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Was kann man von diesen billig Kondensatormikrofonen erwarten?

delahri

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Hey,

habe gerade mal geschaut, ob es eine günstige Möglichkeit gibt ein Kondensatormikrofon zu erwerben.
Dabei ist mir folgendes aufgefallen
https://www.ebay.de/itm/BM800-Profe...h=item2cdb052668:g:usYAAOSwKfFbljtH:rk:2:pf:0

Wie kann es sein, dass dort ein Kondensatormikrofon + Mikrofonarm + Spinne + Popschutz + Kabel + USB Soundkarte insgesamt 17 Euro versandkostenfrei kostet?

Welche Qualität kann man von so einem Mikrofon erwarten? Wird es stark rauschen? Wird es nach 2 Wochen kaputt sein?
Ich kann solche Angebote irgendwie nicht nachvollziehen...
 
Wirf den Zwanni in den Pott und test doch das Ding.

Hab mein Kondensatormic seit über einem Jahr am laufen und man versteht mich blendend. Hat auch nur 25 Euro auf Amazon gekostet
 
Alleine der Mikrofonständer kostet fast soviel auf Amazon ... Bei dem Preis würde ich das auch testen - bezweifle aber das dies (gut) funktioniert.
 
Was mich am meisten stutzig macht ist auch, dass man ja normalerweise ein Kondensatormikrofon mit Phantomspeisung am PC benutzt, hier soll das ganze aber einfach mit einer 5V USB Soundkarte funktionieren?
 
Das Teil wird, günstigstenfalls, bis zum Ende der Gewährleistung halten um dann sofort den Geist aufzugeben.
Im Übrigen würde mich ein Made In China hier nicht wundern, aber auch gut möglich, dass es Restposten sind, die supergünstig im Paket erworben wurden weil sie weg mussten

Zu dem Teil gibt es auch ein Youtube-Video. Einfach mal reinziehen:
 
@delahri so ein billiges Kondensator-Mikrofon ist mit absoluter Sicherheit ein Elektret-Kondensator, die kann man nämlich sehr günstig herstellen. Ein Elektret-Kondensator hat, wie der Name schon sagt, eine Elektret-Folie verbaut, die dauerhaft polarisiert ist.
Daher braucht ein Elektret-Kondensator-Mikrophon nur eine sehr niedrige Spannung für den internen Verstärker, der das sehr kleine Signal der Kapsel ein bisschen verstärkt. Viele Elektret-Kondensator Mikrophone kann man deshalb auch statt Phantomspeisung mit einer normalen 1,5 V Batterie/Akku betreiben.

Ein Beispiel wäre das Sennheiser ME66 mit K6 Speiseadapter, das geht statt mit Phantomspeisung auch mit einer 1,5 V Mignon Batterie. Das ist im übrigen ein ziemlich gutes Elektret-Mikro, ein Elektret-Mikro muss nicht zwangsläufig billig und schlecht sein.

Ein echtes Kondensator-Mikro braucht zwingend die 48 V Phantomspeisung um den Kondensator zu laden (bzw. 48 V sind auch nicht unbedingt nötig, bei älteren Modellen wurde 12 V Tonaderspeisung verwendet, aber weniger darf die Spannung dann wirklich nicht sein. Phantomspeisung wurde ja extra auf 48 V erhöht, damit auch bei längeren Kabelstrecken auf jeden Fall genug Spannung für jedes Mikrofon ankommt)

Hägar Horrible schrieb:
Im Übrigen würde mich ein Made In China hier nicht wundern[/MEDIA]
Natürlich kommt das aus China. Erstens kommt heute fast alles aus chinesischer Produktion, von billigstem Ramsch bis hin zum iPhone, ein Urteil über die Qualität ist "Made in China" deshalb heutzutage nicht mehr. Zweitens wird das Mikro bei gearbest verkauft, das ist ein chinesischer Shop, der China-Produkte weltweit verkauft. Aber wie gesagt, ein Urteil über die Qualität kann man heute nicht mehr fällen, nur weil etwas made in China ist. Es ist heute ja schon sehr untypisch, wenn ein technisches Produkt nicht in China hergestellt wurde.
 
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Ein Klon ist das nicht es ist exakt das gleiche wie die teureren auch es steht nur was anderes drauf.

Ich glaube meins ist genau das aus dem Set der Arm ist so lala tut aber was er soll und das Mikrofon ist für discord und co mehr als ausreichend. Die USB Karte und das Klinken Kabel habe ich nie probiert meins werkelt ein einem günstigen Behringer Interface.
Der Runde Poppfilter ist mMn. auch für die Tonne das Schaumstoff Teil reicht aber auch vollkommen aus.
 
