Wo hängen an einer Neonröhre seitlich weiße Dinger raus?
1. Neonröhre ist wahrscheinlich nicht gemeint. Damit bezeichnete man vor dem 2.
Weltkrieg Hochspannungsleuchtröhren mit hellroter Farbe, meist Reklamedinger.
Leider hat sich der völlig falsche Begriff in Laienkreisen bis heute gehalten und das ist verwirrend, denn
2. die Leuchtstofflampen, "englisch fluorescent lamps" enthalten kein Neon, sondern sind technisch Quecksilberdampf-Niederdrucklampen mit Leuchstoffschicht.
Ich nehme also an, daß Du solche meinst:
Es sind Gasentladungslampen, zwischen den beiden Rohrenden besteht im
abgeschalteten Zustand keine elektrisch leitende Verbindung, die wird erst durch
das Zünden der Gasentladung hergestellt. Dazu werden aus den Elektroden am Ende der Röhre durch thermische Effekte Elektronen freigesetzt wie damals bei den Verstärker-Röhren auch, und "thermisch" weist schon drauf hin, daß da was glüht..Tut es auch, an beiden Röhrenenden sind jeweils zwei Anschlüsse, die mit einer Glühwendel verbunden sind, zum Starten der Lampe werden die in Reihe geschaltet und mit einer Drossel in Reihe kurzzeitig an 230 Volt gelegt, dann glühen sie kurz auf, beim Öffnen der Verbindung zwischen den beiden Enden
( das macht der Starter) entsteht in der Drosselspule eine hohe Induktionsspannung, sodaß die Gasentladung in der Röhre zündet. Die Entladung findet zunächst im Füllgas der Röhre statt, das kann Argon oder
Krypton sein, danach verdampft schnell das bis dahin flüssige Quecksilber und
übernimmt den Strom, dabei entsteht eine vorwiegend ultraviolette Strahlung. Auf die Innenseite der Glasröhre ist eine Leuchtstoffschicht aufgebracht, diese
verwandelt dann das nahezu unsichtbare "Licht" der Entladung in ein Frequenz-
oder Wellenlängengemisch, das je nach Mischung der Leuchstoffe (englisch
phosphours, hat aber mit dem Element Phosphor nicht zu tun!) mehr oder weniger rötlichweiß oder bläulichweiß leuchtet. Das VG stabilisiert den Betriebsstrom der Lampe, ohne VG würde diese im Lawineneffekt explodieren.
So, und jetzt zur Frage, woran die Lampen eigentlich sterben.
Wie damals bei den Verstärkerröhren und heute eben noch bei der Bildröhre sind
die Glühkathoden mit einer stark Elektronenemittierenden Beschichtung versehen, die mit der Zeit aber "verlorengeht" oder sich abnutzt, und dann würde die Brennspannung der Röhre ansteigen, da aber mehr als 230 Volt im Betrieb nicht zur Verfügung stehen, wäre damit Schluß. Allerdings tritt vorher wieder der Starter in Aktion. Der enthält eine Glimmstrecke, die eine Zündspannung hat, welche zwischen der Röhrenbrennspannung im Normalbetrieb (je nach Type und Leistung so von 80 bis 130 Volt) und der Netzspannung liegt. Er würde also die Lampe kurzschließen, die Elektroden wieder voll aufheizen, neu zu zünden versuchen, geht aber stabil nicht, Lampe geht sehr bald wieder aus, erneuter Versuch und das in nerventötendem Geflacker. Dabei wird außerdem noch die Drossel heiß, stinkt, brummt und leidet.
Also: Bei flackernder Lampe Auswechseln, und zwar so bald als möglich.
1. Neonröhre ist wahrscheinlich nicht gemeint. Damit bezeichnete man vor dem 2.
Weltkrieg Hochspannungsleuchtröhren mit hellroter Farbe, meist Reklamedinger.
Leider hat sich der völlig falsche Begriff in Laienkreisen bis heute gehalten und das ist verwirrend, denn
2. die Leuchtstofflampen, "englisch fluorescent lamps" enthalten kein Neon, sondern sind technisch Quecksilberdampf-Niederdrucklampen mit Leuchstoffschicht.
Ich nehme also an, daß Du solche meinst:
Es sind Gasentladungslampen, zwischen den beiden Rohrenden besteht im
abgeschalteten Zustand keine elektrisch leitende Verbindung, die wird erst durch
das Zünden der Gasentladung hergestellt. Dazu werden aus den Elektroden am Ende der Röhre durch thermische Effekte Elektronen freigesetzt wie damals bei den Verstärker-Röhren auch, und "thermisch" weist schon drauf hin, daß da was glüht..Tut es auch, an beiden Röhrenenden sind jeweils zwei Anschlüsse, die mit einer Glühwendel verbunden sind, zum Starten der Lampe werden die in Reihe geschaltet und mit einer Drossel in Reihe kurzzeitig an 230 Volt gelegt, dann glühen sie kurz auf, beim Öffnen der Verbindung zwischen den beiden Enden
( das macht der Starter) entsteht in der Drosselspule eine hohe Induktionsspannung, sodaß die Gasentladung in der Röhre zündet. Die Entladung findet zunächst im Füllgas der Röhre statt, das kann Argon oder
Krypton sein, danach verdampft schnell das bis dahin flüssige Quecksilber und
übernimmt den Strom, dabei entsteht eine vorwiegend ultraviolette Strahlung. Auf die Innenseite der Glasröhre ist eine Leuchtstoffschicht aufgebracht, diese
verwandelt dann das nahezu unsichtbare "Licht" der Entladung in ein Frequenz-
oder Wellenlängengemisch, das je nach Mischung der Leuchstoffe (englisch
phosphours, hat aber mit dem Element Phosphor nicht zu tun!) mehr oder weniger rötlichweiß oder bläulichweiß leuchtet. Das VG stabilisiert den Betriebsstrom der Lampe, ohne VG würde diese im Lawineneffekt explodieren.
So, und jetzt zur Frage, woran die Lampen eigentlich sterben.
Wie damals bei den Verstärkerröhren und heute eben noch bei der Bildröhre sind
die Glühkathoden mit einer stark Elektronenemittierenden Beschichtung versehen, die mit der Zeit aber "verlorengeht" oder sich abnutzt, und dann würde die Brennspannung der Röhre ansteigen, da aber mehr als 230 Volt im Betrieb nicht zur Verfügung stehen, wäre damit Schluß. Allerdings tritt vorher wieder der Starter in Aktion. Der enthält eine Glimmstrecke, die eine Zündspannung hat, welche zwischen der Röhrenbrennspannung im Normalbetrieb (je nach Type und Leistung so von 80 bis 130 Volt) und der Netzspannung liegt. Er würde also die Lampe kurzschließen, die Elektroden wieder voll aufheizen, neu zu zünden versuchen, geht aber stabil nicht, Lampe geht sehr bald wieder aus, erneuter Versuch und das in nerventötendem Geflacker. Dabei wird außerdem noch die Drossel heiß, stinkt, brummt und leidet.
Also: Bei flackernder Lampe Auswechseln, und zwar so bald als möglich.