Was ihr schon immer wissen wolltet... 3 (1. Beitrag beachten)

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Was er meint war folgendes:
du zielst hier von der Erde aus auf einen beliebigen Punkt am Nachthimmel, sagen wir also irgend einen Stern. Dann bewegst du den Laserpointer dass er auf den Mond zeigt. Bis das Licht auf dem Mond (und vor allem den Stern) tatsächlich ankommt vergeht einiges an Zeit, aber die Distanz zwischen Stern und Mond hast du in praktisch unter einer Sekunde zurückgelegt.
Während hier auf der Erde zwischen den verschiedenen Winkeln vlt. nur 2 oder 3 cm "Luftlinie" auseinander liegen, so liegen im Weltall doch Lichtjahre dazwischen. Und diese Lichtjahre hättest du theoretisch binnen kürzester Zeit überbrückt.

Natürlich ist diese Ansicht fehlerbehaftet und keinesfalls reell, er sagt ja schon selbst: das ist nur eine "virtuelle" Überlichtgeschwindigkeit. Einfach deshalb, weil man hier das falsche betrachtet. Denn das Licht bewegt sich ja eigentlich nicht zwischen Stern und Mond, sondern zwischen Erde und Weltall und man könnte sich jetzt nur vorstellen, diesen Strahl auch quer zu seiner eigentlichen Ausbreitungsrichtung zu verfolgen. (Siehe Anhang)

Wie gesagt... dass es nicht korrekt ist, ist klar. Soll nur verdeutlichen was der Poster meinte ;)
 

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ja aber diese virtuelle Geschwindigkeit tut nichts zur Sache.
Wenn du damit informationen übertragen willst (und darum geht wes bei der Sache. Die Lichtgeschwindigkeit ist nciht die maximale Geschwindigkeit im All, sie ist die maximale Informationsausbreitungsgeschwindigkeit) wird das nicht funktionieren. Erklär mir wie man das machen will?
MAn könnte sagen, "ok du mann im mond, wenn der lichtpunkt auf der Sonne verschwindet und stattdessen zu dir wandert, dann geh kacken"
Wenn du den Pointer dann umlenkst, wird der mann im mond aber für weitere 8 1/2 minuten einen Lichtpunkt auf der Sonne sehen.
 
jhoech schrieb:
@TStarGermany

Ich glaube du machst einen Fehler: Du übersiehst die Massenträgheit der Brücke. Braucht man da jetzt auch unendlich Energie für das Beispiel? Weil, was ist schneller:

1. In dem Moment in dem du denkst auf den Auslöser eines Laserpointers zu drücken und das Licht die Arbeit machen lassen die es sehr gut macht.
2. In dem Moment in dem du denkst eine schwere Brücke einen Millimeter zu bewegen.

Also ich kann das Prinzip auch ausweiten, vielleicht wirds dann klarer, warum elektromagnetische Strahlung ihre Aufgabe LANGSAMER erledigt als meine "Loesung"

Abwandlung:

- Statt der Lichtsekunde befinden sich jetzt beide Enden der Bruecke an gegenueberliegenden Enden des Universums, d.h. die Bruecke ist (je nach Theorie) zwischen 96 Milliarden und Googleplex Lichtjahre lang.

- Dank ueberlegener Materialforschung wiegt diese Bruecke soviel, dass sie durch ein leicht zu erzeugendes Gewicht angestossen werden kann (sowieso der Fall, aber liegt halt dann an der Masse der Bruecke, fuer prinzipielle theoretische Ueberlegung aber eh nicht wichtig).

- Es wird vereinbart : 1cm druecken/ziehen an der Bruecke steht fuer 1/0, also binaere Ausdrucksweise und soll so Datensaetze uebertragen.


Was soll mich jetzt theoretisch (mal abgesehen davon, dass niemand diese Bruecke bauen kann) davon abhalten, zeitgleich hier Daten durch Bewegung der Bruecke zu erzeugen, die am anderen Endes des Universums dann nicht zeitgleich ankommen ?

Dafür müsste man aber Physik studiert haben denke ich..
Naja, vielleicht hat das ja einer studiert und kann Auskunft erteilen...
 
@.mojo: deswegen hab ich und auch der Poster mehrmals erwähnt, dass es sich nur um eine virtuelle Überlichtgeschwindigkeit handelt. ;)
 
War ja auch nur ein Gedankenexperiment ;)
 
Zum Thema Brücke und überlichtschnelle Datenübertragung:
TStarGermany, hätte recht, wenn es ein Material geben würde, dass man nicht komprimieren könnte. Afaik ist mir aber kein Material bekannt, dass man nicht stauchen könnte. Ich denke auch nicht, dass so ein Material existieren kann.

Im Normalfall würde man das Material stauchen, sobald man ein Ende antippt. Diese Kompressionswelle, man könnte auch eventuell Körperschall dazu sagen, würde sich auf alle Fälle mit Unterlichtgeschwindigkeit bewegen.
 
TStarGermany schrieb:
Was soll mich jetzt theoretisch (mal abgesehen davon, dass niemand diese Bruecke bauen kann) davon abhalten, zeitgleich hier Daten durch Bewegung der Bruecke zu erzeugen, die am anderen Endes des Universums dann nicht zeitgleich ankommen ?
Ich als Laie stelle mir die Brücke auf atomarer Ebene als Perlenkette vor.

O-O-O-O-...-O
Atom 1-Verbindung1-Atom2-Verbindung2-...-Atom_n

Beim Ziehen am äußeren Atom (Atom 1) wird zunächst Verbindung1 gedehnt (Trägheit), dann wird Atom2 angezogen in Richtung Atom1, wobei Verbindung1 wieder ihre ursprüngliche Länge annimmt.
Das setzt sich dann fort in Form einer Welle. Die Geschwindigkeit dieser Welle kann bekanntlich nicht höher als c sein.

