Quo vadis BTMG?

AW: Cannabis Legalisierung

<NeoN> schrieb:
Hat denn jemand schon differenziert, welche Folgen der "Droge" per se oder den Zusätzen zuzuschreiben sind?

wenn du mit zusätzen die streckmittel meinst, dann reichen die folgen von unangenehmen kratzen und husten bis zu lebensgefährlichen schäden durch bleivergiftung.

danke an die moderation btw.
 
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Das Problem ist doch das die ganzen Studien (egal welcher Couleur) nur mäßig wertvoll sind.

Wie könnte man denn diese Auswirkungen untersuchen?
Mann müsste in einem Blindversuch Probanden reines und verunreinigtes Dope geben. Man müsste also einer Versuchsgruppe bewusst schädliche Substanzen geben, um dann zu bewerten nicht ob sondern wie groß die verursachten Schäden sind. Und das wird hoffentlich kein Mediziner machen.

Ähnlich verhält es sich doch mit dem Dope an sich. Viele Diskussionen hier drehen sich z.B. darum ob der Konsum psychische Schäden verursacht. Man streitet sich, ob der Schaden schon vorher latent vorhanden den Konsum gefördert hat oder ob der Konsum den Schaden verursachte. Henne oder Ei? Wer war zuerst da.

Und wieder: Man müsste eine große vollkommen abstinente Gruppe nehmen willkürlich teilen und ohne eigene Wahlfreiheit eine Hälfte massiv unter Drogen setzen. Solche Untersuchungen sind nicht möglich.

Also nähern sich sowohl Befürworter als auch Gegner in ihren Studien immer auf Umwegen dem Thema. Und das öffnet eben Tür und Tor um die Studie den eigenen Vorstellungen entsprechend ein zu färben.
 
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WhiteShark schrieb:
Weil man diese Droge sowieso überall erhält, man aber mit geprüftem Anbau und Verkauf für sauberes und ungefährlicheres Dope sorgen könnte, wodurch das potenzielle Risiko sinkt.
Durch die zusätzlichen Steuereinnahmen kann man dann auch Drogenberatungen und ähnliche Programme finanzieren. Geld was bisher im Schwarzmarkt landet.
Und das wende ich dann für jeden Bereich an? Aber um mal bei Drogen zu bleiben, Heroin führt ja nicht zu körperlichen Schäden, also geben wir das doch auch frei. Ist billig zu produzieren und wenn es sauber ist, ist ja alles bestens. Gibt dann auch keine Beschaffungskriminalität bzw Versorgungsengpässe, weil verfügbar und billig. Abhängig wird man von Alkohol und Nikotin auch und das darf ja schließlich auch verkauft werden.

MountWalker schrieb:
@ Ein_Nutzer

Natürlich können Dinge auch dann Quatsch sein, wenn ihr Gegenteil nicht beweisbar ist, nämlich dann, wenn sie nicht angreifbar oder anders gesagt unwissenschaftlich sind. Ich habe ja etwas dazu gesagt, warum ich es als Quatsch bezeichne.
Nun ja, du stellst eine Behauptung auf, die du nicht beweisen kannst. Was ist denn daran bitte wissenschaftlich? Ist aber schön, wenn man Ansprüche stellt, die man selbst nicht erfüllen kann.
 
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Ein_Nutzer schrieb:
Und das wende ich dann für jeden Bereich an? Aber um mal bei Drogen zu bleiben, Heroin führt ja nicht zu körperlichen Schäden, also geben wir das doch auch frei. Ist billig zu produzieren und wenn es sauber ist, ist ja alles bestens. Gibt dann auch keine Beschaffungskriminalität bzw Versorgungsengpässe, weil verfügbar und billig.
Heroin und andere harte Drogen bekommt man aber nicht überall angeboten. Diese sind auch wesentlich gefährlicher. Cannabis ist eine leichte Droge. Da muss man natürlich differenzieren. An anderen Ländern sieht man ja auch das es funktioniert.
 
