Typ Netzwerkkabel

Ravidas

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Hallo alle zusammen.
Ich muss meine Eltern, die gerne in der Vergangenheit (also DSL3000) leben, langsam mal zu ihrem Glück zwingen ins 21. Jahrhundert zu reisen. Konkret bedeutet das: ihr Telekomanschluss gibt aufgrund der Distanz zum KvZ nicht mehr als die oben genannte Geschwindigkeit her, obwohl neuerdings per Kabel über 240MBit verfügbar wären.
Der Aufbau im (Einfamilien-)Haus ist wie folgt: aus einem mir unerfindlichen Grund hat man sich dazu entschieden die DSL-Buchse bis unters Dach zum Arbeitszimmer zu verlegen und von dort sternförmig (über einen Switch) die Zimmer mit LAN zu versorgen. Soweit so gut.
Der Kabelanschluss liegt allerdings im Erdgeschoss und weit weg von jeglicher Verbindung nach oben. Daher meine Überlegung: ein neues Kabel muss gezogen werden, vom Kabelanschluss zum Switch, so dass ich später nur das Kabel aus dem alten Router rausnehme, das neue reinstecke, und alles läuft (mehr oder weniger). Zum ziehen würde ich das Kabel durch den stillgelegten Kaminschacht ins zweite Stockwerk hochziehen, der bis auf die Leitungen der Solaranlage leer ist und auch nicht mehr genutzt werden kann.

Jetzt die große Preisfrage: Die Distanz beträgt mindestens 30 Meter, vllt sogar etwas mehr. Gibt es dazu eine Empfehlung, was das Kabel können muss, worauf ich achten muss?

Gruß und danke schon mal im Vorraus
 

NeoExacun

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Da reicht alles ab Cat.5 aus. Ich würde an deiner Stelle einfach ein stinknormales Cat.6-Kabel kaufen, damit solltet ihr ausreichend lange bedient sein. 30m sind kein Problem für Ethernet.
 

KillerCow

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Nimm cat7 Verlegekabel in der Variante S/FTP oder S/STP und Tacker an beide Enden eine Dose/Patchfeld.

Wenn möglich, dann verlege das Netzwerkkabel mit etwas Abstand zu sonstigen energieführenden Leitungen.
 

DeusoftheWired

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ihr Telekomanschluss gibt aufgrund der Distanz zum KvZ nicht mehr als die oben genannte Geschwindigkeit her, obwohl neuerdings per Kabel über 240MBit verfügbar wären.
DSL und DOCSIS benutzen zwei verschiedene Techniken und unabhängige Infrastrukturen, haben also nichts miteinander zu tun. Die Entfernung zur Kopfstation hat bei DOCSIS viel weniger Einfluß auf die erreichte Bandbreite als die Leitungslänge bei DSL.

Der Aufbau im (Einfamilien-)Haus ist wie folgt: aus einem mir unerfindlichen Grund hat man sich dazu entschieden die DSL-Buchse bis unters Dach zum Arbeitszimmer zu verlegen und von dort sternförmig (über einen Switch) die Zimmer mit LAN zu versorgen. Soweit so gut.
Hat das EG keine Netzwerkdose abbekommen?


Der Kabelanschluss liegt allerdings im Erdgeschoss und weit weg von jeglicher Verbindung nach oben. Daher meine Überlegung: ein neues Kabel muss gezogen werden, vom Kabelanschluss zum Switch, so dass ich später nur das Kabel aus dem alten Router rausnehme, das neue reinstecke, und alles läuft (mehr oder weniger). Zum ziehen würde ich das Kabel durch den stillgelegten Kaminschacht ins zweite Stockwerk hochziehen, der bis auf die Leitungen der Solaranlage leer ist und auch nicht mehr genutzt werden kann.
Möglich. Am besten stellst du aber mal in einer Skizze die einzelnen Etagen, Anschlußpunkte, Router/Modemaufstellorte, Switche, Leitungswege, Netzwerkdosen, Leerohr falls vorhanden und den Kaminschacht dar.