Ich würde sie in erster Linie nicht als "Klone", sondern als "OEM-Ware" bezeichnen.
Varianten gibt es von den Teilen abertausende. Wenn man sie als Händler bestellt, kann man sich sogar ein eigenes Branding aussuchen. Auf Wunsch gibt es auch noch ein paar Extras, wie etwa ein abgewandeltes Gehäuse oder eine USB-Schnittstelle (inkl. A/D-Wandler).

Der Preis von mittlerweile gerade mal 17 Euro im Komplettset ist schon beunruhigend.
Ich will mir gar nicht vorstellen, welchen Fußabdruck diese Art der Massenproduktion hinterlässt.

Hägar Horrible schrieb:
Das Teil wird, günstigstenfalls, bis zum Ende der Gewährleistung halten um dann sofort den Geist aufzugeben.
Was du nach deiner zweijährigen Nutzungsdauer sicherlich auch belegen kannst.

KropeK schrieb:
also ne... das wird nicht gut gehen.
 
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Die Ahnung hier im Thread ist mal wieder erschreckend lachhaft. Die meisten glauben nur und wissen vllt. gerade mal, dass es Nachts dunkler ist als tagsüber. Unglaublich und sowas will beraten.
Wenn man keine Ahnung hat, dann schaut man halt auf Youtube. Ist das so schwer?
Da das BM700 und BM800 gleich sind, nur unterschiedliche Gehäuse:

und hier (UMC22 Test mit dem BM800):

und hier:

Und zum Schluss noch mal hier mit USB-Soundkarte:


Damit ist eigentlich alles gesagt. Ich bin raus. Ich nutze das BM800 übrigens schon seit Wochen ohne jegliche Probleme mit dem UMC22.
 
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Auch auf YouTube laufen leider einige Schwachmaten rum.
Ein Allerheilmittel ist die Plattform sicher nicht. Aber sie gibt zumindest einen Eindruck, was diese Technik praktisch leisten kann ... wenn denn die Mindestvoraussetzungen der ungestörten Signalübertragung beachtet wurden.
Wie man es falsch macht, erfährt man z.B. in den Rezensionen auf Amazon ;)


Nur ein Beispiel, wie man zumindest das Grundrauschen weitestgehend vermeiden kann. Sollte für VoIP bereits ausreichen.

Der eigentlich Kern der Sache:
Ein Mikrofon sollte nicht durch den Flaschenhals seines Inputs gebremst werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist eben auch, wie lange hält so ein Mikro ohne Störungen und Probleme? Die alten Neumann-Mics mit 50-70 Jahren können heute noch verwendet werden. Bauteile wie Kondensatoren etc. altern und verschleißen auch, und in so einem Billigteil werden vermutlich nur minderwertige Bauteile verbaut.
 
PHuV schrieb:
Die Frage ist eben auch, wie lange hält so ein Mikro ohne Störungen und Probleme? Die alten Neumann-Mics mit 50-70 Jahren können heute noch verwendet werden. Bauteile wie Kondensatoren etc. altern und verschleißen auch, und in so einem Billigteil werden vermutlich nur minderwertige Bauteile verbaut.
Mein BM-800 läuft schon seit fast 1,5 Jahren ohne Probleme. Denke auch nicht, dass es gleich morgen kaputtgehen wird. Aber selbst wenn: bei investierten 15 Euro ist der Schaden überschaubar ;)

In dem Teil steckt gewiss keine Raketentechnik.
Aber was solls. Wenn die billigen 50V Caps von Chenxing mal den Geist aufgeben sollten, baue ich mir das Teil einfach um. Im Netz gibt es dutzende Anleitungen, wie man solche OEM-Mikros mit nur wenigen Handgriffen aufwerten kann.
 
@Knitterhemd: Und warum soll ein 15€ Mikrofon bitte eine absolute Aufnahme wie ein 2500€ Mikro abliefern?
Man will eine gute, volle und rauschfreie Aufnahme und damit hat man sie. Das reicht in 99% aller Streams/Chatting-Fällen aus.
 
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Möge jeder selbst entscheiden.
 
JackA$$ schrieb:
@Knitterhemd: Und warum soll ein 15€ Mikrofon bitte eine absolute Aufnahme wie ein 2500€ Mikro abliefern?

Hab ich das gesagt?!

Man will eine gute, volle und rauschfreie Aufnahme und damit hat man sie. Das reicht in 99% aller Streams/Chatting-Fällen aus.

Also unter gut und voll verstehe ich was anderes, zum chatten ist es vollkommen in Ordnung.
 
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