News TKG-Reform: Wie Mieter von neuen Glasfaserregeln profitieren können

Diese Reform wird überhaupt nichts ändern.
Die WEG hat weiterhin zig Hebel, mit denen sie den Ausbau verhindern kann, wenn sie will.

Bislang hatten Mieter das Recht, einen Glasfaseranschluss zu erhalten. Komplett musste ein Gebäude aber nicht ausgebaut werden.
[...]
Wenn ein Gebäude eine Glasfaseranbindung hat (oder der Ausbau kurz bevorsteht), besteht das Recht, die Anschlüsse für sämtliche Wohnungen im Haus auszubauen.
[...]
Im Endeffekt heißt es: Wenn Glasfaser vorhanden ist, erfolgt der Ausbau auch – zumindest irgendwann. Das Widerspruchsrecht der Gebäudeeigentümer wird auf alle Fälle erschwert, was Mietern die Verhandlungen erleichtern dürfte.

Den Blödsinn muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
Wenn ein Haus Glasfaser hat, dann vermutlich weil die WEG dem Hausanschluss zugestimmt hat. Wenn eine einzelne Mietpartei schon Glasfaser hat, warum sollte man den anderen einen Glasfaserausbau verbieten?
Offensichtlich liegt hier bei Eigentümer/WEG keine grundsätzliche Abneigung gegen Glasfaser und bauliche Maßnahmen vor.
Von daher hätte jede andere Mietpartei längst einen Glasfaseranschluss bestellen können.

Was sind denn da mögliche Anwendungfälle?
Eine Kellerwohnung wurde gestattet, aber in den anderen Stockwerken nicht?
Das Gebäude wurde verkauft bzw. die Eigentumsverhältnisse haben sich stark verändert und die neuen Eigentümer sind gegen Glasfaser?
Das sind doch beides edge-cases.
 
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Wie ist die rechtliche Lage, wenn die einzelnen Wohnungen mit CAT-7-Twisted-Pair erschlossen werden? Habe ich als Mieter tatsächlich einen Anspruch auf ein bestimmtes Übertragungsmedium, oder reicht es aus, wenn die üblichen Bandbreiten auch über Kupfer in die Wohnung bereitgestellt werden können?
 
Muntermacher schrieb:
Ist das so? Ich kenne zwei Fälle, die beschreiben wie gerne angeboten wurde, da sie fürstlich entlohnt wurden. Der eine hat eine Schrottimmobilie so renovieren lassen auf Staatskosten, der andere gewinnbringend die anderen Mieter rausgeworfen.
Ja das bestätigt doch nur meine Aussage dass die öffentliche Hand selbst an der im Vergleich winzigen Aufgabe scheitert (seit > 10 Jahren) hier selber Wohnraum zu schaffen statt teuer zu mieten.

Das zeigt halt die fernab der Realität die Forderung ist die sollen jetzt gefälligst 1000x mehr leisten (und das dürfte die Grössenordnung sein weil private Investoren dann einfach alle Investitionen auf lukrativere Märkte verlagern) um den regulären Wohnungsmarkt zu beeinflussen. Die schaffen nicht mal 1/1000 davon - nicht mal ansatzweise.
 
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Vaanir schrieb:
Glasfaser? Brauch ich nicht! Solar? Brauch ich nicht! E-Auto Ladestationen? Brauch ich nicht! ÖPNV erneuern? Brauch ich nicht!
Darum geht es doch garnicht. Es geht darum, dass ich als Eigentümer über das ob, wann und wie zu entscheiden habe.
 
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kachiri schrieb:
Und nochmal: Ein Glasfaser-Anschluss kostet den Eigentümer i.d.R. NICHTS. Gleichzeitig ERHÖHT es den Wert der Immobilie. Warum lehnt man das ab?!
Bei uns sind aktuell die "Drückerkolonen" von TNG unterwegs, vielleicht ist auch deren Auftreten und die Preise eher hinderlich.
Ich habe als Mieter auch den Vorvertrag abgelehnt. Sie wollten die Kosten für meinen DSL Anschluss nicht bis zum Ende der Laufzeit übernehmen.
 
Es wird wohl erst wirklich voran gehen, wenn das Kupfernetz abgeschaltet wird.
Die Telekom hat in ersten Regionen damit begonnen keine Kupferbestellungen für Neuanschlüsse mehr anzunehmen, das führt dazu, dass auch Glasfaserverweigerer, hauptsächlich aus der älteren Generation, einen Ausbau kaum mehr ablehnen können.
Das Preisargument lasse ich auch nicht zählen, der Glasfaser 150 Tarif ist bei der Telekom günstiger, als der VDSL100 Tarif und nur minimal teurer als der VDSL50 Tarif, da kann mir niemand erzählen, dass das das Argument ist, keine Glasfaser zu bestellen.