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WhiteShark schrieb:
Heroin und andere harte Drogen bekommt man aber nicht überall angeboten. Diese sind auch wesentlich gefährlicher. Cannabis ist eine leichte Droge. Da muss man natürlich differenzieren. An anderen Ländern sieht man ja auch das es funktioniert.
Differenzieren in wiefern? Hart und weich? mal ein kurzes Zitat aus Wiki:
Wiki schrieb:
Ebenso zählen psilocybinhaltige psychoaktive Pilze, die in niederländischen Smartshops erhältlich sind, zu den „weichen Drogen“. Weitere „weiche Drogen“ nach niederländischem Recht sind Benzodiazepine, Barbiturate sowie einige Appetitzügler, Opioide und Amphetamine.
Lustig, weil zu den Opioiden gehören ja auch so feinen sachen wie Tramadol oder Sufenta (ratzfatz letzter Schuss) (auch wenn diese jetzt nach neiderländischen Recht "hart" sind) oder paar Benzos an denen man fast so schnell hängt wie an Heroin und mindestens so beschissen wieder von runter kommt. Letzteres gilt auch für Barbiturate. Also wo soll man den Strich ziehen? Und auf welcher Grundlage? Ich kann mir gut vorstellen, dass diverse Pharmafirmen gerne Lobbyarbeit betreiben, wenn abzusehen ist, dass man den Markt für Medikamente frei macht.
Und willst du nach der Zugänglichkeit gehen? Benzos bekomm ich sogar bei meinem Hausarzt, kost mich dann 5€ Zuzahlung für ne 50er Schachtel Tavor. Versuch dafür mal Gras zu bekommen. Und ich muss nicht mal zu nem Dealer in die Illegalität.
Und gefährlichkeit, wie soll man das beurteilen? Die Wirkung von Drogen ist individuell verschieden. Und wer soll dafür bitte die Verantwortung übernehmen? In dem Moment, in dem man einen Stoff zulässt, macht man sich auch verantwortlich.
Mal davon abgesehen, daß Cannabis nicht Cannabis ist. Wie soll man das kontrollieren? Mir kann auch niemand den Sinn von Gras begreiflich machen, das einen nur noch an die Wand schiesst.
 
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dann ist ja dein ganzer Körper eine Droge,

denn der Körper produziert körpereigene Cannabinoide

sehr ihr, Cannabis ist in eueren Genen verankert ob ihr wollt oder nicht

und warum soll man hier im Forum Angst davor haben zuzugeben dass man gelegentlich einen raucht?
Seit ihr schon so schizo, IP hin oder her, dass ihr glaubt die bullen rennen euch wegen 2 joints die Tür ein?
 
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Das ist doch kein Argument, muzaffe.
Die Dosis macht das Gift und eventuell ist es ja ganz gut für den Körper, dass nur er selber bei Bedarf Cannabinoide herstellen kann und nicht von außen zugefürt bekommt?

Der Körper produziert auch Opioide, willst du damit eine Legalisierung von Morphin oder Opium rechtfertigen?
 
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Ein_Nutzer schrieb:
Und wer soll dafür bitte die Verantwortung übernehmen?
Na ganz sicher nicht irgendwelche inkompetenten Sesselfurzer ...

Genau genommen verstößt die derzeitige Drogenpolitik gegen die Grundrechte.
Freie Entfaltung, allgemeine Handlungsfreiheit, Selbstbestimmung, ... und so weiter ...
Aber diese Ideen scheint man heutzutage ja eh schon komplett vergessen zu haben.
 
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Ein_Nutzer schrieb:
Und willst du nach der Zugänglichkeit gehen? Benzos bekomm ich sogar bei meinem Hausarzt, kost mich dann 5€ Zuzahlung für ne 50er Schachtel Tavor. Versuch dafür mal Gras zu bekommen. Und ich muss nicht mal zu nem Dealer in die Illegalität.


