Tresor für HDDs?

Oder halt einfach im Garten verbuddeln. Da brennt es für gewöhnlich auch nicht ;)

Mein "Problem" wäre bei der ganzen Geschichte eher, dass ich wahrscheinlich zu faul wäre, um alle paar Tage meine Festplatten aus Tresor oder Bankschließfach zu holen, um sie zu aktualisieren.

Alternativ könnte ich mir noch einen "normalen" vServer vorstellen. Da zahlt man normalerweise nach Betriebsstunden. Soll heißen: Backup machen. Server herunterfahren. Kosten = 0.
 
HDDs sollte man aber auch mal wieder mit Strom versorgen! Jahrelang einschließen kann bewirken, dass sie danach einfach leer sind oder nicht mehr funktionieren.

Also HDDs sind als Langzeitsicherung nicht gerade toll!

Nur als Info, so ganz klar ist mir nicht, welche Sicherungsmedien du verwendest. Für 10 TB bleiben ja fast nur HDDs oder Bänder.
 
"Cloud" muss keine 100€/Monat kosten und vernünftige Tresore kosten eben.

Da es sich nur um Backups mit vermutlich selten ändernden Daten handelt:
hubic, bis zu 10TB für 50€/Jahr oder 5€/Monat. Soll relativ lahm sein was man so liest aber eben billig. Ebenfalls lahm und wirklich als Archive/Backup Speicher konzipiert ist Amazons Glacier mit je nach Region 0,004€/GB pro Monat. Bei 10 TB also 40€ monatlich.
Oder ein 2bay NAS mit einer HDD >12TB rein oder zwei wenn hohe Verfügbarkeit gewünscht und dann in anderen Brandabschnitt stellen und darauf sichern.
 
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Audi2000 schrieb:
Da fällt mir spontan Thomas Gottschalk ein, der hatte einen feuerfesten Tresor "Made in Germany" in seiner abgebrannten Villa und alle Papiere samt Orden waren danach verkohlt.
Wenn es außerhalb vom Tresor lange genug heiß ist wird auch das Innere heiß. Irgendwann brennt dann der Inhalt (solange noch O² für die Oxidation verfügbar ist) bzw. wird zumindest durch die Temperatur beschädigt.
Caine1 schrieb:
ja nimm ma. ca 100 CD Alben als FLAC, das frisst alleine schon extrem viel ....
Ja, so 35-40GB.

Denke auch dass du mit den ausgelagerten Platten schon ganz gut abgesichert bist. Gegen Diebstahl hilft Verschlüsselung.
 
Ein normaler feuersicherer Tresor wird in dem Fall nicht viel bringen, Datenträger sind (wie schon erwähnt) etwas empfindlicher als normale Dokumente. Du würdest also darauf achten müssen, daß es sich ausdrücklich um einen Tresor für Datenträger handelt. Auch würde ich mir die Tauglichkeit für Festplatten und/oder Flash-Speicher ausdrücklich zusichern lassen. Außerdem garantieren die Hersteller die Unversehrtheit des Inhaltes natürlich immer nur für eine bestimmte Zeit. Zwar sollte ein Tresor auch Schutz gegen Löschwasser bieten, aber auch da würde ich mich nur auf die Angaben verlassen die auch tatsächlich im Datenblatt stehen.

Letztendlich kannst nur du entscheiden, ob deine Daten die aufgerufenen Preise (die durchaus im 4 stelligen Bereich liegen können) wert sind.
 
Ich hab mal im Außendienst bei der Fa. Mauser unter anderem auch Tresore und Bankentresor-Anlagen verkauft für die Marke "Rosengrens"
Ein Tresor den Du suchst findest Du nicht im normalen Handel - wie hier schon angedeutet wurde musst Du erstmal mit der Versicherung klären was sie bei welchen Schutz-Anforderungen Deinerseits fordert und je nach Schutzklasse leistet! - Richte Dich dann auf minimum 4-stelligen Betrag im oberen Bereich ein, wenn der Tresor was taugen soll.
Bei 10TB über Cloud wirst Du arm und dauert bei den heutigen für uns Normalos erhältlichen Leitungen ewig.
Beste Variante ist hier schon genannt eindeutig Bankschließfach, aber auch dort klären mit Bank und Versicherung wozu Du genau es benötigst damit Dir das richtige mit entsprechend passender Schutzklasse geboten wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Masamune2 Könnte man da nicht einfach einen 10TB TrueCrypt Container erstellen und dort dann immer wieder Daten hinzufügen / überschreiben?
 
iSight2TheBlind schrieb:
Wie viele von den CDs sind nicht wiederbeschaffbar?

