Problem darstellen. Aber wieviel % der Konsumenten bekommen die bitte? Soziale Verkommenheit ist auch noch so ein Punkt (Abschottung, Abschweifen in eine eigene Welt)



Ich, der so ein Zeug nicht nimmt, soll dir das alles bezahlen nachdem du krank wirst oder die Krankenkassen? Bin ich bescheuert oder die Krankenkassen?

Wenn du weder Raucher noch Trinker bist muss ich dir aus deinem Standpunkt recht geben. Solltest du aber rauchen ist das alles Schwachsinn

Auch nach der Legalisierung werden die Dinger etwas kosten. Die meisten abhängigen müssen 24Std am Tag deswegen sich mit Geldbeschaffung rumplagen, weil sie ja abhängig sind und nicht weil sie wenig Geld haben.

Leute es geht hier um Cannabis, nicht Opiate,Koks oder C!
Bezweifel das ein Cannabissüchtiger für nen Joint jmd einen ***** würde
 
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"Ich, der so ein Zeug nicht nimmt, soll dir das alles bezahlen nachdem du krank wirst oder die Krankenkassen? Bin ich bescheuert oder die Krankenkassen?"

Nenn mir mal eine einzige Krankheit o.ä., die allein durch Opiatkonsum verursacht wird?
Wenn das Mittel sauber produziert wird, gibt es keine.
Bei anderen Drogen sieht das ggf sicher etwas anders aus.
Aber man muss das Ganze sowieso differenzierter betrachten.
Erstmal wird man nicht süchtig durch den Konsum irgendeines Stoffes. Entweder man ist süchtig, oder man ist es nicht (das kommt vor allem darauf an, wie positiv oder negativ Kindheit und Jugend verlaufen sind).
Das heißt, man ist schon vorher krank.
Man kann sich dann allerdings auf einen bestimmten Weg (in dem Fall der Drogenkonsum) "fixieren".
Besser wäre es natürlich, man würde ein paar zuverlässige Menschen kennenlernen, die es gut mit einem meinen. Und dann kann man im Laufe der Zeit seine Vergangenheit verarbeiten und seine Sucht dann irgendwann vielleicht sogar ganz hinter sich lassen.
Stell dir an der Stelle mal vor, es gäbe keine (oder zumindest deutlich weniger) illegale Dealer, die ihre Freizeit damit verbringen, auf Kundensuche zu gehen! Dann wäre der Weg zur Droge ein ganz anderer, und man müsste selbstständig losziehen und sich ggf bei einem Arzt das Mittel besorgen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass ein solches System weniger Abhängige produzieren würde als das gegenwärtige.

Nunja. Kommen wir wieder zu denen, die suchtmittelabhängig geworden sind.
Es ist richtig, dass Zigarettensüchtige ihre Zigaretten nicht von der Krankenkasse finanziert bekommen.
Zigaretten haben aber auch keine therapeutischen/heilenden Eigenschaften wie Cannabis und Opiate.
Zigaretten werden ja auch nicht von Pharmakonzernen produziert, sondern von herkömmlichen rein profitorientierten Betrieben.
Wie an anderer Stelle schon gesagt, mache ich ja auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Drogen.
Sie sind ja auch unterschiedlich. Und deshalb muss mit ihnen auch unterschiedlich umgegangen werden.

P.S.: Wenn du dir beim Skifahren ein Bein brichst, muss ich als Nicht-Skifahrer deinen Krankenhausaufenthalt auch mitbezahlen. ;)

"Und offener mit ihrer Sucht würden sie nicht umgehen, wie kommst du nur darauf?"

Also entweder diskutieren wir vernünftig miteinander oder lassen es bleiben.
Versetz dich doch einfach mal in die Lage eines Menschen, der seine Sucht u.a. geheim halten "muss", weil er etwas tut, was illegal ist!
Natürlich kann er offener damit umgehen, wenn es nicht mehr illegal ist. Ich hab nicht gesagt, dass er dadurch mit jedem über alles reden wird/würde. Aber es wäre etwas leichter.

"Man hätte aller höchstens die Zeit des Todes (des Vorfalles) hinausgezögert, mehr nicht."

Die Logik verstehe ich nicht. Warum muss jemand, der sich wg falscher Einschätzung der Wirkungsstärke eine Überdosis setzt, zwingend auch an einer Überdosis sterben, wenn er die Wirkung seines Mittels genau kennt?
Das ist mit Sicherheit nicht so.
Hinzu kommt: Selbst wenn sich der Zeitpunkt nur verzögern würde, wie du meinst, dann wäre doch auch Zeit gewonnen, in der auch positive Veränderungen im Leben und in der Psyche des Konsumenten stattfinden könnten.
Also diese deine Logik stimmt hinten und vorne nicht. sorry!