Ergo würde Atom_n erst dann bewegt werden, nachdem sich die Welle vollständig von 1 nach n ausgebreitet hat.
 
Bei seiner Brücke sind die Atome dicht an dicht und es gibt keine Massenträgheit. dann passt es ;-)
Denn alleine die Massenträgheit würde ja ansonsten verhindern das das ganze schnell hintereinander ausführbar ist.
 
Nasenbär schrieb:
Bei seiner Brücke sind die Atome dicht an dicht und es gibt keine Massenträgheit. dann passt es ;-)
Die Frage war aber, ob es in unserer Realität geht und nicht in seiner Fantasie...
Also ob es überhaupt so einen Stoff geben kann und wenn nein, warum nicht.

@sudfaisl
Danke, diese Quelle erklärt einiges... :)
 
Zuletzt bearbeitet:
naja, neutronensterne sind wie der name schon sagt aus neutronen aufgebaut. Da diese keine LAduing haben stoßen sie sich auch nicht gegenseitig ab und sitzen somit press aneinander.
Es wird vermutet, dass es auch Quarksterne geben könnte, die unter solchem druck stehen, dass sich die neutronen in ihre bestandteile, die Quarks, auflösen, das wäre dann die dichteste bekannte Form von Materie und nicht weiter kompressibel...
... wenn es da nicht noch schwarze Löcher gäbe.
 
Merlin-.- schrieb:
Das setzt sich dann fort in Form einer Welle. Die Geschwindigkeit dieser Welle kann bekanntlich nicht höher als c sein.

So meinte ich das mit meiner Aussage, dass die Information durch die Brücke nicht schneller als mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden kann.


Bei einer derart dichten Brücke mit einer so großen Masse dürfte die dadurch erzeugte Gravitation ein weiteres Problem sein :evillol:.
 
Merlin-.- schrieb:
Die Frage war aber, ob es in unserer Realität geht und nicht in seiner Fantasie...
Also ob es überhaupt so einen Stoff geben kann und wenn nein, warum nicht.
Ich glaube ihm ginge es mehr um das Gedankenexperiments. In Realität wird das aus schon von anderen genannten Gründen wohl nie Möglich sein.
Ich meine alleine eine hauchdünne Brücke zwischen 2 Punkten im Universum zu bauen wird wohl nie Realität werden ;)
 
AndrewPoison schrieb:
Was er meint war folgendes:
du zielst hier von der Erde aus auf einen beliebigen Punkt am Nachthimmel, sagen wir also irgend einen Stern. Dann bewegst du den Laserpointer dass er auf den Mond zeigt. Bis das Licht auf dem Mond (und vor allem den Stern) tatsächlich ankommt vergeht einiges an Zeit, aber die Distanz zwischen Stern und Mond hast du in praktisch unter einer Sekunde zurückgelegt.
Während hier auf der Erde zwischen den verschiedenen Winkeln vlt. nur 2 oder 3 cm "Luftlinie" auseinander liegen, so liegen im Weltall doch Lichtjahre dazwischen. Und diese Lichtjahre hättest du theoretisch binnen kürzester Zeit überbrückt.

Ergänzung:

Zudem ist Licht nichts festes wie eine Eisenstange z.B., sondern besteht aus einzelnen Photonen. Änderst du den Winkel des Laserpointers, so hat dies keine Auswirkung auf die Photonen welche bereits abgeschickt wurden.
Das geht nur mit entsprechend langen Laserschwertern.

PS: Es gibt doch Überlichtgeschwindigkeit.
Zur Erklärung: Je schneller man sich bewegt, desto langsamer vergeht die Zeit.
Bei Lichtgeschwindigkeit bleibt die Zeit stehen. Bei überlichtgeschwindigkeit müssste sie entsprechend Rückwärts laufen.
Praktisches Beispiel:
Mein Vater ist Lehrer. Der hat um 12h aus und ist schon um 11.30h zuhaus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tollen Vater hast du, Haudrauff. Aber würde man dein ironisches Beispiel ernst nehmen, müsste man dem entgegnen: Um Lichtgeschwindigkeit zu erreichen, braucht man unendlich viel Energie, und man wäre unendlich schwer, dazu auch nur noch punktförmig. Erreicht man z.B. 86% der Lichtgeschwindigkeit, ist man defakto nur noch halb so lang wie vorher. Also wenn du mit deinem 4 Meter Auto in eine 2m Parklücke rein willst, musst du dort mit 86% der Lichtgeschwindigkeit einparken, dann passt du auch rein ;)

Kleine Zusammenfassung, bei Lichtgeschwindigkeit ist man unendlich schwer, hat unendlich viel Energie, die Zeit vergeht nicht und man ist einer unendlich starken Längenkontraktion unterzogen :P Nette Vorstellung. Achja, und man säße natürlich im Dunkeln ;)

Überlichtgeschwingkeit gibt es natürlich nur bei Winkelgeschwindigkeiten und die sind rein virtuell.

Ich empfehle: http://www.zdf.de/ZDFxt/module/einsteinrela/relativitaet.html
Unten auf Lichtgeschwindigkeit und dann auf "Überlichtgeschwindigkeit".
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab auch mal wieder eine Frage: Wie sieht das eigentlich mit den Jahreszahlen in nicht-christlichen Ländern aus? Wir orientieren uns ja an der Geburt Christi, aber in anderen Religionen hat der Termin ja sehr wenig bis gar keine Bedeutung. Sind die einfach dem Westen angepasst oder haben muslimisch/hinduistisch/buddhistisch/... geprägte Länder eigene Systeme?
 
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