Und gefährlichkeit, wie soll man das beurteilen? Die Wirkung von Drogen ist individuell verschieden. Und wer soll dafür bitte die Verantwortung übernehmen?

also, was ich hier rauslese ist übelstes junky verhalten. hauptsache dröhnung, egal was.

zunächst mal ist das ein höchst verantwortungsloser hausarzt, der dir auf persönlichen wunsch benzodiazepine verschreibt. die teile machen nicht nur psychisch innerhalb kürzester zeit abhängig sondern bilden auch eine körperliche abhängigkeit. ganz abgesehen von den schäden, die ein längerer konsum verursachen kann.

die gefährlichkeit kann man beurteilen, in dem man sich die wirkungen, nebenwirkungen und wechselwirkungen eines jeweiligen medikamentes ansieht und dann vergleicht. verwantworung übernimmt hoffentlich jeder selbst, so wie es sein sollte.
 
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@ Konti

Und wer soll es denn in deinen Augen beurteilen bzw. wer konkret ist in deinen Augen kompetent, die Verantwortung zu übernehmen?

Jetzt hört doch bitte auf, mit den Grundrechten zu argumentieren und sie für die Durchsetzung der eigenen Interessen zu missbrauchen...
Ich kann bei jeder Regelung so argumentieren, dass sie gegen die Grundrechte verstößt...

Zornbringer schrieb:
verwantworung übernimmt hoffentlich jeder selbst, so wie es sein sollte.
Vielleicht trifft das in einer futuristischen Gesellschaft zu. Aktuell werden legale Drogen, illegale Drogen und Medikamente (sowohl apothekenpflichtige als auch verschreibungspflichtige) sehr verantwortungslos genommen. Und das obwohl bei den Medikamenten ja eine direkt beratende Instanz bei der Abgabe vorhanden ist (Beispiele für den Missbrauch an apothekenpflichtigen Medikamenten habe ich ja schon in einem vorherigen Post genannt).
Es gehen eben nicht alle verantwortungsbewusst mit entsprechenden Substanzen um. Deswegen benötigt man Regeln (verschreibungspflich/Apothekenpflich/Verbot von Substanzen). Wenn jeder verantwortungsbewusst Autofahren würde, bräuchte man auch so gut wie keine Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Promillegrenzen. Das ist aber genausowenig der Fall.
 
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Seppuku schrieb:
Vielleicht trifft das in einer futuristischen Gesellschaft zu.

man muss auch fragen, verantwortung wem gegenüber? mir, meiner familie, meinen freunden, der gesellschaft, welcher gesellschaft...?

momentan versucht der staat ja ein erziehungsorgan zu sein. funktioniert aber nicht, da sich jeder in seinen eigenen bereichen bewegt. jeder lebt so gesehen eine art pseudo anarchie.

und selbst wenn mir eine person oder eine institution sagt, dass drogen schlimm für mich sind, muss mich das ja immer noch nicht interessieren. stichwort selbstverwirklichung und repression. dann wären wir wieder bei der eigenverantwortlichkeit. aber die bildet sich bei jedem individuell während des verlauf des lebens.
 
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Und bei der Verantwortung, sind wir wieder beim gleichen Debakel, wie beim Alk, wo auch jeder selbst verantwortlich ist.
Schon beißt sich die Katze wieder in den eigenen Schwanz... :rolleyes:

Die "Dagegen" Argumente, sind in den letzten Monaten hier kein Stück besser geworden^^
 
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Ähm.... man sollte hier dringend differenzieren zwischen "Freizeit-Konsum" (nennen wir es mal so) und medizinischen Aspekten!

Sonst könnte ich mich auch zurück lehnen und hoffen, dass Krebs und Parkinson an mir vorbei ziehen... :freak:
Wer Cannabis als Medizin anzweifelt, der kann sich anderweitig informieren.
Das sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe.

Und nur am Rande: In der Medizin ist es nicht verboten.
Ich kenne genug Menschen, die es gegen ihre Krankheiten bekommen.
 