"Natürlich gibt es auch eine Kehrseite, die gibt es immer. Psychosen z.B wie schon angesprochen können ein Problem darstellen. Aber wieviel % der Konsumenten bekommen die bitte? Soziale Verkommenheit ist auch noch so ein Punkt (Abschottung, Abschweifen in eine eigene Welt)"

Natürlich gibt es auch negative Aspekte beim Drogenkonsum (hier speziell Cannabis).
Es geht ja auch nicht darum, den Konsum zu verharmlosen. Sondern ich denke es geht in erster Linie darum, die Konsumenten aus der Ecke der Kriminaliät (und der damit einhergehenden Diskriminierung) zu holen.
 
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andiac schrieb:
Nunja. Kommen wir wieder zu denen, die suchtmittelabhängig geworden sind.
Es ist richtig, dass Zigarettensüchtige ihre Zigaretten nicht von der Krankenkasse finanziert bekommen.
Zigaretten haben aber auch keine therapeutischen/heilenden Eigenschaften wie Cannabis und Opiate.

Ich kann dir da nicht ganz folgen. Es geht um Krankheiten, die durch eine Drogensucht entstehen. Was haben nun die heilenden Eigenschaften mit der Sucht/Krankheit zu tun? Diese Stoffe haben einen erst süchtig gemacht :freak:
cerasus hat in diesem Punkt völlig Recht. Wer seine Krankheit wissentlich selbst verursacht, der soll sie auch bitte selbst bezahlen. Ich sehe das auch beim Zigarettenkonsum so. Nur weil es bei Zigaretten anders gehandhabt wird, ist das noch lange kein gutes Argument für die Finanzierung der Folgeschäden von anderen Drogen durch Krankenkassen.

andiac schrieb:
P.S.: Wenn du dir beim Skifahren ein Bein brichst, muss ich als Nicht-Skifahrer deinen Krankenhausaufenthalt auch mitbezahlen. ;)
Wenn man so argumentiert, kann man alle Krankenkassen gleich abschaffen. Skifahren bedeutet nicht gleichzeitig, dass man sich dadurch ein Bein bricht. Bei Drogen ist eine Sucht oder Spätfolgen dagegen praktisch unvermeidbar, wenn man es übertreibt.

andiac schrieb:
Versetz dich doch einfach mal in die Lage eines Menschen, der seine Sucht u.a. geheim halten "muss", weil er etwas tut, was illegal ist!
Natürlich kann er offener damit umgehen, wenn es nicht mehr illegal ist. Ich hab nicht gesagt, dass er dadurch mit jedem über alles reden wird/würde. Aber es wäre etwas leichter.
Jede Sucht wird so oder so geheim gehalten, ob sie durch legale Mittel zustande kam oder nicht. Für die Tatsache, dass man süchtig ist, wird man sich viel mehr schämen als für die illegale Beschaffung. Die Kriminalisierung von Cannabis-Konsumenten ist allerdings meiner Meinung nach tatsächlich etwas übertrieben.
 
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Nochmal an alle die es nicht verstanden haben. Cannabis/THC alleine kann nicht süchtig machen. Falls doch bitte ich um Beweise. Es ist die Verbindung mit anderen Substanzen.

Opiate sind ja ein ganz anderes Kaliber von Drogen, welche man nicht mit Cannabis vergleichen kann/darf
 
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Wenn schätzungsweise es bei rd. 90% aller Cannabis-Konsumenten anscheinend regelmäßig zu Verbindungen mit anderen Substanzen kommt und deswegen eine Sucht entsteht, bin ich gegen eine Legalisierung. Das ganze nennt sich Suchtprävention.
 
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"Für die Tatsache, dass man süchtig ist, wird man sich viel mehr schämen als für die illegale Beschaffung."

Kommt ganz auf den Charakter an. Das ist mit Sicherheit nicht bei allen gleich.
Außerdem war das ja auch nur eine kleine Randerscheinung und mit Sicherheit nicht DAS Hauptargument pro Entkriminalisierug. ;)

"Wenn man so argumentiert, kann man alle Krankenkassen gleich abschaffen. Skifahren bedeutet nicht gleichzeitig, dass man sich dadurch ein Bein bricht. Bei Drogen ist eine Sucht oder Spätfolgen dagegen praktisch unvermeidbar, wenn man es übertreibt."