Ich werde in meiner Mietwohnung vermutlich noch lange auf Glasfaser warten müssen, das liegt daran, dass kein Anbieter das Risiko übernehmen möchte bei uns auszubauen, da meine Wohnung auf dem Gelände eines ehemaligen Römerlagers liegt und beim Graben möglicherweise etwas gefunden werden könnte.
Bei meinen Eltern im Eigenheim baut jetzt Vodafone aus, nicht der Anbieter, den wir uns gewünscht hätten, aber immerhin etwas, die Tarife sind nicht verkehrt, ärgerlich ist nur die Missachtung des Telekommunikationsgesetzes, Vodafone zwingt die Kunden dazu ein Glasfasermodem von denen für 49€ zu kaufen und anzuschließen (wird dann als "Anschlusspreis" verkauft), eine freie Routerwahl besteht nicht.
 
SSorr
Uzer1510 schrieb:
das bestätigt doch nur meine Aussage dass die öffentliche Hand selbst an der im Vergleich winzigen Aufgabe scheitert (seit > 10 Jahren) hier selber Wohnraum zu schaffen statt teuer zu mieten.
Sorry, hatte Dich falsch verstanden und an Mangel an Wohnungen gedacht und weniger an mangelnde Effizienz.
 
Naja das sind garantiert nur Neuanschlüsse im Sinne der Ersterschliessung bei denen es nur Glasfaser gibt und kein Kupfer - also bei Neubau. Wie viele ältere werden da wohl neu bauen?

Das macht beim Neubau sicher Sinn dass man da auf das aktuellste Medium geht - aber Wohnungsneubau in Deutschland ist halt "tot" - ja nicht ganz tot aber so gut wie tot.

95% dürfte Bestandsbau sein - Tendenz steigend.
 
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Ist mal wieder typisch hier, die Kommentare lesen sich mal wieder herrlich!

Wir selbst vermieten, teilweise auch erst Einheiten die 4 Jahre alt sind. Ich bin vor Wochen mit verschiedenen Elektrikern durch die Häuser und Wohneinheiten gegangen und ich kann die ganzen Maßnahmen alle gar nicht benennen.

Teilweise müssen ganze Gärten aufgegraben werden und und und …..

Ich sage nicht das es nicht sinnvoll ist. Aber die meisten unserer Mieter haben eine 500er Leitung, viele davon sind aber auch über 60+. Ob sich da der Aufwand lohnt dafür das die mal Netflix schauen muss sich mir erst noch erschließen .

Das es mal gemacht werden muss, sehe ich ein und da wo wir es umsetzen können ohne große bauliche Maßnahmen machen wir es auch jetzt schon. Bei den großen Einheiten warten wir noch ab welche Kosten auf uns zukommen. Die Leute die von der Telekom selbst kommen geben nämlich einen „F****“ darauf ob da sauber gearbeitet wird.
 
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Glasfaser ist halt nur für die Nerdgruppe wirklich wichtig - dass manche meinen das sei in der Breite wichtig ist sicher nur darauf zurückzuführen, dass halt manche sich nur innerhalb ihrer Blase bewegen.

Das halt wie auf dem Kongress der Radiologen auch sicher einige meinen für die Bevölkerung sei es ganz wichtig dass es viele Trockendocks für 50m Boote gibt :D

Internet 50-100 MBit das ist das was in der Breite wichtig ist - und zwar eher egal wie das ins Haus kommt.

Natürlich ist schneller prinzipiell besser - aber das ergibt sich eh von alleine zum einen Glasfaser sei nun der heilige Gral ist genau der gleiche Unsinn wie vermutlich damals mit Faxgeräten.

Glasfaser ist morgen auch nur der alte Scheiss von gestern.
 
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Völlig zu kurz gedacht. Wenn dann irgendwann die 50-10Mbit nicht mehr reichen und man für schnelleres Internet ne ordentliche stange Geld für den Ausbau/Anschluss zahlen muss wird dann wieder rumgeheult dass das alles sooo teuer sei.

Aber hey wer bin ich schon, vermutlich ein 60 Jähriger Boomer oder ein weisser Mann (was für eine bescheuerte Katergoriserung von Leuten)
 
Wie gesagt in Asien 10 Gbit per 5.5G schon heute mit 6G dann 1 TBit.

Andere Länder sind schon weiter als Glasfaser.+
 
Uzer1510 schrieb:
https://www.zeit.de/news/2021-07/06/viele-junge-leute-verzichten-komplett-auf-festnetztelefon

"Etwa die Hälfte dieser Verbraucher hat gar keinen entsprechenden Anschluss."
Der Artikel aus 2021 beschreibt "Festnetztelefonanschlüsse" und ihre Nutzung für das Telefonieren. Was soll das dies konkret für Rückschlüsse auf den Bedarf und die Nutzung von Glasfaser ermöglichen?
Uzer1510 schrieb:
... im Land des Faxes ...
Man mag das Fax belächeln, aber bisher gibt es meines Wissens nach keine verbreitete Alternative für eine gleichartige rechtssichere Zustellung von Dokumenten.
 