Das wäre auch meine Frage gewesen. Wenn das normales, kommerzielles Zeugs ist bekommt man das problemlos wieder beschafft.

Meine "sicherungswürden Daten" sind übrigens ca. 55 Megabyte groß. Alles andere ist entweder nicht tragisch wenns weg ist oder wiederbeschaffbar.

Kumpel hat das Dropbox Plus Abo für 100€ im Jahr weil er seine 800GB Urlaubsfotos nicht verlieren will im Fall der Fälle.

Was man für sicherungswürdig hält ist schon recht individuell.
 
Ob es mit einem True-/Veracrypt Container funktioniert weiß ich gar nicht, dazu müsste der Backblaze Client erkennen wenn nur wenige Byte eines Container geändert werden und dann nur die Ändeurngen hochladen statt den kompletten Container. Kann man aber schnell testen ob dem so ist.

Ansonsten verschlüsselt man die Daten vorher mit Cryptomator und läd dieses Dateien dann hoch. Das ist für den Benutzer relativ bequem und die Verschlüsselung transparent, die Software ist Open Source und der Cloudanbieter sieht garantiert nichts mehr.
 
Ich würde vorschlagen ein Backup bei der Familie und damit an anderem Standort zu lagern. Mit einem weiteren Satz Datenträger kann man dann bei Besuchen den Satz alte Datenträger gegen die neuen tauschen.
Hat den Vorteil, dass die hdds regelmäßig mit Strom wieder versorgt werden und man das alles auch umgekehrt für die Familie mitmachen kann => Lösung für dich und deine Familie die nur etwas Aufwand kostet.
Problematisch wird es wenn die ganze Familie im selben Haus wohnt.
 
Audi2000 schrieb:
Da fällt mir spontan Thomas Gottschalk ein, der hatte einen feuerfesten Tresor "Made in Germany" in seiner abgebrannten Villa und alle Papiere samt Orden waren danach verkohlt. Wird also nicht leicht sein, da etwas zu finden, das am Ende auch alle Produktversprechungen einhält.
wie hat sich der hersteller gerechtfertigt zu dem fall? gab es schadensersatz?
gottschalk hat ja mehrer wohnsitze und vermutlich die unterlagen in doppelter ausführung, an unterschiedlichen wohnorten. das ist meiner meinung nach auch am besten. wohnsitz deutschland und einen spiegel im ferienhaus in frankreich. schwierig wird es bei daten, die sich regelmäßig verändern. aber das wird sich noch geben, wenn wir erstmal im gigabit zeithalter leben.
 
Einen Sche** wird der Hersteller machen. Es gibt bei solchen Produkten ganz klare Aussagen zur "Feuerfestigkeit". Nämlich bis zu welchen Temperaturen und wie lange der Safe etc dagegen schützt. Die Schutzstufen sieht man z.B. hier: https://www.eisenbach-tresore.de/info/feuerschutz-brandschutz-stufen.html
Wenn ein Brand eben nicht (rechtzeitig) gelöscht wird oder ggf. Stoffe in der Nähe gelagert werden, die die Temperatur nach oben treiben ist das nicht das Problem des Tresor-Herstellers.
Auch ein Safe schützt nicht vor Totalverlust sondern erhöht nur die Verfügbarkeit und macht Backups nicht obsolet ;)
 
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capitalguy schrieb:
wie hat sich der hersteller gerechtfertigt zu dem fall? gab es schadensersatz?
gottschalk hat ja mehrer wohnsitze und vermutlich die unterlagen in doppelter ausführung, an unterschiedlichen wohnorten...
Da musst du ihn selbst fragen. Der Text von Rilke jedenfalls war einmalig, ist mit in Flammen aufgegangen und hätte auch nicht lange durch den Tresor geschützt werden können. Waldbrände Kalifornien 2018
 
dann braucht es eben noch eine sprinkleranlage, wie schützen sich denn museen gegen brände?
dort gehört nämlich die schrift von rilke hin. ist der orden aus gold oder warum legt er ihn in den save? daten liegen bei gottschalk wohl auf 2 kontinenten und in der cloud, aber unklar ist immer noch ob digitale daten überhaupt so alt werden können wie die höhlenmalerei. theoretisch schon, praktisch wissen wir es nicht.
 
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