Na eben! Ich hab das "Argument" ja auch aufgegriffen, um für Krankenkassen zu reden, nicht dagegen.
Ob man wirklich süchtig nach einer Droge wird, oder ob es beim gelegentlichen Konsum oder gar beim einmaligen Probieren bleibt, kommt auf die Veranlagung an. Eventuelle Spätfolgen hängen natürlich davon ab, wie verantwortungsvoll man vorgeht. Beim Skifahren und anderen Dingen ist das genauso.

"Wer seine Krankheit wissentlich selbst verursacht, der soll sie auch bitte selbst bezahlen."

Das ist doch Blödsinn. Merkst du nicht, dass du dir da im Grunde selbst widersprichst?
Kein Mensch auf der Welt wird absichtlich gerne krank. Wenn sich jemand FAHRLÄSSIG eine Krankheit oder Verletzung zuzieht, dann kann man vielleicht sagen, er wäre dumm oder so.
Aber sowas gibt es doch wirklich in allen Bereichen. Ob das nun der AIDS-kranke ist, der seine Ansteckung durch verantwortungsvolles Handeln hätte verhindern können. Oder ob das der Unfallverletzte ist, der durch zu dichtes Auffahren einen Unfall provoziert hat.
 
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Hey, hört doch bitte mal auf mit wild in den Raum geworfenen Zahlen und zweizeilern zu Argumentieren. Für die 90% der Cannabiskonsumenten, die auch zu anderen Drogen greifen hätte ich gerne mal eine Quelle.

Das ist doch kein Stil, das ist Vorurteil und Zeigefinger heben.
 
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@ThomasK_7

dann muss man aber bei Alkohol und Tabak anfangen. Denn beides sind die Einstiegsdrogen schlechthin

@andiac

und wenn ich es beim Skifahren übertreibe steigt die Verletzungsgefahr auch auf fast 100%, also hinkt der Vergleich irgendwie schon. Aber gut das eine ist Sport das andere ein Sucht/Genussmittel also auch zwei verschiedene paar Schuhe
 
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Ach von mir aus sollen sies erlauben, wenn sie die Strafen für Straftaten unter drogeneinfluss drastisch verschärfen.

Beispielsweise Autofahren unter Drogeneinfluss = Führerscheinentzug auf unbestimmte Zeit.
 
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@ ThomasSilent

"und wenn ich es beim Skifahren übertreibe steigt die Verletzungsgefahr auch auf fast 100%, also hinkt der Vergleich irgendwie schon."

Verstehe ich jetzt nicht. Ich wollte damit doch auch sagen, dass es beim Skifahren ebenso wie beim Drogenkonsum auf den verantwortungsvollen Umgang ankommt.
Warum hinkt der Vergleich jetzt?

"Aber gut das eine ist Sport das andere ein Sucht/Genussmittel also auch zwei verschiedene Paar Schuhe."

Wenn du es so siehst, dann ja. Anders betrachtet können beides eine Art Hobby sein, was mehr oder weniger gefährlich sein kann.


@ Nossi

"Das ist doch kein Stil, das ist Vorurteil und Zeigefinger heben"

Schau dir den ganzen Thread doch mal genau an! Fast alle Gegenmeinungen bestehen entweder aus Vorurteilen, Missverständnissen oder Ungleichbehandlungen.
Man könnte fast meinen, Drogenabhängige sind der heutige "Judenersatz".
 
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Nein, nein, nein, so einfach ist das nicht.

Ich glaube Andiac du hast den Vergleich mit dem Skifahren gebracht, das ein sehr schlechter Vergleich ist.


Das gesuchte Wort für das, was ich meine heißt: Fahrlässigkeit (und/oder Vorsatz).
...Bewusste und unbewusste Fahrlässigkeit [Bearbeiten]

Strafrechtlich wird zwischen bewusster und unbewusster Fahrlässigkeit unterschieden. Bei der bewussten Fahrlässigkeit (lat. luxuria) rechnet der Handelnde mit dem möglichen Eintritt, vertraut aber pflichtwidrig und vorwerfbar darauf, dass der Schaden nicht eintreten wird. Der Handelnde darf den Erfolg aber nicht billigend in Kauf genommen haben, sonst liegt bedingter Vorsatz (dolus eventualis) vor. Die unbewusste Fahrlässigkeit (lat. negligentia) ist dadurch gekennzeichnet, dass der Handelnde den Erfolg nicht voraussieht, aber ihn doch bei der im Verkehr erforderlichen und ihm zumutbaren Sorgfalt hätte voraussehen und verhindern können.