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China schrieb:
Ich kenne genug Menschen, die es gegen ihre Krankheiten bekommen.

lol, es gibt in deutschland nur eine handvoll cannabis patienten und die bekommen teures dronabinol. anbau zur selbstversorgung ist auch diesen cannabis patienten nicht gestattet, obwohl nur eine pflanze für ein jahr ausreichend sein kann. die kosten wären aber nur geringfügig im gegensatz zur dronabinol-therapie.

oder kennst du leute aus californien?
 
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Ein_Nutzer schrieb:
Und ich muss nicht mal zu nem Dealer in die Illegalität.
Dabei gibt es heutzutage wohl die bequeme Möglichkeit sich alles der Post liefern zu lassen.
Das Internet ist ja auch nur ein Abbild der Realität. Im Darknet findet man gewaltige Schwarzmärkte wie im echten Leben. Auf dem größten dieser Schwarzmärkte findet man jede erdenkliche Droge. Die Händler werden wie auf Amazon bewertet und jeder der auch nur etwas mit dem Internet umgehen kann, hat die Möglichkeit sich innerhalb von 2 Tagen alles erdenkliche in den Briefkasten liefern zu lassen.

http://www.forbes.com/sites/andygre...ng-22-million-in-annual-mostly-illegal-sales/
http://www.gq-magazine.co.uk/commen...k-road-online-drugs-guns-black-market/viewall

Durch die kluge Technik, schafft selbst die DEA (derzeit) nicht sowas zu stoppen.
 
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Naja, es gibt zwar in der virtuellen wie in der realen Welt illegale Marktplätze, aber die Risiken sind bei beiden sehr hoch. Ob Silkroad oder Blackmarket und wie sie alle heißen; du würdest bei Leuten kaufen (und sie finanzieren!) die ggf. nicht nur en bissel Dope sondern auch Meth, Waffen, PedoPorn oder gar Menschen anbieten. Du musst über einen Anbieter wie Bitcoin zahlen wo das Geld nach dem Mausklick definitiv weg ist und du nicht weißt ob überhaupt eine Ware komme. Von der Qualität ganz zu schweigen. Die Darkweb Marktplätze sind in meinen Augen eine noch extremere Form der real Live Schwarzmärkte und nutzen in erster Linie dem organisierten Verbrechen.
 
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Bin ich einer der wenigen Menschen bei denen sich diese Thematik eigentlich in den letzten Jahren völlig egalisiert (nicht legalisiert :D) hat?

Früher war dies noch ein für mich ziemlich dissusionsintensives Thema, heute juckt es mich nicht mehr. In meinem Bekanntenkreis gibt es immer noch Freizeit-Konsumenten. Ich verurteile es nicht, ich befürworte es nicht, jeder muss es für sich entscheiden. Und wenn ich etwas haben wöllte so wüsste ich wo ich es bekomme ohne große Angst vor dem Gesetz. Man muss ja nun auch wirklich sagen dass man nicht wirklich viele Probleme mit der Beschaffung hat und auch nicht mit dem Gesetz wenn man diesen Konsum im normalen Rahmen betreibt. Und selbst wenn man einmal mit der Polizei in Berührung kommt ist es eher unwahrscheinlich als kleiner Kiffer damit final belangt zu werden.

Medizinisch sehe ich absolut keine Ansatzpunkte das ganze zu verbieten, wenn es hilft - warum nicht?
 
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Ja Orion... So in etwa. Es ist prinzipiell von der Praxis ab irgendeinem Alter ohnehin irrelevant.
Schade (und fad) bleibt aber der nicht legale Beigeschmack.
Um Praxis brauchen wir uns tatsächlich nicht unterhalten, interessiert keinen, das gekiffe. Gesellschaftlich sind wir ja auch nicht mehr in den 60ern.
Insgesamt wirds aber halt öffentlich noch immer diskreditiert, bzw. schlimmer dargestellt, als es ist...
Also, was bringt die Legalisierung? Praktisch, im Erwachsenenalter nichts. Aber ist das alles? Für mich wärs n gutes Gefühl, so auch im Nachhinein, es legalisiert zu sehen.
Einfach, da die Behandlung dieser Genussdroge nicht verhältnissmäßig ist.
 
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