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Uzer1510 schrieb:
Aber bei Aussagen bei denen ich der Meinung bin selbst meine Oma (90+) kann das alleine mit google in 10 Sekunden herausfinden ohne dass ich sie an die Hand nehmen muss mache ich das halt dann nur auf Anfrage.
Aua aua aua aua, hast du die Quelle überhaupt gelesen?

Es geht um Telefonie, nicht um Internet

„Die Erkenntnis: Je jünger, desto unwichtiger ist das altbewährte Telefon mit seiner Leitung bis in die Wohnung“

Deine 90 Jahre alte Oma sollte sich dafür schämen,
 
Besuz schrieb:
Mich würde folgendes interessieren:
Angenommen es gibt nur DSL, der GF Ausbau wird durch den Vermieter blockiert und das Kupfernetz irgendwann abgeschaltet - wie sieht es dann mit Mietkürzung aus?
Soweit ich das sehe, gehört eine Anschlussmöglichkeit ans Telekomunikationsnetz zur Grundausstattung von Wohnraum, sofern es im Mietvertrag nicht explizit anders festgelegt ist. Ein vorhandener, aber nicht funktionierender Anschluss (also Telefondose vorhanden, aber Kupfernetz abgeschaltet) berechtigt dann potentiell auch zur Mietminderung und der Vermieter muss entsprechend nachbessern.

https://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/t1/telefon.htm
https://www.vermieterwelt.de/beitra...-rechte-und-pflichten-fuer-private-vermieter/
 
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Capet schrieb:
Man mag das Fax belächeln, aber bisher gibt es meines Wissens nach keine verbreitete Alternative für eine gleichartige rechtssichere Zustellung von Dokumenten.
äh doch signierte elektronische Dokumente die funktionieren überall auf der Welt bei der Kommunikation mit Behörden etc und sind 100x sicherer als Fax. Fax spoofing ist nichts kompliziertes und wird von Spammern eingesetzt - naja nicht massenhaft weil es kaum mehr Faxgeräte gibt. Fax Spoofing ist so im Bereich 14 jähriges Script Kiddie von der Sicherheit her :D
Ergänzung ()

RedPanda05 schrieb:
Aua aua aua aua, hast du die Quelle überhaupt gelesen?

Es geht um Telefonie, nicht um Internet

„Die Erkenntnis: Je jünger, desto unwichtiger ist das altbewährte Telefon mit seiner Leitung bis in die Wohnung“

Deine 90 Jahre alte Oma sollte sich dafür schämen,

Da steht dass 50% überhaupt keinen Festnetzanschluss mehr haben von denen die ihn nicht nutzen.

Welcher dsl Anschluss kommt denn ohne Festnetz? Das ist ein obligatorisches Bundle bei sicher 95% im privaten Bereich eine Nummer ist bei fast allen dabei.

50% haben zwar einen Festnetzanschluss aber nutzen die Telefonfunktion nicht = Datennutzer die anderen haben gar nichts Festznetzmässiges

Ne sorry meine Oma würde den Text tatsächlich verstehen die ist keine Low IQ Performerin und auch fit was
Technik angeht.
 
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Ich dachte die jungen Leute gucken alle Netflix und so, statt "lineares Staats-TV". Wie kommt das denn auf den TV? Per Handy? Oder macht man heute Binge Watching heute auch schon am Handy?
 
NoNameNoHonor schrieb:
Und DG ist halt keine richtige Alternative, bekommt man doch statt richtigem IPv4 nur CGNAT - also nix "ach so toller Glasfaseranschluss" ...
IPv4 würde ich heute nicht mehr nachweinen
 
kachiri schrieb:
Der große Fehler war die Privatisierung. Früher hat der Staat bzw. die Kommune Wohnungen gebaut. Oder man selbst.
Um Geld in die Kasse zu spülen, haben die meisten großen Städte im vorletzten Jahrzehnt fast alle Sozialwohnungen verkauft.
 
Stanzlinger schrieb:
Doch, so hab ich das gemacht. Einfach gekauft. Ohne Erbe. Ohne Millionär zu sein.
Und du bist der Standard ja?
Es kann nicht jeder Eigentum kaufen und wird es auch nie. In keinem mit bekannten Land gibt es eine 100% eigentümer quote. Es ist nicht von der Hand zu weisen dass es in anderen Ländern Europas aber deutlich einfacher ist Eigentum zuerwerben als in Deutschland, gerne Statistiken zur quote bemühen. Der ganze vermeintliche Reichtum den wir haben ist auch illusorisch, weil eben viel davon gemietet ist. Lässt sich gut recherchieren wie wir im Durchschnitt zu anderen Ländern stehen, Portugiesen und auch Griechen gelten im Schnitt als vermögender als wir wegen der hohen Eigentumsquote. Und auch innerhalb Deutschlands gibt es unterscheide, irgendwo in nem 500 seelendorf ist es eher weniger problematisch, aber wenn wir von Großstädten reden wird es ganz anders. Aber wir driften ab, Glückwunsch zum Erwerb der Immobilie
 
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