Der Begriff der Luxuria stammt aus dem Lateinischen und bedeutet neben Prunksucht/Überfülle auch Zügellosigkeit/Übermut. Die letzte Bedeutung meinen Juristen, wenn sie von Luxuria sprechen....

Wenn du also Skifahren möchtest, möchtest du vorsätzlich was tun? Sport. Wenn du dich an die Regeln gehalten hast (Kleidung, Ausrüstung, Vorwissen, usw.) und es passiert trotzdem ein Unfall, kann dir niemand etwas vorwerfen. Pech gehabt, sagt der normale Mensch bei solchen Situationen.

Und was ist damit? Du weißt also vor dem Skifahren, dass du so was machen willst/wirst. Ist das immer noch dasselbe mit normal Skifahren? Nein, weil du absichtlich mit Wissen / Vorsatz von solchen Klippen springen willst/wirst. Wenn dann nämlich ein Unfall passiert, ist das nicht Pech, sondern du warst fahrlässig, bist ein sehr großes Risiko eingegangen, und hast den Unfall in Kauf genommen.

Jetzt kommen wir zu der Geschichte mit Drogen.

Es ist dir von Anfang an klar, dass du durch Drogen gewisse Krankheiten haben kannst. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß (psychische) Krankheiten durch Drogen zu kriegen. Das heißt, du nimmst absichtlich mit Wissen / Vorsatz dieses Risiko in Kauf.

Dieses Klippenspringen da, ich möchte nicht zu sehr hochgreifen, aber keine normale Versicherung der Welt bezahlt dir deine Kosten, falls dir was passiert. Dein Luxus, dein Problem.
Und so sieht es auch mit Drogen aus. Dein Luxus und es sollte dein Problem sein.

Natürlich möchte keiner absichtlich sich gefährden / krank machen, aber das wird sehr wahrscheinlich passieren wenn du (weiterhin) Drogen konsumierst. Du bist fahrlässig, ganz einfach.

Und ich möchte nicht für solche Menschen arbeiten, "gesund" leben, damit die tun was sie wollen und zusätzlich dabei fahrlässig sind.
 
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Also erstmal:
Wenn du gesund lebst für andere und nicht für dich, dann stimmt etwas bei dir nicht.
Aber das nur nebenbei. ;)

Du unterstellst Drogensüchtigen einfach mal pauschal, dass sie einfach tun, was sie wollen.
Das ist so absolut nicht richtig. Sucht ist, wie schonmal geschrieben, ja eine Krankheit. Eine Krankheit ist nichts, was man wirklich will. Hinzu kommt noch bei recht vielen, dass sich das Suchtverhalten auch als eine Art Zwangsverhalten darstellen kann. Natürlich geht derjenige dann seinen Bedürfnissen nach. Aber mit freiem Willen hat das nichts zu tun.

Den Begriff "fahrlässig" habe ich doch oben schon gebraucht. Warum erklärst du den jetzt so breit?

Du hast zwar jetzt ein Beispiel gebracht, wo bei fahrlässigem Handeln die Krankenkassen wahrscheinlich eher nicht bezahlen. Aber es bleiben immernoch genügend Beispiele, wo es doch der Fall ist.
So habe ich z.B. noch nie von einem AIDS-Kranken gehört, der die Kosten für seine Behandlungen und Medikamente selber tragen muss. Bei Krebserkrankungen ist es das gleiche. Und Krebs lässt sich in sehr vielen Fällen auch auf die Lebensweise zurückführen.

Davon abgesehen wäre in meinen Augen eh schon viel erreicht, wenn Drogen wie Cannabis und Opiate entkriminalisiert wären. Und wenn die Mittel dann zu angemessenen Preisen vergeben werden würden, ohne dass sich einer an der Krankheit anderer übermäßig bereichert.

P.S.: Momentan gehst du u.a. dafür arbeiten, dass Drogenkonsumenten polizeilich verfolgt, richterlich verurteilt werden und dann ggf in Haft kommen.
 
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Hattest du nicht mal gefordert, dass man den Menschen wieder mehr Verantwortung überträgt? Was du jetzt sagst ist, dass die Drogensüchtigen überhaupt keine Verantwortung für sich und ihre Krankheit haben. Natürlich haben sie das. Wenn man nie Drogen nimmt, kann man auch nie Drogensüchtig werden.
 