Jetzt die große Preisfrage: Die Distanz beträgt mindestens 30 Meter, vllt sogar etwas mehr. Gibt es dazu eine Empfehlung, was das Kabel können muss, worauf ich achten muss?
Ethernet ist bis 100 m spezifiziert, und das nicht mal mit einem sonderlich speziellen Kabel. Die Anforderungen für Cat5 erfüllt heute jedes Billigkabel. Beachten solltest du nur, daß man für alles, was nicht die Strecke zwischen Dose und PC ist – also richtiges Verlegen – auch Verlegekabel und kein Patchkabel nimmt. Das wird üblicherweise aber ohne Stecker ausgeliefert, denn die Enden werden mit einem LSA-Werkzeug auf eine Dose bzw. ein Patchfeld aufgelegt.
 

Ravidas

Cadet 4th Year
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DSL und DOCSIS benutzen zwei verschiedene Techniken und unabhängige Infrastrukturen, haben also nichts miteinander zu tun. Die Entfernung zur Kopfstation hat bei DOCSIS viel weniger Einfluß auf die erreichte Bandbreite als die Leitungslänge bei DSL.
Das ist mir bewusst, das ganze wäre entsprechend auch mit einem Anbieterwechsel verbunden. Aber wegen der Distanz zum KVz sind eben keine Reserven im Telefonkabel mehr.


Hat das EG keine Netzwerkdose abbekommen?
Hat es, allerdings nur auf der anderen Seite des Hauses, also nichts in sinnvoller Reichweite.


Möglich. Am besten stellst du aber mal in einer Skizze die einzelnen Etagen, Anschlußpunkte, Router/Modemaufstellorte, Switche, Leitungswege, Netzwerkdosen, Leerohr falls vorhanden und den Kaminschacht dar.
Leitungswege und Leerrohre sind allesamt schon voll, sonst wäre das ganze ne ganze Spur einfacher.

Ethernet ist bis 100 m spezifiziert, und das nicht mal mit einem sonderlich speziellen Kabel. Die Anforderungen für Cat5 erfüllt heute jedes Billigkabel. Beachten solltest du nur, daß man für alles, was nicht die Strecke zwischen Dose und PC ist – also richtiges Verlegen – auch Verlegekabel und kein Patchkabel nimmt. Das wird üblicherweise aber ohne Stecker ausgeliefert, denn die Enden werden mit einem LSA-Werkzeug auf eine Dose bzw. ein Patchfeld aufgelegt.
Also in meiner Vorstellung war es einfach nur ein nun 30m Kabel zwischen Modem und Switch (der Switch würde, wie gesagt, weiter unter dem Dach bleiben, die alte Infrastruktur also im wesentlichen erhalten bleiben). Ich bin jetzt gerade verunsichert ob ein minCat5-Kabel da jetzt reicht?
 

Brudertuck

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Nimm ein Cat7 Verlegekabel. Mach an beiden Enden eine Dose ran und fertig. Dann mit Patchkabel zum Modem und zum Switch am anderen Ende. Das LSA Werkzeug zum Auflegen der Dosen kostet etwa 5 Euro und kann man immer mal gebrauchen. Es gibt auch Stecker die man direkt auf Verlegekabel montieren kann. Zur Not wäre auch das eine Möglichkeit.
 

NeoExacun

Lieutenant
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Mindestens cat.6a, damit du Ruhe hast, falls sich 10Gigabit-Ethernet irgendwann mal durchsetzen sollte ;)
Cat6a wäre natürlich noch besser, doch auch Cat.6 ist für 10G spezifiziert. Mal ganz abgesehen davon, dass dieses Kabel nur den Traffic des Internetzugangs tragen muss. Dieser wird in absehbarer Zeit wohl eher keine 10G erreichen^^

Also in meiner Vorstellung war es einfach nur ein nun 30m Kabel zwischen Modem und Switch (der Switch würde, wie gesagt, weiter unter dem Dach bleiben, die alte Infrastruktur also im wesentlichen erhalten bleiben). Ich bin jetzt gerade verunsichert ob ein minCat5-Kabel da jetzt reicht?
Ja, Cat.5 reicht aus. Doch nimm lieber Cat.6 oder höher, die paar € Aufpreis werdet ihr verkraften.
 
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