von Heise:
Die Deutsche Telekom will einem Pressebericht zufolge von der Konkurrenz deutlich höhere Preise für Zugangsleitungen zu den Haushalten verlangen. Das monatliche Entgelt für diese gemieteten Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) solle von bisher 11,80 Euro auf 17,40 Euro steigen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Das Unternehmen habe die Anhebung in seinem Antrag an die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) damit begründet, dass die bisherigen Gebühren bei weitem nicht die tatsächlichen Kosten widerspiegelten. Vor allem der Zinsanspruch für das in den Leitungsnetzen gebundene Kapital werde erheblich unterschätzt.
Ende 2004 hatten Telekom-Konkurrenten rund 2 Millionen Leitungen angemietet. Nach Einschätzung der Regulierungsbehörde werden die Wettbewerber in diesem Jahr eine Million weitere Anschlüsse bei dem Bonner Konzern mieten. Die Entscheidung der RegTP soll laut dem Bericht bis Ende April fallen, da die neuen Entgelte am 1. Mai in Kraft treten sollen. In den vergangenen Tagen hatte die Telekom angekündigt, ihre gesamte Tarifstruktur ändern zu wollen. (dpa) / (tol/c't)
Desweiteren bin ich froh, daß ich von dem Laden weg bin, unfreundlich, unfähig und teuer. Bei mir wurden nach Wegfall des Buchungskontos von T-Online Mahngebühren erhoben, obwohl ich durch Wegfall meiner Flatrate (für den folgenden Monat) eigentlich ein Guthaben hatte und das nicht einmal, sondern gleich zweimal...... Rufnummermitnahme kostet übrigens 7,50 Euro für die erste Nummer und einen gewissen Beitrag für jede weitere Nummer.
@Jack Ryan: Na ja, die Telekom ist ja nicht gerade eine Wohlfahrtsverein. Die RegTP hat nichts gegen Preissenkungen, nur nutzt die Telekom unter Ausnutzung ihres Fast-Monopols und ihrer Kapitalmacht kurzfristige Preissenkungen dazu, um eventuell vorhandene Konkurrenz pleite gehen zu lassen, schafft sich sozusagen die Konkurrenz vom Hals.
Kann sich noch jemand daran erinnern, wie die ISDN Flatrate aufgehoben worden ist und andere Anbieter keine anderen Modelle anbieten konnte, weil die Telekom sich weigerte ein einfaches Abrechnungsmodell zu entwicklen (ging ja glaube ich sogar vor Gericht)? Man kann dieses Vorgehen auch sehr schön zu Anfangszeiten von DSL beobachten, wo die Telekom die Preise am liebsten noch weiter gesenkt hätte, um sich erst einmal einen großen Kundenstamm aufzubauen und andere Anbieter alt aussehen zu lassen. Die RegTP ist im Gegenteil meistens noch zu Telekom-Freundlich, denn schließlich ist der Staat ja Besitzer großer Aktienbestände. Die Verzerrung des Marktes ist nicht durch die RegTP entstanden, sondern dadurch, daß eine Staatsbehörde, die mit Steuergeldern aufgebaut wurde und ein vom Staat verordnetes Monopol hatte, privatisiert worden ist. Nun will der Staat mit der RegTP auch anderen Anbietern eine Möglichkeit bieten, in diesem Bereich Geld zu verdienen, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Alle anderen haben dich schon verstanden, aber du siehst das ganze mit scheinbar mit der rosaroten Brille ;-)