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andiac schrieb:
Du unterstellst Drogensüchtigen einfach mal pauschal, dass sie einfach tun, was sie wollen.
Nein, ich unterstelle Drogenkonsumenten einfach pauschal, dass sie rücksichtslos sind, also mit Absicht Drogen konsumieren um ihren Rausch zu bekommen. Fein, kein Problem, aber dann sollen sich auch selbst um ihre Gesundheit sorgen aus eigener Tasche.

Und bitte komme mir mit diesem Mitleidsnummer "Drogensüchtige" nicht. Dass sie doch krank, also abhängig wären. PECH! Wenn doch niemand Drogen konsumieren würde, gäbe es ja auch diese Krankheit nicht. Genau das versuche ich doch zu bezwecken: keine Drogen mehr auf der Welt -> keine Drogensüchtige mehr. Aber wenn ihr euch unbedingt kaputt machen wollt, denn die Risiken abhängig zu werden sind sehr groß, dann hättet ihr auf mich und viele Menschen hören sollen. Wenn ihr das nicht tut, euer gutes Recht, aber dann dürft ihr nicht diese Mitleidsnummer schieben. (mit ihr/du meine ich alle, die Drogen konsumieren, nicht dich persönlich) .



Das ist so absolut nicht richtig. Sucht ist, wie schonmal geschrieben, ja eine Krankheit. Eine Krankheit ist nichts, was man wirklich will. Hinzu kommt noch bei recht vielen, dass sich das Suchtverhalten auch als eine Art Zwangsverhalten darstellen kann. Natürlich geht derjenige dann seinen Bedürfnissen nach. Aber mit freiem Willen hat das nichts zu tun.
Stimme dir zu. Wie kommt derjenige aber zu dieser Krankheit? Einfach so? Nein, eben nicht, genau das ist doch das Problem. Wenn sie unbewusst süchtig werden würden, kein Problem, die haben mein Mitleid, aber doch nicht bei Drogenkonsumenten. Man kann eben nicht alles auf einmal haben, also sich besaufen/bekiffen und Spaß haben und gleichzeitig keine Nebenwirkungen.


Du hast zwar jetzt ein Beispiel gebracht, wo bei fahrlässigem Handeln die Krankenkassen wahrscheinlich eher nicht bezahlen. Aber es bleiben immernoch genügend Beispiele, wo es doch der Fall ist.
Kann sein, aber wenn Drogen oder Cannabis legalisiert werden sollten, sollte keine Krankenkasse das übernehmen.
So habe ich z.B. noch nie von einem AIDS-Kranken gehört, der die Kosten für seine Behandlungen und Medikamente selber tragen muss. Bei Krebserkrankungen ist es das gleiche. Und Krebs lässt sich in sehr vielen Fällen auch auf die Lebensweise zurückführen.
Weil es auch keinen Menschen gibt, der gewollt / mit Absicht AIDS kranke Menschen sucht um sich selbst zu anstecken. Krebs lässt sich auf die Lebensweise zurück führen? Es gibt Menschen, die niemals geraucht haben, und Lungenkrebs bekommen. Vielleicht kann man auch auf die Lebensweise zurückführen, aber es ist immer noch ein Weg des Lebens! Wogegen eine Psychose bei dir höchstwahrscheinlich nur wegen dem Cannabis aufgetaucht ist, sprich eine bestimmte Sache! Keine in Jahren entstandene "zufällige" Krankheit. Brauchst du Aufklärung über Drogen? Denke nicht.

Davon abgesehen wäre in meinen Augen eh schon viel erreicht, wenn Drogen wie Cannabis und Opiate entkriminalisiert wären. Und wenn die Mittel dann zu angemessenen Preisen vergeben werden würden, ohne dass sich einer an der Krankheit anderer übermäßig bereichert.
In meinen Augen Anabolika und Amphetamine. Was machen wir jetzt?

mfg (tut mir leid, wenn es so klingt, als ob ich dich persönlich angreifen würde, das ist nicht meine Absicht. Falls du es so sehen solltest, möchte ich mich dafür entschuldigen)

PS: Ach und natürlich lebe ich gesund für mich und nicht für andere. Mir ging es auch nicht um das gesund leben, sondern dass ich mich weigere für andere Menschen zu arbeiten, zu bezahlen, die so fahrlässig sind.


edit: wunschiwunsch hat es einfacher und kürzer auf den Punkt gebracht ;)
 
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@ wunschiwunsch

Nein. Ich hab das nicht gefordert. Je nach Fall/Thema fände ich das aber bestimmt sinnvoll.
Ich hab auch nicht geschrieben, dass Drogensüchtige keinerlei Verantwortung für ihr Leben hätten. Ich schrieb lediglich, dass das nichts mit freiem Willen zu tun hat.


@ cerasus

"Nein, ich unterstelle Drogenkonsumenten einfach pauschal, dass sie rücksichtslos sind, also mit Absicht Drogen konsumieren um ihren Rausch zu bekommen."

Das musst du mir erklären. Wieso ist ein Drogensüchtiger rücksichtslos? Wem schadet er, außer vielleicht sich selbst, wenn er Drogen konsumiert?

Davon abgesehen finde ich deine Wunschvorstellung nicht verwerflich oder so, wenn du meinst, es hätte niemand verdient, drogensüchtig zu werden.
Aber mit Verboten erreichst du das erstens nur schwer. Vielleicht könnte man irgendwann dafür sorgen, dass tatsächlich keine Drogen mehr im Unlauf sind.
Gegenwärtig ist das aber nicht vorstellbar.
Außerdem vergisst du dabei ja auch, dass es aktuell jede Menge Abhängige gibt.
Was willst du mit denen machen, wenn auf einmal von heute auf morgen keine Drogen mehr da wären. Zwangsentzüge gab es früher mal. Aber irgendwann hat man auch da eingesehen, dass das einfach unmenschlich ist. Und jetzt gibt es sie nicht mehr.

Du hilfst einem Drogensüchtigen auf alle Fälle mehr, indem du ihn entkriminalisierst und ihm soziale und psychologische Hilfe anbietest, als wenn du ihn kriminalisierst und ihn damit immer tiefer in die Scheiße laufen lässt.

Bei manchen Entkriminalisierungsgegnern bekomme ich btw auch irgendwie das Gefühl, dass eine Art von Neid deren Hauptantrieb sein könnte. Man denkt sich wahrscheinlich "Der erlaubt sich was, was ich mir nicht erlaube. Das geht nicht."

"Weil es auch keinen Menschen gibt, der gewollt / mit Absicht AIDS kranke Menschen sucht um sich selbst zu anstecken."

Den Satz hättest du dir auch sparen können. Denn es gibt auch keinen, der sich mit Absicht durch Cannabisrauchen eine Psychose einfängt. Das Thema haben wir doch gerade schon ausdiskutiert.

"Krebs lässt sich auf die Lebensweise zurück führen? Es gibt Menschen, die niemals geraucht haben, und Lungenkrebs bekommen."

Den Satz auch.. Denn ich schrieb, dass man ihn in vielen Fällen auf die Lebensweise zurückführen kann, nicht in allen.

"Keine in Jahren entstandene "zufällige" Krankheit. Brauchst du Aufklärung über Drogen?"
Lol. Der war nicht schlecht.

Wenn du dich über Psychosen im Zusammenhang mit Cannabiskonsum mal informieren möchtest, lies mal das hier: http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/cannabis-ausloeser-fuer-psychosen-26552.php

Wenn bei jemandem eine Psychose durch Cannabiskonsum ausgelöst wird, dann muss er eine Veranlagung dazu haben. Psychosen entstehen duch unverarbeitete Traumata u.ä.

"In meinen Augen Anabolika und Amphetamine. Was machen wir jetzt?"

Nen neuen Thread auf?
Wir können ja mal Vor- und Nachteile sammeln und gegeneinander abwiegen.

Nebenbei bemerkt: Ich konsumiere keine Drogen. Ich hab aber vor ca. 15-20 Jahren fast alles mal ausprobiert.
 
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andiac schrieb:
@ wunschiwunsch

@ cerasus

Das musst du mir erklären. Wieso ist ein Drogensüchtiger rücksichtslos? Wem schadet er, außer vielleicht sich selbst, wenn er Drogen konsumiert?
Außer vielleicht sich selbst?

Die Studie „Alkohol und Gewalt im Jugendalter“ [6] kam zum Ergebnis, dass Jugendliche im Alter von 13-17 Jahren mit problematischem Alkoholkonsum signifikant häufiger zu Gewalttaten neigen als Jugendliche ohne (problematischen) Alkoholkonsum. Bei Jungen ist rund ein Drittel der verübten körperlichen Gewalt alkoholbedingt, bei Mädchen sind es sogar zwei Drittel. Ein Viertel der Knaben weist einen problematischen Alkoholkonsum auf. Auf dieses Viertel entfallen 50-60 % der durch Knaben verursachten Gewalttaten. Bei den Mädchen sind es 15 %, die einen problematischen Alkoholkonsum aufweisen, diese 15 % begehen 40 bis 50 % der insgesamt durch Mädchen verübten Gewalttaten. Allgemein zeigt sich ein hoher Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und erlebter Gewalt (sowohl als Opfer als auch als Täter), so weist knapp die Hälfte der Jungen und etwa 30-40 % der Mädchen, die Opfer von Gewalttaten werden, selbst einen problematischen Alkoholkonsum auf. Für Abstinente und risikoarm konsumierende besteht demnach eine geringe Wahrscheinlichkeit, sich gewalttätig zu verhalten.

Die Kriminalstatistiken des Jahres 2007 für Deutschland zeigen sogar, dass in manchen Bundesländern bei jeder zweiten Gewalttat, die von Jugendlichen begangen wurde, Alkohol im Spiel war[7] [8].
Entgegen der weit verbreiteten Wahrnehmung finden die meisten Vergewaltigungen im Bekannten- oder Verwandtenkreis statt, eine Vergewaltigung durch einen völlig Fremden („der Mann hinter dem Baum“) kommt äußerst selten vor. So kannten sich z.B. nach einer US-amerikanischen Studie von 2004 lediglich in zwei Prozent aller Fälle Opfer und Täter vor der Tat nicht.[11] Wenn man davon ausgeht, dass Vergewaltigungen unter Lebenspartnern oder nahen Freunden oft gar nicht angezeigt werden, so dürfte der tatsächliche Anteil von Vergewaltigungen durch völlig Fremde sogar noch geringer sein. Gemäß derselben Studie spielten in rund 2/3 aller Fälle Alkohol oder andere Drogen eine Rolle.

Ein Zusammenhang zwischen der Kleidung und dem Auftreten einer Person und ihrem relativen Risiko, vergewaltigt zu werden, konnte bisher statistisch nicht nachgewiesen werden.

Die Beweislage bei Vergewaltigungen ist schwierig, meist steht Aussage gegen Aussage.[12] In der Schweiz erfolgt bei etwa 20 Prozent der 600 jährlich angezeigten Vergewaltigungen ein Schuldspruch.[12]

Und das ist nur ein Bruchteil der Statistiken. Denke mal über die Anzahl auf der Welt. Dir könnten die Zahlen trotzdem recht wenig vorkommen, aber dann würde ich dich bitten und fragen, was es wäre, wenn deine Schwester vergewaltigt worden wäre? Oder dein Vater ständig betrunken ist und sich nicht mehr um den Haushalt kümmert. Oder dein bester Freund deine Freundin ausspannt, weil er betrunken ist. Oder dein Sohn, der Schizophren wird durch Drogen und du dein ganzes Leben dir Vorwürfe machen musst. Oder ein einfacher Joint, der dir Lungenkrebs verursacht. Das ist nur ein Bruchteil meiner Fantasie. Und dann diese Frage: "außer vielleicht sich selbst" !

Schäden müssen nicht nur rein physikalisch sein, sondern können auch auf emotionaler Ebene vorkommen. Und Drogen fördert diese Schäden sehr stark. Allein, wenn du Kontakte zu anderen Menschen brichst, weil du abhängig geworden bist, ist doch ein Verlust für deine Freunde, also ein Schaden.


Davon abgesehen finde ich deine Wunschvorstellung nicht verwerflich oder so, wenn du meinst, es hätte niemand verdient, drogensüchtig zu werden.
Aber mit Verboten erreichst du das erstens nur schwer. Vielleicht könnte man irgendwann dafür sorgen, dass tatsächlich keine Drogen mehr im Unlauf sind.
Gegenwärtig ist das aber nicht vorstellbar.
Tja, du hast das Spiel schon verloren bevor es angefangen hat. Ich dagegen versuche zumindest das Spiel zu gewinnen, obwohl meine Chancen schlecht sind.


Außerdem vergisst du dabei ja auch, dass es aktuell jede Menge Abhängige gibt.
Was willst du mit denen machen, wenn auf einmal von heute auf morgen keine Drogen mehr da wären. Zwangsentzüge gab es früher mal. Aber irgendwann hat man auch da eingesehen, dass das einfach unmenschlich ist. Und jetzt gibt es sie nicht mehr.
Wie macht man es denn heute? Wenn man langsam die Dosis herunter setzen muss, also für die Kur Drogen braucht (welch Ironie), bitte schön. Dagegen habe ich nichts, solange man die Drogen vernünftig einsetzt, kein Problem. Ich rede ja die ganze Zeit von unvernünftigen Zwecken.



Bei manchen Entkriminalisierungsgegnern bekomme ich auch das Gefühl, das eine Art von Neid deren Hauptantrieb ist. Man denkt sich wahrscheinlich "Der erlaubt sich was, was ich mir nicht erlaube. Das geht nicht."
Wieso denn? Ist Drogenkonsum etwas besonderes und deswegen beneidenswert? Und ich denke manche Entkriminalisierungsbefürworter sind Loser und haben Drogen nötig um überhaupt einen Grund zum Leben zu haben. Meine Sicht.

Abgesehen davon, nicht dass ich mich zu rechtfertigen habe, verachte ich aus 2 Gründen Drogen: a) Vernunft und b) Religion. Nicht einmal hatte ich die Neugierde mal "es" auszuprobieren, sprich ich habe nicht ein Schluck Alkohol getrunken, weder Shisha geraucht noch ne Pille runter geschluckt. (Medikamente und Nahrungsmittel lasse ich natürlich weg, denn sonst dürfte ich nicht mal ein Strück Brot essen oder Tee trinken).

mfg
 
AW: Cannabis Legalisierung

Genau das versuche ich doch zu bezwecken: keine Drogen mehr auf der Welt -> keine Drogensüchtige mehr.

Sorry aber du redest zum Teil einen solchen Stuss, geht ja mal garnicht. Dir ist schon bewusst das ca 2/3 aller Drogensüchtigen süchtig nach Medikamenten sind und nicht nach Drogen direkt. Dann schaffen wir doch einfach die Schmerztablette ab, wenn wir schon dabei sind auch jegliche Antidepressive usw.
Denkt doch bitte nicht immer nur stur in eine Richtung sondern befasst euch mal umfassend mit dem Thema Sucht bevor hier sowas zustande kommt was derzeit gefaselt wird. Es geht hier um Cannabis und ihr bringt Heroin oder ähnliches mit ins Spiel. Das wäre ungefähr so wenn ich ein Radler mit 80% Strohrum vergleiche

Das ist nur ein Bruchteil meiner Fantasie.

Schön und in meiner Fantasie regnet es Geld und Liebe - oh man, wir sind hier weder bei wünsch dir was noch fantasier dir was zusammen. Scheint ja ganz gut ohne Drogen bei dir zu klappen ;)

Deine Verachtung ist auch wieder so zweideutig. Informiere dich mal über Drogen innerhalb des frühen Islams. Vorallem bei Soldaten wurden diese angewendet um sie "stärker" für die Schlacht zu machen. Also das deine Religion Drogen grundsätzlich verachtet ist einfach nicht wahr, schließlich haben sie indirekt mitgeholfen die Religion zu verbreiten, was ja meist doch auf dem militärischen Weg geschah. Dafür muss man sich nur geschichtlich ein wenig auskennen.

Vernunft - ja da hast du recht, aber es gibt genauso viele verrückte/kranke Menschen die nie mit Drogen in Kontakt gekommen sind und trotzdem austicken.
 
AW: Cannabis Legalisierung

ThomasSilent schrieb:
Dir ist schon bewusst das ca 2/3 aller Drogensüchtigen süchtig nach Medikamenten sind und nicht nach Drogen direkt. Dann schaffen wir doch einfach die Schmerztablette ab, wenn wir schon dabei sind auch jegliche Antidepressive usw.
Was hat der missbräuchliche Gebrauch von Medikamenten mit einer Legalisierung von Cannabis (was fast ausschließlich missbräuchlich verwendet wird (die MS Patienten, lass ich jetzt einmal außen vor) zu tun? Warum sollte man Schmerzmittel (welche denn? Opiate, NSAIDs,...?) oder Antidepressiva verbieten? Wenn man anderen schon unterstellt, Stuss von sich zu geben, bitte zuerst vor der eigenen Haustüre kehren...

Ich finde es aber immer wieder interessant:
In meinem Bereich wird diskutiert, ob man Pseudoephedrin auf Grund des gestiegenen Missbrauchs in der letzten Zeit in größeren Packungseinheiten in die Verschreibungspflicht aufnehmen sollte und hier wird von einigen ein kompletter Freiverkauf von Cannabispräparaten gefordert...
Cannabis und Opiate sind Medikamente, wenn sie bei entsprechender Indikation korrekt eingesetzt werden. Und das kann der Laie nicht entscheiden und somit haben sie in den Händen von Laien nichts zu suchen.
 
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